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Archivgemeinschaften – Für wen erschließen wir queer/feministische Geschichte?
Lesben-/Frauenarchive haben es sich zum Ziel gesetzt, die historischen Quellen feministischer und queerer Bewegungen auffindbar zu machen und zugänglich zu halten. Auf diese Weise intervenieren sie in traditionelle Archivpraktiken und tragen nicht nur zu einer inklusiveren Geschichtsschreibung, sondern auch zur Pluralisierung von Perspektiven auf politische, soziale und kulturelle Fragen bei.
Um die Arbeit in Lesben-/Frauenbewegungsarchiven noch zielgerichteter zu gestalten, erörtert die vorliegende Masterarbeit den theoretischen und methodischen Mehrwert des Konzepts der „Designated Community“ (OAIS) für die archivische Erschließung. Auf Basis von Literatur zur Designated Community, der archivischen Erschließung und Bewegungsarchiven, den Protokollen der Jahrestreffen des i.d.a.-Dachverbands und einer Umfrage zu den Erschließungspraktiken in Lesben-/Frauenbewegungsarchiven adressiert die Arbeit zwei Fragen:
1. Welche Perspektiven eröffnet der Fokus auf die Designated Community, also die Frage danach, für wen Archivgut erschlossen wird, auf die (historische) Entwicklung der archivischen Erschließung im Allgemeinen und in Lesben-/Frauenbewegungsarchiven im Speziellen?
2. Wie kann das Konzept der Designated Community als Methode für die Analyse und Gestaltung der archivischen Erschließung in Lesben-/Frauenbewegungsarchiven genutzt werden – insbesondere in Hinsicht auf die Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung und digitalen Archivierung?
Auf Basis dieser zwei Fragen entwickelt die Arbeit einen Ansatz, um (nicht ausschließlich queer/feministische) Archivgemeinschaften anhand alltäglicher Archivpraktiken wie der Erschließung zu untersuchen, in ihrer Wandelbarkeit zu verstehen und weiterzuentwickeln
German teachers' pilgrimage to an Israeli Holocaust Memorial
Drawing on anthropological conceptions of pilgrimage, our ethnography of professional development at an Israeli Holocaust Memorial follows German teachers on journeys to Israel. Seeking transformative and transferable experiences to combat anti-Semitism in schools, teachers experienced the voyage as a secular pilgrimage rooted in Christian traditions of guilt, confession, and absolution. As teachers' emotional encounters in Israel simultaneously forged communitas and challenged official historical–pedagogical visions, their practices abroad elucidate prevalent Holocaust education discourses in contemporary Germany
Die Archivierung von digitalem Kulturgut am Beispiel von Videospielen
Mit der Entwicklung der Informationstechnologie schreitet das digitale Gedächtnis der menschlichen Gesellschaft immer weiter voran und mit ihr auch die Verpflichtung, analoge und digitale Kulturgüter möglichst authentisch zu erhalten. Während die langfristige Erhaltung von digitalen Archivalien wie Videos und Filme bereits ein fester Bestandteil von kulturerhaltenden Institutionen wie Archiven, Bibliotheken und Museen ist, gibt es zu bewahrende digitale Kulturgüter, welche unter keinem gesetzlichem Auftrag zur Erhaltung stehen. Dazu gehören Videospiele, deren Stellenwert in der Gesellschaft stets wächst und welche mittlerweile ein offizieller Bestandteil des kulturellen Erbes sind. Es handelt sich dabei nicht nur um historisch bedeutsame „Retrospiele“, sondern auch um gegenwärtig entwickelte Videospiele, die trotz auftretenden Meinungsdifferenzen, ebenso als archivwürdig erachtet werden. Im Gegensatz zu analogen Archivalien sind Videospiele auf technische Geräte angewiesen und sind nur in einer bestimmten Laufzeitumgebung funktionsfähig. Dadurch unterliegen die notwendigen Systeme und physischen Datenträger, aber auch die Spiele an sich, einer begrenzten Haltbarkeit, die mit einer Verlustgefahr durch den voranschreitenden Alterungsprozess einhergeht. Somit besteht die primäre Herausforderung darin, geeignete Maßnahmen zur langfristigen und möglichst authentischen Erhaltung und Bewahrung von Videospielen zu finden und einzusetzen
Digitale Medien: Bestandsaufbau, -analyse und -visualisierung
