Forum Qualitative Sozialforschung (Forum: Qualitative Social Research)
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    The Construct of Mathematics Learning Technology With Multidimensional Resource Constraints: A Constructivist Grounded Theory

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    Die Entwicklung digitaler Technologien für den Mathematikunterricht steht weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere in Umgebungen mit mehrdimensionalen Ressourcenbeschränkungen. Diese Studie wurde in Indonesien durchgeführt, genauer gesagt in der Provinz West Nusa Tenggara im Osten Indonesiens. Ich habe die konstruktivistische Grounded-Theory-Methodik (CGTM) angewendet, um zu untersuchen, wie Mathematiklehrer*innen digitale Technologien in solchen ressourcenbeschränkten Umgebungen einsetzen. Acht Personen wurden durch theoretisches Sampling ausgewählt. Die Daten wurden durch Interviews und teilnehmende Beobachtungen erhoben und mithilfe der CGTM unter Verwendung von ATLAS.ti 24 analysiert, einschließlich initialer, fokussierter und axialer Kodierung, unterstützt durch das Verfassen von Memos. Die Interpretation erfolgte anhand abduktiver Logik. Die Analyse ergab, dass Infrastrukturbeschränkungen, Internetzugang und die eigene Kompetenz die Autonomie der Lehrpersonen beim Einsatz von Bildungstechnologien beeinflussten. Digital kompetente Lehrer*innen zeigten adaptive Strategien und pädagogische Unabhängigkeit, die es ihnen ermöglichten, mit Einschränkungen umzugehen und die computergestützte und metakognitive Entwicklung der Schüler*innen zu unterstützen. Ich biete einen konzeptionellen Rahmen für die Integration digitaler Technologien in ressourcenarmen Kontexten und gebe praktische Einblicke für die Politikgestaltung, wobei ich die instrumentellen Ansichten von Lehrkräften zu Technologie widerspiegele (WEBSTER 2016). Dies baut auf der Anpassungsfähigkeit der CGTM an sich wandelnde soziale Realitäten auf (CHARMAZ & KELLER 2016) und erweitert das Erbe von CHARMAZ durch die Anwendung der CGTM in komplexen Bildungsumgebungen.The development of digital technology in mathematics education continues to face challenges, particularly in settings with multidimensional resource limitations. This study was conducted in Indonesia, specifically in West Nusa Tenggara Province, Eastern Indonesia. I employed constructivist grounded theory methodology (CGTM) to examine how mathematics teachers manage digital technology in resource-constrained environments. Eight teachers were selected through theoretical sampling. Data were collected through interviews and participatory observations. I analyzed the data through CGTM using ATLAS.ti 24, including initial, focused, and axial coding, supported by memo writing. Abductive logic guided the interpretation. The analysis indicated that infrastructure limitations, internet access, and teacher competence affected teachers' autonomy in using educational technology. Digitally competent teachers demonstrated adaptive strategies and pedagogical independence, enabling them to navigate constraints and support students' computational and metacognitive development. I offer a conceptual framework for digital technology integration in low-resource contexts and provide practical insights for policy design, reflecting teachers' instrumental views on technology (WEBSTER, 2016). This builds on CGTM's adaptability to shifting social realities (CHARMAZ & KELLER, 2016), extending CHARMAZ's legacy through the application of CGTM in complex educational settings

    The Use of Theater to Restore Intergenerational Relationships and Knowledge Transfer in Africa: A Narrative Review

