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Das Konzept des Verbündet-Seins und Bündnisse als Handlungs- und Veränderungsstrategien in queer-/feministischen Kontexten
Im Kontext von „Social Justice und Radical Diversity“, ein diskriminierungskritisches Bildungs- und Handlungskonzept, das auf die Infragestellung und Abschaffung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen und die darin eingebundenen Diskriminierungsverhältnisse abzielt (vgl. Czollek/Perko et al. 2019), entwickelten wir 2001 das Konzept des Verbündet-Seins. Gleichzeitig plädieren wir für Bündnisse unter jenen sozialen Gruppen und Einzelpersonen, die von Struktureller Diskriminierung getroffen sind, und jenen, die zwar keine diskriminierenden Praxen erfahren, sich aber dennoch gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen. In unserem Beitrag stellen wir die Besonderheiten von Verbündet-Sein vor und besprechen Möglichkeiten und Verunmöglichungen von intersektionalen Bündnissen. Unsere Überlegungen basieren auf einem affirmativen Verständnis einer pluralen Demokratie, in der wir das Aufbegehren gegen jede Form von sozialer Ungleichheit und Struktureller Diskriminierung als „Ineinanderverwobenheit von individuellen, institutionellen (inklusive rechtlichen, Anm. d.A.) und kulturellen Praxen von Diskriminierung“ zugunsten von Radical Diversity und damit der Verwirklichung von Social Justice fokussieren
#GesellschaftBilden im Digitalzeitalter – institutionsübergreifende Forschungsentwicklung zur Digitalisierung in der Sozialen Arbeit
Im Rahmen des durch den Innovationsfonds der Fachhochschule Potsdam geförderten Projekts „#GesellschaftBilden im Digitalzeitalter. Perspektiven der Sozialen Arbeit auf technologische Herausforderungen“ gründeten vier Forschungsinstitutionen das Digitalisierungsforschungsnetzwerk Nordost. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Projekts und der Pilotphase des Netzwerks von Oktober 2023 bis September 2024. Dabei werden die unterschiedlichen Projektbausteine beleuchtet, die den Diskurs um Technisierung, Digitalisierung und Mediatisierung in der Sozialen Arbeit voranbringen und eine hochschulübergreifende Kooperation zu Digitalisierungsthemen fördern sollten
Mentale Repräsentationen von Inklusion und Exklusion
Dieser Beitrag in der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie widmet sich der Analyse von Exklusions- und Inklusionsdynamiken in Bildungssettings aus psychodramatischer Perspektive. Der Autor schlägt vor, das sozio-kulturelle Atom als ein Modell für die mentalen Repräsentationen von Beziehungen zu verstehen und es als Ausgangspunkt für inklusive Prozesse zu verwenden. Dabei wird Inklusion als Förderung sozialer Teilhabe definiert und die dafür notwendigen Prozesse als Reparatur(en) sozio-kultureller Atome beschrieben. Ausgehend von Forschungsergebnissen zu sozialen Beziehungen im Klassenzimmer beschreibt der Autor vier Aspekte von Behinderung sozialer Teilhabe als mentale Manipulationen sozio-kultureller Atome durch Abwesenheit, Verleugnen, Ignorieren oder Ablehnen. Es werden mögliche Ansätze für psychodramatische Interventionen zur Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse angedeutet
Monitoring of thermal deformations of a highway bridge
Structural Health Monitoring of civil engineering structures is experiencing an increasing progress in the last decades. The present work focuses mainly on static behaviour of a highway bridge due to environmental temperature effects. The first goal is to compare the results of the finite element simulations to the classical geodesy surveying measurements for deformation monitoring of a large, curved highway bridge. The second goal is to test the applicability of artificial intelligence (AI) methods to predict such deformations online without comprehensive computer simulations. In this context, it is also shown how AI can be used to compensate outage of the measurement system and as an element of a monitoring system for system change detection
Der 7. Oktober als Zäsur für jüdische Communities in Deutschland
Antisemitismus durchdringt das Leben der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden in vielfacher Hinsicht. Dies gilt nochmals verstärkt seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Wie haben Jüdinnen und Juden diesen Tag erlebt, und welche Bedeutung hat er für sie
Initialzündung für Groß-Berlin 1920
Der internationale städtebauliche Wettbewerb für Groß-Berlin von 1910 war die Initialzündung für das Groß-Berlin-Gesetz von 1920. Der Beitrag zeichnet dessen Genese nach, ordnet die eingereichten Wettbewerbsbeiträge ein und bestimmt dessen Folgen. Das auf den Wettbewerb folgende Zweckverband-Gesetz von 1911 war zwar noch recht machtlos, bereitete aber die Schaffung der neuen Stadtgemeinde vor, die 1920 verwirklicht wurde
Instagram in Wirtschaftsarchiven
