Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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Leichte Sprache für Internetauftritte von öffentlichen Bibliotheken
Verschiedene Gesetze und Empfehlungen auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene geben vor, wie Gebäude, Räumlichkeiten, sowie Dienstleistungen gestaltet werden sollten, denn „(…) Barrierefreiheit ist die Grundlage für die umfassende Information und Teilhabe aller Bürger*innen – egal ob mit oder ohne Behinderungen.“ Ziel dieser Bachelorarbeit ist es daher, anhand von Experteninterviews zu ermitteln, welche möglichen Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Informationsangeboten in Leichter Sprache für Internetauftritte öffentlicher Bibliotheken zugrunde liegen. Daraufhin aufbauend werden Empfehlungen für den Prozess formuliert. Zunächst erfolgt eine Einführung in das Thema anhand grundlegender Definitionen der Barrierefreiheit, der Leichten Sprache und der Einfachen Sprache. Weitere Bestandteile der Bachelorarbeit sind ein Überblick über die relevanten aktuellen Richtlinien sowie Gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Bereitstellung von Informationen in Leichter Sprache, sowie eine Bestandsaufnahme zum Ist-Zustand bezüglich der Informationsangebote in Leichter Sprache auf den Webseiten ausgewählter öffentlicher Bibliotheken. Anschließend wird die qualitative Methode des Experteninterviews vorgestellt und dessen Auswahl für die Forschungsfrage dieser Bachelorarbeit begründet. Weiterhin werden die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Experteninterviews beschrieben. Aus den in den Interviews identifizierten möglichen Erfolgsfaktoren, welche in Kapitel 5 erläutert werden, werden anschließend Empfehlungen abgeleitet, welche für die erfolgreiche Einführung von Angeboten in Leichter Sprache auf Internetauftritten öffentlicher Bibliotheken relevant sind. Abschließend erfolgt das Fazit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick
Dekolonialisierung als Aufgabengebiet an wissenschaftlichen Bibliotheken
Das Thema Dekolonialisierung ist in wissenschaftlichen Bibliotheken im internationalen Raum seit einigen Jahren präsent und findet nun auch langsam in Deutschland immer mehr Anklang. Im Zuge dessen wird sich darüber Gedanken gemacht, wo sich koloniale Strukturen auch an diesen Orten befinden und wie diese verändert werden können. Denn auch die Bibliothek als „Speichersystem des kulturellen Gedächtnisses“ ist vom Kolonialismus nicht verschont. In den Bereichen der Erwerbung, der Klassifikationen und selbstverständlich auch in den Beständen lassen sich Spuren der Kolonialzeit finden. Es existieren bereits viele Handlungsempfehlungen zur Dekolonialisierung, offen bleibt jedoch, inwiefern diese von wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland berücksichtigt und praktisch umgesetzt werden. Eben jener Frage soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Im besonderen Fokus der Untersuchung stehen die Ermittlung der bereits umgesetzten Handlungsmöglichkeiten und Beweggründe für die Umsetzung sowie die Erfassung der Erfahrungen, die im Prozess gemacht wurden
Smart City Potsdam
Was charakterisiert eine Smart City? Welche Auswirkungen sind durch den Einsatz digitaler Technologien auf städtische Lebensweisen, Planungsprozesse, Stadtentwicklung und Stadtgestalt zu erwarten? Was sind geeignete Beteiligungsstrategien, um diese Entwicklungen zusammen und im Konsens mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt erfolgreich umzusetzen? Im Dialog mit der Smart City-Arbeitsgruppe der Landeshauptstadt sowie anderen relevanten Stakeholdern der Stadtgesellschaft haben Studierende des Masterstudiengangs Urbane Zukunft untersucht, wie die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam digitale Werkzeuge und Arbeitsweisen für eine nachhaltige, integrierte und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzen kann und welche Herausforderungen damit verbunden sind
Warum-Frage und Typentheorie der Erklärung
Warum-Fragen und die Suche nach Erklärungen bestimmen schon in der Kindheit das menschliche Denken. Doch warum zielt Neugier auch auf wissenschaftliche Erklärungen? Alexander Scheidt untersucht die Warum-Frage und den wissenschaftlichen Erklärungsbegriff an der Schnittstelle von Wissenschaftstheorie und Entwicklungspsychologie. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass Warum-Fragen spezifische Typen der Erklärung voraussetzen. Ihre Beantwortung erfordert daher nicht nur objektive Wahrheit und Überprüfbarkeit, sondern auch ein Verständnis für den emotionalen und kognitiven Zustand, aus dem die Frage entstanden ist. Diese Einsicht hat Auswirkungen sowohl auf den wissenschaftlichen Erklärungsbegriff als auch auf die Interpretation der Warum-Fragen in der frühen Kindheit: Verändert unser Verständnis von kindlichen Warum-Fragen die Art und Weise, wie wir wissenschaftliche Erklärungen konzipieren und bewerten
Anderes Visualisieren
