Forum Qualitative Sozialforschung (Forum: Qualitative Social Research)
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    2396 research outputs found

    Architecture and Sociology: A Sociogenesis of Interdisciplinary Referencing

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    In diesem Beitrag betrachte ich die Beziehungen zwischen Architektur und Soziologie aus einer historisch-soziologischen Perspektive. Mit Hilfe des Ansatzes der histoire croisée [Verflechtungsgeschichte] analysiere ich die wechselseitige Bezugnahme der beiden Disziplinen seit ihrer Entstehung. In diesem Kontext erfasse ich die Positionen der Architekturforschung in der Soziologie und der Soziologie in der Architekturforschung sowohl auf der Ebene des jeweiligen Gegenstandsbereichs – "Architektur" und "Gesellschaft" – als auch auf der Ebene der Disziplinen selbst: Arbeiten Architekturforscher*innen mit soziologischem Wissen oder sogar mit Soziolog*innen zusammen und umgekehrt? Das rekonstruierte Narrativ zeigt, dass – trotz wiederholter Annäherungsversuche –Kooperationen erst Anfang der 2010er Jahre nachhaltig wurden, als sich im Zuge des sogenannten Design Turn eine stärkere Integration beider Disziplinen andeutete.In this article, I examine the relationships between architecture and sociology through a historical lens. I provide an analysis of their cross-referencing since their respective disciplinary foundations in line with the histoire croisée [crossed history] approach. I also address the positions held by architectural researchers in sociology and by sociologists in architectural research both at the level of the disciplinary object itself—"architecture" and "society"—and at the level of the disciplines themselves: Do architectural researchers work with sociological knowledge or collaborate with sociologists and vice versa? In the reconstructed narrative, I demonstrate that, despite repeated attempts at rapprochement, collaborations did not become sustainable until the early 2010s, when—in the course of the what became known as the "design turn"—fundamental new aspects in interdisciplinary referencing could be observed, pointing to an integrative quality in both disciplines

    The Refiguration of Spaces and the Refiguration of Epistemic Cultures: The Changing Balance of Involvement and Engagement in Fundamental and Applied Research

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    Dieser zweite FQS-Schwerpunkt zum Thema "Die Refiguration von Räumen und Kulturvergleich" unterscheidet sich vom ersten dadurch, dass die Autor*innen 1. aus anderen Disziplinen stammen, 2. weniger die zeitlichen, dafür stärker die räumlichen Aspekte der Refiguration von Räumen betonen sowie sich 3. stärker auf Vergleichspraktiken von Forschenden statt auf den Vergleich substanzieller Unterschiede im Gegenstandbereich konzentrieren. Wie stark sich Praktiken von Forschenden unterscheiden können, wird durch den Vergleich von Grundlagenwissenschaften wie der Soziologie mit angewandten Wissenschaften wie der Stadtplanung deutlich. Wir veranschaulichen dies, indem wir zunächst zeigen, dass Forschende in ihrer Praxis eine Balance zwischen Engagement und Distanzierung im Sinne von Norbert ELIAS (2007 [1987]) herstellen müssen. Wissenskulturen von Disziplinen unterscheiden sich durch spezifische Balancen von Engagement und Distanzierung. Wir erläutern am Beispiel eines Vergleichs der deutschsprachigen Soziologie und der Stadtplanung, wie in Grundlagenwissenschaften und angewandten Wissenschaften in der Forschungspraxis diese Balance zwischen Engagement und Distanzierung austariert wird und wie sich diese Balance im Zuge der Refiguration von Räumen wandelt. Wir diskutieren abschließend, wie Unterschiede in der Balance von Engagement und Distanzierung in verschiedenen Wissenskulturen die Wechselwirkung zwischen Praktiken des Vergleiches und der Refiguration von Räumen beeinflussen sowie welche Fragen sich für die künftige Forschung stellen.The second FQS thematic issue on "The Refiguration of Spaces and Cross-Cultural Comparison" differs from the first as follows: 1. it covers a wider range of disciplines, 2. authors emphasize more strongly the spatial instead of the temporal aspects of the refiguration of spaces, and 3. focus is placed on researchers' practices of comparison rather than on how to compare different subject matters. These practices of comparison become particularly obvious when comparing "fundamental" sciences such as sociology with applied sciences such as urban planning. In research practice, researchers have to balance what Norbert ELIAS (2007 [1987]) called "involvement" and "detachment." In different disciplines with diverging epistemic cultures, involvement and detachment have been balanced differently. Using the examples of German-language sociology and urban planning, we illustrate this by discussing how fundamental and applied scientists weigh involvement and detachment in research practice and how this relationship of involvement and detachment has been changing in the course the refiguration of spaces. We conclude by reflecting on how differences in the balance between involvement and detachment in different epistemic cultures influence the relationship between practices of cross-cultural comparison and the refiguration of spaces, as well as what question should be asked in future research