Archive nutzen verstärkt Soziale Medien für ihre Öffentlichkeitsarbeit, um sich gegenüber der Gesellschaft aufgeschlossen und modern zu präsentieren. Die Foto- und Videoplattform Instagram wird in Archiven - im Vergleich zu den beiden älteren sozialen Netzwerken Facebook und Twitter - bisher am wenigsten verwendet, obwohl die Anzahl der Nutzer:innen hier konstant steigt. Um dem zurückhaltenden Gebrauch von Instagram entgegenzuwirken, benötigen Archivarinnen und Archivare Anhaltspunkte in Form von Konzepten, Leitfäden und beispielgebenden Ideen für die Beitragsgestaltung. Ziel dieser Arbeit ist es, Instagrambeiträge am Beispiel des Historischen Archivs des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) zu entwickeln und umzusetzen, die auf dem Account des OSV erscheinen. Dabei wird die Frage verfolgt: Inwieweit lässt sich die Anwendung von Instagram im Historischen Archiv realisieren? Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, wurden aktuelle Social-Media-Marketing-Leitfäden, Strategien von weiteren Informations- und Kultureinrichtungen sowie Erfahrungsberichte aus Archiven herangezogen. Ausgehend von diesen Grundlagen wurde eine Strategie für das Historische Archiv abgeleitet und vom Juli bis zum Dezember 2021 umgesetzt. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass die Anbindung eines (Wirtschafts-)Archivs auf einem Unternehmensaccount eine gute Option ist, trotz geringer zeitlicher und finanzieller Ressourcen, Instagram für die Öffentlichkeitsarbeit und das History Marketing einzusetzen. Diese Arbeit kann als Anregung für die Strategieentwicklung und Gestaltung von Instagrambeiträgen in Archiven dienen
Researching educational barriers in participatory real-world labs
Introduction: As a result of the large-scale arrivals of refugees and migrants, Germany is facing the challenge of providing inclusive education pathways not at least for a successful integration into the labor market. In our research project laeneAs (Ländliche Bildugnsumwelten junger Geflüchteter in der beruflichen Ausbildung/The Rural Educational Environments of Young Refugees in Vocational Training), we focus on educational barriers and good practices within the vocational education and training system (VET) for refugees in rural counties. In particular, racism and discrimination are significant barriers to refugee participation in society and education. Our contribution addresses the following research question: How is educational inclusion discussed and defined in and through real-world labs among stakeholders in four rural districts: social workers, educators, policymakers, administration, and young refugees?
Methods: We initiated real-world labs as a space for collaborative research, reflection, and development to promote inclusive pathways for young refugees in vocational education and training in four research sites. We used futures labs as a method to identify key challenges and develop action plans as an activating method with stakeholders and refugee trainees. Our data consisted of audio recordings of group discussions in the real-world future labs, which were analyzed using deductive content analysis.
Results: The analysis identified the following areas as important barriers to education and for practice transformation: (1) infrastructural and cultural barriers; (2) day-to-day problems in vocational schools and companies (3) restrictive immigration policies and regulations.
Discussion: Educational barriers are imbedded in a contradictory immigration regime with reciprocal effects so that refugee trainees have difficulties in completing their education and further their social inclusion. On the other side of this contradictory immigration regime, social work and social networks provide fundamental support in obtaining a vocational qualification
The CLEF-2024 CheckThat! Lab
The first five editions of the CheckThat! lab focused on the main tasks of the information verification pipeline: check-worthiness, evidence retrieval and pairing, and verification. Since the 2023 edition, it has been focusing on new problems that can support the research and decision making during the verification process. In this new edition, we focus on new problems and -for the first time- we propose six tasks in fifteen languages (Arabic, Bulgarian, English, Dutch, French, Georgian, German, Greek, Italian, Polish, Portuguese, Russian, Slovene, Spanish, and code-mixed Hindi-English): Task 1 estimation of check-worthiness (the only task that has been present in all CheckThat! editions), Task 2 identification of subjectivity (a follow up of CheckThat! 2023 edition), Task 3 identification of persuasion (a follow up of SemEval 2023), Task 4 detection of hero, villain, and victim from memes (a follow up of CONSTRAINT 2022), Task 5 Rumor Verification using Evidence from Authorities (a first), and Task 6 robustness of credibility assessment with adversarial examples (a first). These tasks represent challenging classification and retrieval problems at the document and at the span level, including multilingual and multimodal settings