Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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Von der Notwendigkeit einer Spezialisierung in der archivischen Fachausbildung
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ausbildung zum Fachangestellten bzw. zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste soll diese Arbeit das Berufsbild des FaMI in der Fachrichtung Archiv von den Anfängen bis in die Gegenwart und der Zukunft auf inhaltliche Aktualität untersuchen. Gleichzeitig soll dabei analysiert werden, ob angesichts der steigenden Anforderungen an das Berufsbild aufgrund der technischen Veränderungsprozesse – insbesondere der Digitalisierung, der digitalen Langzeitarchivierung sowie der Verwendung sozialer Medien – eine Novellierung der bisherigen praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalte notwendig ist und ob demzufolge eine Spezialisierung der bisherigen archivfachlichen Ausbildung im mittleren Dienst erforderlich – auch für Quereinsteiger_innen – ist. Untersucht wird diese Theorie anhand des derzeitigen Personals, das im Lesesaal des Bundesarchivs Berlin - Lichterfelde eingesetzt ist. Ausgewählt wurde das Bundesarchiv mit dem Standort Berlin - Lichterfelde vor dem Hintergrund der guten Darstellbarkeit und Überprüfbarkeit der technischen und personellen Veränderungen in einem Archiv und in einem Lesesaal. Berücksichtigt wird dabei vor allem, welche Auswirkungen die technologische Entwicklung auf die Fachausbildung derzeitiger und künftiger FaMIs sowie von Quereinsteiger_innen in Bezug auf die praktische Arbeit im digitalen bzw. virtuellen Lesesaal (in den nächsten fünf Jahren) im Bundesarchiv Berlin - Lichterfelde hat. Auf die archivische Fachausbildung des gehobenen und höheren Dienstes wird in dieser Arbeit nicht eingegangen
Transferherausforderungen und Prüfungen in dualen Studiengängen: ein Erfahrungsbericht
Dieser Artikel beschäftigt sich mit Transferherausforderung in dualen Studiengängen. Thematisiert wird die Konzeption der Praxisreflexionsmodule. Der Autor berichtet von seinen Lehr- und Prüfungserfahrungen. Es wird geschildert, welche Probleme im Kontext der Relationierung von Theorie und Praxis zu lösen sind bzw. welche Fragestellungen diesbezüglich relevant sind. In diesem Entwicklungsprozess geht es vor allem um den systematischen Aufbau von Grundwissen und kompetenzorientieren Praxisprüfungsformaten. Des Weiteren zeigt der Autor auf, wie diese Erkenntnisse in die Konstruktion des dual-digitalen Studiengangs der FH Potsdam eingeflossen und mit der Transferphilosophie des forschenden Lernens verbunden worden sind. Die Kasuistikseminare spielen dabei eine besondere Rolle. Sie ermöglichen, Praxisfälle zu reflektieren und bieten den Raum, um sich mit Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen
Rückführungen aus Fremdunterbringungen
Die Fremdunterbringung von Minderjährigen stellt einen krisenhaften Übergang dar, der hinsichtlich psychologischer Aspekte sowohl aus der Kinder- als auch aus der Perspektive der Eltern (Bezugspersonen) betrachtet werden sollte. Wenngleich vor dem Hintergrund gesetzlicher Regelungen anzustreben, kann die Rückführung als ebensolcher Übergang verstanden werden. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die Komplexität von Rückführungen in die Herkunftsfamilie sowohl aus der Perspektive der Minderjährigen als auch aus dem elterlichen Blickwinkel darzustellen. In diesem ersten Versuch der Annäherung dient das Konzept der Entwicklungsaufgaben als Orientierungspunkt für die hier angestellten Überlegungen
Archivrechtliche Einschätzung der Nutzungsbedingungen von Nachlässen mit erbbiologischen Inhalten
Ein Aufgabenfeld der öffentlichen Archive ist, das verwahrte Archivgut den Nutzern zugänglich zu machen, sofern keine rechtlichen Einschränkungen vorliegen. In der sich wandelnden und digitalisierten Gesellschaft ist ein Anspruch von Archivarinnen und Archivaren „die verwahrten Informationen, das Archivgut, möglichst frei zugänglich zu machen.“ Diese gewünschte freie Zugänglichkeit stößt insbesondere dann an ihre Grenzen, wenn persönliche Daten im Archivgut enthalten sind und das Persönlichkeitsrecht von Betroffenen oder Dritten berührt wird. Für Archivgut mit erbbiologischen Inhalten erscheint ein umfassender Schutz persönlicher Daten ganz besonders erforderlich zu sein. Ob dafür die archivischen Schutzfristen, die seit Jahrzehnten auf Grundlage der Archivgesetze vergeben werden, ausrechend sind, wird im Laufe der Untersuchung geklärt werden. In wie weit die Nutzung von Archivalien mit erbbiologischen Inhalten in Nachlässen geregelt werden sollte, ist insgesamt ein komplexes Thema, mit dem sich die vorliegende Masterarbeit aus archivrechtlicher Perspektive beschäftigt. Dabei sollen konkret die Fragen geklärt werden, wie die Nutzung für den als Beispiel ausgewählten Nachlass Trube-Becker im Universitätsarchiv Düsseldorf (UAD) geregelt sein sollte und ob sich diese Nutzungsbedingungen auf ähnliche andere Bestände (nicht zwingend Nachlässe) in öffentlichen Archiven übertragen lassen
Data is King
