Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis
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    207 research outputs found

    Verzeichnis der Abschlussarbeiten des vierten Studiengangs 2012-2014

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    Einleitung Teil I: Professionelles Selbstverständnis im Wandel

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    Der Fotobestand des Thomas-Mann-Archivs an der ETH-Bibliothek Zürich. Bestandesbeschreibung und Konzeption der Erschliessung und Digitalisierung

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    Das 1956 an der ETH Zürich gegründete Thomas-Mann-Archiv verfügt über den umfangreichen Nachlass des Schriftstellers Thomas Mann. Nebst Werkmanuskripten und Briefen enthält dieser u.a. auch einen rund 5500 Bilder umfassenden Fotobestand, in dem der „Medienautor“ Thomas Mann bildlich dokumentiert ist. Der Zugang und die Nutzungsmöglichkeiten der Fotosammlung sind heute nicht mehr zeitgemäss; hinzu kommt eine konservatorische Situation, die aus Sicht der Bestandeserhaltung und der Sicherheit einer Verbesserung bedarf. Das Thomas-Mann-Archiv strebt aus diesen Gründen die elektronische Erfassung der vorhandenen Metadaten, die Digitalisierung der Fotografien sowie deren Präsentation auf einer geeigneten Bildplattform an. Die Masterarbeit stellt für dieses Projekt eine Art Vorstudie dar. Der erste Teil der Arbeit leistet eine Beschreibung der aktuellen Ausgangslage, wobei auf die Person Thomas Manns und die Bedeutung der Fotografie für diesen, die Geschichte des Thomas-Mann-Archivs sowie auf Entstehung, Inhalt, Umfang, physischen Zustand und Zugänglichkeit der Fotosammlung eingegangen wird. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Konzeption der angestrebten elektronischen Erschliessung und Digitalisierung. Dabei wird zum einen der für das Projekt relevante institutionelle Rahmen, d.h. die ETH-Bibliothek und im Speziellen das dieser angehörende Bildarchiv mit seiner Infrastruktur (Bildverwaltungssoftware Cumulus/E-Pics) beschrieben; zum andern werden die Anforderungen des Thomas-Mann-Archivs an die Erschliessung und die zukünftige Nutzung der Fotosammlung erarbeitet. Insbesondere werden dabei die Strukturierung des Bestandes, die inhaltliche und formale Erschliessung, Suchmöglichkeiten sowie rechtliche und Zugriffsfragen thematisiert. In der Diskussion von Rahmenbedingungen und Anforderungen wird eine grundlegende Problematik im Umgang mit Bildern deutlich: Ein Bild ist nie blosse Illustration, sondern steht immer in einem Kontext und hat einen Entstehungszusammenhang. Das Präsentationsinstrument muss nebst dem Angebot bedienerfreundlicher Such- und Anzeigeformen auch diesen Zusammenhängen Rechnung tragen und sie abbilden können. Um ein Optimum an Bildbeschreibung und Kontextualisierung zu erreichen, sollen die Metadaten darum auch als hierarchisch strukturierten Bestand im vom Thomas-Mann-Archiv für die Archivalien eingesetzten Archivinformationssystem abgebildet werden

    Einleitung zum Teil III: Fallstudien

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    Introduction partie II: Quand l’archiviste s’affirme en gestionnaire et en concepteur de politiques

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    Auf dem Weg zu einer Archivethik für das Informationszeitalter. Der Kodex ethischer Grundsätze für Archivarinnen und Archivare im Kontext aktueller informationsethischer Entwicklungen