Im ersten Teil dieser Arbeit werden die Teilnehmer des Verbundes LDS sowie deren Angebote von digitalen Medien vorgestellt. Dem schließt sich eine Analyse der Entwicklung der digitalen Angebote sowie der Nutzungsentwicklung von 2013 bis 2022 an. In einem weiteren Abschnitt wird ein Vergleich des Verbundes LDS mit den anderen Onleihe-Verbünden der Öffentlichen Bibliotheken des Bundeslandes Brandenburg sowie des Verbundes der Öffentlichen Bibliotheken Berlin und dem Bundesland Schleswig-Holstein untersucht. Das Kapitel 2 schließt mit der Bestandsvisualisierung von digitalen Medien des Verbundes LDS. In Kapitel 3 liegt der Fokus auf Experteninterviews, die im Rahmen dieser Abschlussarbeit zum Thema digitale Medien von der Autorin geplant, vorbereitet, durchgeführt, transkribiert und analysiert wurden. Kapitel 4 beinhaltet eine Zusammenfassung der vorherigen Kapitel, in der die Ergebnisse kritisch betrachtet werden und eine Handlungsempfehlung vorgestellt wird. Diese Arbeit schließt in Kapitel 5 mit einem Fazit und Ausblick
Mit dem World Café zur Open Library
Bibliotheksangebote niederschwellig und allgegenwärtig zur Verfügung zu stellen, erfordert ein hohes Maß an Ressourcen. Dabei können Angebote des Dritten Ortes (Oldenburg 1999, 2001) nicht einfach in den digitalen Raum transferiert werden, sondern müssen hier als komplementär additiv verstanden werden. Den Bibliotheksort einer breiten Gesellschaft anzubieten, bedeutet die Öffnung in einem 24/7-angelehnten Ansatz. Unabhängig von der Lösungsstrategie, die mittels personeller oder technischer Ressourcen die Öffnung ermöglicht, wird dies als Open Library verstanden. Das Angebot des Internet Archivs Open Library versteht darunter die Verfügbarmachung im rein-digitalen Kontext. Im deutsch sprachigen Raum werden für Open Library auch Begriffe Selbstbedienungsbibliothek (Drude 2017), Schlüsselbibliothek (Johannsen 2012) oder wie bei den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen FlexiBib genutzt, um sich abzugrenzen. In diesem Artikel verstehen wir unter dem Begriff Open Library die Öffnung des Bibliotheksraumes und somit vornehmlich im analogen Sinn
Kompetenzprofile und Qualifikationsziele des Weiterbildenden Studiengangs Digitales Datenmanagement (DDM) an der Schnittstelle zwischen Digital Humanities, Informationswissenschaft und Data Science
Seit vier Jahren wird von der Humboldt-Universität zu Berlin und der Fachhochschule Potsdam gemeinsam der Weiterbildende Masterstudiengang "Digitales Datenmanagement" (DDM) angeboten. Das Poster zeigt eine systematische Auswertung der Erstsemesterbefragungen des DDM-Masters über vier Jahre bezüglich der Hintergründe und Erwartungshaltungen der Studierenden hinsichtlich Kompetenzprofilen und Qualifikationszielen. Es verortet die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Situierung des Studiengangs mit dem Fokus Data Stewardship zwischen Digital Humanities, Informationswissenschaft und Data Science
E-Portfolios als (sozio-)kognitive Werkzeuge im Spannungsfeld Hochschule – Studierende – Praxis
Die Entwicklung professioneller Kompetenzen im Spannungsfeld von Hochschule und Praxis kann aus der Perspektive von Studierenden als anspruchsvoller (sozio-)kognitiver Prozess im Sinne des Knowledge Building (Scardamalia & Bereiter, 2006) verstanden werden. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Herausforderung, Lehr-Lern-Settings zu gestalten, die zwei zentrale Aspekte wissensbasierter Aneignungsprozesse unterstützen: die Beteiligung an reflexiven Auseinandersetzungen und kritischen Diskussionen sowie die Beteiligung an Prozessen des Informationsdesigns (Zahn et al., 2009). In diesem Kontext nutzen wir im Studiengang das Mahara E-Portfolio-System, um diese beiden Aspekte wissensbasierter Aneignungsprozesse gemeinsam zu fördern. Konkret wird dabei die reflektive Praxis (Bräuer, 2016) mit visuellen und/oder audiovisuellen Darstellungsformaten kombiniert, um sie in eine multiperspektivische Kommunikation zwischen Hochschule und Praxispartnern zu integrieren. Im Beitrag wird die konzeptuelle Verknüpfung der Lernorte Hochschule und Praxis durch E-Portfolios erläutert und anhand erster Befragungsergebnisse diskutiert
Overview of the CLEF-2024 CheckThat! Lab : Check-Worthiness, Subjectivity, Persuasion, Roles, Authorities, and Adversarial Robustness
