Forum Qualitative Sozialforschung (Forum: Qualitative Social Research)
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    Qualitative Content Analysis in Educational Studies on Literary Learning: The Challenge of Comprehending Comprehension

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    In diesem Beitrag werden Spezifika der mit der qualitativen Inhaltsanalyse vorgenommenen Leserezeptionsforschung dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem literarischen Lesen. In Analysen von Textrezeptionszeugnissen, die zu literaturdidaktischen Forschungszwecken vorgenommen werden, ergibt sich eine doppelt-hermeneutische Herausforderung: Ziel ist es zu verstehen, was Leser_innen in Texten verstehen. Für den Analyseprozess folgen daraus spezifische Anforderungen: Erstens muss der Umfang der Kontexteinheit geklärt werden. Hier sind differenzierte Antworten notwendig, weil sich der gegebene Kontext im Leseprozess ständig verändert. Zweitens erfordert das Forschungsinteresse eine bestimmte Art von Kategorien, die in der Literatur als formal bzw. analytisch bezeichnet werden. Eine weitere Differenzierung zwischen strikt formalen und theoriebasiert formalen Kategorien wird hier vorgeschlagen. Drittens muss geklärt werden, ob die rekonstruierten Leseaktivitäten Prozesse sind, oder ob sie auf zugrunde liegende Dispositionen schließen lassen. Diese Anforderungen werden diskutiert und mit Lösungsansätzen versehen.Qualitative content analysis in reception studies, especially in the context of empirical research in literary learning, faces a double hermeneutic challenge. In this article, we address this challenge by providing guidelines to choose appropriate context units and modify the types of category-building provided by standard introductions to qualitative content analysis. The categories are adapted to the needs of literary reception researchers by differentiating between strictly formal and theory-based formal categories, both of which are frequently applied in literary reception studies in order to reconstruct either processes or underlying dispositions

    Analytical Heuristics for Qualitative Content Analysis—Between Modifications of Research Practice and Innovation Potential

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    Exemplarisch anhand einer Analyse subjektiver Theorien von Jugendsozialarbeiter_innen greife ich in dem Erfahrungsbericht meine Überlegungen und Entscheidungen hinsichtlich der stärkeren Anbindung qualitativer Inhaltsanalyse an analytische Heuristiken auf. Ich verdeutliche, dass mit der zusammenfassenden Technik der qualitativen Inhaltsanalyse nach MAYRING (2000, 2015) zwar inhaltliche (Wissens-) Konzepte in subjektiven Theoriestrukturen identifiziert werden können, wie diese jedoch miteinander (in einer formalen Relation) verbunden sind, kann mit dem Vorgehen nicht offengelegt werden. Da die qualitative Inhaltsanalyse aber modifiziert werden kann (SCHREIER 2014), besteht die Möglichkeit, sie mit anderen empirischen Methoden sowie theoretischen Modellen zu verknüpfen. Forschungspraktisch wird aufgezeigt, wie ihre Technik der Zusammenfassung mit dem ökosystemischen Entwicklungsmodell verknüpft werden kann, sodass nicht nur einzelne inhaltliche (Wissens-)Konzepte, sondern ebenso ihre Beziehungen zueinander herausgearbeitet werden können. Die Analysearbeit wird dabei mittels empirischen Materials veranschaulicht.Against the background of an analysis of youth social workers' practical theories, I discuss considerations and decisions involved in creating a stronger link between qualitative content analysis and analytical heuristics. I explain that it is possible to identify content-related (knowledge) concepts using MAYRING's (2000, 2015) summarizing technique. However, findings regarding the relations between concepts on a formal level are limited when using this technique. As qualitative content analysis can be modified (SCHREIER, 2014), it is possible to combine it with other empirical methods and models. I demonstrate how the summarizing technique of qualitative content analysis can be linked to BRONFENBRENNER's (1981) ecological systems theory. In doing so, content-related (knowledge) concepts can be explained in detail and their interconnections can be unveiled and understood. Based on empirical data, I demonstrate how such an empirical analysis can be conducted

    About the Condition of the Possibility of a Methodological Reflection: An Answer to the Reply by Asbrand and Martens

