Forum Qualitative Sozialforschung (Forum: Qualitative Social Research)
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    Focus Groups With Children: Practicalities and Methodological Insights

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    Die Einschätzung von Erwachsenen kann wichtig für die Erforschung von Interessen und Bedürfnissen von Kindern sein, aber auch Kinder sollten selbst als kompetente Informant:innen gesehen werden. Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden wurden üblicherweise für die Anwendung mit Erwachsenen entwickelt. Die somit implizierten Vorannahmen können aber mit Kindern als Forschungssubjekten problematisch sein. In der Forschung mit Kindern werden besondere Herausforderungen an Forschende und das Forschungsdesign gestellt, weil Kinder andere Bedürfnisse und Fähigkeiten als Erwachsene haben. Obwohl Kinder zunehmend Teil von Forschungsprojekten sind, wurden methodische und methodologische Überlegungen zu deren Inklusion bislang selten expliziert. In einer Studie zu digitalen Technologien im Leben von Kindern, gefördert von der Europäischen Kommission, haben wir Gruppendiskussionen mit Kindern im Vorschul- (5-6 Jahre) und Grundschulalter (8-10 Jahre) durchgeführt. Im vorliegenden Beitrag beschreiben wir unsere ursprünglichen methodischen Überlegungen und reflektieren unsere Erfahrungen, um allgemeine Empfehlungen für Gruppendiskussionen mit Kindern abzuleiten. Wir fokussieren auf das Setting, die formale Struktur des Leitfadens, das Modertor:innenverhalten, die Gruppendynamik, Altersunterschiede, Fähigkeiten der Kinder sowie ethische Implikationen. Abschließend fassen wir Herausforderungen und Potenziale von Gruppendiskussionen mit jungen Kindern zusammen.The assessments of adults are important in the study of the interests and needs of children, but children themselves should also be viewed as competent informants. Social research methodologies have typically been developed for use with adults, and children might challenge underlying assumptions. Particular demands are placed on research design and researchers when researching children, owing to their different needs and abilities. Although children are involved in a growing number of research projects, methodological considerations around their inclusion have been rarely explicated. In a European study on digital devices in the lives of children, we planned and conducted focus groups with preschool (5-6 years of age) and primary school children (8-10 years of age). In this contribution, we share our initial rationales and methodologically reflect on our experiences in order to derive recommendations for conducting focus groups with young children. We concentrate on the setting, formal structure of the schedule, moderator behavior, group dynamic and age differences, skills, and ethical implications. We conclude by outlining strengths and weaknesses of employing focus groups with young children

    Problem-Centered Interviews Online and Offline: A Methodological Reflection

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    Im vorliegenden Beitrag wird die Übertragung von problemzentrierten Interviews in das Digitale reflektiert. Dabei werden 26 Onlineinterviews mit sechs Präsenzinterviews verglichen und die jeweiligen Vor- und Nachteile ausgearbeitet. In der Reflexion, die sich an den Spezifika des problemzentrierten Interviews sowie an Gütekriterien qualitativer Forschung orientiert, werden nicht nur Chancen und Grenzen von Onlineinterviews aufgezeigt, sondern auch Empfehlungen für zukünftige Forschung abgeleitet, die dabei helfen können, problemzentrierte Interviews online durchzuführen. Die Feldphase zeigte, dass sich Onlinesituationen für problemzentrierte Interviews bewähren und sogar die Forschungsprämissen stärken können. Nichtsdestotrotz sollte die Verlagerung von problemzentrierten Interviews in ein digitales Setting auch kritisch betrachtet und an Interviewte und den Forschungsfokus angepasst werden.In this paper, I reflect on the transfer of problem-centered interviews to a digital setting. I will compare 26 online interviews with six face-to-face interviews, elaborating on respective advantages and disadvantages. The reflection is based on the specific characteristics of problem-centered interviews as well as criteria of qualitative research. Opportunities and limitations of online interviews are discussed, and I will give recommendations for future research which can help conducting problem-centered interviews online. The field phase showed that online situations can be effective for problem-centered interviews and could even strengthen research premises. The shift from problem-centered interviews to a digital setting should also be considered, and needs to be adapted to the interviewees and the research focus

