Forum Qualitative Sozialforschung (Forum: Qualitative Social Research)
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    Structuring Photovoice for Community Impact: A Protocol for Research With Women With Physical Disability

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    Frauen mit Beeinträchtigungen erleben oft Teilhabebarrieren infolge langdauernder Fehleinschätzungen über ihre Identität, gefolgt von negativen Effekten für ihre Gesundheit, ihr Einkommen und ihren Zugang zu Bildung und Arbeit. In rückliegenden Arbeiten wurde bereits gezeigt, dass Fotos, die mittels des Photovoice-Verfahrens produziert wurden, halfen, Einstellungs- und Umgebungsbarrieren abzubauen, allerdings wurde die Methode kaum mit Blick auf möglichen öffentlichen Impact genutzt. In diesem Protokollpapier haben wir Prinzipien miteinander verbunden, die auf feministische Theorien, die Photovoice-Methode und integrierte Wissensvermittlungspraktiken zurückgehen, um 1. ausstellungsreife Fotografien zur Identität der Forschungsteilnehmerinnen zu generieren, 2. zur Diskussion von und Einsicht in Inklusion für beeinträchtige Frauen beizutragen und 3. eine Ausstellung zu initiieren, um zu verstehen, welchen Impact die Fotos auf das Publikum und auf diskriminierende Barrieren haben können. Fotografien, Texte, Diskussionen und Publikums-Feedback wurden einer thematischen und narrativen Analyse unterzogen. Indem wir mit unserer kunstbasierten Forschung eine breite Öffentlichkeit adressierten, hoffen wir, zu einem besseren Verständnis von weiblicher Identität und Inklusion beigetragen zu haben.Women with disability face participation barriers based on long-held misconceptions around their identity that adversely affect their health, income levels, and access to education and employment. It has been noted that photographs produced through photovoice methodology can help dismantle attitudinal and environmental barriers that people with disability continue to confront, but this method is rarely assessed for impact. In this protocol paper, we merge principles of feminist theory, photovoice methodology and integrated knowledge translation to generate 1. exhibition-quality participant-created photography on identity, 2. discussion around and insight into inclusion for women with disability and 3. a public exhibition to understand any impact these photographs may have on audiences and discriminatory barriers. Photographs, text, discussions and audience feedback are to be interrogated through thematic and narrative analysis. By aiming our arts-based research findings for a public audience, we hope to advance understanding of female identity and inclusion

    Qualitative Content Analysis in Clinical Psychology to Explain the Pathomechanism of Personality Disorders

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    Die qualitative Inhaltsanalyse ist eine Methode zur systematischen Beschreibung qualitativer Daten mithilfe von regelbasierten Verfahren und menschlicher Interpretation. Unser Ziel in diesem Beitrag ist es, die methodischen Aspekte des Verfahrens im Bereich der klinischen Psychologie zu reflektieren. Im Folgenden gehen wir zunächst auf die Umsetzung qualitativer Inhaltsanalyse in der klinischen Psychologie ein und beschreiben die Vielfalt der in diesem Bereich anzutreffenden inhaltsanalytisch orientierten Studien. Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf Kategoriensysteme. Anschließend stellen wir Probleme und Herausforderungen bei der Durchführung qualitativ-inhaltsanalytischer Studien in einem spezifisch klinischen Kontext dar, nämlich die erklärende Diagnose von Persönlichkeitsstörungen. Ausgehend von den Herausforderungen (Erkennen klinisch relevanter Informationen, Erklärung des Pathomechanismus, Zugang zu unbewussten inneren Prozessen, Rolle relationaler Informationen bei der Bewertung) zeigen wir mögliche Lösungen für die Phase der Datenaufbereitung und -analyse auf. Dazu gehören der ausgewogene Rekurs auf psychologische Theorien und die Identifizierung von Mustern in Daten und Kategorien zu Erklärungszwecken, die Analyse aktueller Prozesse zur Beurteilung der Dynamik des psychologischen Lebens (intrapsychisch und interpersonal) und der relationale Kontext, der aus der Reflexion von Kodierung als menschlicher Prozess gewonnen wird.Qualitative content analysis (QCA) is a method for systematically describing qualitative data with the use of rule-bound procedures and human-generated interpretation. With this article we aim to reflect on the methodical aspect of QCA in the field of clinical psychology. After introducing the implementation of QCA procedures in clinical psychology and the diversity of content analytic-informed studies encountered in this field with special attention to coding frames, we present the problems and challenges that arise when using QCA in a more specific clinical context, namely, explanatory assessment of personality disorders. Beginning with the challenges (detecting clinically relevant information, explaining the pathomechanism, access to unconscious internal processes, role of relational information in assessment), we give possible solutions for the stage of data preparation and analysis. These include the balanced use of psychological theory and identifying patterns in data and in categories for explanation purposes; momentary process analysis aimed at assessing the dynamics of psychological life (intrapsychic and interpersonal); and relational context obtained from reflection on coding as a human process