    Refugees, Migration and the Tightening Borders in the Middle East. A Perspective From Biographical Research on the Re‐Figuration of Spaces and Cross‐Cultural Comparison

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    Mit ihrem Fokus auf soziohistorische Prozesse sowie Lebens- und Familiengeschichten kann die soziologische Biografieforschung zur Analyse entstehender räumlicher Figurationen beitragen. Sie konzentriert sich dabei auf die Erfahrungen und Perspektiven von Akteur*innen im Wechselverhältnis mit ihren Zugehörigkeiten zu verschiedenen Gruppierungen. In diesem Beitrag thematisiere ich sich wandelnde (Bedeutungen von) Räume(n) in der Region des Bilad ash-Sham (ungefähr die heutigen Länder Libanon, Israel, Teile Jordaniens und Syriens sowie Palästina). Ich diskutiere, wie der Prozess der Formierung von Nationalstaatsgrenzen und der zunehmenden Relevanz von Staatsbürgerschaft im 20. Jahrhundert translokale Beziehungen zu transnationalen Netzwerken transformiert hat, wie räumliche Diffusion mit (forcierter) Verortung in Nationalstaaten einherging und sich beschleunigende nationale Schließungsprozesse auslöste. Die zunehmende Bedeutung von Staatsbürgerschaft und Grenzen in der Region war auf dem Level der Familie verknüpft mit Wissen und familialem Dialog über Grenzübertritt, mit zunehmender räumlicher Streuung der Familie und mit innerfamilialen Diskussionen über den "Wert" verschiedener Nationalstaaten. Solche Prozesse betrafen alle Familien im Bilad ash-Sham, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Dieser Wandel der räumlichen Figuration beeinflusste die allmähliche Herausbildung von Gesellschaften im Rahmen der von Kolonialmächten definierten Nationalstaaten. Als Fallbeispiel diskutiere ich die regionale Familiengeschichte einer als Flüchtling bestimmten syrischen Frau in Amman, Jordanien.With its diachronic focus on socio-historical processes and life and family histories, sociological biographical research can analyse the emergence of new spatial figurations. It does so from the perspective of the experiences of individuals in their changing belonging to different groupings at different times. In this article, I investigate changing (meanings of) spaces in the Bilad ash-Sham region (roughly today's Lebanon, Israel, Palestine, and parts of Jordan and Syria). I discuss how the process of the formation of nation-state borders and citizenship in the twentieth century transformed translocal relations into transnational networks, combined spatial diffusion with (forced) emplacement in nation-states, and initiated accelerating national closure processes. At the family level, the growing relevance of citizenship and borders in the region came about with knowledge of, and family dialogue about, border crossing, and the increasing spatial diffusion of the family, as well as intrafamilial discussions on the "value" of different nation-states. These processes affected all families in the Bilad ash-Sham region to a varying extent. They constitute a type of figuration of space that influenced the gradual formation of societies within the framework of nation-states defined by colonial rulers. As an example, I will discuss the regional family history of a Syrian refugee in Amman, Jordan

    Researching the End of Life: Reflections on Qualitative Sociology of Death, Dying, and Bereavement