    Adele CLARKE Meets Donna HARAWAY: Relational Maps, Becoming-With-Others and the Relevance of Elements in Situational Analysis

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    In diesem Beitrag schlage ich das neumaterialistische Konzept becoming-with-others [Werden-mit-anderen] von Donna HARAWAY als sensibilisierendes Konzept für das relationale Mapping der Situationsanalyse von Adele CLARKE vor. Durch HARAWAYs Perspektive geraten Verschmelzungen von Elementen, Grenzziehungen und Beziehungsweisen von und mit Elementen in den Blick. Werden-mit-anderen stellt dementsprechend eine Erweiterung des Theorie-Methoden-Pakets der Situationsanalyse dar. Dies wird exemplarisch an einem Beispiel aus der Forschung zur tiefen Hirnstimulation erläutert.In this paper, I propose Donna HARAWAY's neo-materialist concept of becoming-with-others as a sensitizing concept for Adele CLARKE's relational mapping in situational analysis. Through HARAWAY's perspective, mergings of elements, boundaries, and ways of relating to and with elements come into view. Accordingly, becoming-with-others represents an extension of the theory-method package of situational analysis. This is exemplified by an example from research on deep brain stimulation

    The Fundamental Difference Between Qualitative and Quantitative Data in Mixed Methods Research

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    Mixed-Methods-Forschung wird gemeinhin als die Kombination und Integration qualitativer und quantitativer Daten verstanden. Die Definition dieser beiden Datentypen hat sich jedoch als schwierig erwiesen. In diesem Artikel argumentiere ich, dass sich qualitative und quantitative Daten grundlegend voneinander unterscheiden; dieser Unterschied bezieht sich nicht auf Worte und Zahlen, sondern auf Verdichtung und Struktur. Folglich können qualitative Daten mit qualitativen Methoden und quantitative Daten mit quantitativen Methoden analysiert werden; der eine Datentyp kann nicht mit dem anderen Methodentyp analysiert werden. Bei der quantitativen Datenanalyse können neue Muster aufgedeckt werden, die sich jedoch immer auf die vorhandenen Variablen beziehen, während sich mittels qualitativer Datenanalyse neue Aspekte aufdecken lassen, die in den Daten verborgen sind. Werden Daten quantitativ oder qualitativ genannt, sollten sie als Endprodukte beurteilt werden, nicht im Hinblick auf den Prozess, durch den sie zustande gekommen sind. Somit führt die Quantifizierung qualitativer Daten zu quantitativen Daten, und die Analyse dieser Daten ist eine quantitative, keine gemischte Datenanalyse. Für die gemischte Datenanalyse werden sowohl echte nicht-quantifizierte qualitative Daten als auch quantitative Daten benötigt. Da es sich bei diesen quantitativen Daten um quantifizierte qualitative Daten handeln könnte, bedeutet dies, dass die Mixed-Methods-Forschung, entgegen einer weit verbreiteten Ansicht, nicht notwendigerweise eine quantitative Datenerhebung beinhaltet.Mixed methods research is commonly defined as the combination and integration of qualitative and quantitative data. However, defining these two data types has proven difficult. In this article, I argue that qualitative and quantitative data are fundamentally different, and this difference is not about words and numbers but about condensation and structure. As qualitative data are analyzed with qualitative methods and quantitative data with quantitative methods, we cannot analyze one type of data with the other type of method. Quantitative data analysis can reveal new patterns, but these are always related to the existing variables, whereas qualitative data analysis can reveal new aspects that are hidden in the data. To consider data as quantitative or qualitative, we should judge these data as end products, not in terms of the process through which they come into being. Thus, quantitizing qualitative data results in quantitative data and the analysis thereof is quantitative, not mixed, data analysis. For mixed data analysis, both real, non-quantitized qualitative data and quantitative data are needed. As these quantitative data may be quantitized qualitative data, the implication is that, contrary to a common view, mixed methods research does not necessarily involve quantitative data collection