    Knowledge as Embodied, Imaginative and Foolish Enactment: Exploring Dementia Experiences through Theater

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    In diesem Beitrag berichten wir über ein Beispiel performativer Forschung mit dem Ziel, künstlerische und wissenschaftliche Prozesse besser zu verstehen. Ausgehend von dem Theaterstück "Cracked: New Light on Dementia" beleuchten wir die Beziehung zwischen kulturellen Narrativen (inkl. der Verfestigung unterdrückerischer Narrative über marginalisierte Menschen), ästhetischer und künstlerischer Forschung (sensorisches und emotionales Involvement sowie Dramaturgie und Theatralität) und sozialer Kritik mit dem Ziel breiterer sozialer Veränderungen. An drei miteinander verknüpften "Akten" unseres Forschungsprozesses – Vorbereitung, Ausführung und Ausstellung (THOMPSON 2015) – veranschaulichen wir, wie künstlerische Praktiken flexibel genutzt wurden, um neues kulturelles Wissen darüber zu erzeugen, wie wir Demenz denken, erleben und wahrnehmen, und so ein soziales Gut zu initiieren. Mit unserer Arbeit kritisieren wir institutionelle und wissenschaftliche Strukturen, die Kunst den Status von Forschung absprechen, und wir fordern traditionelle Weisen von Wissen und Wissensproduktion heraus.In this article, we provide an example of a performance-research project to advance understandings of the ways artistic and scientific processes work in conversation. Drawing on the research-informed play Cracked: New Light on Dementia, we consider the interrelationship among cultural narratives (including the perpetuation of oppressive narratives of marginalized people), aesthetic and artistic exploration (sensory and emotional exploration together with dramaturgy and theatricality), and social critique for the purposes of broader social change. By explicating three interrelated "acts" of our process, including preparation, execution and exhibition (THOMPSON, 2015), we share the ways artistic practices were flexibly used to generate new cultural knowledge about the ways we think, feel, and sense about dementia to mobilize social good. With our work we criticize institutional and research structures that deny arts processes the status of "research," as well as challenge traditional modes of knowledge and knowledge production

    Understanding the Teaching Requirements of Beginning Teachers—Differentiation of Case-Focused Qualitative Content Analysis and Triangulation with Case-Focused Descriptive Results from Quantitative Data

