Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis
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    Das kommunale Dokumentationsprofil: Chancen und Grenzen. Entwickelt am Beispiel der Stadt Liestal

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    Die Masterarbeit befasst sich mit Überlieferungsbildung und Dokumentationsstrategien im kommunalen Bereich. Die Masterarbeit fragt, wie sich die Überlieferungssituation in einer Gemeinde verbessern lässt. Sie fragt nach den Vorteilen, dem Nutzen, aber auch den Nachteilen und Grenzen des kommunalen Dokumentationsprofils. Dokumentationsprofile haben sich in der Schweizer Archivlandschaft (im Gegensatz zu Deutschland) nicht etabliert. Bei Westschweizer Gemeinden wird meist der Calendrier de conservation, der Aufbewahrungskalender, propagiert (z. B. im Kanton Waadt). Aufbewahrungskalender, die nur den organisatorischen Teil (öffentliche Verwaltung) abdecken und den nicht-staatlichen Bereich ignorieren, sind jedoch problematisch, weil so Überlieferungslücken entstehen können. Der nicht-staatliche, lebensweltliche Bereich (Vereine, Firmen, Brauchtum, wichtige Persönlichkeiten) ist gerade bei Gemeinden wichtig. Ein Dokumentationsprofil ist ein Steuerungsinstrument für eine umfassende Überlieferung. Die Sensibilisierung für Kulturgut wird dadurch erhöht und Überlieferungslücken werden aufgezeigt. Ausserdem ermöglicht ein Dokumentationsprofil die Überlieferung im Verbund bzw. Kooperationen zwischen den Archivinstitutionen oder Gemeinden. Die Erarbeitung eines Dokumentationsprofils kann sehr aufwändig sein. Wo Ressourcen dazu fehlen, empfiehlt sich mindestens die Festlegung von Dokumentationszielen. Eine Verbesserung der Überlieferungsbildung lässt sich aber auch durch das Bilden von Netzwerken erreichen. Der Theorieteil der Masterarbeit gibt einen Überblick über einzelne Bewertungsmethoden. Sowohl europäische Herangehensweisen (deutsche Tradition) wie auch amerikanische und kanadische Ansätze (Dokumentation Strategy, Macro-Appraisal, Calendrier de conservation) werden diskutiert. Das deutsche Modell des kommunalen Dokumentationsprofils wird mit dem kanadischen Calendrier de conservation verglichen. Danach wird die Überlieferungssituation bei einzelnen Gemeinden in der Schweiz und exemplarisch in den Kantonen Waadt und Basel-Landschaft geschildert. Dabei werden auch die unterschiedlichen Instrumente der Gemeinden zur Überlieferungssicherung dargestellt. Ein Dokumentationsprofil für die Stadt Liestal rundet die Arbeit ab. Die Umsetzung des erarbeiteten Dokumentationsprofils (d. h. Bewertung und Absprachen betreffend Übernahmen von Archivbeständen) ist nicht Bestandteil dieser Masterarbeit

    Nutzerbedürfnisse für retrodigitalisierte Primärquellen. Eine Metastudie und eine vergleichende Studie unter Gedächtnisinstitutionen

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    Die Retrodigitalisierung und Online-Publikation von Archiv- und Bibliotheksgut ist in aller Munde. Die Mehrheit der Gedächtnisinstitutionen stellt heute digitalisierte Inhalte online zur Verfügung. Dennoch wird ein grosser Teil davon nicht längerfristig genutzt. Studien haben ergeben, dass der Grund dafür die unzureichende Nützlichkeit für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ist, für die Digitalisierungsprojekte in erster Linie durchgeführt werden. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie eine Online-Präsentation retrodigitalisierter unikaler Primärquellen für eine wissenschaftliche Nutzung idealerweise aussehen könnte. Dazu legt sie zum einen dar, welches die Anforderungen aus Sicht der Archivwissenschaft und -praxis sind. Zum anderen werden aus aktuellen Studien Nutzerbedürfnisse extrahiert und zusammengestellt. Die Ergebnisse dieser Analysen werden daraufhin in Bezug gesetzt zur heutigen Praxis von Gedächtnisinstitutionen, digitalisierte Primärquellen online zu präsentieren. Dazu wird eine vergleichende Studie unter wissenschaftlichen Institutionen und Portalen durchgeführt. Unter Einbezug von Fachliteratur wird diskutiert, was ein digitales Archiv für eine wissenschaftliche Nutzung idealerweise bieten müsste, um für das angestrebte Zielpublikum attraktiv zu sein

