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Children's understanding of demonstratives
Demonstratives (“this”/“that”) express a speaker-relative distance contrast and need to be substituted for each other systematically: depending on their relative position, what one speaker refers to by saying “this” another speaker has to refer to by saying “that.” This substitution aspect of demonstratives poses additional difficulties for learning demonstratives, because it requires recognizing that two speakers have to refer to the same thing with different words, and might be one reason for the reportedly protracted acquisition of demonstratives. In an online study conducted in German, it was investigated whether children in the estimated upper age range of demonstrative acquisition (5 to 7 years) understand demonstratives' substitution aspect with familiar (“dies”/“das”) and novel (“schmi”/“schmu”) demonstratives, and whether they understand novel words (“schmi”/“schmu”) when used non-demonstratively as labels (N = 73; between-subject). Children's accuracy was compared with adult performance (N = 74). The study shows that children between 5 and 7 years of age perform less accurately than adults in all conditions. While adults' performance was highly accurate in all conditions (between 75% and 92% correct), children performed below chance in both demonstrative conditions and above chance in the labeling condition. This suggests that children do not understand demonstratives in the presented setup. More detailed analyses of children's response patterns indicate that they instead treat words as mutually exclusive labels in any condition
Lehrer:innen und die Shoah
Emotionale Bezüge und Geschichtsbewusstsein zur Shoah vermitteln sich zwischen den Generationen weiter und werden fortlaufend aktualisiert in institutionellen und diskursiven Kontexten der Gegenwartsgesellschaft. Bislang sind die intergenerationale Weitergabe von Narrationen und Gefühlserbschaften zur Shoah in Deutschland empirisch gezeigt, aber kaum in Bezug auf Pädagog:innen und ihre Vermittlungsrolle untersucht worden. Die im Artikel vorgestellte Studie erkundet diesen Zusammenhang anhand von Interviews und Gruppendiskussionen, die mit Lehrer:innen aus west- und ostdeutschen Bundesländern im Rahmen einer ethnografisch begleiteten Weiterbildung in einer Gedenkstätte in Israel geführt wurden. Rekonstruiert werden biografische Bezüge, Gefühlserbschaften und Narrationen von Lehrer:innen sowie ihre Vermittlungsanliegen für den Unterricht mit heutigen Schüler:innen. Die Befunde zeigen, wie Lehrer:innen nach eigenen Erzählungen, emotionalen Verbindungen zur Geschichte und Handlungsfähigkeit suchen und sich dabei in der Dissonanz zwischen der öffentlichen Erinnerungskultur und innerfamilialer (Nicht-)Verarbeitung der Shoah bewegen
Mögliche institutionelle und evangelisch-spezifische Phänomene der Ermöglichung, der Verdeckung und des Umgangs mit sexualisierter Gewalt
Analyse des Internetauftritts des Sächsischen Wirtschaftsarchivs im Vergleich zu anderen regionalen Wirtschaftsarchiven in Deutschland
Generell haben sich Homepages als ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit von Archiven etabliert. Ihr Nutzen wird nicht mehr in Frage gestellt, die breite Bevölkerung kann sie problemlos benutzen. Aber - es ist auch ein gewisser Gewohnheitseffekt eingetreten. Der Verfasser untersucht in seiner Arbeit regionale Wirtschaftsarchive aus mehreren Gründen. Da es bundesweit nur 10 solche Einrichtungen gibt, besteht eine gute Vergleichbarkeit. Wirtschaftsarchive leisten mit ihren einzigartigen, wirtschafts- und industriegeschichtlichen archivalischen Quellen einen wesentlichen Beitrag zur ökonomischen Identität der Bundesländer. Ein weiterer Grund für die Anfertigung der Arbeit ist die in den letzten Jahren scheinbar geringfügige bzw. mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema „Archivische Homepage“ in der Literatur. Hier möchte der Verfasser mit seiner Untersuchung ansetzen und verfolgt dabei das Ziel, die Leserinnen und Leser auf diesen Aufgaben- und Verantwortungsbereich von Archiven aufmerksam zu machen
Archivierung des digitalen Mediums Podcast
Das Medium Podcast ist im Vergleich zu anderen, wie Büchern, Zeitschriften oder auch Schallplatten, ein recht junges. Es existiert erst seit dem Jahr 2004 unter der Bezeichnung Podcast und beinhaltet, wie Annik Rubens im Eingang seines Buches „Podcasting – Das Buch zum Audiobloggen" beschreibt, Erzähl- und Unterhaltungselemente, die ein Buch, eine Webseite oder ein Hörspiel den Leser*innen beziehungsweise Hörer*innen nicht bieten können. Was unterscheidet dieses scheinbar neue Medium von traditionellen Medien, was macht es so besonders und ist dieses Besondere es wert es auf Dauer zu erhalten?
