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    Das Zürcher Theater Spektakel 1980–2015. Der Mikrokosmos auf der Landiwiese

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    Wen es während der letzten zwei Augustwochen auf die Zürcher Landiwiese verschlägt, der betritt eine andere Welt: Riesige Zirkuszelte, kulinarische Düfte aus aller Welt, kleine und große Bühnen, Gaukler_innen und Straßenkünstler_innen und Jahr für Jahr verschiedene Installationen und Bauten empfangen die Besucher_innen des Zürcher Theater Spektakels. »Zürichs fünfte Jahreszeit« (Zürcher Theater Spektakel 1998) ist längst zur sich stets wandelnden und geliebten Tradition geworden. In der Festivalzeit erleben die einen außergewöhnliche Theatermomente, die anderen trinken im Zelt nebenan ihr Feierabendbier. Die Welt rückt für zwei Wochen ganz nahe zusammen – auf eine Wiese am Zürichsee.

    Prairie avec histoire. Concepts et critiques des performances globales

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    Der Beitrag untersucht das Wechselverhältnis von Konzepten des Globalen und den daraus resultierenden Aufführungsformen. Im Fokus stehen zunächst zwei Formen der Cultural Performance um 1900: die Wiedereinführung der Olympischen Spiele 1896 durch Pierre de Coubertin – als Symbol des modernen Inter-/Nationalismus – und die als Berliner Gewerbeschau bezeichnete Repräsentationsformen kolonialer Hegemonien. Es wird gezeigt, wie sich in den künstlerischen Aufführungen die modernen ökonomischen, sozialen und kulturellen Verhältnisse einschreiben und welchen Anteil theatrale Formen an den Konstruktionen von Identität und Differenz, Gemeinschaft und Einzelnem haben. In einem zweiten Schritt wird mit Blick auf das zeitgenössische Theater nach Prinzipien einer ›globalisierten Ästhetik‹ – d. h. der Produktion und Zirkulation von Kunst unter den Bedingungen einer globalisierten Welt – gefragt. Welche Darstellungsprinzipien sind hier zu finden und wie reflektieren und kritisieren zeitgenössische Künstler_innen das politische Erbe der oben genannten Inszenierungen? Im Fokus stehen hier Fragen postkolonialer Dekonstruktion von Geschichte und Vorstellungen von Egalität und Gerechtigkeit in unserer globalisierten Gegenwart.This paper will examine the interrelations between concepts of globality and resultant forms of performance. By focussing initially on two forms of cultural performance around 1900 – the reintroduction of the Olympic Games (a symbol of modern inter-/nationalism in its own right) in 1896 by Pierre de Coubertin, and representations of colonial hegemonies given at the Berliner Gewerbeschau – this paper will demonstrate both how modern economic, social and cultural relations inscribe themselves into artistic performance, as well as to what extent theatrical forms participate in the construction of identity and difference, of community and individuality. Shifting focus, this paper will subsequently discuss whether forms of contemporary theatre function according to principles of a ›globalised aesthetic‹ – i. e. whether or not the production and circulation of art is predicated on the conditions of a globalised world. What principles of representation underlie contemporary theatrical practice, and in what way do contemporary artists reflect on and critique the political heritage of the cultural performances mentioned above? This paper thereby seeks to address questions concerning the postcolonial deconstruction of history as well as notions of equality and justice in our globalised present.La contribution questionne l’interrelation entre les concepts de globalité et les formes de performance qui en résultent. Pour débuter, deux formes de performances culturelles des années 1900 seront au centre du questionnement: la réintroduction des jeux olympiques en 1896 par Pierre de Coubertin – comme symbole de l’inter/nationalisme moderne – et les représentations des hégémonies coloniales connues en tant que Berliner Gewerbeschau. Il sera montré comment les relations modernes économiques, sociales et culturelles s’inscrivent dans les performances artistiques, de même que la part de responsabilité que ces formes théâtrales ont dans la construction de l’identité et de la différence, de la communauté et de l’individualisme. Dans un deuxième temps, il sera questionné dans quelle mesure les formes théâtrales contemporaines fonctionnent selon les principes d’une « esthétique globalisée » – c’est-à-dire si la production et la circulation de l’art sont liées aux conditions d’un monde globalisé. Quels principes de représentations sous-tendent la pratique théâtrale contemporaine, et comment les artistes contemporains réfléchissent-ils et critiquent-ils l’héritage politique des performances culturelles mentionnées ci-dessus ? Ici, les questions concernant la déconstruction postcoloniale de l’histoire et les représentations d’égalité et de justice dans notre présent globalisé seront au cœur de la réflexion

