Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis
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La reconnaissance de l’écriture manuscrite hors ligne. Applicabilité à la transcription et l’indexation d’un fonds notarial des Archives cantonales jurassiennes
Ce travail étudie un ensemble d’options et de méthodes de transcription et d’indexation pour un fonds notarial des Archives cantonales jurassiennes (ArCJ), en portant une attention particulière à la reconnaissance de l’écriture manuscrite hors ligne. Les recherches dans cette discipline ont fait de grands progrès depuis leurs débuts dans les années 60. S’inspirant des résultats prometteurs de la reconnaissance automatique de la parole, de nombreux outils ont été développés pour tenter d’égaler et de surpasser les capacités humaines de déchiffrement. De plus en plus d’institutions numérisent d’importantes quantités de documents manuscrits, qui sont ensuite mis en ligne à disposition du public. La grande majorité de ces documents attend toujours d\u27être transcrite et indexée pour offrir aux chercheurs un meilleur accès à leurs contenus.
Après une définition de la problématique de ce travail, une première partie fait l’état de l’art de la reconnaissance de l’écriture manuscrite d’après la littérature scientifique la plus récente sur le sujet. L’historique de la discipline est retracé, les principes généraux et le fonctionnement des programmes sont expliqués. Pour déterminer quelles sont les pratiques actuellement en vigueur, une enquête auprès d’autres institutions est menée.
Une seconde partie réalise un inventaire et décrit le fonds concerné par ce travail. Il s’agit de répertoires de notaires, documents très importants pour avoir accès aux minutes des différentes études. Les Archives cantonales jurassiennes et leur stratégie de numérisation sont présentées. Les registres sont analysés en détail, tant sur le plan du support que sur celui du contenu. Une typologie des difficultés est également établie.
Finalement, la compatibilité du fonds avec les méthodes automatiques, manuelles ou semi-automatiques retenues est évaluée pour déterminer si elles sont en mesure d’apporter une solution aux défis et difficultés que suscite l’indexation des répertoires. A partir de ces observations où théorie et pratique se côtoient, des recommandations sont faites aux Archives cantonales jurassiennes, afin de les aider à déterminer quelle serait pour elles la manière la plus rentable de transcrire et indexer leurs registres
Blockchains als Herausforderung für das Records Management
Wird eine Blockchain für geschäftsrelevante Transaktionen genutzt, so müssen die in ihr aufgezeichneten Nachweise als Records angesehen werden, die gesetzlichen Pflichten zur Aufbewahrung oder Archivierung unterliegen. Eine Blockchain ist ein von aussen nicht beeinflussbares System aus dezentral verteilten, autonom agierenden Rechnern, das ohne vertrauenswürdige Dritte die Authentizität und lntegrität der in der Blockchain aufgezeichneten Records gewährleistet. Dadurch stellt diese neue Technologie herkömmliche Prinzipien in Frage, nach denen Vertrauenswürdigkeit von Records heute beurteilt wird, insbesondere jenes der Verantwortlichkeit für die Obhut der Records durch eine natürliche oder juristische Person. Eine systematische Untersuchung der Blockchain-Technologie unter den Gesichtspunkten des Records Management fehlt bisher. Diese Arbeit identifiziert die wesensbestimmenden Eigenschaften von Blockchains und beurteilt sie nach den Kriterien der modernen archivischen Diplomatik und an Hand der Anforderungen in der Schweizer und internationalen Norm ISO 15489 (Records Management).
Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass eine Blockchain zwar grundsätzlich als Gefäss für vertrauenswürdige - authentische und zuverlässige - Records im herkömmlichen Sinne tauglich ist, jedoch nur bei einem geschlossenen, privaten Betriebsmodell der Blockchain. Die Arbeit diskutiert zudem den möglichen Nutzen der Blockchain-Technologie als lnstrument des Records Management. Dieser liegt primär bei Records, die in disparaten und verteilten lnformationssystemen geführt werden und somit nicht unter die Kontrolle eines dedizierten elektronischen Records Management Systems (ERMS) gebracht werden können. Eine Blockchain kann dazu dienen, für solche Records einen gemeinsamen Geschäftskontext systemübergreifend zu identifizieren und verfügbar zu machen
Verzeichnis der Abschlussarbeiten des fünften Studiengangs 2014-2016
Verzeichnis der Abschlussarbeiten des fünften Studiengangs 2014-201
Nutzen und Grenzen der Formatidentifizierung
Digitale Bestandserhaltung erfordert einen Überblick über den Content im eigenen Repository. Dazu gehört u.a. die Formatidentifizierung. Eines der derzeit gängigsten Hilfsmittel dafür ist DROID mit der dahinterliegenden Formatdatenbank PRONOM. DROID erlaubt eine schnelle, automatische Formaterkennung und setzt dabei bei Bedarf verschiedene Methoden ein. PRONOM wird laufend fortgeschrieben und soll so eine aktuell gehaltene Bestandsplanung ermöglichen. In der Praxis haben sich jedoch - zum Teil durch Zufall - einige Herausforderungen, Fehler und Lücken beim Einsatz von DROID/PRONOM erwiesen. Als Beispiel seien (noch) nicht in PRONOM aufgenommene Formate (Verzögerung anstehender Ingests? Platzhalter-ID?), Differenzen bei Ergebnissen je Scaneinstellung und im Vergleich zu anderen Tools sowie generelle Persistenzfragen von PRONOM-IDs genannt. Solche Ereignisse verursachen einen manuellen Mehraufwand beim Ingest sowie insgesamt beim Preservation Planning. Grundlegend zeigt dies, dass Formaterkennung heute zwar schnell und einfach möglich ist und auch sein muss, jedoch auch fehler- und lückenhaft ist und immer sein wird. Nicht zuletzt ergibt sich diese Begebenheit aus einer steten Weiter- bzw. Neuentwicklung von Formaten. Learning by doing, Kompromisse sowie Improvisation an einigen Stellen und Austausch in der Community sind gefragt
Archivierung im Verbund: Kosten der digitalen Archivierung am Beispiel von DiPS.kommunal
Auch die Teilnahme eines Archivs an einer Verbundlösung zur digitalen Archivierung kann einen Archivar nicht von den fachlichen Aufgaben entbinden, die mit den neuen technischen Herausforderungen zu bewältigen sind. Personell sind durch die Einführung eines digitalen Archivs also keine Einspareffekte zu erwarten. Die Teilnahme an einer Verbundlösung zur digitalen Archivierung ist dabei aber zumindest finanziell deutlich günstiger als eine vollständige Eigenentwicklung und ein anschließender vollständiger Eigenbetrieb. Daher ist die Teilnahme an einem entsprechenden Verbund zumindest für kleinere und mittlere Kommunen meist alternativlos. Im Rahmen des Beitrags werden, soweit bezifferbar, die Kosten der Entwicklung von DiPS.kommunal für die Entwicklergemeinschaft sowie die Kosten für die Teilnahme an der Verbundlösung DiPS.kommunal und am Digitalen Archiv NRW gegenübergestellt. Dabei wird auch versucht, in etwas allgemeinerer Form die Kosten eines digitalen Magazins, dessen Preis den Archiven nun relativ offensichtlich ist, mit den eher versteckten Kosten der analogen Magazinierung zu vergleichen. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, als für die Archive auch der Kostenbeitrag für die Beteiligung an DiPS.kommunal noch eine erhebliche Belastung darstellt und sie unter einen gewissen Rechtfertigungsdruck gegenüber der eigenen Verwaltung setzt
Chancen und Risiken des Einsatzes verlustbehafteter Bildkompression in der digitalen Archivierung