    Transgressing the Linguistic Domain: The Transformative Power of Images in Magnus Hirschfeld's Sexological Work

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    Transgeschlechtlichkeit war lange Zeit kein zentraler Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung. Es mangelte an historischen Informationen über transgeschlechtliche Menschen. Ein umfassendes Verständnis dieses mittlerweile breit diskutierten Phänomens erfordert jedoch die Auseinandersetzung mit seiner Geschichte. In diesem Beitrag befasse ich mich mit frühen Formen der visuellen Darstellung von Transgeschlechtlichkeit und konzentriere mich dabei auf Magnus HIRSCHFELDs Arbeiten zu sexuellen Zwischenstufen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dem Beitrag werden zwei Ziele verfolgt. Erstens diskutiere ich verschiedene, aus diskursanalytischer und Grounded-Theory-Tradition stammende methodische Programme zur Analyse und Interpretation von visuellen Daten. Zweitens untersuche ich, orientiert an einer diskursanalytischen Forschungsperspektive und den instruktiven Vorschlägen aus Adele CLARKEs Situationsanalyse (2005) folgend, den Einfluss von Bildern auf die Entwicklung des Diskurses über Transgeschlechtlichkeit. Am Beispiel von HIRSCHFELDs Bildgebrauch wird gezeigt, dass Bilder das Potenzial besitzen, die Produktion gesellschaftlichen Wissens über die sprachliche Ebene hinaus (mit) zu gestalten und zu transformieren. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis über die mittels Bilder stattfindende soziale Konstruktion von Transgeschlechtlichkeit bei. Der Beitrag endet mit einigen Vorschlägen zur Weiterentwicklung des methodischen Repertoires im Bereich der visuellen Soziologie.Transgender individuals have historically faced exclusion from social research, a systemic issue rooted in a lack of historical information. However, a comprehensive understanding of contemporary transness necessitates examining its history. In this article, I address early forms of visual representation of transness by focusing on HIRSCHFELD's sexological work on intermediate sex categories at the beginning of the 20th century. The objective of this article is twofold. Firstly, I examine visual methods derived from discourse analysis and grounded theory methodology for analyzing and interpreting images as cultural documents. Secondly, I apply a discourse-analytical research perspective and follow suggestions made by CLARKE (2005) to explore the influence of images on the development of discourse on transness. By demonstrating the diverse meanings conveyed through HIRSCHFELD's image use, which sometimes differ significantly from his written work, I illustrate that images have the potential to shape and transform social knowledge production beyond the linguistic domain. I conclude with suggestions for advancing methods in the field of visual sociology

    Conflictual Consensus in Austrian Cultural Politics: Urban Cultural Policy Research at the Intersection of Agonism and Situational Analysis

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    In diesem Beitrag untersuchen wir urbane Kulturpolitik in Österreich durch die konzeptionelle Linse der Arena. Dafür wenden wir das methodologische Instrumentarium der Situationsanalyse nach Adele CLARKE an. Mit einem Fokus auf der Dynamik kulturpolitischer Konflikte und Aushandlungsprozesse analysieren wir städtische Kulturpolitiken und damit verbundene Maßnahmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf einem stadtweiten Kulturprogramm in der Stadt Graz. Mittels interpretativer Analyse von Interviews und kartografischen Ansätzen versuchen wir, die kontinuierlichen und kontingenten Prozesse kulturpolitischer Aushandlung nachzuvollziehen. Zentral dafür ist das sensibilisierende Konzept des konflikthaften Konsens. Unsere Forschung ist an der Schnittstelle zwischen radikaler Demokratietheorie, die sich hier vor allem auf Chantal MOUFFE und Oliver MARCHART bezieht, und der Theorie der sozialen Welten und Arenen nach Adele CLARKE angesiedelt. Indem wir den Begriff der Konfliktualität in kulturpolitischen Akteur*innenkonstellationen und Aushandlungsprozessen operationalisieren, hoffen wir, einen Beitrag zu einer theoretisch sensibilisierten und empirisch fundierten Kulturpolitikforschung zu leisten.In this paper, we explore urban cultural politics and policy-making in Austria through the conceptual lens of the arena. In relation to this, we apply the methodological toolbox of Adele CLARKE's situational analysis. With a focus on the dynamics of cultural political conflicts and negotiation, we analyze urban cultural policies and programming. A particular focus is placed on a city-wide cultural program in the city of Graz. Via interpretive analysis of interviews and situational mappings, we aim to analytically unpack the continuous and contingent processes of cultural political negotiation with conflictual consensus as a sensitizing concept. With this objective, our analytical engagement is situated at the intersection between radical democratic theory, referring mainly to Chantal MOUFFE and Oliver MARCHART on the one hand, and social worlds and arenas theory by Adele CLARKE on the other. We hope to contribute to a theoretically sensitized and empirically informed cultural policy research effort by operationalizing the notion of conflictuality in constellations of cultural political actors and negotiation processes in cultural policy-making

