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Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtungen
Die „Hamburger Bildungsempfehlungen“ haben den Anspruch,
den in der Praxis Tätigen (Erzieherinnen und Erziehern,
Fachberaterinnen und Fachberatern, Kitaleitungen,
Trägern und allen weiteren am System Kita Beteiligten) Orientierung
für die qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit
in Kindertageseinrichtungen zu geben und gleichzeitig Impulse
für die stetige Weiterentwicklung zu setzen. Sie bilden
ebenfalls eine gute Grundlage, mit Eltern über die Ziele und
Inhalte frühkindlicher Pädagogik ins Gespräch zu kommen
und sie aktiv an der konkreten Ausgestaltung zu beteiligen
Partizipation älterer Menschen bei der Entwicklung einer alternssensiblen Wohninfrastruktur
Sustained shared thinking als Interaktionsformat und das Sprachverhalten von Kindern
Die Interaktion zwischen pädagogischer Fachkraft und Kind ist eine zentrale Qualitätsdimension in der frühen Bildung. Ein Interaktionsformat wurde als besonders wirksam für weitere Bildungsverläufe identifiziert: sustained shared thinking (SST). SST ist eine Form kognitiver Kooperation. Es setzt aktive Partizipation der Interagierenden voraus und zielt auf gemeinsame gedankliche Problemlösungen, Begriffsklärungen und Bewertungen von Ereignissen. Ziel der Untersuchung ist es, mit Hilfe eines standardisierten experimentellen Settings Aufschluss über die Einflüsse von zentralen SST-Sprechhandlungen auf quantitativ-sprachliche und sprachlich-kognitive abhängige Variablen bei Kindern zu gewinnen. Dazu wurde das Dialogverhalten von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren (N = 38) mit ihren Bezugserzieherinnen bei der Betrachtung von Bildkarten in 1:1-Situationen untersucht. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die Anwendung von SST-Sprechhandlungen einen positiven Einfluss auf das Sprachverhalten von Kindern hat und dass diese Effekte unabhängig vom sozioökonomischen Status und kognitiver Leistung (hier Arbeitsgedächtnis als Proxy für fluide kognitive Fähigkeiten) der Kinder auftreten