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    Der generationsübergreifende Wissenstransfer (gW) bleibt nach 25 Jahren Bürgerkrieg, Vertreibung und anhaltenden Konflikten in der Region eine große Herausforderung für die Gemeinden im Norden Ugandas. In diesem narrativen Review untersuchen wir den aktuellen Wissensstand in Bezug auf die Verbesserung des gW und die Wiederherstellung lokaler Traditionen durch den Einsatz kunstbasierter Forschungsmethoden, insbesondere des angewandten Theaters. Unter Verwendung einer integrativen Suchstrategie und eines qualitativen Bewertungsinstruments analysieren wir die relevante Literatur. Die Ergebnisse umfassen sechs Schlüsselbereiche, in denen Theatermethoden für die Erforschung des gW in Afrika relevant sein können. Diese sind: Unterstützung der kindlichen und menschlichen Entwicklung; Bekämpfung von Geschlechterungleichheiten und Generationsstrukturen; Unterstützung von Konfliktlösungen zwischen den Generationen; Förderung der HIV/AIDS-Prävention, -Aufklärung und -Bildung; Vermittlung ethischer Lektionen und von Theater in Afrika; Förderung des Verständnisses und des Handelns in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und Klimawandel. Forscher*innen, die partizipative Theatermethoden anwenden, können Einblicke in die Beziehungen zwischen den Generationen und den Wissenstransfer im Kontext der Nachkriegszeit im Norden Ugandas bieten, jedoch nicht jenseits der bekannten ethischen und materiellen Realitäten einer solchen Arbeit in Afrika.Intergenerational knowledge transfer (IGKT) remains a significant challenge for northern Ugandan communities following 25-years of civil war, displacement, and continued strife in the region. In this narrative review, we explore what is known in relation to enhancing IGKT and the re-establishment of local traditions through the use of arts-based research methods, and specifically, applied theater. Using an integrative review search strategy and a qualitative assessment tool, we analyze relevant literature. Findings include six key areas where theater methods may be relevant in exploring IGKT in Africa. These are: Supporting childhood and human development; addressing gender inequities and generational structures; supporting conflict resolutions across generations; promoting HIV/AIDS prevention, awareness, and education; navigating ethical lessons and theater in Africa; fostering understanding and action on environmental sustainability and climate change. Researchers using participatory theater methods may offer insight into intergenerational relationships and knowledge transfer in the northern Ugandan post-conflict context, yet it is not without known ethical and material realities of such work in Africa

    Analysing Personal Letters: A Microhistory of Jo Burnett Knight, West Germany 1951

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    Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf zwei persönlichen Briefen, die eine Britin, Joan Burnett KNIGHT, 1951 an ihre Eltern schrieb, als sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für die Stelle als Organisatorin für Leibeserziehung beim British Families Education Service (BFES) in der westdeutschen Zone eingestellt worden war. Ich verstehe den Artikel als einen methodologischen Beitrag, indem ich eine analytische Strategie zur Interpretation der Briefe anwende, bei der ich den Arbeiten von STANLEY (2004, 2017) folge. Diese Strategie umfasst eine kurze Biografie der Verfasserin und eine Skizzierung des historischen Kontexts. Anschließend wird der Anlass für die Briefe untersucht, gefolgt von einer Textanalyse, bei der der Inhalt und die narrative Form der Briefe im Mittelpunkt stehen. Bei der Interpretation wird ein narrativer Ansatz verwendet, bei dem ich mich auf die Konzepte der Familienpraktiken, sozialen Positionierungen und dialogischen Praktiken stütze. In dieser Analyse beleuchte und interpretiere ich die gelebte Erfahrung eines bestimmten Falls, der sich an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit ereignet hat.The focus of the article concerns two personal letters written by a British woman, Joan Burnett Knight to her parents in 1951 when she was recruited to the post of physical education organizer in the British Families Education Service (BFES) in the West German zone following the end of World War Two. The article makes a methodological contribution by applying an analytic strategy to the interpretation of the letters based on drawing on the work of STANLEY (2004, 2017). This strategy includes a brief biography of the writer and an outline of the historical context. The pretext for the letters is examined followed by a textual analysis in which attention is paid to the letters' content and narrative form. In interpreting the evidence, a narrative approach is employed, drawing on the concepts of family practices, social positionings and dialogical practices. In this analysis, I illuminate and give meaning to the lived experience of a particular case situated in a specific place and time

    Writing and Dancing From the Belly: An Autoethnographic Understanding of Social Class