    Online Focus Groups: Opportunities and Challenges From the Perspective of Research Practice

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    In der angewandten Sozialforschung haben sich Fokusgruppen als Standardmethoden etabliert, die vor der Corona-Pandemie zumeist Face-to-Face durchgeführt wurden. Die gesteigerten Möglichkeiten durch Fortschritte auf dem IT-Sektor und der privaten Hard- und Softwareausstattung, vor allem aber Corona-Folgen – Abstandsgebote, Reisebeschränkungen und Home-Office – verstärkten den Druck zu online veranstalteten Fokusgruppen. In unserem Beitrag fokussieren wir uns auf synchrone Online-Fokusgruppen und erörtern vergleichend mit Präsenz-Veranstaltungen die Stärken und Schwächen, insbesondere auf Basis forschungspragmatischer Abwägungen. Ausgehend von praktischen Hinweisen für die Durchführung von Online-Fokusgruppen stellen wir beide Modi hinsichtlich ihrer jeweiligen Stärken, Grenzen und Schwächen gegenüber. Unsere Ausführungen beziehen sich dabei auf moderierte, leitfadengestützte Fokusgruppen mit künstlich zusammengesetzten Gruppen, durch die ein breiter und umfassender Eindruck über Meinungen, Bewertungen oder Ideen zu vorgegebenen Themen erfasst werden soll. Abschließend präsentieren wir eine synoptische Darstellung der Vor- und Nachteile von Online- und Präsenz-Fokusgruppen.In applied social research, focus groups have been established as standard methods. They  had mostly been conducted face-to-face before the Corona pandemic. More possibilities due to advances in the IT sector and private hardware and software equipment, but especially Corona consequences—distance regulations, travel restrictions and home offices—have increased the pressure for use of online focus groups. In this article, we discuss synchronous online focus groups and list their strengths and weaknesses in comparison to face-to-face focus groups, especially in view of research pragmatic trade-offs. Based on practical hints for conducting online focus groups, we compare both modes. Our remarks refer to moderated, guideline-based focus groups with artificially composed groups, through which a broad and comprehensive impression on opinions, evaluations or ideas on given topics is to be captured. Finally, we give a synoptic presentation of the advantages and disadvantages of online and face-to-face focus groups