    Einleitung Teil III

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    Mémoire d\u27un Opéra. Regard sur les archives lyriques en Suisse

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    Alors que les derniers applaudissements retentissent dans la salle, les projecteurs s\u27éteignent après la révérence des artistes ; le silence tombe sur la performance achevée. Que reste-t-il une fois le rideau baissé : un souvenir, une émotion dans la mémoire des spectateurs ? Comment se conserve la mémoire du bel canto? De là est partie mon interrogation. L\u27art lyrique se manifeste lors d\u27un événement unique : la représentation. Cet état éphémère semble difficilement saisissable et encore moins conservable. Toutefois, l\u27opéra ne s\u27épanouit pas seulement sur scène, mais surtout en coulisses : des mois de création, des semaines de répétitions, des heures d\u27interprétation, des minutes d\u27émotion. Au final, des témoignages épars, récoltés au fil des mois, survivent à la production lyrique. Chaque trace qui, même lacunaire, porte en elle une part de cet art : les maquettes de décors et de costumes contiennent l\u27univers d\u27une mise en scène, l\u27ambiance et la réalité imaginées par l\u27équipe artistique ; les enregistrements sonores recueillent la musicalité et l\u27interprétation des chanteurs et de l\u27orchestre ; les captations vidéos révèlent l\u27éclairage, les mouvements et l\u27exécution voulus par le metteur en scène ; les photographies fixent l\u27expression et les gestes des artistes ; les coupures de presse rapportent le contexte, l\u27accueil et les échos du public et des contemporains. En ajoutant les documents techniques, notes diverses, plans d\u27implantation des décors, cela forme un tout : les archives d\u27un opéra. Patiemment fixé et récolté, le patrimoine lyrique n\u27est toutefois pas assuré de sa préservation. L\u27hétérogénéité qui fait la richesse de telles archives peut également créer leur perte, en raison de la variété des supports : papier, documents numérisés, objets en trois dimensions, plans roulés ou à plat, prises de vue, enregistrements sonores et audiovisuels. La gestion des archives lyriques demande des compétences toujours plus poussées et diversifiées, des conditions de conservation optimales et d\u27importants espaces de stockage. La pérennité de cette mémoire est à ce prix. Cette étude se fonde en grande partie sur l\u27enquête et les entretiens réalisés durant le premier semestre 2010 auprès de sept institutions lyriques suisses (Grand Théâtre de Genève, Opéra de Lausanne, Opernhaus Zürich, Stadttheater Bern et les Théâtres de Bâle, Lucerne et St.-Gall), d\u27une institution européenne (Opéra de la Monnaie), ainsi que des dépositaires d\u27archives d\u27Opéra (Archives municipales, Archives d\u27État et Collection suisse du Théâtre). Ainsi, quelques d\u27éclairages sur le traitement des archives d\u27Opéra ont pu être apportés. Seul Opéra à posséder une structure centrale et professionnelle d\u27archivage qui prend en charge ses archives artistiques, le Grand Théâtre fait office de pionnier en Suisse. Cela est un avantage pour l\u27institution qui conserve ainsi sa mémoire in situ et qui peut en disposer en tout temps ; mais cela implique aussi des moyens financiers et humains pour pouvoir transmettre et valoriser ce patrimoine, au-delà de sa propre conservation. L\u27exemple du service d\u27archives de la Monnaie, qui a développé une base de données en ligne performante, suffit à montrer la valeur ajoutée et l\u27impact que peut apporter ce service à son institution. En effet, malgré la richesse des fonds d\u27Opéra, ceux-ci restent souvent inaccessibles et méconnus. Une meilleure visibilité des fonds passe alors par la numérisation des documents, ainsi que la mise en place d\u27expositions. L\u27enquête a révélé, en revanche, un autre éclairage sur le reste de la Suisse : les pratiques documentaires et archivistiques ne sont que peu ancrées dans la tradition des institutions lyriques. Il faut dire que l\u27archivage définitif n\u27est habituellement pas du ressort des Opéras : la conservation des archives administratives et artistiques est confiée aux dépôts d\u27archives publiques, voire même à la Collection suisse du Théâtre. L\u27archivage courant et intermédiaire sont, quant à eux, organisés de façon autonome dans les départements