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    Ziel dieses Artikels ist es, eine soziale Klassenanalyse des Bauchtanzes in Quito, Ecuador, unter Verwendung eines autoethnografischen Ansatzes zu leisten. Aus meiner Position als professionelle Tänzerin, Sozialpsychologin und Forscherin zeige ich, wie Autoethnografie es ermöglicht, Theorie durch den Körper zu erfahren und die traditionelle Trennung zwischen Subjekt und Objekt der Forschung zu überwinden. Ich analysiere, wie Bauchtanz als künstlerische und Freizeitaktivität von der sozialen Klasse beeinflusst wird, die sich quer durch den Zugang zu dieser Praxis und deren Kontinuität zieht. Ich diskutiere, wie soziokulturelle Faktoren die Erfahrung prägen und dabei als Hindernisse oder Chancen entlang des beschriebenen Weges auftreten. Ziel ist es, die Relevanz einer klassenbasierten Perspektive in den Künsten hervorzuheben und die Notwendigkeit zu unterstreichen, diese Perspektive in zukünftigen Studien weiterzuentwickeln. Abschließend betone ich die Rolle des Körpers bei der Wissensproduktion und die Bedeutung der Reflexivität in der Autoethnografie.The objective of this article is to provide a social class analysis of belly dance in Quito-Ecuador, using an autoethnographical approach. From my position as a professional dancer, social psychologist, and researcher, I show how autoethnography makes it possible to experience theory through the body as well as to overcome the traditional split of subject-object of research. I analyze how belly dancing, as an artistic and leisure activity, is influenced by social class, which has a cross-cutting impact on access to and continuity in this practice. I discuss how sociocultural factors shape the experience, appearing as barriers or opportunities along the trajectory described. The aim is to highlight the relevance of a class-based perspective in the arts and underline the need to develop this perspective in future studies. I conclude by emphasizing the role of the body in knowledge production and the importance of reflexivity in autoethnography

    A Sidetrack to Autoethnography. Enriching a Reading Research Collective

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    Als Gruppe von Wissenschaftler*innen, die zum ersten Mal gemeinsam an einem Projekt zum Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen arbeiteten, entdeckten wir den Wert reflexiver Gespräche über unsere Rollen als Lese- und Schreibpädagog*innen und als kooperierende Forscher*innen. Im Laufe des Projekts entwickelten wir diesen Artikel aus Gesprächen, die zu Selbstreflexionen über unsere eigenen Erfahrungen als Leser*innen, Lehrer*innen und Forscher*innen führten. Anstatt diese Gespräche als Abschweifungen zu betrachten, beschlossen wir, die Möglichkeit, dass sie unsere Forschung und unsere Ziele als Gruppe voranbringen könnten, von ganzem Herzen anzunehmen. Dies war eine Gelegenheit, innezuhalten und uns auf ein weniger vertrautes Forschungsgebiet zu wagen. Dabei offenbarten wir, als Einzelpersonen, mehr von uns selbst als kollaborative Forscher*innen, die in diesem neuen Raum interagierten, was sowohl unser gemeinsames Unterfangen als auch unsere individuellen Projekte innerhalb verschiedener Lesegemeinschaften bereicherte.As a group of academics working for the first time together on a collective project on children and young people's reading engagement, we discovered the value of reflexive conversations on the nature of our individual roles as literacy educators and our roles as collaborative researchers. As the project progressed, we developed this paper from conversations that drifted into self-reflection on our own experiences as readers, teachers and researchers. Rather than viewing these conversations as digression, we decided to embrace wholeheartedly the possibility that they would enrich our research and progress our goals as a group. This was an opportunity to pause and venture into a less familiar research arena. In the process, as individuals, we revealed more of ourselves as collaborative researchers interacting in this new space which enriched our collective undertaking as well as our individual projects within different reading communities

    Iterative Mixed Analysis Using Grounded Theory Methodology and Structural Equation Modeling: Contributions of Qualitative and Quantitative Methods to the Evaluation of Social Programs