    Conventions of Quality Criteria of Empirical Social Research

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    Im Beitrag gehe ich der Forschungsfrage "für welche Konventionen stehen Gütekriterien empirischer Sozialforschung?" nach. Zum Verstehen der Konventionen führe ich eine deduktiv-qualitative Untersuchung von Lexikontexten zu Gütekriterien qualitativer, nicht-standardisierter und quantitativer, standardisierter Sozialforschung sowie der Gütekriterienvorschläge qualitativer Forschung von STRÜBING, HIRSCHAUER, AYAß, KRÄHNKE und SCHEFFER (2018) durch. Die deduktive Kodierung basiert auf Kategorien der idealtypischen Wertordnungen nach BOLTANSKI und THÉVENOT (2014 [1991]). Aus der vergleichenden Konventionenanalyse extrahiere ich zehn Konventionen empirischer Sozialforschung, welche ich in drei Gruppen ordne: kognitive Konvention des Social Science Engineering (Mechanikkonvention), kognitiv-soziale Konventionen des Forschungsprozesses (Angemessenheitskonvention [inkl. intersubjektiver Nachvollziehbarkeit], Entdeckungskonvention und Iterations- und Distanzierungskonvention) und die sozio-kognitiven Konventionen der empirischen Sozialforscher*innen (Forscher*in-Ausblenden-Konvention, Mandarin*in/Meister*in-Konvention, Expert*in/Spezialist*in-Konvention, Forschungslyrikkonvention, Popularitätskonvention und Methodenbegriffskonvention). Die Anwendung der Konventionen auf die Gütekriterienvorschläge von OTTE et al. (2023) zeigt, dass die Gütekriterienvorschläge der analytisch-empirischen Soziologie im Kern die Konventionen der quantitativen Sozialforschung (Forscher*in-Ausblenden-Konvention und Mechanikkonvention) reproduzieren – ergänzt um die Forschungslyrikkonvention (Stichwort "textuelle Performanz", STRÜBING et al. 2018, S.93). Die Konventionenanalyse beende ich mit einem Plädoyer für einen substanziellen Methodenbegriff von Gütekriterien empirischer Sozialforschung (Methodenbegriffskonvention), welcher epistemologisch und methodologisch auf den Forschungsprozess (Angemessenheitskonvention, Entdeckungs- und Iterations- und Distanzierungskonvention) fokussiert und die sozio-kognitive Rolle von empirischen Sozialforscher*innen im Forschungsprozess angemessen berücksichtigt.In this article, I address the research question "which are the conventions embedded in quality criteria of empirical social research?" A deductive qualitative content analysis has been conducted of two encyclopedia articles on qualitative (i.e., non-standardized) and quantitative (i.e., standardized) quality criteria, and the suggestions for overarching quality criteria for qualitative empirical research by STRÜBING, HIRSCHAUER, AYAß, KRÄHNKE und SCHEFFER (2018). For the deductive qualitative content analysis, I extracted categories from the ideal type orders of worth framework by BOLTANSKI and THÉVENOT (2014 [1991). From the systematic comparison, I extracted ten conventions of empirical social research, which I organized into three groups: the cognitive convention of social science engineering (mechanical convention), cognitive-social conventions guiding the research process (appropriateness, including intersubjective comprehensibility, discovery, and iteration and distancing conventions), and socio-cognitive conventions addressing the role of empirical social researchers (black-out researchers, mandarin/master, expert/specialist, research-lyrics, popularity, and methods concept conventions). Changing from context of discovery to context of application, the nine conventions were used to analyze the suggested quality criteria for analytical sociology by OTTE et al. (2023). At the end of the article, I argue for establishing a deep understanding of quality criteria for empirical social research

    "Bring a Picture, Song, or Poem": Expression Sessions as a Participatory Methodology

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    Partizipative Forschungsansätze, bei denen die Teilnehmer*innen im Mittelpunkt der Forschung stehen, haben sich als erfolgreich erwiesen, um deren Engagement und Äußerungsbereitschaft zu unterstützen. In diesem Artikel beschreiben wir unsere Erfahrungen mit einer neuartigen, hybriden partizipatorischen Methodik, den Expression Sessions (ES), mit Heranwachsenden. Wir erläutern insbesondere, wie wir ES konzeptualisiert und operationalisiert haben und diskutieren die Nützlichkeit dieses Ansatzes. Im Verlauf unserer Studie wurden 24 Fokusgruppendiskussionen mit 144 Jugendlichen zwischen 12 bis 17 Jahren durchgeführt. Wir haben festgestellt, dass durch die ES die aktive Teilnahme gefördert, offene und aussagekräftige Äußerungen erleichtert und die gemeinsame Reflexion verbessert wurden. Durch den ES-Ansatz hatten die Teilnehmer*innen die Freiheit, die ihnen am sinnvollsten erscheinenden Ausdrucksweisen zu wählen, was die Reflexion und Diskussion von Themen auf neue, sinnvolle Weise erleichterte. In diesem Artikel stellen wir daher eine alternative, partizipative Methodik vor, die von qualitativen Forscher*innen und bei unterschiedlichen Untersuchungsgruppen leicht angewendet werden kann.Participatory research approaches in which participants are placed at the center of the research have been successfully used to facilitate research engagement and open expression. In this article we describe our experiences of using a novel, hybrid participatory methodology called expression sessions (ES) with adolescents. We specifically explain how the ES method was conceptualized and operationalized and offer reflections on the usefulness of this approach. Our study was implemented through 24 focus group discussions with 144 adolescent participants aged 12-17 years old. We found the ES method valuable to encourage active participation, facilitate open and meaningful expressions, and enhance collaborative reflection. Through the ES approach participants had the freedom to choose their most proficient ways of expression, which facilitated reflection and discussion of issues in new meaningful ways. In this article thus we present an alternative, participatory methodology that can easily be adopted by qualitative researchers and with diverse samples