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    Mit diesem Beitrag zeige ich auf, welche erkenntnisgenerierenden Möglichkeiten sich aus der fallorientierten qualitativen Inhaltsanalyse ergeben und wie über eine Triangulation mit fallorientierten quantitativen Ergebnissen weiterführende Befunde erarbeitet wurden. Über das aus qualitativen Daten fallorientiert herausgearbeitete Verständnis von Unterricht wurde eine Typologie entwickelt, deren Typen sich in den unterschiedlichen Bedeutungen der Schüler_innen, der Lehrperson, der Thematik und des Unterrichtssettings für das Unterrichtsgeschehen manifestieren. Mit in Netzgrafiken dargestellten fallorientierten Ergebnissen der quantitativen Daten können die subjektive Relevanz der Anforderungen, die Kompetenz in der Bewältigung sowie die Intensität der Auseinandersetzung mit unterrichtsbezogenen Anforderungen verdeutlicht werden. In einer Triangulation wurden die Ergebnisse aufeinander bezogen. Es ergeben sich konvergierende und komplementäre Befunde. Konvergierende Befunde zeigen, wie sich das Verständnis der Lehrpersonen von Unterricht in der Wichtigkeit der wahrgenommenen Anforderungen spiegelt. Komplementäre Befunde manifestieren sich in der aktivierenden Wirkung wahrgenommener Intensität der Auseinandersetzung mit beruflichen Anforderungen, wenn entsprechend dem Verständnis der Lehrperson die Schüler_innen als mitbestimmende Komponente auf das Unterrichtsgeschehen einwirken. Ich zeige anhand der Ergebnisse, wie mittels einer fallorientierten qualitativen Inhaltsanalyse über induktiv gebildete Kategorien und eine gezielte Fallauswahl der Fall als Ganzes erhalten bleiben kann.In this article I discuss which insight-generating possibilities case-oriented qualitative content analysis offers and how findings can be enhanced by triangulation with quantitative case-oriented data. Using case-oriented qualitative content analysis to unravel the understanding of teaching and the role of the teacher, I developed a typology. Types are distinguished by different meanings of the students, the teacher, the subject matter and the setting in which the teaching process occurs. The case-oriented quantitative data, which include perceptions of the relevance of teaching-related requirements, the experienced competence and the challenge of dealing with these requirements are presented as network graphics. The results were related to each other by triangulation. Triangulation yields converging as well as supplementary findings. Converging findings showed how the conception of teaching was reflected in the importance of perceived requirements. Supplementary findings were seen in the effect of perceived challenges when students co-create the teaching process. The findings illustrate how a case-oriented qualitative content analysis with inductive categories, combined with a targeted case selection, can be used to understand the case as a whole

    Indoctrination as "Doing": A Sequence-Analytical Reconstruction of How Loyalty to State-Party Ideology Was Instilled and Maintained Among the Career Officers of the East German Secret Police

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    Die hauptamtlichen MitarbeiterInnen des DDR-Geheimdienstes, des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), gelten als politisch-ideologische ÜberzeugungstäterInnen des SED-Regimes. Dass diese Personengruppe sehr stark indoktriniert und der Staatspartei treu ergeben war, wird in der Forschungsliteratur zwar immer wieder behauptet, aber es mangelt an überzeugenden empirischen Belegen, detaillierten Beschreibungen und theoretischen Erklärungen. Mit dem vorliegenden Aufsatz soll ausgelotet werden, inwiefern diese Forschungslücke der Stasi-TäterInnenforschung mittels einer interpretativ-rekonstruktiven Sequenzanalyse geschlossen werden kann. Gezeigt wird an einem Fallbeispiel erstens, dass in den politischen Schulungsveranstaltungen jede Abweichung von der SED-Parteilinie registriert, negativ konnotiert und sanktioniert wurde. Mittels Kontroll- und Disziplinierungstechniken wurden die MfS-MitarbeiterInnen dazu gedrängt, sich der im Geheimdienst geltenden politisch-ideologisch geltenden Gesinnungsordnung willentlich zu unterwerfen. Neben dem Aspekt der fremdgeführten Selbstdisziplinierung innerhalb des MfS geht es in dem Aufsatz zweitens um die Verlässlichkeit autobiografischer Äußerungen von ZeitzeugInnen. Inwiefern sind deren Antworten in qualitativen Interviews aussagekräftig und was genau lässt sich mittels sequenzanalytischer Interpretationsverfahren herausfinden?The career officers of East Germany's secret police, the Ministry for State Security (MfS), is regarded to have been the most aggressive defender of the regime's political ideology. Although historians repeatedly assert that this group was very robustly indoctrinated and highly loyal to the state party, there are no convincing empirical evidence and plausible theoretical explanations for this. In this article, I explore the extent to which interpretative-reconstructive sequence analysis is capable of closing this gap in the research. Based on a case study it is shown that full-time MfS personnel were indeed loyal, but that their indoctrination did not always go smoothly. During their training, every deviation from the official party line was recorded, negatively connoted, and sanctioned. By means of various techniques of control and discipline, MfS employees were pressured to willingly internalize the political-ideological mindset that dominated the secret police. In addition to describing this specific form of externally directed self-discipline within the MfS, I also discuss the reliability of autobiographical statements by contemporary witnesses. To what extent are their answers meaningful in qualitative interviews and what exactly can be revealed by means of systematic methods of interpretation