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    In ihrer Replik auf meinen in FQS 20(3) erschienenen Beitrag argumentieren ASBRAND und MARTENS bzgl. meiner These der gleichzeitigen Gültigkeit von Widersprüchlichem wie folgt: In ihrem Aufsatz, den ich zum zentralen Gegenstand meiner Auseinandersetzung mit der dokumentarischen Perspektive auf Unterricht gemacht hatte, sei es ausschließlich um die Komplementarität von Schüler*innen und Lehrkräften gegangen. Wolle man dazu gegenläufige Momente des Unterrichts beobachten, müssten andere empirische Phänomene und damit auch andere Veröffentlichungen herangezogen oder andere Fragestellungen entworfen werden. Der zentrale Punkt meiner kritischen Analyse ist aber genau das: dass auf andere Stellen verwiesen werden muss und nicht an derselben Stelle die Gleichzeitigkeit von Widersprüchlichem beobachtet werden kann. ASBRAND und MARTENS bestätigen damit indirekt die These, dass Polykontexturalität, verstanden als Gleichzeitigkeit von verschiedenen Wertigkeiten, in einer konjunktivistischen Perspektive nur unzureichend in den Blick gerät. Neben Klärungen, Schärfungen und Korrekturen meiner ursprünglichen These thematisiere ich in meiner Antwort auf die Replik darüber hinaus ein Grundlagenproblem der qualitativ-rekonstruktiven Forschung: die Frage nach der Bedingung der Möglichkeit einer methodologischen Reflexion. Denn das Problem einer eingeschränkten Möglichkeit dieser Reflexion wird als mitursächlich für die Replik verstanden. Dabei ist die These, dass zur umfassenden Reflexion gerade nicht theoretische Enthaltsamkeit geboten ist, sondern die reflexive Auseinandersetzung mit gesellschaftstheoretischen Vorannahmen.In their reply to my article, published in FQS 20(3), ASBRAND and MARTENS argue with regard to my thesis of the simultaneous validity of contradictions as follows: In their paper, which I had made the central focus of my examination of the documentary perspective on teaching, they claim that it was exclusively about the complementarity of students and teachers. If one wanted to observe opposing moments in teaching, other empirical phenomena and  other publications would have to be consulted or other research questions would have to be asked. But the crucial point of my critical analysis is exactly that it is necessary to refer to other places and that the simultaneity of contradictions cannot be observed at the same spot. ASBRAND and MARTENS thus indirectly confirm the thesis that polycontexturality, understood as the simultaneity of different valences, is only insufficiently observed in a conjunctivistical perspective. In addition to clarifying, sharpening, and correcting my original thesis, my response to the reply also addresses a fundamental problem of qualitative-reconstructive research: the question of the condition of the possibility of methodological reflection. Because the problem of a limited possibility of this reflection is understood as partly responsible for the reply

    Researching Family Secrets: Methodological Approach, Reflections and Recommendations

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    Schreiben kann ein produktiver Weg der Erhebung sein, um Daten über sensible, schwierige und schambehaftete Themen zu erhalten. Forschungsteilnehmer*innen werden dabei gebeten, auf offene Fragen schriftlich zu antworten bzw. einen Brief zu einem vorgegebenen Thema zu verfassen. Die Datenerhebung von geheimen, unangenehmen oder schmerzlichen Aspekten der eigenen Familiengeschichte bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich: Die meisten Menschen sind sehr vorsichtig und zurückhaltend. Sie ziehen es vor, keine Einblicke in das Familienleben und die zwischenmenschlichen Dynamiken zu geben. Darüber hinaus ist es schwierig, im Rahmen eines Interviews kurzfristig einen so starken Rapport mit den Forschungsteilnehmer*innen herzustellen, dass eine Bereitschaft zur Offenheit und zur nötigen Gesprächstiefe entsteht. Daher wurde das Schreiben von zahlreichen Forscher*innen unterschiedlicher Disziplinen als Methode verwendet. Im ersten Teil des Beitrags wird ein Überblick zu methodischen Herangehensweisen samt ihren Vor- und Nachteilen gegeben. Anschließend wird ein konkretes Forschungsprojekt zur Familienerinnerung aufgegriffen und im Detail vorgestellt und reflektiert. Im dritten Teil des Beitrags werden Empfehlungen für Forscher*innen ausgesprochen, die diese Methode selbst einsetzen möchten.In this article, I consider writing by research participants as a method of gathering data on sensitive, difficult or shameful topics. In doing so, I draw on the example of a research project on family narratives and family secrets. Gathering data on hidden, uncomfortable or even painful aspects of a family's past and present poses several challenges in a research project: Most people are reluctant to volunteer intimate insights into their family lives and dynamics. Moreover, in an interview situation, it is challenging to create the kind of rapport that allows a deeper conversation. Writing has been used by a number of scholars from different disciplines to gather data. In the first section, I review these approaches, as well as their benefits and disadvantages. I then describe and reflect upon the methodological approach taken for a project on memories of family members' actions and involvement during the Nazi era in Germany. Finally, I offer recommendations and reflections when using writing as a data gathering method

