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    Zwischen Konkurrenz und Kooperation

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    Vier von zehn Museen in Deutschland haben einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Orts- und Regionalgeschichte, insgesamt waren es 2020 bundesweit 2.981. Die Museen erfüllen damit gemeinsam mit den Kommunalarchiven eine wichtige Aufgabe bei der Dokumentation der örtlichen Gesellschaft und Lebenswirklichkeit. Häufig geraten diese beiden Institutionen beim Sammeln von Unterlagen miteinander in Konkurrenz oder stehen zumindest vor der Entscheidung, wo die zur Übernahme / zum Ankauf anstehende Unterlage besser aufgehoben wäre. Die vorliegende Masterarbeit will die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Kommunalarchiven und Stadtgeschichtlichen Museen herausarbeiten, die Konkurrenzen bei der Überlieferungsbildung analysieren und Möglichkeiten zur Kooperation aufzeigen. Ziel der Masterarbeit ist es, eine Bewertungsmatrix zu entwickeln, die Archiven und Museen helfen soll, zu einer sachlich fundierten Entscheidung bei der Aufnahme von Sammlungsgut zu gelangen. Dabei soll nicht nur die Archivperspektive eingenommen werden, sondern die Aspekte möglichst auch aus der Museumsperspektive betrachtet werden. Die Matrix soll die Konkurrenz im Bereich des Sammlungserwerbs versachlichen und auf eine fachliche Basis stellen. Sie will Empfehlungen geben, die nicht zwischen den beiden Polen Museum und Archiv entscheidet, sondern nur fragt nach dem Vorhandensein von geeigneten Ressourcen

    Microblogging mit Mastodon

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    Wer auf der Suche nach wissenschaftlicher Online-Kommunikation, Vernetzung und Austausch ist, muss sich dafür nicht mehr in die Hände der mächtigen kommerziellen Social-Media-Plattformen begeben. Das Fediverse stellt dafür eine dezentrale und auf freier Software und offenen Schnittstellen beruhende Alternative dar. Doch wie sollten die ersten (und zweiten) Schritte im Fediverse aussehen? Wo findet man Digital Humanists und Digital Humanities-Themen? Gibt es Tools für das automatisierte Posten à la autoChirp auch für Mastodon? Der halbtägige Workshop widmet sich diesen Fragen aus praktischer Sicht. Der Fokus liegt auf Erkundung, Erprobung und Diskussion von Potenzialen des Microblogging-Dienstes Mastodon für DH-Forschende für Wissenschaftskommunikation, Community-Building und Lehre. Neben der DHd-Mastodon-Instanz Fedihum wird der neue Service für das automatisierte Posten von Tröts autodone vorgestellt und in Praxisübungen Schritt für Schritt zum Einsatz gebracht

    Implementierung von probabilistischen Baugrundmodellen in IFC 2x3 und 4.0

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    Die Prognose der Unsicherheiten in 3D-Baugrundmodellen für BIM verbessert die Risikobewertung und Entscheidungsfindung und ermöglicht eine wirtschaftlichere und nachhaltigere Planung und Ausführung von Baumaßnahmen. Basierend auf Open-Source-Software wird ein Ansatz zur Implementierung probabilistischer Baugrundmodelle im Industry-Foundation-Classes- (IFC-) Datenschema vorgeschlagen. Die Grundlagen von IFC, die für die Erstellung von Fachobjekt-Geometrien sowie deren Georeferenzierung und Attribuierung erforderlich sind, werden erläutert. Zwei probabilistische 3D-Modelle, die mit Bohrprofil- bzw. Cone-Penetration-Test- (CPT-) Daten erstellt wurden, dienen als Anwendungsbeispiele; diese zeigen die prognostizierte Geometrie der Bodenschichten mit den zugehörigen Unsicherheiten basierend auf Volume Pixel (Voxel). Solange Voxel-Modelle nicht in IFC integriert sind, bieten Isoflächen eine praktikable Zwischenlösung zur Darstellung von Bodenschichten und Unsicherheiten. Eine konsistente Georeferenzierung gewährleistet eine korrekte Positionierung im Koordinationsmodell. Die Modellierung von Baugrund- und geotechnischen Daten wird für verschiedene IFC-Versionen gezeigt. Die aktuelle IFC-Version 4 verbessert die Oberflächenmodellierung und reduziert die Datenredundanz. Der vorgestellte Ansatz ermöglicht eine maßgeschneiderte Implementierung probabilistischer Baugrundmodelle in IFC und eine effizientere Zusammenarbeit der an der Erstellung des BIM-Modells beteiligten Experten

    Prototypes as Future Artifacts of Today

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    The design of sociotechnical futures relies on institutionalized visions but also on material artifacts. In this context, prototypes are a materialized means of exploration of potential futures. This article explores interdependencies between irritations by prototypes and critical/speculative design and argues that prototypes problematize a balance between feasibility and their potential for irritation, i.e. being incited to act differently by a prototype that does not fit into familiar practices (e.g. flying cars). We investigate the significance of the feasibility-irritation tension, first, by analyzing two case studies of prototypes from urban mobility as examples of technical feasibility in marketing and testing environments, and second, by contrasting them to the notion of prototypes as deliberately irritating artifacts within critical and speculative design practices. We offer a perspective for understanding their transformative potential. Our discussion shows how prototypes, as they are used in speculative design, might open new negotiation spaces instead of limiting futures to what seems feasible. New, irritating prototypes highlight a contingency, which is necessary to openly discussing feasible and fictional futures together