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine Betrachtung des Mediums Podcast zur Ermittlung einer Vorgehensweise und die Beweisführung der Notwendigkeit bezüglich der Archivierung und Nutzung im kommunalen Archivbereich. Dabei müssen jedoch nicht nur archivfachliche Fragen zur Bewertung und Übernahme beachtet werden, sondern auch rechtliche Fragen in Bezug auf die Übernahme sowie auch die anschließende Nutzung beantwortet werden. Das Resultat der Bachelorarbeit ist damit eine ganzheitliche Betrachtung des Themenfeldes Podcast-Archivierung im Arbeitsbereich der kommunalen Archive
Fachkräftemangel in Staats- und Landesarchiven
Verschiedene Studien zum Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst besagen, dass aufgrund des demografischen Wandels je nach Bundesland bis zum Jahr 2030 etwa ein Viertel bis fast die Hälfte der öffentlich Beschäftigten altersbedingt ausscheiden wird. Auch die Archivwelt ist von dieser Situation betroffen; den sich verändernden Arbeitsmarktbedingungen und demografischen Entwicklungen kann sie sich nicht entziehen. So werden in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Der Mangel an qualifiziertem Personal ist aber bereits jetzt Realität. Allerdings war bisher nicht genau geklärt, wie genau ein möglicher Fachkräftemangel im Archivwesen definiert und gestaltet ist, oder in welchen Tätigkeitsbereichen und Qualifikationsniveaus er vorherrscht. Denn das Fehlen qualifizierter Fachkräfte ist auch häufig eine subjektive Einschätzung. Um diesen Fragen nachzugehen sowie mögliche Gegenmaßnahmen und Prognosen für die nächsten Jahre zu erhalten, wurde 2023 eine detaillierte Befragung auf Ebene der deutschen Staats- und Landesarchive durchgeführt. Themen wie Personalstrukturen und -beschaffung, Aus- und Weiterbildung sowie Personalmanagementstrategien und –gegenmaßnahmen wurden tiefergehend untersucht. Dadurch erhielt die Analyse konkrete Zahlen, u. a. zu Punkten wie der Personal- und Altersstruktur, prognostizierten altersbedingten Abgängen, zur Mitarbeiterfluktuation oder der Besetzungsdauer von ausgeschriebenen Stellen. Diese Zahlen ermöglichen eine tiefgreifende Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Situation der Archivverwaltungen und bieten eine Grundlage für die weitere Forschung und Maßnahmenplanung
Press Play to Transform – durch Serious Games Nachhaltige Entwicklung in der Schule befördern
Hochwertige Bildung meint im Rahmen der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen unter anderem die Vermittlung von Nachhaltigkeitswissen, welche zu großen Teilen den Schulen zugeordnet wird. Diese sollen durch in den Lehrplan integrierte Projekte die Knowledge-Behaviour-Gap zwischen Wissen und Anwendung im Alltag von Schülerinnen und Schülern schließen. Die Verantwortung für die Umsetzung wird dabei den Lehrkräften zugeschrieben, ungeachtet ihrer Ressourcen und Kompetenzen. Serious Games und ihre einhergehende transformative Kraft stellen einen geeigneten Zugang dar, um komprimiert Wissen zu vermitteln und Handlungsmotivation zu initiieren. Um diese jedoch in den Unterricht zu integrieren, bedarf es Unterstützungsmaterialien, die den Einstieg ins Medium Spiel und/oder seine Kontextualisierung im Lehrplan adressieren. Der Beitrag stellt auf Basis von zwei Spielen und den zugehörigen Bildungsszenarien dar, wie Lehrkräfte als Zielgruppe für die Vermittlung von Nachhaltigkeit durch Spiel mitzudenken sind
Entwicklung einer Strategie und Governance für Forschungsdaten
Bei der Institutionalisierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) stehen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) vor einer Vielzahl von Herausforderungen und müssen die notwendigen Rahmenbedingungen zur Umsetzung des FDM für die Forschenden ihrer Institution schaffen. HAW besitzen einen starken Fokus auf der praxisbezogenen Lehre, wobei Forschung auch einen zunehmend höheren Stellenwert erfährt. Dementsprechend muss neben dem Ausbau der wissenschaftsunterstützenden Infrastruktur auch ein Bewusstsein für die Bedeutung von FDM in der Hochschulleitung geschaffen werden, um zu einem nachhaltigen FDM zu kommen. An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurde zur strukturierten Planung der Institutionalisierung eine Strategie entlang des RISE-DE Referenzmodells erstellt und verabschiedet. Im Beitrag werden der Strategieprozess und die Rahmenbedingungen dargelegt. Dazu gehören auch die in der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Brandenburg (FDM-BB) bestehenden und in der Entwicklung befindlichen Angebote und Services. Diese betreffen die Bereiche Beratung, Schulung und technische Dienste und werden im Projekt durch Data Stewards abgedeckt. Für diese unterschiedlichen Formen des Data Stewardships wird eine Einordnung vorgenommen und aufgezeigt, wie Data Stewardship an der Eberswalder Hochschule zum Erstellen der Forschungsdatenstrategie mit Hilfe des RISE-DE Referenzmodells zum Einsatz kam. Hier werden insbesondere die personelle Verortung und der Aufbau einer Forschungsdaten-Governance durch den Data Steward entlang des Strategieprozesses beschrieben. Zum Abschluss zeigt der Artikel auf, wie eine kleine Hochschule durch die Zusammenarbeit im Verbund und von den Angeboten in den Bereichen Beratung, Schulung und technische Dienste profitieren und so in der Forschungsdatenstrategie höhere Ziele setzen kann
Handlungen und Widerfahrnisse als Basis forschenden Lernens im dualen Studium der Sozialen Arbeit
Disziplin sowie Profession und verdeutlicht, wie forschendes Lernen im dualen Studienmodell dazu beitragen kann, die Verbindung von Theorie sowie Praxis zu erleichtern. Auf Basis des Methodischen Konstruktivismus als wissenschaftstheoretisches Paradigma wird ein Verständnis der Sozialen Arbeit als wissenschaftlich fundierte Praxis und praktisch fundierte Wissenschaft entwickelt. In diesem Rahmen werden Handlungs- und Widerfahrniszusammenhänge betrachtet, die grundlegend für die Bildung von Berufserfahrungen sind. Abschließend wird diskutiert, wie die Einbindung der am Lernort Praxis erworbenen Berufserfahrungen von dualen Studierenden in Angeboten forschenden Lernens einen Zugang zum kongruenten Verständnis Sozialer Arbeit als Disziplin und Profession schaffen, indem die gleichzeitige Förderung wissenschaftlicher Handlungskompetenzen und reflexiver Professionalität fokussiert wird