    "It's Like the Pieces of a Puzzle That You Know": Research Interviews With People Who Inject Drugs Using the VidaviewTM Life Story Board

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    Bei dem Life Story Board (LSB) handelt es sich um ein visuelles Tool, das in therapeutischen Kontexten zum Einsatz kommt, um die Lebenswelt zu ko-konsturieren, die die persönlichen, relationalen und zeitlichen Aspekte individueller gelebter Erfahrung umfasst. In unserer Studie zu Drogennutzung und Schadensreduzierung interviewten wir Menschen, die Drogen injizieren unter Einsatz des LSB, um herauszufinden, ob sich hieraus Potenziale für eine verbesserte qualitative Forschung ergeben könnten. In unserem Forschungsteam arbeiteten neben Akademiker*innen auch frühere oder aktuelle Drogenkonsument*innen mit. Interviews wurden von jeweils zwei Personen geführt: eine agierte als Interviewer*in, die andere war für das LSB zuständig.Entlang der Ergebnisse war nachvollziehbar, dass Interviewende und Interviewte in unterschiedlicher Weise mit dem LSB interagierten: Während die Interviewer*innen es nutzten, um sich im Leitfaden zu orientieren, half es den Befragten, die eigene Lebensgeschichte mittels einer Vielzahl an emotionalen und kognitiven Äußerungen zu validieren oder zu unterstreichen. Das LSB erlaubte, sich an spezifische Situationen oder Vorfälle zu erinnern, Perspektiven hinzuzugewinnen und der eigenen Geschichte zusätzlichen Sinn zu verleihen. Insoweit arbeiteten Interviewte und Interviewende unter jeweils unterschiedlichen Vorzeichen mittels des LSB gemeinsam an einer (Re-)Präsentation der jeweiligen Lebensgeschichte.The Life Story Board (LSB) is a visual tool used in therapeutic circumstances to co-construct a lifescape that represents the personal, relational and temporal aspects of a person's lived experiences. We conducted a study of the drug use and harm reduction experiences of people who inject drugs through research interviews using the LSB to determine whether it has the potential to enhance qualitative research. Our team included community researchers who were current or former drug users and academic researchers. Interviews were conducted by two community researchers: an interviewer and a storyboarder who populated the LSB.Results showed that interviewers and participants interacted with the LSB in different ways. The board functioned to situate the interviewers in the interview schedule, whereas participants often used the board as a way to validate or reinforce their life story. Participants expressed a variety of emotional and cognitive responses to the board. Overall, the LSB helped participants focus on their life story to recall specific occasions or incidents and enabled them to gain perspective and make greater sense of their lives. Both participants and interviewers engaged with the LSB in nuanced ways that enabled them to work together to represent the participant's life story

    Understanding, Seeing and Representing Time in Tempography

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    Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, wie EthnografInnen Zeit verstehen, sehen und repräsentieren. Meine Argumentation basiert auf einer eigenen Studie in einer neu eingerichteten Tagesklinik für HerzpatientInnen. Momentan konzentriert sich der ethnografische Diskurs über Zeit vor allem auf die Frage der angemessenen Zeitform des Schreibens. In einigen wenigen Arbeiten wird erörtert, wie eine zeitorientierte Ethnografie in Organisationen aussehen kann, z.B. in der Tempography. Diskutieren werde ich die Herausforderungen der Tempography auf drei Ebenen: Wie verstehen wir Zeit aufgrund unserer Theoriebezüge, wie mittels verschiedener qualitativer Methoden, und wie repräsentieren wir Zeit durch die Weise unseres Schreibens? Am Beispiel der eigenen empirischen Studie lege ich dar, wie Zeit in verschiedenen Weisen auftaucht –  in Beobachtungsprotokollen, in Interviews und in Objekten. Vor diesem Hintergrund formuliere ich drei Anforderungen an die Ethnografie: 1. ein methodologisches Verständnis von Zeitlichkeit in Bezug auf die Koexistenz unterschiedlicher zeitlicher Modi in qualitativen Daten; 2. ein analytisches Verständnis von Zeitlichkeit in dem Sinne, dass je nach Theoriekonzepten Zeit und Zeitlichkeit unterschiedlich gefasst sind; 3. eine Multi-Temporalität im Text als eine Methode zur Repräsentation diverser Perspektiven im ethnografischen Schreiben.I discuss in this article how ethnographers understand, see and represent time by presenting a research study of a newly established cardiac day unit. Previous discussions of time in relation to ethnography mainly revolved around choosing an appropriate tense for writing up the text, and few studies attempted to develop a framework for conducting time-oriented ethnography in organizations, i.e., tempography. I argue that doing tempography requires considerations in several phases of the research process: how we understand time through theory; how we see time in different qualitative methods; and how we represent time in writing. I present empirical findings that illustrate different ways that time emerges in the ethnographic research process, for example, in observational accounts, through depictions and narratives that support different temporal conceptualizations, patients' stories about their trajectories and as ethnographic accounts of professional work. I contend that ethnographers need to consider: 1. methodological temporal awareness as recognition of coexisting temporal modes in qualitative data; 2. temporal analytical practices as understanding time and temporality through different theoretical concepts; and 3. multi-temporal merging as a matter of representing diverse perspectives in ethnographic writing