    TIFF-Korpus-Analyse

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    TIFF ist ein flexibles, anpassungsfähiges Dateiformat, das über die Jahre eine Vielzahl von Erweiterungen und Ergänzungen erfahren hat. Daneben bietet es die Möglichkeit, Metadaten in andern Standards (wie IPTC, EXIF oder ICC) einzubetten. Durch diese Flexibilität und Ausprägungen ist TIFF eigentlich als ein komplexes Dateiformat zu betrachten. TIFF ist zurzeit eine offene Spezifikation von Adobe, jedoch kein ISO-Standard. Diese Umstände, die aus archivischer Sicht nicht unbedenklich sind, haben die KOST 2014 bewogen, basierend auf der Baseline-TIFF-Spezifikation eine Empfehlung zu verfassen. Damit eine solche Empfehlung nicht nur auf theoretischen Überlegungen beruht, sondern sich auf eine fundierte Analyse echter archivischer Daten stützen kann, haben es die KOST und das DHLab Basel unternommen, mehrere Millionen Dateien aus drei Archiven systematisch zu untersuchen. Parallel dazu wurden an diesem Korpus auch etliche bekannte und in der Archivwelt verbreitete Analysetools getestet

    Digitale Archivierung im BAR - Ein Blick hinter die Kulissen

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    Das Schweizerische Bundesarchiv BAR hat eine standardisierte Lösung für die digitale Archivierung im Einklang mit internationalen Standards bereits 2009 eingeführt. Zwischen 2009 und 2016 hat das BAR seine Hardware erneuert und die applikatorischen Lösungen weiter entwickelt. Der Fortschritt bei der digitalen Archivierung im BAR und ihre Nutzung als Services gehen weiter. Das Aufrechterhalten und Weiterentwickeln einer eigenen IT-Infrastruktur für die digitale Archivierung, welche den gesetzlichen Sicherheitsrichtlinien entspricht, sowie der eigentliche Betrieb durch zertifiziertes Personal sind kostenintensiv. Die steigenden Betriebs- und Investitionskosten könnten mit der Zeit die notwendige Evolution der digitalen Archivierung limitieren und sich als ein negativer Anreiz bei Übernahmen auswirken. Der Beitrag stellt nicht nur die Resultate der aktuellen Entwicklungen kurz vor, sondern gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte und stellt das zugrunde liegende betriebswirtschaftliche Modell dar

    Gesamter Band / volume entier

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    Gesamter Band /volume entier

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    Die Online-Publikation einer Fotosammlung am Beispiel des Archivs der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu

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    Seit 1937 fotografieren die Berater der Abteilung Verkehrstechnik der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu schweizweit Strassenkreuzungen, Verkehrssituationen und Unfälle und illustrieren damit ihre Gutachten. Dabei entstand eine Fotosammlung von hohem kulturhistorischem Wert, die nicht nur Aufschluss über die Geschichte der Verkehrsprävention, sondern auch über gesellschaftliche und technische Entwicklungen in den Bereichen Architektur, Technik, Mode, Werbung usw. gibt. Nach der Digitalisierung der gesamten Sammlung stellte sich daher für das bfu-Archiv die Frage, wie die rund 55\u27000 Digitalisate im Internet für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. In der Masterarbeit wurde dazu einerseits ein auf dem Konzept OpenGLAM basierendes Vorgehensmodell für die Online-Publikation einer Fotosammlung entwickelt und umgesetzt. OpenGLAM (GLAM steht im Englischen für «Galleries, Libraries, Archives, Museums») will die Hürden für die Nutzung von Kulturgütern so niedrig wie möglich machen und die Öffnung der Bestände vorantreiben. Die vorliegende Arbeit konnte aufzeigen, dass das Konzept OpenGLAM auch für ein halböffentliches Archiv wie jenes der Beratungsstelle für Unfallverhütung wichtige Inputs liefern kann. So wird für die Öffnung der Fotosammlung die Online-Publikation von webaufgelösten Nutzungsderivaten ohne Wasserzeichen mit entsprechender Lizenzierung, sowie der Verzicht auf Nutzungsgebühren auch bei kommerzieller Nutzung für die hochaufgelösten Digitalisate vorgeschlagen. Weiter wurden in der Arbeit die Ängste, die in Sachen OpenGLAM und Open Data bei Gedächtnisinstitutionen nach wie vor bestehen, aufgeführt. So wurde auch bei den Verantwortlichen der bfu insbesondere die Angst vor Kontrollverlust geäussert. Dieser Befürchtung, die der Schweizer OpenGLAM-Experte Beat Estermann als möglichen «Stolperstein für Open Data» betrachtet, kann nur dadurch begegnet werden, indem der Sensibilisierung der Verantwortlichen genügend Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dies ist eine anspruchsvolle und schwierige Aufgabe; gerade wenn Personen, die nicht im Archivbereich arbeiten, von neuen innovativen Methoden der Online-Publikation überzeugt werden sollen. Daher sind als Entscheidungsgrundlage sowohl eine Auflistung der Chancen und Risiken wie auch von statistischen Zahlen (Zahl der Anfragen, Zahl der Aufträge, Aufwand für Benutzerbetreuung, eingenommene Benutzungsgebühren) unabdingbar. Auch der Beizug von Beispielen und Personen mit OpenGLAM-Erfahrung kann sinnvoll sein. Im Fall der bfu scheint insbesondere das Argument, dass mit der Online-Publikation mehr Zugriffe auf die bfu-Webseite generiert werden und verschiedene Zielgruppen (Medien, interessierte Öffentlichkeit, Forschende) angesprochen werden, ausschlaggebend zu sein. Anhand von Beispielen aus zahlreichen Institutionen weltweit und in der Schweiz konnte in der Masterarbeit zudem aufgezeigt werden, dass die Erfahrungen mit OpenGLAM bisher durchwegs positiv sind. So hat sich zum Beispiel durch die neue Open Data-Strategie des ETH-Bildarchivs die Zahl der Downloads auf der Bildplattform e-pics.ch massiv erhöht und der interne Aufwand reduziert. Zudem ist die Zahl der Anfragen leicht rückläufig, weil die Benutzer die Bilder online finden und nicht mehr den «Umweg» über das Archivpersonal machen müssen. Diese Pionierarbeit wird dazu führen, dass auch andere Archive mit grossen Bildbeständen ihre Praxis in Sachen Nutzungsgebühren für Reproduktionen und die Art der Online-Publikation überdenken müssen. Denn die GLAM-Institutionen können sich dem Druck, ihre Bestände zu öffnen, nicht länger verschliessen

    Archivierung aus Fachanwendungen im Staatsarchiv Graubünden: ein Werkstattbericht

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    Das Staatsarchiv Graubünden arbeitet gegenwärtig an zwei Projekten zur Übernahme und Archivierung von Unterlagen aus Fachanwendungen. Diese Systeme dienen nicht nur der Verwaltung von Stamm- oder Registerdaten, sondern erzeugen und enthalten auch die Dokumente zu den Prozessen bzw. Geschäften - es gibt also keine Dossiers ausserhalb der Fachanwendung mehr, weder in analoger noch in Papierform. Die Do-kumentdaten werden zwar durchaus strukturiert verwaltet, aber nicht unbedingt nach dem Dossier-Ordnungssystem-Modell. Dies macht die Bildung einer konsistenten Überlieferung zu einer grossen Herausforderung. Der Beitrag präsentiert zwei Fachanwendungen und stellt die Ansätze zur Archivierung aus diesen Systemen zur Diskussion: die Applikation CARI beim Strassenverkehrsamt und die Applikation Centera bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA). In der Diskussion werden wir unter anderem die folgenden Fragen thematisieren: Soll für archivische Zwecke am Dokument-Dossier-Ordnungssystem-Modell festgehalten werden, auch wenn sich im produzierenden System die Daten nicht direkt in dieser Form finden? Inwiefern müssen die Archive auch mit anderen Formen der Dokumentenlenkung und Life-Cycle-Verwaltung umgehen lernen

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