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    Thema der Arbeit ist der Umgang mit ethischen Fragen in der gegenwärtigen Archivwissenschaft und -praxis. Hierbei präsentiert sich für die Schweiz eine nur sporadische und weitgehend auf die Berufspraxis fokussierte Auseinandersetzung mit ethischen Themen. Während als Instrument für die Praxis die seit den 1990er Jahren weltweit etablierten und 1998 auch in der Schweiz eingeführten ethischen Kodizes für Archivarinnen und Archivare zur Verfügung stehen, fehlt eine archivethische Theoriebildung oder archivwissenschaftliche Debatte mit Bezugnahme auf die philosophische Tradition der Ethik fast vollständig. Dabei lässt sich der Kodex ethischer Grundsätze für Archivarinnen und Archivare als Berufsethik innerhalb der Informationsethik verorten, einem heterogenen, interdisziplinären Forschungsfeld, welches seit den 1980er Jahren mit Einflüssen aus der Philosophie einerseits und der Bibliotheks- und Informationswissenschaft anderseits eine vielfältige Theoriebildung vorantreibt. Von Seiten der Archivwissenschaft wurde hier allerdings bislang kaum eine Anbindung vorgeschlagen. Die zentrale Fragestellung der Masterarbeit ist nun, inwiefern eine Anbindung der Archivwissenschaft an die Informationsethik dazu beitragen kann, ethische Themen im Archiv und namentlich den Kodex von 1998 jüngeren Entwicklungen entsprechend zu erweitern sowie Debatten zu ethischen Fragen anzuregen und weiterzuentwickeln. Die Masterarbeit legt in einem analytisch-argumentativen Vorgehen zunächst die Gegenwart der Ethik im Archiv und insbesondere des Kodex ethischer Grundsätze für Archivarinnen und Archivare dar und erarbeitet einen Aktualisierungs- und Erweiterungsbedarf für den Kodex. Anschliessend stellt sie die Informationsethik mit den Positionen zweier zentraler Protagonisten vor. Die Arbeit schliesst ab mit einer Synthese, deren Ergebnisse eine erste Antwort auf die zentrale Fragestellung bieten. Argumentiert wird, dass im bestehenden Kodex ethischer Grundsätze für Archivarinnen und Archivare verschiedene jüngere Entwicklungen wie beispielsweise das Internet und Social Media nicht thematisiert werden. Ausserdem werden zwar Geltungsbereich des Kodex und Zuständigkeiten der Archivmitarbeitenden definiert, nicht aber die Verortung in einer Informationsgesellschaft oder „Infosphäre“. Hierdurch fehlt die Einbindung technischer und gesellschaftlicher Einflussfaktoren auf das Archivgut und eine Darstellung der Schnittstellen zu Verantwortlichkeiten anderer Akteure hinsichtlich der Überlieferung, Sicherung und Qualität des Archivguts. Ebenfalls fehlt die Bezugnahme auf übergeordnete ethische Prinzipien wie etwa das Recht auf freie Meinungsbildung oder das Recht auf Informationszugang. Gerade angesichts der jüngeren gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen scheint eine solche Bezugnahme und Kontextualisierung jedoch in vielen Fragen unabdingbar, nicht zuletzt, wenn es darum geht, Entscheidungen zu begründen oder das Archiv innerhalb der Informationsgesellschaft zu verorten und auszurichten. Als Ergebnis der Arbeit ist festzuhalten, dass die Funktion des Kodex als Instrument für Reflexion, Argumentation und Entscheidungsfindung durch eine Verknüpfung der Archivwissenschaft mit der Informationsethik massgeblich erweitert und gestärkt werden kann. So bietet etwa Rainer Kuhlens Ansatz der Akteursgruppen in der Informationsgesellschaft sowie Luciano Floridis Darstellung der Entwicklung von der Mikroethik zur Makroethik Hand, den Geltungsbereich und die Akteure im Kontext der Informationsgesellschaft oder einer Infosphäre zu verorten. Ebenso bieten Kuhlen und Floridi übergeordnete Werte für den Informationsbereich, zu denen die Richtlinien des Kodex in Bezug gesetzt werden können. Damit wird eine Verknüpfung der Richtlinien innerhalb gesellschaftlich etablierter und diskutierter Werte möglich, die eine vielfältige Beteiligung an ethischen Debatten im Informationsbereich und eine Positionierung des Archivs in der Informationslandschaft erlaubt