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    Die Grounded-Theory-Methodologie (GTM) und die Strukturgleichungsmodellierung (SEM) wurden bereits in zahlreichen Studien eingesetzt; die methodischen Vorteile ihrer Integration sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. In diesem Artikel stellen wir einen Vorschlag für eine iterative gemischte Analyse vor, bei der wir relationale Modelle nutzen, die auf GTM und SEM basieren, um soziale Programme zu evaluieren. Um diesen Ansatz zu veranschaulichen, untersuchen wir die Evaluierung eines Mikrounternehmensprogramms, das an Menschen in Armut gerichtet ist. Wir skizzieren die schrittweise Anwendung der iterativen gemischten Analyse und stellen jeden ihrer Schritte vor: Kontextualisierung, Vertrautmachen mit dem Phänomen, kollaborative methodische Gestaltung, iterative gemischte Datengenerierung und iterative gemischte Analyse. Wir diskutieren die Ergebnisse unserer qualitativen deskriptiven Analyse (basierend auf der offenen Kodierung mittels der GTM) zusammen mit denen der inferentiellen statistischen Analyse, gefolgt vom Übergang von der qualitativen relationalen Analyse (abgeleitet aus dem selektiven Kodieren nach der GTM) zur Schätzung des hypothetischen SEM, in das auch qualitative unterstützende Daten einbezogen wurden. Abschließend geben wir eine Definition der iterativen gemischten Analyse und diskutieren Schlussfolgerungen hinsichtlich der kombinierten und gleichzeitigen Verwendung von Erklärungsmodellen.Grounded theory methodology (GTM) and structural equation modeling (SEM) have been employed in numerous studies; however, the methodological benefits of their integration are still not fully understood. In this article, we present an iterative mixed analysis proposal that leverages relational models informed by GTM and SEM for evaluating social programs. To illustrate this approach, we examine the evaluation of a micro-entrepreneurship program targeted at people living in poverty. We outline the step-by-step application of iterative mixed analysis and present each of its steps: Contextualization, familiarization with the phenomenon, collaborative methodological design, iterative mixed data generation and iterative mixed analysis. We share the results of our qualitative descriptive analysis (based on open coding from GTM) alongside those from our inferential statistical analysis, followed by the transition from qualitative relational analysis (derived from the selective coding process of GTM) to estimating the hypothesized SEM, which also incorporates qualitative supporting data. Finally, we provide a definition of iterative mixed analysis and discuss conclusions regarding the combined and simultaneous use of explanatory models

    Qualitative Secondary Analysis in Organizational Development: A Case Study on the Development of an Instrument to Assess the Readiness for Change of Employees in Child and Youth Work

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    Bei der Optimierung interner Abläufe und Prozesse handelt es sich um ein gemeinsames Ziel in allen Organisationen. Eine solide und aussagekräftige Datengrundlage erweist sich als unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen. Denn ohne entsprechende Informationen lassen sich Veränderungsmaßnahmen nicht effektiv planen und durchführen. Häufig liegen in betrieblichen Organisationen qualitativ auswertbare Materialien vor. Dabei eignet sich die qualitative Sekundäranalyse als Forschungsstrategie in der Organisationsentwicklung, um diese bereits vorhandenen Materialien zu nutzen und in Bezug auf neue Fragestellungen auszuwerten. Das Ziel dieses Beitrags besteht darin, mögliche Anwendungsfelder der qualitativen Sekundäranalyse in der Organisationsentwicklung aufzuzeigen. Dabei wird die qualitative Sekundäranalyse am Beispiel der Entwicklung eines Instruments zur Bewertung der individuellen Veränderungsbereitschaft von Beschäftigten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt, wobei bereits vorhandene qualitative Interviews aus der Organisationsentwicklung als Sekundärmaterialien genutzt wurden. Es hat sich gezeigt, dass die qualitative Sekundäranalyse sowohl in Bezug auf die Ergebnisse als auch unter einer forschungsökonomischen Perspektive eine geeignete Strategie für die im Rahmen der Untersuchung bearbeitete Fragestellung darstellte.The optimization of internal workflows and processes is a common goal in most organizations. A solid and meaningful data base is essential to achieve this goal. Without the relevant information, change measures cannot be planned and implemented effectively. Qualitative evaluable materials are often available in company organizations. Qualitative secondary analysis is a suitable research strategy in organizational development for using these existing materials and evaluating them in relation to new questions. The aim of this article is to show possible fields of application for qualitative secondary analysis in organizational development. Qualitative secondary analysis is presented using the example of the development of an instrument for assessing the individual readiness to change of employees in child and youth work institutions, whereby existing qualitative interviews from organizational development were used as secondary materials. It has been shown that qualitative secondary analysis was a suitable strategy for the research question addressed in the study, both in terms of the results and from a research economics perspective

    Co-Creating Research Design: How to Achieve Participation in Social Studies Using Traditional Methods?