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    In dem vorliegenden Beitrag widmen wir uns den Besonderheiten einer qualitativen Thanatosoziologie. Während die Thanatosoziologie im Verlauf ihrer Geschichte zunehmend für qualitative Methoden geöffnet wurde, ist eine Reflexion über den Forschungsprozess bisher jedoch weitestgehend ausgeblieben. Wir legen dar, dass und inwiefern die Thanatosoziologie ein Konglomerat multipler Ansätze und Themen bildet. Daran anknüpfend arbeiten wir insgesamt sechs Grundannahmen heraus, die im qualitativ ausgerichteten Forschungsprozess von Thanatosoziolog*innen eine Rolle spielen: epistemologische Grenzen, die (Außer-)Alltäglichkeit des Forschungsgegenstandes, der erschwerte Feldzugang, (implizite) Normen und Pietätsgebote, die besondere Relevanz der Forschungsethik sowie die aus all dem resultierende Hervorhebung der Subjektivität und Emotionalität der Forschenden. Diese Grundannahmen sind zwar je für sich genommen auch in anderen Forschungsfeldern vorzufinden, in ihrer spezifischen Konstellation kennzeichnen sie das qualitative Forschen zum Lebensende jedoch in besonderem Maße. Eine Berücksichtigung dieser kleinsten gemeinsamen Nenner thanatosoziologischer Forschung kann eine detaillierte Methodenreflexion und somit einen differenzierteren sowie erkenntnisträchtigeren Forschungsprozess im Kontext von Sterben, Tod und Trauer ermöglichen.In this article, we dedicate ourselves to the peculiarities of qualitative sociology of death, dying, and bereavement. While the sociology of death, dying, and bereavement has been increasingly opened to qualitative methods throughout its history, there is a lack of a reflection on the subsequent research process. We illustrate this lack and show to what extent the sociology of death, dying, and bereavement is a conglomerate of multiple approaches and issues. Following  from this, we present six basic assumptions that play a role in a qualitatively oriented process of death research: epistemological limits, the (extra)ordinariness of the research object, problems of field access, (implicit) norms and piety, the particular relevance of research ethics, as well as the resulting emphasis on the subjectivity and emotionality of the researchers. These basic assumptions can also be found in other research fields, but in their specific constellation, they characterize qualitative research at the end of life to a remarkable degree. Taking into account these lowest common denominators, sociological research can enable a detailed reflection on methods and thus a more differentiated and more insightful research process in the context of dying, death, and bereavement

    Methods in the Center! Methods into the Center? Potentials and Limits of University Methods Centers for the Expansion of Qualitative Teaching and Education

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    Die sichere Anwendung von Methoden stellt eine Qualifikation auf vielen Ebenen dar. An deutschen Universitäten waren bis vor einigen Jahren nur wenige angegliederte Methodenzentren zu finden. Im letzten Jahrzehnt hat sich deren Anzahl angesichts staatlicher Förderlinien zur Qualitätsentwicklung der Lehre an akademischen Einrichtungen fast verdreifacht. Diesem Phänomen möchten wir im vorliegenden Beitrag nachgehen mit Blick auf die Frage, wie Methodenzentren an der Entwicklung und Einübung einer qualitativen Forschungshaltung und der sicheren Anwendung qualitativer Methoden mitwirken. Dafür haben wir die Angebote und Aktivitäten von elf Methodenzentren aus Deutschland und Österreich vor allem anhand ihres Internetauftrittes betrachtet und in Ergänzung Gespräche mit deren Mitarbeiter_innen geführt. Es zeigt sich, dass universitäre Methodenzentren ein beträchtliches Potenzial bergen, die qualitative Methodenausbildung zu erweitern und zu vertiefen. Grenzen zeigen sich vor allem dann, wenn die strukturellen Dimensionen, insbesondere unklare Perspektiven für die Mitarbeiter_innen sowie Angebotseinschränkungen infolge temporärer Förderung, hinzugezogen werden.The ability to use scientific methods in a valid manner requires skills on many levels. In Germany, until a few years ago only a small number of methods centers within universities existed. In the last decade, as a result of governmental funding programs to increase the quality of academic teaching, their number has almost tripled. In this article, we discuss how methods centers can contribute to both the development and practice of a qualitative research and the valid application of qualitative methods. For this purpose, we have examined the offerings and activities of 11 methods centers in Germany and Austria, mainly on the basis of their websites; in addition, we conducted interviews with members of the institutions. We discovered that university methods centers hold considerable potential to broaden and deepen qualitative methods education and teaching. When structural dimensions are taken into account, limitations also become  apparent; in particular, unclear perspectives for the scientific staff as well as limited course offerings due to temporary funding