We describe the seventh edition of the CheckThat! lab, part of the 2024 Conference and Labs of the Evaluation Forum (CLEF). Previous editions of CheckThat! focused on the main tasks of the information verification pipeline: check-worthiness, identifying previously fact-checked claims, supporting evidence retrieval, and claim verification. In this edition, we introduced some new challenges, offering six tasks in fifteen languages (Arabic, Bulgarian, English, Dutch, French, Georgian, German, Greek, Italian, Polish, Portuguese, Russian, Slovene, Spanish, and code-mixed Hindi-English): Task 1 on estimation of check-worthiness (the only task that has been present in all CheckThat! editions), Task 2 on identification of subjectivity (a follow up of the CheckThat! 2023 edition), Task 3 on identification of the use of persuasion techniques (a follow up of SemEval 2023), Task 4 on detection of hero, villain, and victim from memes (a follow up of CONSTRAINT 2022), Task 5 on rumor verification using evidence from authorities (new task), and Task 6 on robustness of credibility assessment with adversarial examples (new task). These are challenging classification and retrieval problems at the document and at the span level, including multilingual and multimodal settings. This year, CheckThat! was one of the most popular labs at CLEF-2024 in terms of team registrations: 130 teams. More than one-third of them (a total of 46) actually participated
Experimental study of the intensity and composition of traffic flow at intersections in the territory of the city of Nukus
In the development of the industry, it is important to study the world experience in solving the above problems, to get acquainted with comprehensive measures aimed at solving the problems of transport infrastructure in various megacities of the world;
Further development of the highway network outside the city, reconstruction of their sizes and traffic sections according to the necessary technical parameters and corresponding prospective traffic intensity;
It is recommended to take into account the forecast data on the increase in the level of motorization of the population and the forecast of an increase in the number of cars in accordance with economic indicators in the street and road scheme of the general plan of the city;
Strict observance of the SNK rule 2.01.07-03 – "infrastructure first, then construction";
Development of the residential area in small residential areas, the length of the sides of which does not exceed 250 m between street intersections;
Construction of a residential area with small-sized residential blocks, the length of the side between the intersections of which does not exceed 250 m;
Development of scientifically based schemes for long-term planning of the street and road network of the city of Nukus, according to it, optimal planning of urban passenger transport, development of transport hubs to improve the city's links with external transit routes or organization based on experience
Quantification and validation of uncertainties in subsoil models
In infrastructure planning and construction, modeling the subsoil and its associated uncertainty is a fundamental task of geotechnical engineers. However, probabilistic methods and tools for quantifying and displaying the uncertainty of the subsoil models are rarely used in practice where deterministic interpolation dominates. In digital planning using Building Information Modeling (BIM), the probabilistic approach supports creating a discipline model in which the uncertainties of the spatial layer structure are statistically quantified to evaluate the georisks in the design and execution of civil constructions. This article presents a case study using a combination of Sequential Gaussian Simulation (SGSIM) and Sequential Indicator Simulation (SISIM) to account for uncertainties in soil layer geometry. In a case study at the Munich Town Hall, a geostatistical approach is applied and validated based on 70 bore logs, whereby the probabilities for the occurrence of a particular layer are spatially quantified. The case study illustrates the methodology‘s great potential and benefits compared to the conventional deterministic approach based on interpolation procedures