Der Einsatz verlustbehafteter Kompressionsverfahren bei der Erzeugung archivgeeigneter Bilddatenformate wird von der Fachcommunity der Gedächtnisorganisationen bislang weitgehend abgelehnt. Die Furcht vor Informationsverlust, vor möglichen Folgerisiken sowie das Ausblenden ökonomischer Aspekte im Bestandserhaltungsprozess haben in den letzten Jahren eine ergebnisoffene Diskussion weitgehend verhindert. Angesichts stark wachsender digitaler Bildbestände in Archiven, Bibliotheken und Museen (sowohl bei den Digitalisaten als auch im Bereich der digitally borns) und vor dem Hintergrund immer elaborierterer Kompressionsverfahren erscheint es jedoch sinnvoll und notwendig, die bisherigen Positionen auf diesem Gebiet neu zu hinterfragen. Der Beitrag dient daher in erster Linie dazu, eine ergebnisoffene Diskussion zu den Chancen und Risiken des Einsatzes verlustbehafteter Bildkompressionsverfahren anzustoßen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Diskussion des Verlust-Begriffs, seiner Einordnung in den Gesamtprozess der Bildproduktion sowie einer szenarioabhängigen Chancen-Risiko-Analyse
Die Erarbeitung eines Ordnungssystems für Geschäftsunterlagen im analogen und digitalen Bereich
Die Schriftgutverwaltung, auch Aktenführung oder Records Management genannt, nimmt in der heutigen Informationsgesellschaft einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Die Informationen müssen bei Bedarf schnell bereitstehen sowie den gesetzlichen und organisatorischen Ansprüchen entsprechen. Da sich die Informationen in Unterlagen befinden, müssen diese optimal verwaltet werden. Diese Masterarbeit beleuchtet genau den Aspekt in der öffentlichen Verwaltung und geht am Beispiel des Generalsekretariats des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt auf die Führung und die Registrierung von Verwaltungsakten ein.
Ein wichtiges Element der Aktenführung ist der Registraturplan, nach dessen Struktur die Unterlagen abgelegt werden. Aber nach welchen Merkmalen wird er gegliedert und welche Funktionen soll er erfüllen? In Fachkreisen hat man sich in den letzten Jahren darauf geeinigt, dass ein Registraturplan unter anderem nach Aufgaben geordnet, angemessen detailliert und ausbaufähig sein soll. Dabei bildet er alle Tätigkeiten einer Dienststelle ab.
Das Generalsekretariat des Gesundheitsdepartements besitzt einen Registraturplan für die Papierakten, der in seiner jetzigen Form nicht mehr dem heutigen Standard der Fachliteratur entspricht. Ausserdem gibt es im Bereich der digitalen Laufwerksablage keine einheitliche Regelung – jede Stabsstelle im Generalsekretariat legt die Unterlagen nach ihrer eigenen Struktur ab. Um die hybride Ablage der Papierdokumente und der elektronischen Dateien zu klären, Mehrfachablagen zu erkennen und einen möglichen Primatwechsel zur rein digitaler Ablage vorzubereiten, wird ein neuer Registraturplan für beide Medien erarbeitet. Bei der Erarbeitung muss darauf geachtet werden, dass unter anderem nicht zu viele Hierarchieebenen eingefügt und die Positionen im Registraturplan eindeutig benannt werden. Ziele der neuen Ordnung sind u. a. dass die Benutzer sich nicht durch zu viele Ebenen klicken müssen und den entsprechenden Ordner einfacher in der Volltextsuche finden.
Die Umgestaltung einer bestehenden Ablage stösst erfahrungsgemäss auf Widerstände, da in die Arbeitsweise jedes Mitarbeitenden eingegriffen wird. Doch um welche Art von Widerständen handelt es sich? Und wie können diese minimiert beziehungsweise überwunden werden? Ein Problem kann zum Beispiel sein, dass die Mitarbeitenden den Sinn und Zweck hinter der neuen Struktur nicht sehen. Oder dass sie sich bei ungenügender Kommunikation zu wenig in den Prozess involviert fühlen. Mit einer frühzeitigen und offenen Kommunikation und dem Einbezug in die Erarbeitungsphase können viele Widerstände in der frühen Phase abgebaut werden.