    AUAWIRLEBEN 1983–2015. Von der Gastspielreihe zum Theaterfestival Bern

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    Das ›AUA‹ wirkt und lebt als fester Begriff in der Freien Szene der Bundesstadt Bern. Denn ›AUA‹ ist eben nicht bloß ein Ausdruck für ein im Bereich des Erträglichen liegendes Schmerzempfinden. Für einen Kreis von Interessierten ist ›AUA‹ das gängige Kürzel für eine Veranstaltungsreihe, die seit mehr als 30 Jahren eng mit der Lebensader des Berner Theaterschaffens verbunden ist und jedes Jahr einen bunten Strauß aus dem großen, internationalen Feld des freien Gegenwartstheaters in die Stadt an der Aare bringt

    What I say is who I am? Anmerkungen zu # 6 – Queer Sells von White on White

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    Wie gelingt es weißen Subjekten, ihre Hegemonie auf den Spielwiesen und Kampffeldern des Globalen immer wieder zu behaupten? Der Berliner Regisseur Johannes Schmit und der Malmöer Schauspieler Iggy Malmborg, die sich als Performanceduo White on White bereits seit einigen Jahren mit Aspekten der Critical-Whiteness-Forschung befassen, stellen sich diese Frage ganz konkret – nämlich in Bezug auf sich selbst: Wie kann ein weißes, männliches Künstlerduo auf dem heutigen Kunst- und Theatermarkt noch bestehen, auf dem diese ›weiße Vorherrschaft‹ zunehmend herausgefordert wird

    Memory Construction

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    A Group Discussion with Tom Struyf and Geert De Vleesschauwer on Vergeetstu

    Of Voices and Votes

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    A Group Discussion with Alexander Devriendt (Ontroerend Goed) on the Performance Fight Nigh

    Performative ErMittlung von Meinungen und Positionen auf den Spielwiesen des Globalen. Überlegungen zu Fight Night von Ontroerend Goed und The Border Project

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    "It has often been said that you can’t have a show without an audience and tonight that is more true than ever. Because tonight we will not only need your eyes and ears but at the center of everything will be your voice." Diese Aufforderung, das szenische Geschehen durch Stimmabgabe mitzulenken, läutet das performative Wortgefecht Fight Night (2013) ein, eine global tourende Koproduktion von Ontroerend Goed und The Border Project. Fünf Kandidat_innen steigen in den Ring und werden vom Publikum nach und nach herausgewählt. Dieses wird aber nicht dazu aufgefordert, die Stimme hörbar zu erheben. Vielmehr erfolgt eine elektronische Erfassung über Abstimmgeräte, die vor der Vorstellung ausgegeben werden. Anstatt Wahlprogramme zu formulieren, bauen die Kandidierenden auf Präsenz, intuitive Sympathie und Glaubwürdigkeit, wodurch eine statistische Erfassung situativer Stimmungsbilder erfolgt, die dann in ein gemitteltes Wahlergebnis überführt werden. In dem sich dabei entfaltenden Spiel um Meinungs- und Mehrheitsbildung, Abstimmen und Umstimmen, Manipulation und Wahlfreiheit stellt sich  zunehmend die Frage nach dem Gewicht der eigenen Stimme

    Effritement des frontières. Quelques risques et effets secondaires des alliances entre scène indépendante et théâtre institutionnel et leurs alternatives