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    Während traditionelle Methoden wie Fokusgruppeninterviews (FGIs) und individuelle Tiefeninterviews (ITIs) in der Sozialforschung gut etabliert sind, ist ihre innovative Anwendung in der partizipativen Forschung noch wenig erforscht. In diesem Artikel schließen wir diese Lücke, indem wir ein Design vorstellen, bei dem qualitative Datentriangulation mit einem partizipativen Ansatz kombiniert wurde. Die Studie umfasste halbstrukturierte ITIs mit Zwangsmigrantinnen aus der ukrainischen Mittelschicht, denen FGIs mit ukrainischen Expertinnen – Praktikerinnen mit sowohl beruflicher als auch persönlicher Migrationserfahrung – vorausgingen und folgten. Mit den ersten FGIs unterstützten wir die partizipative Entwicklung des Forschungsthemas und des Interviewleitfadens und stellten so Relevanz und ethische Sensibilität sicher. Die abschließende FGI ermöglichte es derselben Gruppe von Expertinnen, die Ergebnisse der ITIs gemeinsam zu interpretieren und ihre praktische Anwendung zu diskutieren. Dieser ko-kreative Prozess ermöglichte ein gegenseitiges Lernen zwischen Forscherinnen und Akteurinnen und erhöhte die ethische Verantwortlichkeit und analytische Tiefe der Studie. Wir diskutieren sowohl das Potenzial als auch die Grenzen dieses Ansatzes und argumentieren, dass traditionelle qualitative Methoden in Kombination mit partizipativen Elementen die Koproduktion von Wissen und die Wirkung sozialwissenschaftlicher Forschung erheblich verbessern können. Wir tragen zur Entwicklung von Forschungsmethoden bei und fördern die weitere Anpassung partizipativer Strategien in der qualitativen Forschung, indem wir praktische Einblicke in die Konzeption und Umsetzung dieser Methode bieten.While traditional methods such as focus group interviews (FGIs) and individual in-depth interviews (IDIs) are well-established in social research, their innovative use within participatory research remains underexplored. In this article, we address this gap by introducing a co-creation research design to combine qualitative data triangulation with a participatory approach. The study involved semi-structured IDIs with middle-class Ukrainian female forced migrants, preceded and followed by FGIs with Ukrainian women experts—practitioners with both professional and personal migration experience. The initial FGI supported the participatory development of the research topic and interview guide, ensuring relevance and ethical sensitivity. The final FGI allowed the same group of experts to interpret the IDIs' findings collaboratively and discuss their practical application. This co-creative process enabled mutual learning between researchers and community actors and increased the ethical accountability and analytical depth of the study. We discuss both the potential and limitations of this approach and argue that traditional qualitative methods, when combined with participatory elements, can significantly enhance co-production of knowledge and the impact of social research. We contribute to research methodology development and encourage further adaptation of participatory strategies in qualitative inquiry by offering practical insights into the design and implementation of this method

    Review Symposium: Interactionism Meets Historical Analysis: An Author-Critic Dialogue on "Revolution and Witchcraft: The Code of Ideology in Unsettled Times"

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    In diesem Artikel wird ein Autor-Kritiker*innen-Treffen zum Buch "Revolution and Witchcraft: The Code of Ideology in Unsettled Times“ von Gordon C. CHANG nachgezeichnet. Die Sitzung fand während der Jahrestagung der Social Science History Association (SSHA) 2024 in Toronto statt. Neben dem Autor nahmen an der Podiumsdiskussion der Soziologe Andrew CHALFOUN (University of California, Los Angeles), der Soziologe Tad SKOTNICKI (University of North Carolina, Greensboro), die Historikerin Aminda SMITH (Michigan State University) und der Kommunikationswissenschaftler J.R. OSBORN (Georgetown University) teil. Der höchst unkonventionelle, interdisziplinäre Charakter des Buches löste einen spannenden Dialog aus. Es wurden unterschiedliche Meinungen zu folgenden Punkten geäußert: 1. Wie – und ob – CHANG mit seinem "Kodifizierungsmodell” einen praktikablen, originellen Ansatz der Wissenssoziologie vorangetrieben hat; 2. die Nützlichkeit dieses Modells für Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen, die sich mit Ideensystemen und sozialen Phänomenen befassen; 3. der Unterschied zwischen empirisch und ideell basierten Ideensystemen; und 4. wie die mikroskopische Analyse von Sprache kausale Aussagen über makroskopische Muster von humanistischer und sozialwissenschaftlicher Relevanz ermöglichen könnte. Diese Fragen ergaben sich aufgrund von Unterschieden zwischen verschiedenen Ansätzen des Interaktionismus und der historischen Analyse. In diesem Dialog werden methodische Entscheidungen und Urteile offenbart, die in CHANGs eklektischer Studie eine Rolle gespielt haben, sowie Anwendungen und Bereiche zukünftiger Entwicklungen, die ansonsten im Forschungsprodukt verborgen bleiben.In this article, an author-meets-critics session is recorded for the book "Revolution and Witchcraft: The Code of Ideology in Unsettled Times," authored by Gordon C. CHANG. The session took place at the 2024 Annual Meeting of the Social Science History Association (SSHA) in Toronto, Canada. Beside the author, panelists included sociologist Andrew CHALFOUN (University of California, Los Angeles); sociologist Tad SKOTNICKI (University of North Carolina, Greensboro); historian Aminda SMITH (Michigan State University); and communication scholar J.R. OSBORN (Georgetown University). The highly unconventional, cross-disciplinary nature of the book sparked an engaging dialogue. Differing opinions were voiced regarding: 1. How—and whether— CHANG in his "codification model" advanced a workable, original sociology of knowledge approach; 2. the utility of that model for scholars from different disciplines who study idea systems and social phenomena; 3. the difference between idea systems that are empirically based and those that are ideationally based; and 4. how microscopic analysis of language might make causal claims about macroscopic patterns of humanistic and social-scientific relevance. These issues arose due to differences between and among diverse approaches of interactionism and historical analysis. In this dialogue, methodological decisions and judgments are unveiled which were involved in CHANG's eclectic study, as well as applications and areas of future development that are otherwise hidden in the research product

