MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    At Home Instead of Lecture Hall: Experiences of University Teachers on the Transition to Online Teaching in the First Pandemic-Related Lockdown of Universities

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    Die Digitalisierung von Studium und Lehre stellt einen komplexen Entwicklungsprozess dar, der für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure Herausforderungen, wie beispielsweise die Auseinandersetzung mit den Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien und die Entwicklung digitaler Kompetenzen, mit sich bringt (Getto und Schulenburg 2018; Kerres 2016). Der Beginn der Corona-Pandemie und die damit verbundene erstmalige Schliessung der Universitäten im Frühjahr 2020 erforderte innerhalb kürzester Zeit die Umstellung der konventionellen universitären Lehre in Präsenzform auf online-gestützte Lehrformate. Wie diese Umstellung von Hochschulangehörigen in Deutschland erlebt wurde, in welchem Ausmass digitale Tools in der eigenen Lehre im Sommersemester 2020 eingesetzt wurden und welche personenbezogenen Merkmale hierfür relevant erscheinen, ist Gegenstand des vorliegenden Beitrags. Die deskriptive Auswertung der bundesweiten Befragung von Dozierenden deutscher Hochschulen verdeutlicht ambivalente Erfahrungen mit der Umstellung auf Online-Lehre. Dennoch wird insgesamt die Bewältigung der pädagogisch-didaktischen Herausforderungen durch die zeitweilige Schliessung der Universitäten aus Sicht der Dozierenden als erfolgreich eingeschätzt. Für das Ausmass der Nutzung digitaler Tools während des Lockdowns zeigen sich in den Korrelationsanalysen signifikante Zusammenhänge mit den bisherigen Vorerfahrungen, der selbsteingeschätzten Fähigkeit, digital zu lehren, sowie Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Befragten.The digitization of studies and teaching represents a complex development process with challenges for all actors involved, such as dealing with the possible uses of digital media and the development of digital competencies (Getto and Schulenburg 2018; Kerres, 2016). The onset of the Corona pandemic and the associated first-time closure of universities in spring 2020 required the transition from conventional university teaching in face-to-face form to online-supported teaching formats within a very short time. How this transition was experienced by university staff in Germany, to what extent digital tools were used in their own teaching during the summer semester 2020 and which personal characteristics appear to be relevant for this is the subject of this paper. The descriptive analysis of the nationwide survey of teachers at German universities reveals ambivalent experiences with the transition to online teaching. Nevertheless, from the point of view of the university teachers, the overcoming of the pedagogical-didactic challenges caused by the temporary closure of the universities is assessed as successful overall. For the extent of the use of digital tools during the first lockdown, significant correlations with previous experience, self-assessed ability to teach digitally, and differences between male and female respondents emerge in the correlation analyses

    Reconstructing subjective study experiences during shutdown in pandemic times

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    Der Beitrag berichtet über eine qualitative Studie auf Basis von seit März 2020 systematisch online durchgeführten Interviews mit Studierenden. Dabei wurden insgesamt 13 Einzel- und elf Gruppeninterviews zur persönlichen Studiensituation während des Corona-Shutdowns durchgeführt, analysiert und ausgewertet. Die Interviews geben Hinweise auf subjektive Qualitätspräferenzen und Qualitätsanforderungen an Hochschullehre, auf deren Basis sich Qualitätspotenziale für die aktuelle und zukünftige Hochschullehre formulieren lassen. Weiterhin artikulieren Studierende in den Interviews differenziert ihr Verständnis von und Anforderungen an Partizipation. Ein steigendes Bewusstsein für die Qualität von Hochschullehre scheint damit einherzugehen, diese stärker partizipativ mitgestalten zu wollen. Darüber hinaus beschreiben Studierende eigene Studienstrategien. Die aktuelle Studiensituation führt zu erhöhten Anforderungen an Selbstregulierung, Selbstlern- und Selbstorganisationskompetenzen auf individueller Ebene. Die Perspektiven der Studierenden geben Einblicke, wie sie die gemachten Erfahrungen subjektiv rekonstruieren und einordnen, welche Schlussfolgerungen sich dabei für die Hochschullehre der Zukunft ziehen lassen und wie Hochschulen sich weiterentwickeln müssen, um Studierende bestmöglich zu unterstützen. Neben zahlreichen Herausforderungen hat die Pandemie das Potenzial von Studierenden hervorgebracht, selbstbestimmt und selbstorganisiert ihre Lernprozesse zu gestalten, zu reflektieren und als Expertinnen und Experten für gute Hochschullehre zur Gestaltung des Studiums der Zukunft beizutragen.The article reports on a qualitative study based on interviews with students systematically conducted online since March 2020. A total of 13 individual and eleven group interviews on the personal study situation during the Corona shutdown have been conducted, analysed and evaluated. The interviews provide information on subjective quality preferences and quality requirements for higher education, on the basis of which quality potentials for current and future higher education teaching and learning can be formulated. Furthermore, students articulate their understanding of and requirements for participation in a differentiated manner in the interviews. A growing awareness of the quality of higher education teaching seems to go hand in hand with a greater desire to help shape it in a participatory way. Furthermore, students describe their own study strategies. The current study situation leads to increased demands for self-regulation, self-learning and self-organisation skills at the individual level. The students’ perspectives provide insights into how they subjectively reconstruct and classify the experiences they have made, what conclusions can be drawn from this for future higher education and how higher education institutions must evolve in order to support students in the best possible way. In addition to numerous challenges, the pandemic has brought forth the potential of students to shape and reflect on their learning processes in a self-determined and self-organised way and to contribute as experts to shaping the future of higher education