    Creating Religious Spaces in Cape Town, Barcelona and Montreal: Perspectives From Cultural Theory on the Re-Figuration of Spaces and Cross-Cultural Comparison

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    In diesem Artikel setze ich mich mit jüngeren Debatten zu Stadtentwicklung und religiösen Räumen auseinander und den wechselseitigen Einflüssen von religiösem Wandel und der Refigurierung von Räumen in Städten auf drei Kontinenten: Kapstadt (Afrika), Barcelona (Europa) und Montreal (Nordamerika). Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass die Raumstrategien von sozialen Akteur*innen und existierende Raumregime im Bereich urbaner Religion durch divergente Bezüge auf Säkularität und religiöser Vielfalt vermittelt werden. Meine These ist, dass die Refigurierung von Räumen im Kontext gegenwärtiger Prozesse globalen religiösen Wandels auf drei Prozesse zurückzuführen ist: 1. die Eventisierung, 2. die Infrastrukturierung und 3. die Patrimonialisierung von Religion. Diese Prozesse besitzen globale Bedeutung, haben jedoch jeweils lokal unterschiedliche Ausprägungen in den drei untersuchten Städten. Durch die Identifikation von Prozessen der Refigurierung von Räumen, die in allen drei Städten gleichermaßen von zentraler Bedeutung sind, hinterfrage ich die im Bereich der Stadtsoziologie einschlägige These, dass Städte im globalen Norden und globalen Süden durch Urbanismen geprägt sind, die so fundamental verschieden sind, dass sie sich der Vergleichbarkeit quasi entziehen. Mein Argument ist, dass vergleichende Untersuchungen unabdingbar sind, um sowohl die globalen strukturellen Kräfte wie auch die kulturellen Unterschiede zu entziffern. Der Artikel basiert auf ethnografischen Forschungen in Kapstadt, Barcelona und Montreal.Engaging with recent social science debates on urbanism, space, and religion, in this article I explore how religious change and the re-figuration of spaces are mutually shaped in cities located on three different continents: Cape Town, Barcelona, and Montreal. I start from the premise that social actors' spatial strategies and existing spatial regimes with regard to urban religion are mediated by the ways in which state and non-state actors draw on and mobilize publicly circulating notions of religious diversity and secularity. My argument is that there are, at the current conjuncture of global religious change, three main processes affecting the re-figuration of spaces: 1. the eventization, 2. the infrastructuration, and 3. the heritagization of religion. While they carry global significance, these processes play out differently in the three cities I analyzed. By identifying these shared developments, I challenge the notion that links between urbanism and religion in the Global South and the Global North are different beyond comparison. Instead, I argue that comparative methodologies in studies on urban religion are indispensable in order to reveal both global structural forces and cultural differences. The article is based on my ethnographic fieldwork carried out in each of the three cities

    Cross-Cultural Comparison in Times of Increasing Transregional Connectedness: Perspectives From Historical Sciences and Area Studies on Processes of Respatialization