    You Want Me to Draw What? Body Mapping in Qualitative Research as Canadian Socio-Political Commentary

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    Es gibt nur wenig Literatur zu Body Mapping als Methode zum Verstehen aufmerksamer Praxis und noch weniger Beispiele, wenn es darum geht zu veranschaulichen, wie dieser Forschungsansatz umgesetzt werden kann. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Body Mapping in einer qualitativen Study genutzt wurde, um mütterliche Aufmerksamkeitspraktiken zu erforschen. Wir präsentieren hierfür einen neuen Ansatz, bei dem wir Aufmerksamkeitstechniken und SOLOMONs Body Mapping miteinander verbunden haben. Um unsere Erfahrung zu illustrieren, geben wir 1. einen Überblick über Body Mapping als Methode und befassen uns 2. mit praktischen Problemen, denen wir beim Einsatz des Verfahrens begegnet sind a) mit Blick auf ethische Fragen, b) im Rahmen der Analyse und c) hinsichtlich der Verortung von Body Mapping innerhalb der Sozialforschung. Wir zeigen, dass Body Mapping ein Vergnügen und eine expressive Erfahrung sein, aber auch Forschende und Teilnehmende überfordern kann, insbesondere wenn sie keine Vorerfahrungen haben. Wir hoffen, Vertrauen aufzubauen und Einsichten in den Verlauf von Body-Mapping-Projekten zu gewähren, u.a. dazu, wie Fragen für Sessions generiert und welche Schritte im Analyseprozess bedacht werden sollten.There is a scarcity of literature written about body mapping as a method to understanding mindfulness practice, and even fewer examples of how to undertake this type of research in a tangible way. In this article, we discuss how body mapping was used as part of a qualitative study investigating working mothers' mindful practices. We present a novel approach to integrating mindfulness-based techniques with SOLOMON's body mapping method. We illustrate our experiences by 1. sharing an overview of body mapping as a method, and 2. reviewing practical issues we encountered including: a) ethical issues, b) how to approach analysis, and c) body mapping within social research. Body mapping can be a fun and expressive experience for participants of social research. It can also be a confusing and overwhelming experience for researchers and participants new to the method. Through the article, we offer some insights and assurances about how to proceed with body mapping projects, including details such as how to generate questions for body mapping sessions, and a thorough consideration of steps to consider for analysis

    "I Feel Like We Are People Who Have Never Known Each Other Before": The Experiences of Survivors of Human Trafficking and Sexual Exploitation Transitioning From Shelters to Life in the Community