    Complements and competitors

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    Diffusive and contagious processes spread in the context of one another in connected populations. Diffusions may be more likely to pass through portions of a network where compatible diffusions are already present. We examine this by incorporating the concept of “relatedness” from the economic complexity literature into a network co-diffusion model. Building on the “product space” concept used in this work, we consider technologies themselves as nodes in “product networks,” where edges define relationships between products. Specifically, coding languages on GitHub, an online platform for collaborative coding, are considered. From rates of language co-occurrence in coding projects, we calculate rates of functional cohesion and functional equivalence for each pair of languages. From rates of how individuals adopt and abandon coding languages over time, we calculate measures of complementary diffusion and substitutive diffusion for each pair of languages relative to one another. Consistent with the principle of relatedness, network regression techniques (MR-QAP) reveal strong evidence that functional cohesion positively predicts complementary diffusion. We also find limited evidence that functional equivalence predicts substitutive (competitive) diffusion. Results support the broader finding that functional dependencies between diffusive processes will dictate how said processes spread relative to one another across a population of potential adopters

    Antisemitismus in der Schule

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    Überlieferungsbildung und Bewertung der Hörerpost des „Klingenden Sonntagsrätsels“ im Deutschen Rundfunkarchiv

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    Die archivische Bewertung ist eine der zentralen Aufgaben eines Archivs und gleichzeitig eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, da über Kassation oder Übernahme entschieden wird, um eine Verdichtung von Informationen zu erreichen. Die Auswahl der Quellen beeinflusst maßgeblich die Überlieferungsbildung und dient als Grundlage für die historische Forschung. Zum Rundfunkerbe gehören ebenso Zusatzüberlieferungen beispielsweise Printmedien, Fotografien oder Nachlässe, an denen Wissenschaft und Öffentlichkeit immer häufiger interessiert sind. In der folgenden Arbeit soll ein Überlieferungs- und Bewertungskonzept für einen ergänzenden Bestand im Deutschen Rundfunkarchiv entwickelt werden. Dies wird anhand der Hörerpost der Radiosendung „Das Klingendes Sonntagsrätsel“ geschehen, die sich am Standort in Potsdam-Babelsberg befindet. Diese stammt aus dem Nachlass des ehemaligen Moderators Christian Bienert und umfasst tausende Postkarten und Briefe überwiegend aus dem Zeitraum von 1987 bis 2012. Die Besonderheit des Bestandes liegt an der Vielzahl von Postsendungen aus der DDR, die trotz Postkontrolle über eine Deckadresse zum Sender gelangten. Insbesondere im Zuge der politischen Umbrüche 1989/90 nahmen die Zuschriften von ostdeutschen Bürger_innen zu, die neben dem Lösungswort oftmals Lebensgeschichten oder Kommentare zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen enthielten. Sie sind damit nicht nur Quelle für die Rundfunkgeschichte, sondern vermitteln ein Bild vom Alltagsleben jenseits der Mauer. Demzufolge wird der Frage nachgegangen, wie die Zuschriften der Wendezeit aus dem umfangreichen Bestand der Hörerpost des „Klingenden Sonntagsrätsels“ rausgezogen werden können, um zukünftig eine Erschließung und wissenschaftliche Aufarbeitung zu ermöglichen

    Discursive Patinas

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    This paper presents discursive patinas, a technique to visualize discussions onto data visualizations, inspired by how people leave traces in the physical world. While data visualizations are widely discussed in online communities and social media, comments tend to be displayed separately from the visualization and we lack ways to relate these discussions back to the content of the visualization, e.g., to situate comments, explain visual patterns, or question assumptions. In our visualization annotation interface, users can designate areas within the visualization. Discursive patinas are made of overlaid visual marks (anchors), attached to textual comments with category labels, likes, and replies. By coloring and styling the anchors, a meta visualization emerges, showing what and where people comment and annotate the visualization. These patinas show regions of heavy discussions, recent commenting activity, and the distribution of questions, suggestions, or personal stories. We ran workshops with 90 students, domain experts, and visualization researchers to study how people use anchors to discuss visualizations and how patinas influence people's understanding of the discussion. Our results show that discursive patinas improve the ability to navigate discussions and guide people to comments that help understand, contextualize, or scrutinize the visualization. We discuss the potential of anchors and patinas to support discursive engagements, including critical readings of visualizations, design feedback, and feminist approaches to data visualization

    Kulturpolitik zwischen den Gewalten

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    Die Rolle der Rechnungshöfe in der Kulturpolitik und die Auswirkungen ihrer Prüfungen auf die Kulturarbeit sind im deutschsprachigen Raum weitestgehend unerforscht. In der BRD übernehmen sowohl der Bundes- als auch die Landesrechnungshöfe die Funktion, das Finanzgebaren der öffentlichen Verwaltung und konkret ihre Haushalts- und Wirtschaftsführung zu kontrollieren. Ihre Prüftätigkeit beeinflusst die Politikgestaltung auch im öffentlichen Kultursektor. Der Aufsatz analysiert die veröffentlichten Prüfungen der bundesdeutschen Landesrechnungshöfe im öffentlichen Kultursektor im Zeitraum von 2011 bis 2021

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