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    Einige Risiken und Nebenwirkungen von Allianzen zwischen Freier Szene und Stadttheater und was eine Alternative zu ihnen sein könnte. Immer häufiger werden sogenannte Freie Gruppen in das Stadttheatersystem integriert, wo sie meistens mit viel mehr Komfort und viel mehr Geld erst, so ein beliebtes Argument, ihre wahre Freiheit entdecken würden. Für viele Vertreter_innen des Stadttheaters scheint es aus naheliegenden Gründen reizvoll zu sein, die Grenzen der Institution zu verflüssigen, das Andere und Fremde in Form bislang freier Produktion und Produzent_innen ins Haus zu holen, es bestmöglich auszustatten und dann im Rahmen des Eigenen zu präsentieren. Doch das hat negative Seiten, die mit dem in diesem Beitrag skizzierten Begriff einer Institutionsästhetik erörtert werden sollen.Increasingly, fringe theatre groups are being integrated into the system of institutionalized theatre, in the comfort of which and with considerable funding, they can discover true artistic freedom – or so the argument runs. For obvious reasons, many representatives of institutionalized theatre consider dissolving the boundaries between the two artistic spheres a desirable process: Hitherto independent productions and producers are brought into the institution’s fold, given the utmost attention, and finally marketed off as the institution’s own. This article discusses the concomitant side effects of the dissolution process under the provisional term ›institutional aesthetic‹.De plus en plus fréquemment, les compagnies qualifiées d’indépendantes sont intégrées dans le système institutionnel du théâtre, dans lequel elles découvrent la plupart du temps une véritable liberté. L’augmentation de confort et d’argent devient un argument notoire. Pour de nombreux représentants et de nombreuses représentantes du théâtre institutionnel, cela semble être une raison attrayante et évidente d’intégrer en son sein la production indépendante et de la programmer en l’équipant le mieux possible. Il en résulte un effritement des frontières de l’institution. Pourtant, ceci présente des aspects négatifs qui seront discutés dans cette contribution, à la lumière du concept provisoire d’esthétique institutionnelle

    Volume 1 entier

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    Die Beiträge des ersten Bandes reflektieren die komplexen und divergenten Erscheinungsformen zeitgenössischen Theaters und nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach den Zusammenhängen von Arbeitsweisen und Ästhetiken. Mit Beiträgen von Annemarie Matzke, Barbara Gronau, Sandra Umathum, Philipp Schulte, Karin Nissen-Rizvani und Gesprächen mit Alexandre Devriendt und Joeri Smet (Ontroerend Goed, Gent), Sebastian Brünger (Rimini Protokoll, Berlin), Tomas Schweigen (FADC/Theater Basel), Sabine Harbeke (Autorin/Regisseurin, Zürich).Die Beiträge des ersten Bandes reflektieren die komplexen und divergenten Erscheinungsformen zeitgenössischen Theaters und nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach den Zusammenhängen von Arbeitsweisen und Ästhetiken. Mit Beiträgen von Annemarie Matzke, Barbara Gronau, Sandra Umathum, Philipp Schulte, Karin Nissen-Rizvani und Gesprächen mit Alexandre Devriendt und Joeri Smet (Ontroerend Goed, Gent), Sebastian Brünger (Rimini Protokoll, Berlin), Tomas Schweigen (FADC/Theater Basel), Sabine Harbeke (Autorin/Regisseurin, Zürich).Die Beiträge des ersten Bandes reflektieren die komplexen und divergenten Erscheinungsformen zeitgenössischen Theaters und nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach den Zusammenhängen von Arbeitsweisen und Ästhetiken. Mit Beiträgen von Annemarie Matzke, Barbara Gronau, Sandra Umathum, Philipp Schulte, Karin Nissen-Rizvani und Gesprächen mit Alexandre Devriendt und Joeri Smet (Ontroerend Goed, Gent), Sebastian Brünger (Rimini Protokoll, Berlin), Tomas Schweigen (FADC/Theater Basel), Sabine Harbeke (Autorin/Regisseurin, Zürich)

    Global und ortsspezifisch? Zu Mobilität und Zuschauen bei Rimini Protokoll

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    Gespräch mit Sebastian Brünger und Sandra UmathumInterview with Sebastian Brünger and Sandra Umathu

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