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    In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit den Erfahrungen von Überlebenden von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung in Kambodscha während des Übergangs vom Leben in Schutzeinrichtungen hin zu "normalem" Gemeinschaftsleben. Hintergrund ist das Chab Dai zugehörige "Butterfly Longitudinal Research"-Projekt, eine prospektive Längsschnittstudie. Wir berichten Ergebnisse aus der interpretativ-phänomenologischen Analyse von 236 Interviews, die mit insgesamt 79 Personen zwischen 2011 und 2016 geführt wurden. Themen, die hierbei resultierten, waren konfligierende Gefühle über das Leben in der Gemeinschaft; Schwierigkeiten beim Erlangen von Schulabschlüssen und bei der Arbeitssuche; Gewalt in der Gemeinschaft; begrenzte Nachbereitung und Begleitung; unerfüllte Erwartungen; Erleben von Liebe und Akzeptanz in den Schutzeinrichtungen vs. Verlassenheit und Einsamkeit in der Gemeinschaft; Vulnerabilität infolge drastischer Unterschiede zwischen Schutzräumen und "normalem" Alltagsleben; Erfahrungen mit Entzug der Unterstützung(sleistungen). Abschließend diskutieren wir die Bedeutsamkeit eines Forschungsansatzes, der die Betroffenen selbst zu Wort kommen lässt und mögliche Implikationen aus unserer Studie für das Design und die Implementierung von Diensten für Überlebende von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung in Südostasien.In this article, we explore the experiences of survivors of human trafficking and sexual exploitation in Cambodia as they transition from living in trafficking-specific shelter facilities to living in the community. We analyzed data from Chab Dai's Butterfly Longitudinal Research (BLR) project, a 10-year longitudinal study with survivors of human trafficking and sexual exploitation in Cambodia utilizing a prospective panel design. We present findings from our analysis of 236 interviews and narrative summaries of interviews conducted with survivors between the years 2011 and 2016 (n=79). An interpretive phenomenological approach was used to understand survivors' experiences during this transition. Themes included: conflicted feelings about life in the community; difficulties completing school and securing employment; violence in the community; limited follow-up; unfulfilled expectations; feeling loved like a family member in the shelter, but abandoned in the community; vulnerability in the community due to dramatic differences between shelters and the community; and varied experiences with case closure. We underscore the importance of understanding and listening to the voices of survivors about their experiences in the anti-human trafficking sector and discuss implications for the design and implementation of services for survivors of human trafficking and sexual exploitation in Southeast Asia

    Anchoring Belonging Through Material Practices in Participatory Arts-Based Research

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    Was wird unter Zugehörigkeit verstanden und welche Standpunkte finden sich hierzu? Welches Wissen und welche Wissensarten (EISNER 2008) erbringen künstlerische Praktiken? In unserem Beitrag beschäftigen wir uns mit diesen Fragen ausgehend von dem Projekt "Crossing Borders", in dem wir partizipative kunstbasierte Verfahren zur Erforschung von Zugehörigkeit nutzten. Wir luden Teilnehmer*innen ein, ihr Verständnis von Zugehörigkeit in drei parallelen Workshops zu explorieren entlang unterschiedlicher Zugangsweisen (Film, Schreiben, Bilder/Zeichnungen). Ziel war, dass für jede*n in jedem Workshop ein künstlerisches Produkt entstehen sollte, das von Zugehörigkeit handelte. Hiervon ausgehend haben wir vier mögliche Standpunkte mit Blick auf das Konzept der Zugehörigkeit eruiert und untersucht, in welcher Weise diese einen Ausdruck in den künstlerischen Produkten der Teilnehmenden fanden. Zusätzlich fassen wir die Ergebnisse aus den Workshop-Diskussionen und aus Einzelinterviews zusammen und zeigen konzeptuell und an Materialien, dass aus künstlerische Praktiken sehr feines und situiertes Wissen über Zugehörigkeit resultieren kann, und dass wechselnde Standpunkte hierzu in materiellen Ausdrucksformen verankert werden können. So können kunstbasierte Verfahren helfen, das fluide Konzept von Zugehörigkeit zu bestimmen und zu kontextualisieren.How do people understand belonging and what kinds of stances toward belonging do they take? What kind of knowledge or ways of knowing (EISNER, 2008) does artistic practice yield about belonging? We ask these questions in this article, which is based on the research project Crossing Borders, in which we used participatory arts-based methods to study belonging. We invited participants to explore the notion of belonging in three parallel workshops drawing on different art forms, film, writing and visual arts. The goal of the workshops was for each participant to produce an artwork that deals with belonging.In the article, we identify four stances that the participants expressed toward the concept of belonging and explore the ways in which their ideas were manifested in the artworks. We analyze the workshop discussions, the participants' interviews and the artworks, and demonstrate on both the conceptual and material level that artistic practice can provide extremely nuanced and situated knowledge, or ways of knowing, about belonging. We argue that the artworks anchor the ever-shifting stances into material forms and expressions. Artistic practice is thus one way of defining and contextualizing the fluid concept of belonging