Ob Corona-Pandemie oder Klimawandel – Datenbilder sind zu einem zentralen Bestandteil gesellschaftlicher Diskurse geworden. Doch gerade ihre Anschaulichkeit verstellt den Blick auf die Komplexität von Bildprozessen. Was zeigen Datenvisualisierungen und was verschweigen sie? Und vonn wem und wie werden Daten visualisiert? Paul Heinicker formuliert eine Kritik an der abbildungsgetriebenen Kultur der Datenvisualisierung und entwickelt alternative Modelle, die sich näher an den produktionstheoretischen Realitäten der Datengestaltung orientieren – wozu auch die Beschreibung eigener Visualisierungspraktiken gehört. Dabei zeigt sich: Anderes Visualisieren realisiert sich im Dazwischen von Theorie und Praxis
W 1.2.2 Auswertung Bedarfserhebung mit daraus folgenden Aktivitäten
Forschungsdatenmanagement (FDM) gewinnt an den Hochschulen in Brandenburg eine immer größere Bedeutung. Für den Aufbau und die Institutionalisierung eines nachhaltigen FDM an den brandenburgischen Hochschulen ist eine möglichst genaue Ermittlung des aktuellen Kenntnisstandes der Forschenden und deren Bedarfe bezüglich des Umgangs mit Forschungsdaten erforderlich. Hierzu diente die Bedarfserhebung, die im Rahmen des vom BMBF und dem MWFK geförderten Projekts IN-FDM-BB durchgeführt wurde. Beteiligt an der brandenburgweiten Umfrage waren alle acht staatlichen forschenden Hochschulen: vier Universitäten (die Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg (BTU), die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (FB), die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (EUV) und die Universität Potsdam (UP)) und vier Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (die Fachhochschule Potsdam (FHP), die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), die Technische Hochschule Brandenburg (THB) und die Technische Hochschule Wildau (THW)). Die Hochschulen unterscheiden sich erheblich in ihrer Größe und fachlichen Ausrichtung. So hat die UP deutlich über 20.000 Studierende und über 1.900 Professor*innen und akademische Mitarbeiter*innen, die FB hingegen, weniger als 1.000 Studierende und ca. 140 Professor*innen und akademische Mitarbeiter*innen. Landesweit sind fast alle Fachdisziplinen vertreten, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten je Hochschule.
Das Ziel der Bedarfserhebung war, den Kenntnisstand bezüglich des professionellen Umgangs mit Forschungsdaten der Forschenden an den einzelnen Hochschulen zu ermitteln, FDM-Bedarfe zu erkennen und daraus mögliche FDM-Aktivitäten für die jeweilige Hochschule abzuleiten. Die Bedarfserhebung richtete sich daher in erster Linie an die Forschenden der jeweiligen Hochschule
Making it explicit
To negotiate quality in early childhood education and care, we must ask from different perspectives what constitutes a good centre for children. The children themselves have only recently been identified as a resource to contribute to that discussion. Several studies have described profound methodologies to obtain children's perspectives by observing, interviewing and conducting group discussions. This article introduces research that combines exploring children's perspectives with sustained shared thinking (SST). Focussing on the dialogue following the rules of SST, we conducted and analysed group discussions with children about their lives within a children's centre in Berlin, Germany. The children were asked to think about aspects of quality. They expressed their ideas, wishes, likes and dislikes within the centre explicitly and profoundly. Following the lead of these children, a dialogue developed in which children and researchers contributed equally and led the way. This showed how well children could act out their agency and were capable of expressing rational and reasonable opinions. Here, we argue that SST helps to see the pedagogical side of exploring children's perspectives and acknowledges this as a pedagogical and political act. Children experience being heard and having a say in shaping situations. This is in itself a pedagogical situation a researcher should be aware of
Institutioneller Antisemitismus in der Schule
Die Diskussion um Antisemitismus an Schulen, vor und nach dem 7. Oktober 2023, dem Terrorangriff der Hamas auf Israel, steht im engen Zusammenhang mit geführten Debatten um einzelne schulische Vorfälle. Dabei werden vorwiegend junge Menschen als Ziel- und Problemgruppe fokussiert. Aktuelle Studien geben jedoch weiterreichende Einblicke, wie Antisemitismus im Alltag von Schüler*innen und Lehrkräften auftritt. In diesem Baustein werden aktuelle Forschungen aufgegriffen und es wird sich mit der Frage befasst, wie Antisemitismus an Schulen der Gegenwartsgesellschaft in Erscheinung tritt und wie er von Lehrkräften, Schulleitungen, Expert*innen und jüdischen Jugendlichen wahrgenommen, eingeschätzt und bearbeitet wird. Dafür werden Befunde aus der Bundesländerstudienreihe zu Antisemitismus im Kontext Schule vorgestellt und es wird auf die Herausforderungen, Möglichkeiten und Bedarfe für einen wirksamen Umgang mit antisemitischen Artikulationen und Handlungen eingegangen. Der Baustein endet mit Empfehlungen für eine antisemitismuskritische Bildungsarbeit