    Archivnetzplan. Ein neues Findmittel für die Online-Suche in Archivbeständen

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    Archive organisieren ihre Bestände in einer hierarchischen Struktur, den Archivplänen. In den gängigen Archivinformationssystemen werden diese Archivpläne als Baumdarstellungen präsentiert, so dass nicht nur mit der Volltextsuche recherchiert werden kann, sondern auch fortschreitend vom Allgemeinen zum Speziellen. Diese Art der Recherche kann zu anderen Resultaten führen als die Volltextsuche, doch sind die historisch gewachsenen und von Archiv zu Archiv unterschiedlichen Archivpläne nicht immer ganz einfach zu bewältigen. Mit dem Ziel, die Suche nach Archivbeständen zu vereinfachen, wird in dieser Untersuchung ein neues Recherchehilfsmittel entwickelt und vorgestellt. Es handelt sich dabei um den sog. Archivnetzplan, der nach dem Vorbild von Liniennetzplänen für den öffentlichen Verkehr gestaltet ist und dem Prinzip der Vereinfachung und Reduktion folgt. Er bietet als Ergänzung zu anderen Findmitteln (Datenbanken, Beständeübersichten, Spezialfindmittel) einen leicht verständlichen Zugang zu den Beständen eines Archivs

    Überlieferungsbildung in der Grauzone. Die Bedeutung der Kontextualisierung audiovisueller Dokumente am Beispiel der Piratenradios

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    Vor dem Hintergrund der Neuen Sozialen Bewegungen, der technischen Entwicklung und einer verbreiteten Unzufriedenheit mit dem Monopol der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft entstanden ab 1974 in verschiedenen Städten der Schweiz so genannte Piratenradios. Es handelte sich um UKW-Sendungen, die von technisch versierten Bastlern ohne staatliche Genehmigung ausgestrahlt wurden. Die meisten Sender waren in unregelmässigen Abständen während einiger weniger Stunden pro Monat in Betrieb. Trotz der klandestinen Natur der Sender sind weit mehr Dokumente zur Geschichte der Piratenradios überliefert als lange angenommen wurde. Sowohl Aufzeichnungen von Sendungen als auch schriftliche Dokumente sind in verschiedenen Archiven und in privaten Sammlungen erhalten. Für die medien- und sozialgeschichtliche Forschung sind sie aber nur effizient nutzbar, wenn sie zu einem Quellenkorpus zusammengefasst und in ihrem Entstehungsumfeld verortet werden. Solche Kontextinformationen sind für die Quellenkritik audiovisueller Dokumente unabdingbar. Die Arbeit stellt das US-amerikanische Konzept der Documentation Strategy exemplarisch als mögliches Vorgehen dar, um aus Einzelbeständen audiovisueller Dokumente archivübergreifend einen Quellenkorpus zu bilden, der die AV-Dokumente in Beziehung zu ergänzenden Informationen und Dokumenten setzt. Kernpunkte der Documentation Strategy bilden der Einbezug von externen Expertinnen und Experten, die als «Vermittler» Kontakte zu privaten Sammlungen herstellen können, sowie die aktive Arbeit am Bestandsaufbau und die archivübergreifende Vernetzung. Letzteres erlaubt es, AV-Dokumente historisch zu kontextualisieren. Als Fallbeispiel im Sinne einer praktischen Anwendung stehen sich in der Arbeit zwei Bestände gegenüber, die sich gegenseitig ergänzen: Die Aufzeichnungen von Sendungen, die sich seit kurzem im Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich befinden, bilden die Produzentenseite ab; die Akten der Sektion Funküberwachung der PTT-Betriebe im PTT-Archiv in Köniz dokumentieren die Bemühungen der Behörden, die Sendetätigkeit zu unterbinden. Die Arbeit diskutiert, welche Möglichkeiten die archivübergreifende Vernetzung verschiedener Bestände bietet und mit welchen Vorgehensweisen Bestandslücken geschlossen werden können. Dabei wird insbesondere die Rolle der Oral History thematisiert

    Archives de l\u27environnement et environnement d\u27archives. Déploiement de la norme de description des fonctions ISDF dans le contexte vaudois et dans le domaine de l\u27environnement