    Travelling During the COVID-19 Pandemic: The Erosion of Everyday Certainties

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    Mit autoethnografischen Texten kann die "gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" (BERGER & LUCKMANN 2007 [1969]) anhand biografischer Erfahrungen (ELLIS, ADAMS & BOCHNER 2010) beschrieben werden. Ich nutze diese Art der Reflexion, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Herstellung alltäglicher Gewissheiten zu untersuchen. Dazu beschäftige ich mich im ersten Teil des Artikels mit einer Urlaubsreise, die ich Mitte März 2020 nach Ägypten unternahm, wobei meine Selbstverständlichkeitsunterstellungen maßgeblich erschüttert wurden. Durch drohende Quarantänemaßnahmen und Grenzschließungen wurde der Urlaub in ein Abenteuer verwandelt. An diese Beschreibungen schließt eine theoretische Einordnung der Erfahrungen in Auseinandersetzung mit SCHÜTZ und LUCKMANN (1979 [1975], 1984) an. Die Erosion alltäglicher Gewissheiten analysiere ich hier sozialphänomenologisch, um das Erleben nicht nur deskriptiv zu ergründen, sondern darüber hinaus theoretisch zu verorten und damit soziologisch zu reformulieren.The social construction of reality (BERGER & LUCKMANN, 2007 [1969]) can be described on the basis of biographical experiences with the aid of autoethnographic texts (ELLIS, ADAMS & BOCHNER, 2010). Using biographical experiences with the aid of autoethnographic texts (ELLIS, ADAMS, & BOCHNER, 2010) I examine the effects of the COVID-19 pandemic on creating everyday certainties. In the first part of the article I describe a vacation trip I took to Egypt in March 2020. This trip had a significant impact on my assumptions regarding everyday certainties, as looming quarantine measures and closing borders turned the vacation into an adventure. This part of the article will be followed by a theoretical exploration of the experience according to SCHÜTZ and LUCKMANN (1979 [1975], 1984). I analyze the erosion of everyday certainties in a socio-phenomenological way in order to not only fathom the experience descriptively, but also to locate it sociologically in a theoretical manner

    Researcher Vulnerability in Doing Collaborative Autoethnography: Moving to a Post-Qualitative Stance

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    Als Bildungsforscher*innen veranstalten wir monatliche Treffen, um unsere Erfahrungen und Unsicherheiten auf dem Weg von einer qualitativen hin zu einer post-qualitativen Position zu diskutieren, wobei wir künstlerische und kartografische Verfahren verwenden. Dieser Prozess hat uns affiziert und unsere persönliche und professionelle Vulnerabilität sichtbar werden lassen. Mittels einer kollaborativen Autoethnografie beschreiben wir in diesem Beitrag, was dieses Engagement für uns bedeutet (hat) und wie die Veränderung unserer eigenen akademischen Logik, ursprünglich eher traditionellen und orthodoxen Methodologien verpflichtet, uns verletzbar gemacht, zugleich aber eine ethischere Forschung erlaubt hat. Insoweit zeigen wir, dass diese Prozesse uns zwar einerseits in eher unbehagliche Situationen brachten, andererseits aber erst ermöglichten, uns neuen Forschungsfragen zuzuwenden. Am Ende sollten jedoch nicht nur professionelle Spannungen öffentlich werden können, sondern es bedarf wahrscheinlich zusätzlich der Bereitschaft, eigene Fehler aufzudecken.As educational researchers, we hold monthly meetings to discuss our methodological and personal feelings and uncertainties while transitioning from a qualitative to a post-qualitative stance, which involved using artistic/cartographic methods. This shift affected us, unveiling our professional and personal vulnerability. In an exercise of collaborative autoethnography, in this text we describe what it meant for us to engage in this type of study and how the resulting shift in our academic logic, which was originally grounded in more traditional orthodoxies, made us vulnerable and uncomfortable, thus allowing a more ethical investigation. Through these processes we reveal the effect of a research process that placed us in an uncomfortable situation, which in turn allowed new questions to emerge. Finally, we reclaim the need to make not only these professional tensions public but perhaps our failures as well

