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Das Online-Tutorial als Lehr- und Lernmedium
In dem Artikel werden Voraussetzungen und methodische Konzepte für die Entwicklung von Online-Tutorials sowie deren praktische Umsetzung beschrieben. Die inhaltliche Basis bilden die Lehrbücher "Information Retrieval" und "Wirtschaftsinformation". Schwerpunkte sind die Auswahl der zur Anwendung kommenden Lehrmethoden, die methodisch-didaktische Aufbereitung der Lehrinhalte sowie die entsprechende gestalterische Realisierung. Die Tutoriallösungen werden an ausgewählten Beispielen demonstriert. Anhand der Beispiele wird verdeutlicht, dass Online-Tutorials als neues Lehr- und Lernmedium zum einen den Lehrenden gestatten, Inhalte in erweiterter Form anzubieten und zum anderen den Lernenden umfangreiche Möglichkeiten der Aufnahme und Verarbeitung des Lehrstoffes bieten
Archivbenutzung im Digitalen Zeitalter
Das Kernproblem der "Archivnutzung im digitalen Zeitalter" wird keineswegs die Digitalisierung der archivalischen Bestände sein, sondern deren Erschließung. Denn selbst wenn wir das gesamte Archivgut, also jene Hunderte von Kilometern Aktenseiten, scannen und als Images im Netz bereitstellen würden, sie wären nicht durchsuchbar und damit nur bedingt benutzbar, ein Internet ohne Suchmaschine, wobei das Internet derzeit ca. 4,5 Milliarden "Seiten" hat, allein die Bestände der deutschen Staatsarchive hingegen fünf Mal so viele
Werbestrategien für Archive
Marketingmaßnahmen für Archive erschließen sich über die historisch-politische Bildung und gezielte Werbestrategien. Ihre Identität stiftende Funktion muss im gesellschaftlichen Bewusstsein ebenso nachhaltig verankert werden wie das Angebot anderer Kultur- und Bildungseinrichtungen. Es geht dabei nicht um Konkurrenz zu, sondern um Kooperation mit internen und externen Partnern. Netzwerkbildung und die verstärkte Einbeziehung der neuen Medien eröffnen kreative Möglichkeiten eines speziell auf Archive zugeschnittenen Marketingkonzepts. Inwiefern Archive marktwirtschaftliche Denkweisen und auf Profitstreben konzentrierte Formen übernehmen oder auf anderer Ebene für sich weiter entwickeln sollten, kann nur im fachlichen Diskurs erörtert werden, der in den nächsten Jahren zu führen ist. Strategien des Archivmarketings stehen erst am Anfang. Der fachinterne und interdisziplinäre Austausch bildet jedoch das Fundament für die Ausschöpfung neuer Perspektiven, um das Negativimage des "verstaubten Archivs" durch positive Assoziationen aufzulösen. Das integrative Lehrprogramm des Potsdamer Modells ist deshalb eine Investition in die Zukunft von Archivar/innen, die sich in einer zunehmend komplexeren Welt behaupten müssen
Archivierung und dauerhafte Nutzung von Datenbankinhalten aus Fachverfahren
Der Einsatz von Informationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung und den Wirtschaftsunternehmen erfolgt bekanntlich in größerem Umfang seit den 1960er Jahren. E-Government-Initiativen auf allen Verwaltungsebenen führten in den vergangenen Jahren dazu, dass die elektronische Datenverarbeitung in ihren verschiedensten Formen mittlerweile zum Büroalltag gehört. Auch wenn die elektronische Akte bisher in vielen Behörden und Unternehmen noch nicht real ist und die Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns über die Papierakte gesichert zu sein scheint, existiert eine große Zahl fachspezifischer IT-Anwendungen, die das Verwaltungshandeln durch eine teilautomatisierte Sachbearbeitung erleichtern sollen. Registratur- und Informationssysteme, elektronische Register, Buchungs- und andere Systeme unterstützen den Bearbeitungsprozess einer spezifischen fachlichen Aufgabe und werden unter dem Begriff der Fachverfahren subsumiert. Die informationstechnische Grundlage dieser Fachverfahren bilden Datenbanksysteme, die in Vergleich zu den herkömmlichen Quellentypen der Urkunden, Amtsbücher und Akten einen neuen Dokumenttyp darstellen. Ursprünglich für die Verwaltung von kaufmännischen Daten entwickelt, bilden Datenbanksysteme heute die Dateninfrastruktur der modernen Informationsgesellschaft. Datenbanksysteme sind nicht nur die Grundlage für die meisten Geschäftsprozesse, sondern auch für vielfältige Webanwendungen (z. B. DMS, CMS). Relationale Datenbanken bilden, oft unsichtbar für den Nutzer, die Datenbasis für die meisten heute verfügbaren Informationssysteme. Sie unterscheiden sich von anderen statischen Dokumenttypen durch ihren ausschließlich digitalen und dynamischen Charakter und beeinflussen bisherige Geschäftsgänge und interne Verwaltungsabläufe ebenso wie auch die Methoden der Archivierung von der Übernahme bis hin zur Nutzung. Angesichts des Alters und der Fülle von Fachverfahren ist es an der Zeit, sich aus archivfachlicher und informationstechnologischer Sicht den Datenbanken als eine archivwürdige Quelle umfassend zu nähern, bestehende Erfahrungen und Lösungsansätze zu nutzen und nachhaltige Verfahren zur Datenbankarchivierung zu entwickeln. Für innovative und praxisrelevante Lösungen muss dabei die archivfachliche Betrachtung des Dokumenttyps Datenbank an erster Stelle stehen. Ähnlich wie eine Urkunden- und Amtsbuchlehre oder Aktenkunde wird künftig eine Datenbankkunde nötig sein, um die Auswirkungen dieses Dokumenttyps auf das Verwaltungshandeln und die Archivierungsstrategien zu beschreiben und vorteilhaft für Archivare und Benutzer in Handlungsstrategien umsetzen zu können. Der Artikel befasst sich mit grundsätzlichen Anforderungen an den archivischen Umgang mit Datenbanken, insbesondere mit den Methoden der Bewertung und dauerhaften Erhaltung der in den Datenbanken gespeicherten Informationen