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    In diesem Artikel verfolge ich die Entwicklung der Debatten über den interkulturellen Vergleich innerhalb der historischen und Sozialwissenschaften und argumentiere, dass Vergleiche in Abhängigkeit vom historischen Kontext immer mit dem Studium von Verflechtungen zusammenhängen. In den 1980er und 1990er Jahren geriet der historische Vergleich unter heftige Kritik, während der Vergleich in den Sozialwissenschaften eine herausragende und weithin unbestrittene Methode blieb. Dies erklärt sich aus der unterschiedlichen Reaktion von Historiker:innen und Sozialwissenschaftler:innen auf die Globalisierungsdebatte. In den historischen Wissenschaften hat die scharfe Entgegensetzung von Vergleich und Verflechtungsanalyse Raum für eine Reihe innovativer Ansätze geschaffen, in denen beide nun auf reflektierte Weise wieder kombiniert werden.In this article, I follow the history of debates about cross-cultural comparison within the historical disciplines and the social sciences and argue that, depending on the historical context, such comparisons are related to the study of entanglements in one way or the other. In the 1980s and 1990s, however, comparative history was the subject of sharp criticism while comparison remained a prominent and widely undisputed method in the social sciences. This can be explained by the different ways in which historians and social scientists react to the debate about globalization. In the meantime, within the disciplines of history, the harsh opposition between Vergleich [comparison] and Verflechtungsanalyse [the study of entanglements] has made room for a series of innovative approaches to combine them in a reflexive way

    Using the Arts to Support the Arts: A Creative, Community-University Partnership Approach to Building Arts Inclusivity in Economically-Deprived Communities

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    Obwohl es Belege für den positiven Impact von Kunst auf Gesundheit und Wohlbefinden gibt, gehen viele Forscher*innen davon aus, dass die Ärmsten in einer Gesellschaft weniger bereit sind, sich mit Kunst zu befassen als die Wohlhabenderen. In diesem Artikel beschreiben wir eine kreative Community-Universitäts-Partnerschaft zwischen dem Hangleton & Knoll Project und der Universität Brighton, mit der wir diese Kluft erforschen und überwinden wollten. Ausgehend von der partizipativen kunstbasierten Methode kollaborativer Dichtung fanden wir, dass die Beteiligten entgegen der Behauptungen in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Kunstformen wertschätzten und nutzten; zugleich war ihr Zugang u.a. begrenzt durch finanzielle Ressourcen, Reisemöglichkeiten und Krankheit. Indem wir diese Befunde zahlreichen Stakeholdern kommunizierten, stimulierten wir deren Bereitschaft zu höheren Investments und zu Vorgehensweisen, kunstbasierte Projekte auf den Weg zu bringen und zu etablieren. Anhand von Ergebnissen aus unserer Arbeit kritisieren wir ein reduktionistisches Verständnis der (Nicht-) Teilhabe-Kluft und demonstrieren das Potenzial, das entfaltet werden kann, wenn Universitäten und lokale Akteur*innen als gleichberechtigte Partner*innen zusammenarbeiten.There is robust evidence supporting the positive impacts of the arts on health and wellbeing; however, researchers suggest that the poorest in society are significantly less likely to engage with the arts than the wealthy. In this article, we describe a creative, community-university partnership between the Hangleton & Knoll Project and the University of Brighton, where we aimed to investigate and tackle this "participation gap." Using the participatory arts-based method of collaborative poetics, we found that, contrary to claims in the literature, local residents valued and engaged with a wide range of art forms; however, their access to the arts was limited by issues including money, travel and illness. By communicating these findings creatively to a broad range of stakeholders, we were able to stimulate greater investment in the arts locally, with steps taken towards the establishment of a dedicated community arts venue. In this article we reproduce some of the arts-based outputs we created, using these to criticize the reductionist understanding of the arts that lies beneath "participation gap" claims and to demonstrate the enormous potential that can be unlocked when universities and local communities collaborate creatively as equal partners

    Empirics of Encounter: From a Partitioned Fieldwork Practice to a Collaborative Production of Knowledge