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    Le présent travail a pour objet la description des fonctions de la Direction générale de l\u27environnement du Canton de Vaud (DGE) à l\u27aide de la norme internationale de description archivistique ICA-ISDF et du logiciel de description archivistique AtoM. Deux questions sont au cœur de la réflexion : en quoi la description des fonctions enrichit-elle la description archivistique ? Et, en quoi permet-elle une meilleure intégration entre l\u27archivistique et le Records management ? Premièrement, les fonctions sont réputées plus stables que les structures administratives et leur description offre par conséquent un point d\u27accès de qualité aux fonds d\u27archives. Elles sont, au travers de la norme ISDF, une composante essentielle d’un système de description archivistique. Un des résultats est de montrer le potentiel de la description des fonctions dans sa capacité d\u27enrichir la compréhension des contextes de création et d\u27utilisation des archives ; de créer des liens ; et d\u27offrir des points d\u27accès aux ressources archivistiques. Un autre résultat est de proposer une modélisation des relations entre les notices de description archivistiques au sein d\u27un contexte donné. Ainsi, les fonctions de la DGE sont mises en relation avec différents acteurs et niveau de gouvernement afin d\u27intégrer le principe de gouvernance à la description archivistique. Deuxièmement, ce travail relève l’importance des fonctions pour l\u27ensemble du continuum des interventions archivistiques, de la création à la diffusion des archives. Une des principales propositions, faite ici, est de créer un système de gestion et de description intégré, centré sur les fonctions, qui permettrait une interaction entre les interventions des archivistes et des Records managers. En conclusion, ce travail montre comment la compréhension de l\u27environnement des archives au travers de la description des fonctions facilite leur accessibilité et leur utilisation par l\u27Administration et par l\u27ensemble des publics

    Kulturwandel am Arbeitsplatz. Die Ausbildung in Records Management in der öffentlichen Verwaltung

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    Ausbildung nimmt in Records-Management-Projekten einen hohen Stellenwert ein, kommt aber in der Regel erst am Schluss im Rahmen der Einführung zum Tragen. Wird ein neues elektronisches Records-Management-System (ERMS), von den Mit- arbeitenden schlecht aufgenommen, wird die Schuld häufig auf die Ausbildung abgeschoben und die Probleme werden mit zusätzlichen Informationsveranstaltungen angegangen. Was die Ausbildung beinhaltet beziehungsweise beinhalten soll, ist allerdings oft nicht ganz klar. Eine allein auf die Handhabung des ERMS ausgerichtete Schulung genügt jedoch bei weitem nicht. Die Probleme der Mitarbeitenden liegen meist nicht bei der Bedienung der eingesetzten Software sondern im Umgang mit Prozessveränderungen, die mit dem Einsatz neuer Applikationen einhergehen. Das Ziel der Arbeit ist eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Grundlagenarbeit. Sie bildet die Basis für die Erarbeitung von Ausbildungskonzepten, die das Stadtarchiv Zürich im Rahmen seiner Dienstleistungen künftig anbieten wird. Die Arbeit geht von der Hypothese aus, dass ein Ausbildungsprogramm von ERMS immer mit Change Management verhängt werden muss. Bei der Einführung eines ERMS muss daher bei allen Beteiligten das entsprechende Bewusstsein für die Herausforderungen, Chancen und die Nützlichkeit von konsistentem Records Management, aber auch für die zu erwartenden Veränderungen geschaffen werden. Die Arbeit prüft die oben genannte Hypothese anhand der Forschungsliteratur und mit der Auswertung der Erfahrungen von Fachleuten aus verschiedenen Schweizer Archiven. Die Aussagen der Fachleute werden den Ergebnissen aus der For- schungsliteratur gegenübergestellt und in anonymisierter Form in die Arbeit eingebaut. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden auf diese Weise herausgearbeitet und als lessons learned zusammengefasst und einheitlich dargestellt. In einem Ausblick wird auf Trends und Diskussionspunkte bezüglich der Ausbildung in Records Management in der öffentlichen Verwaltung und auf die Rolle der Archive hingewiesen

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