    Combining Graphic Elicitation Methods and Narrative Family Interviews in a Qualitative Multimethod Design

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    Durch die Kombination verschiedener Methoden können Forschende die Stärken der einzelnen Verfahren nutzen, um die Einschränkungen der anderen auszugleichen bzw. ihr Forschungsthema umfassender zu untersuchen. In diesem Artikel gehe ich auf die Stärken und Schwächen von Timelines und Genogrammen (visuelle Daten, grafische Erhebung) im Vergleich zu narrativen Familieninterviews (verbale Datenerhebung) ein. Ich erkläre, warum wir diese Methoden in einem kollaborativen Forschungsprojekt miteinander integriert haben und erörtere, wie wir sie beim Sampling, der Datenerhebung und -analyse zum Zwecke des Vergleichs, der gegenseitigen Kompensation oder der Komplementarität verwendet haben. Die methodologischen Argumente werden mit empirischen Beispielen aus einem Forschungsprojekt zum Statuserhalt in Mittelschichtsfamilien veranschaulicht, um zu zeigen, wie wir die drei Methoden zur Untersuchung komplementärer Perspektiven auf individuelle und miteinander verknüpfte Lebensläufe sowie zur Analyse von biografischen Längsschnittdaten und Drei-Generationen-Beziehungen eingesetzt haben. Indem ich unser qualitatives Design anhand von Konzepten aus dem Mixed-Methods- und Multimethod-Diskurs (MMMR) reflektiere, beabsichtige ich, neue methodologische Perspektiven für qualitative und Mixed-Methods-Forschende aufzuzeigen. Des Weiteren möchte ich dazu beitragen, den MMMR-Diskurs im Hinblick auf noch unterrepräsentierte, rekonstruktive oder interpretative Ansätze voranzubringen. Insgesamt reflektiere ich das erkenntnistheoretische Problem, wie Wissenschaftler*innen und Untersuchungspersonen den Forschungsgegenstand durch unterschiedliche Methoden (re)konstruieren.By combining different methods, researchers can use the strengths of each to compensate the constraints of others and to more comprehensively examine their research topic. In this article, I elaborate upon the strengths and weaknesses of timelines and genograms (visual data, graphic elicitation) in comparison to narrative family interviews (verbal data collection). I explain why we integrated these methods in a collaborative research project, and discuss how we used them for the purposes of comparison, mutual compensation, or complementarity during sampling, data collection, and analysis. The methodological arguments are illustrated with empirical examples from a research project on status maintenance in middle-class families to show how we used the three methods to explore complementary perspectives on individual and linked lives and to analyze longitudinal biographical data and three-generation relationships. My intention is to open up new methodological perspectives for qualitative as well as mixed method researchers by reflecting on our qualitative design using concepts from the mixed methods and multimethod research (MMMR) discourse. Furthermore, I would like to contribute to advancing the MMMR discourse in regard to still underrepresented reconstructive or interpretative approaches. My overall aim is to reflect upon the epistemological problem of how scientists and respondents (re)construct the object of research through different methods

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