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    In diesem Beitrag diskutieren wir das Potenzial kollaborativer Forschungspraktiken im Team und stellen unsere methodische Herangehensweise zur Beforschung organisierter Begegnungsräume vor. Am Beispiel sportlicher Aktivitäten, die kostenfrei für alle im öffentlichen Grünraum angeboten wurden, loten wir das interpretative Potenzial einer geteilten Erhebungspraxis aus, um zu erfahren, wie sich sozialräumliche Effekte von temporär geschaffenen Räumen der organisierten Begegnung in den öffentlichen Grünraum einbetten. Dafür haben wir sowohl diejenigen Personen, die an der organisierten Aktivität teilgenommen haben, als auch jene, die nicht daran teilgenommen haben, in den Blick genommen. Indem wir selbst als Forschungsduo diese Rollen zeitgleich im Feld eingenommen haben – nämlich als unmittelbare Teilnehmerin und als distanzierter Beobachter – konnten wir soziale Interaktionen durch unterschiedliche Brillen und Körper sicht- und erfahrbar machen. Um aus unseren zwei-geteilten Erfahrungsperspektiven eine gemeinsame Form der Erkenntnisproduktion zu erlangen, sind wir anschließend einander empirisch-analytisch in einem reflexiven Dialog begegnet. Im analytischen Zusammen(er)fassen haben wir unsere unterschiedlichen Perspektiven gegenübergestellt und zusammengeführt. Dort haben wir unsere Beobachtungen aus den differenten Rollen im Feld systematisch verdichtet und wertvolles Kontextwissen generiert. Mit dieser mehrperspektivischen Herangehensweise haben wir ein umfassenderes Bild über die Aktivität im organisierten Begegnungsraum und das ihn umgebende Setting im öffentlichen Grünraum der Stadt erhalten.In this article we discuss the potential of collaborative research practices and present our approach on studying organized spaces of encounter using the example of sports activities offered free of charge "for all" in public parks. Our aim is to explore the socio-spatial effects of these temporary activities and to understand how they are embedded in the public space. For this purpose, we empirically considered both the people who participated in the organized activity and those who did not. Using a team-based method, we approached the field from two different roles (and spatial positions) and took on these roles (and positions) ourselves simultaneously—as active participants and as distanced participant observers. This enabled us to observe and to experience social interactions through different lenses and bodies. In order to converge our bi-folded perspectives and to attain a form of jointly produced knowledge, we "encountered" each other empirically-analytically in a subsequent dialogue. There, we consolidated our observations, thus generating a broader contextual meaning. With this multi-perspective approach, we obtained a more comprehensive picture of the organized space of encounter and the surrounding setting in the public space

    The Anthropology of Urban Comparison: Urban Comparative Concepts and Practices, the Entrepreneurial Ethnographic Self and Their Spatializing Dimensions:

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    In diesem Beitrag diskutiere ich den Vergleich in der Stadtanthropologie aus zwei Perspektiven: Ausgehend von der grundlegenden epistemologischen Bedeutung des Vergleichs für alle ethnografisch arbeitenden Kulturwissenschaften stelle ich in einem ersten Schritt die unterschiedlichen Vergleichsperspektiven und ihre Konzepte in der Stadtanthropologie vor. Diese reichen vom typologischen Denken über die Stadtspezifik bis hin zur relationalen Urbanität. In einem zweiten, wissensanthropologischen Schritt analysiere ich den Vergleich als wissenschaftliche Alltagspraxis, um die damit einhergehenden Subjektivierungen und räumlichen Dimensionen zu verstehen. Die aus der akademischen Alltagspraxis resultierenden Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs werden auf diese Weise als Voraussetzung für jegliche Konzepte des Vergleichs verstanden. Die spezifischen Anforderungen an den ethnografischen Vergleich beleuchte ich abschließend kritisch anhand der Figur des unternehmerisch-ethnografischen Selbst.In this article, I discuss comparison in urban anthropology from two perspectives. Using the fundamental epistemological significance of comparison as a starting point for all ethnographic cultural studies, I first present different comparative perspectives in urban anthropology and their concepts. These range from typological thinking to urban specificity and relational urbanity. Secondly, I examine comparison from the perspective of the anthropology of knowledge as an everyday academic practice in order to understand its subjectification and spatial dimensions. The possibilities and limitations of comparison resulting from everyday academic practice are thus seen as a prerequisite for establishing any concept of comparison. Finally, I critically explore the specific requirements of ethnographic comparison via the figure of the entrepreneurial-ethnographic self

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