    Babel at 35,000 Feet: Banality and Ineffability in Qualitative Research

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    In diesem Beitrag befasse ich mich mit Banalitäten qualitativer Forschung in einem Flirt mit einigen Prämissen von non-representation theories. Genauer befrage ich die Nützlichkeit des Denkens mit dem Alltäglichen, um Gelegenheiten zu explorieren, die mit Sprache und transkultureller Kommunikation einhergehen, wenn ich qualitatives Arbeiten als eine nicht nur menschliche Angelegenheit repositioniere. Rückgreifend auf Erfahrungen während der Feldarbeit auf transatlantischen Flüge diskutiere ich die Implikationen der Verrechnung von Banalitäten und ihrer Körperlichkeit innerhalb einer objekt-ontologischen Perspektive. Ich schließe mit einigen Anmerkungen zu Kritizität und qualitativer Forschung beim Versuch, Elemente der Feldarbeit zu präsentieren (statt zu repräsentieren), die sonst irrelevant wären, aber in besonderer Weise verdeutlichen, was die Logik von Forschenden rahmt und das, was sie als soziales Phänomen hervorbringen, vor allem wenn es um Sprache und Kommunikation geht.In this article, I explore the banalities of qualitative work flirting with some of the premises of non-representation theories' (NRT) thinking style. More specifically, I interrogate the usefulness of thinking with the mundane to explore the kinds of opportunities that could be afforded to language and transcultural communication if we repositioned qualitative work as a more-than-human affair. Drawing from experiences while conducting fieldwork onboard transatlantic flights, I discuss the implications of accounting for banalities and their embodiment within a flat ontology perspective. I conclude with a few remarks on criticality and qualitative research striving to present—as opposed to represent—elements in the fieldwork otherwise discarded as irrelevant, but that might be particularly revealing of what shapes a researcher's logic and what the researcher brings to bear as social phenomena, particularly in language and (as) communication

    What is the REFI-QDA Standard: Experimenting With the Transfer of Analyzed Research Projects Between QDA Software

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    Der offene REFI-QDA-Standard ermöglicht es, Daten zwischen verschiedenen QDA-Programmen auszutauschen, vorausgesetzt, die Softwarehersteller*innen haben den Standard in ihre Programme integriert. Um die neuen Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich aus dieser Überwindung der Beschränkung auf einzelne Analyseprogramme ergeben, beschreiben wir die Ergebnisse eines Experiments zur Nutzung des Standards in vier verschiedenen Forschungsprojekten. Das Experiment wurde im August 2019 am Lorentz Centre (Niederlande) durchgeführt. Alle beteiligten Forscher*nnen tauschten mithilfe des Standards zuvor verarbeitete Forschungsdaten zwischen zwei Softwarepaketen zur qualitativen Datenanalyse (QDAS) aus. Unser Artikel beginnt zunächst damit, die Entstehungsgeschichte des REFI-QDA Standards zu erläutern. Anschließend stellen wir die einzelnen Forschungsprojekte samt der darin verwendeten Daten vor und erläutern die Beweggründe für deren Übertragung in eine zweite QDA-Software sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Im letzten Schritt fassen wir den Mehrwehrt des REFI-QDA-Standards zusammen und diskutieren Aspekte, die bei einem Transfer zwischen QDAS zu beachten sind.The open REFI-QDA standard allows for the exchange of entire projects from one QDA software to another, on condition that software vendors have built the standard into their software. To reveal the new opportunities emerging from overcoming QDA software lock-in, we describe an experiment with the standard in four separate research projects done by several researchers during a week at the Lorentz Centre (The Netherlands) in August 2019. Each researcher exchanged some processed research data between two qualitative data analysis software (QDAS) packages. We start by envisaging the development of the REFI-QDA standard, followed by the context of each research project, the type(s) of data in it, the reasons for wanting to do the transfer to another program and the lessons learnt in doing so. We conclude with the benefits of the REFI-QDA standard and the issues to be taken into account when considering a transfer between QDAS

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