    Assembling the Situation: Situational Analysis After the Nonhuman Turn

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    In diesem Beitrag schlage ich eine Neukonzeption menschlicher und nicht-menschlicher Elemente im Rahmen der Situationsanalyse vor, indem ich sie nicht als vorgegebene Entitäten, sondern als verschachtelte Assemblagen betrachte. Ich stütze mich dabei auf die Arbeiten von DELEUZE und GUATTARI (2004), um das Metakonzept der Assemblage in die Situationsanalyse (CLARKE, FRIESE & WASHBURN 2018) zu integrieren. Dadurch sollen deren Grenzen im Umgang mit nicht-menschlichen Elementen überwunden und die Situationsanalyse in Richtung des Nonhuman Turn weiterentwickelt werden. Zur Operationalisierung dieses Ansatzes führe ich zwei Heuristiken ein – Kapazitäten und Internal Limits –, die es ermöglichen, die wahrgenommene Ganzheit von Elementen zu dekonstruieren und die Module zu kartografieren, aus denen sie bestehen. Der Beitrag beginnt mit einer Diskussion des Nonhuman Turn sowie der Konzepte der Assemblage und des Rhizoms. Anschließend zeichne ich die Entwicklung der Situationsanalyse aus der Grounded-Theory-Methodologie nach und fokussiere dabei auf interne Widersprüche im Umgang mit nichtmenschlichen Elementen. Durch die Rekonfiguration des analytischen Raums der Situationsanalyse positioniere ich Situationen neben anderen Situationen und behandle ihre Elemente als Produkte heterogener Assemblagen. Mit dieser Rekonfiguration ermögliche ich die Analyse der Genese nichtmenschlicher Elemente sowie ihrer situativen Wirkmächtigkeit im Rahmen der Situationsanalyse.In this paper, I propose a reconceptualization of human and non-human elements in qualitative research by treating them not as pre-given entities but as nested assemblages. I draw on the work of DELEUZE and GUATTARI (2004 [1980]) to integrate the metaconcept of the assemblage into situational analysis (CLARKE, FRIESE & WASHBURN, 2018), thereby addressing its limitations in handling nonhuman elements and fully aligning it with the nonhuman turn. Two heuristics-capacities and internal limits-are introduced to operationalize this approach, enabling the deconstruction of elements' perceived unity and the mapping of the modules that constitute them. I start out by exploring the nonhuman turn and the concepts of assemblages and rhizomes. I then trace the evolution of situational analysis from grounded theory methodology, highlighting inconsistencies in the treatment of nonhuman elements. By reconfiguring situational analysis's analytical space, I locate situations among other situations and treat their elements as products of heterogeneous assemblages. With this framework, I demonstrate how situational analysis can effectively analyze how nonhuman elements emerge and how they participate in situations via specific capacities

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