Ebenfalls hilfreich ist, neben der Konsultation der Theorie, das Heranziehen weiterer Praxisbeispiele. In dieser Masterarbeit werden die kürzlich getätigten Anpassungen der Ordnungssysteme im Bundesamt für Gesundheit (BAG) und in den Aargauer Gemeinden zu Rate gezogen. Mit der Auswertung der gemachten Erfahrungen auf Bundes- sowie Gemeindeebene lassen sich Lehren für das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt im Bereich Change Management und auch in der Gestaltung der Ablage ziehen
Vers une gestion intégrée des documents d’activité et des archives historiques des Éditions ZOÉ
Lorsqu’en 2015 la Ville de Genève passe un contrat de subventionnement avec les Éditions Zoé, elle fait plus que leur apporter un soutien financier, elle établit une situation, remarquable à l’échelle du paysage romand, d’acquisition anticipative d’archives privées. En effet, soucieuse d’assurer la pérennité d’un fleuron de l’édition genevoise, la Ville de Genève a demandé à l’entreprise « d’assurer une conservation de ses documents ayant une valeur archivistique ». Ce travail de mémoire s’appuie sur la méthodologie ISO 15489 pour évaluer l’actuelle gestion documentaire de la maison d’édition et esquisser le chemin à parcourir afin de donner satisfaction à cette clause d’archivage
Evaluation der Campusbibliothek Brugg-Windisch. Zu Planung, Durchführung und ersten Resultaten einer massgeschneiderten Evaluation
In dieser Arbeit werden ein Evaluationsplan sowie Erhebungsinstrumente für die Campusbibliothek Brugg-Windisch konzipiert, die der spezifischen Situation dieser noch jungen Bibliothek der Fachhochschule Nordwestschweiz Rechnung tragen. Dazu wurden zunächst Interviews mit zentralen Akteuren geführt, um zu klären, welche Zwecke die Evaluation verfolgen soll und welche Fragestellungen im Rahmen der Evaluation beantwortet werden sollen. Aufgrund der Interviews wurden anschliessend mögliche Fragen formuliert und im Rahmen einer Sitzung der Bibliothekskommission diskutiert. Die auf diese Weise validierten Fragestellungen umfassen so unterschiedliche Aspekte wie die Bekanntheit des Angebots, die Mediennutzung, die Erwartungen verschiedener Zielgruppen an das Beratungs- und Schulungsangebot oder die Nutzung der Bibliothek als Lernort. Die insgesamt sechs Fragestellungen haben die Grundlage gebildet für die Bestimmung des Evaluationsdesigns und die darauffolgende Konstruktion zweier Erhebungsinstrumente, eines Online-Fragebogens und eines Kurzfragebogens. Die beiden Fragebogen wurden in einem nächsten Schritt mithilfe der Technik des Lauten Denkens sowie retrospektiver Interviews qualitativ erprobt.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Beschreibung der Pretests sowie auf der Analyse der einzelnen simultanen und retrospektiven Verbalprotokolle. Diese wurden gezielt dahingehend ausgewertet, allfällige Schwächen der Erhebungsinstrumente erkennen und beheben zu können. Insgesamt zeigte sich, dass mit der Methodik des Lauten Denkens und den anschliessenden retrospektiven Interviews verschiedene Fehlerquellen bei der Itembeantwortung aufgedeckt werden konnten, die in unterschiedlichen Phasen des Antwortprozesses auftraten. Ebenfalls konnten durch die Gespräche im Rahmen der Vortests wesentliche Einblicke in die Interessen von Stakeholdern, insbesondere der Studierenden, am Evaluationsgegenstand gewonnen werden. In einem abschliessenden Kapitel werden Vor- und Nachteile des gewählten Vorgehens bei den Pretests diskutiert und es wird aufgezeigt, wie die Erhebungsinstrumente aufgrund der Pretests überarbeitet wurden