    Ideal-Typical Subjective Theories—A Theoretically-Based Concretization of the Combination of Summarizing Qualitative Content Analysis and Empirically Grounded Type Formation

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    In diesem Beitrag stellen wir einen konzeptionellen Vorschlag für ein methodisches Verfahren zur qualitativ-theoriegenerierenden Herausarbeitung idealtypischer subjektiver Theorien vor. Vor dem Hintergrund von Annahmen zu subjektiven Theorien zeigen wir auf, dass sich die Qualität dieses Erkenntnisziels durch eine Methodenkombination von zusammenfassender qualitativer Inhaltsanalyse und empirisch begründeter Typenbildung angemessen erfassen lässt und welche Funktion den einzelnen Verfahrensschritten dabei zukommt. Mit dieser theoretisch begründeten Konkretisierung, was kategorisiert und typisiert wird, reagieren wir zum einen auf ein methodisches Desiderat und regen zum anderen an, die qualitative Inhaltsanalyse hinsichtlich des vorhandenen Potenzials – wie der abduktiven Kategorienbildung – sowie mit Blick auf eine theoretische Fundierung anhand der epistemischen Qualität des Ergebnisses weiterzuentwickeln.In this article, we present a conceptual proposal for a methodological procedure for a qualitative theory generating elaboration of ideal-typical subjective theories. Against the background of assumptions on subjective theories we show that the quality of this epistemological goal can be adequately captured by a combination of a qualitative content analysis and an empirically grounded construction of types and what function the individual procedural steps have in this respect. With this theoretically substantiated concretization of what is categorized and typified we react on the one hand to a methodological desideratum and on the other hand encourage the further development of qualitative content analysis with regard to the existing potential—such as abductive category formation—also in respect of a theoretical foundation based on the epistemic quality of the result

    Dance and Choreography as a Method of Inquiry

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    In diesem Artikel befasse ich mich kritisch mit der Frage, ob Tanz und Choreografie generative Forschungsmethoden sein können. Hierzu greife ich auf meine Erfahrungen mit der Analyse und Übersetzung von Feldnotizen zurück, die aus einer Studie stammen, bei der Rollenübergangserfahrungen mit tanzbasierten Methoden untersucht wurden. In meiner Forschung nutzte ich die Graham-Technik, um die Faktoren zu identifizieren und zu untersuchen, die für das Erleben des Übergangs von einer registrierten Pflegekraft (mit nur befristeter Berufslizenz) hin zur akademisch weiterqualifizierten Advanced Practice Nurse relevant sind.Im Beitrag ringe ich immer wieder damit, Worte für einen kunstbasierten Forschungsprozess zu finden, der körperlich und intuitiv ist. Indem ich meine eigene Praxis reflektiere zeige ich, wie die Graham-Technik als Linse genutzt werden kann, um sowohl kognitive als auch körperliche Aspekte kritisch zu hinterfragen. Der Prozess des "Datentanzens", um Daten zu analysieren und Ergebnisse zu verbreiten, eröffnete neue Einsichten in die Erfahrung von Rollenübergängen und erwies sich zugleich als Methode, das Lebendige an Erfahrung zu bewahren.In this article, I critically investigate the question, "Are dance and choreography generative methods of inquiry?" To do this, I draw on my experience analyzing and translating field notes about a role transition experience using dance-based methods. I examine how I employed the GRAHAM technique as a lens through which to investigate and illuminate the factors influencing a lived experience of transitioning from registered nurse to advance practice nurse. Throughout the article, I grapple with how to articulate and write about an arts-based research process that is embodied and intuitive. Ultimately, reflecting on and critiquing my experience of using dance and choreography as a method of inquiry, I come to argue that the GRAHAM technique offered a lens through which to ask critical questions in both a cognitive and embodied sense. This process of "dancing the data" to analyze and disseminate findings is generative in that it offered new insights into what a role transition might entail and provided a method of capturing the living of an experience

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