Der Beitrag stellt die Frage der Bedeutung der bibliothekarischen Sammlung in einem grundsätzlichen Sinne neu. Die These ist, dass trotz der zunehmenden Verfügbarkeit von Literatur im Open Acces die bibliothekarische Sammlung ihre Bedeutung nicht verloren hat, aber unter digitalen Vorzeichen neu zu denken ist und Bibliotheken sich entschieden dem Sammeln von digitalen Publikationen und Daten zuwenden müssen, um die Forschungsinfrastruktur der Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Erst die Datafication vorhandener Literatur einerseits und gezielte Sammlung von Daten andererseits schafft die Voraussetzung für neue Heuristiken, für Text and Datamining (TDM) oder für das Training von KI. Qualitätsgeprüfte und kuratierte Daten sind Grundlage für die Wissenschaft von morgen. Bibliotheken können mit dem gezielten Aufbau von digitalen Sammlungen die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen. In organisatorischer Hinsicht ist nach innen ein Umbau vorhandener Geschäftsgänge, nach außen eine neue Form der Zusammenarbeit bei der Aufbereitung von Daten und dem Aufbau von Datenverbünden erforderlich
Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober
Antisemitismus ist in der Menschheitsgeschichte eine der ältesten Formen von gruppenbezogener Gewaltpraxis, die sich in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Kontexten fortlaufend aktualisiert. Als flexibles und identitätsstiftendes Feindbild wird das antisemitische Ressentiment insbesondere im Kontext gesellschaftlicher Krisen virulent. Der vorliegende Artikel führt in die aktuellen Dispositionen des Antisemitismus ein. Dafür wird eine Begriffsbestimmung vorgenommen und Erscheinungsdimensionen werden ausgelotet. Danach vertiefen wir aktuelle antisemitische Dynamiken aus jüdischen Perspektiven anhand von Befunden aus einer qualitativen Studie zu den Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf jüdische und israelische Communitys in Deutschland
The critical role of emotional communication for motivated reasoning
Persuasive appeals frequently prove ineffective or produce unintended outcomes, due to the presence of motivated reasoning. Using the example of electric cars adoption, this research delves into the impact of emotional content, message valence, and the coherence of pre-existing attitudes on biased information evaluation. By conducting a factorial survey (N = 480) and incorporating a computational model of attitude formation, we aim to gain a deeper insight into the cognitive-affective mechanisms driving motivated reasoning. Our experimental findings reveal that motivated reasoning is most pronounced when persuasive appeals employ a combination of emotional and rational elements within a negatively valenced argument. Furthermore, our computational model, which estimates belief and affect adjustments underlying attitude changes, elucidates how message framing influences cognitive-affective processes through emotional coherence. The results provide support for a negative correlation between shifts in coherence in response to new information and the propensity for motivated reasoning. The research contributes to computational models of opinion dynamics and social influence, offering a psychologically realistic framework for exploring the impact of individual reasoning on population-level dynamics, particularly in policy contexts, where it can enhance communication and informed policy discussions
Recommendation of RILEM TC 256-SPF on fire spalling assessment during standardised fire resistance tests: complementary guidance and requirements
The recommendation is based on the co-authors’ work organized by the RILEM TC 256-SPF “Spalling of concrete due to fire: testing and modelling”. It aims to provide useful information, guidance and best practices in fire spalling assessment to laboratories that perform large-scale tests based on fire resistance test standards. It provides guidance on the spalling observation techniques during testing, as well as post-test spalling quantification/assessment methods. This document is intended to be used in conjunction with the fire resistance test standards, e.g. EN 1363-1 and ISO 834-1
Grundzüge des Rechts
Das Standardwerk gibt einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Rechts und seine großen Teilgebiete, die für Studium und Praxis sozialer Berufe relevant sind.
Sowohl in der Abhandlung der allgemeinen juristischen Grundlagen als auch in den Schwerpunkten des Privatrechts, des Öffentlichen Rechts sowie des Strafrechts sind der geschulte juristische Blick und der Schutz der Rechtspositionen der Betroffenen leitend. Die verschiedenen Rechtsgebiete und Arbeitsfelder werden praxisorientiert und rechtswissenschaftlich zuverlässig, mit substantiellen Quellenangaben sowie Hinweisen auf Rechtsprechung und weiterführende Literatur dargestellt. Darüber hinaus werden sozial- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse angemessen einbezogen. Viele Fallbeispiele aus unterschiedlichsten Feldern der Sozialen Arbeit veranschaulichen die Ausführungen.
Studierende der Sozialen Arbeit begleitet das Lehrbuch im B. A.- und M. A.-Studiengang. Für die Praxis in sozialen und interdisziplinären Arbeitsfeldern (z. B. Verfahrensbeistand, Mediation, Betreuung) bietet das Buch einen schnellen Zugang zu den verschiedenen rechtlichen Bezügen.
Die 6. Auflage wurde vollständig überarbeitet und mit Bezug auf gesetzliche Änderungen, u. a. im Privat-, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe-, Rehabilitations- und Teilhabe sowie Migrationsrecht aktualisiert