    Digital Reading in Higher Education: A Comparison of Teacher Students with Other Student Groups

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    Digitale Lesefähigkeiten sind für Lehramtsstudierende in zweifacher Form bedeutsam: Sie werden im Rahmen der eigenen Ausbildung benötigt und stellen eine an Schülerinnen und Schüler zu vermittelnde Fähigkeit dar. Dass Lehramtsstudierende mit digitalen wissenschaftlichen Texten kompetent umgehen, gewann im Rahmen der digital organisierten ‹Corona-Semester› besondere Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag, wie Lehramtsstudierende den Umgang mit digitaler Lektüre in Lehrveranstaltungen wahrnahmen, wie sie ihre eigene Arbeit mit diesen Texten – auch in emotionaler und motivationaler Hinsicht sowie mit Blick auf den Austausch über das Gelesene – einschätzten und welche Hilfestellung sie von Seiten der Universitäten und Hochschulen erhielten. Mithilfe einer online durchgeführten Umfrage wurden die Einschätzungen Lehramtsstudierender mit denen von Studierenden aus anderen Studiengängen (N = 4701) verglichen. Die Untersuchung hat gezeigt: Lehramtsstudierende berichteten nicht nur von grösseren Schwierigkeiten im effizienten Umgang mit Texten am Bildschirm, sondern schätzten auch ihre Konzentration und Stimmung beim Lesen negativer ein als Studierende anderer Fächer. Insgesamt stellten sich Lehramtsstudierende weniger selbstständig und intrinsisch motiviert dar als andere Studierende. Handlungsbedarf zeichnet sich insbesondere in dem Sinne ab, dass Studierenden verstärkt für das digitale Lesen adäquate Textformate bereitzustellen sind. Auch sollten Hochschulen Studierende insgesamt stärker im Umgang mit digitalen Texten unterstützen.  Digital reading skills are essential for teacher students in two ways: They are needed in the context of the students’ own education, and they represent a skill to be taught to pupils. The need for teacher students to be competent in dealing with digital scientific texts becomes particularly important in the context of the digitally organized ‹corona semesters›. In view of the above, this article examines how teacher students perceived the handling of digital texts in their courses, how they assessed their own work with these texts – also in emotional and motivational terms as well as with regard to the communication about what they read – and what support they received from their universities and colleges. With an online survey, the assessments of teacher students were compared with those of students from other fields of study (N = 4701). The study showed that teacher students seem to have greater difficulties in dealing efficiently with texts on the screen and rate their concentration and mood while reading more negatively than other students. Overall, teacher students were less self-reliant and intrinsically motivated than others. There is a need for action, particularly in the sense that students should be supplied with more adequate text formats for digital reading. Further, universities should provide students with more support in using digital texts

    Cooperative tasks for tablets: Development and implementation of a teaching project in primary school

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    Dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht wird für kooperative Arbeitsformen ein Potenzial zur ‹Optimierung› der Lehr-Lernprozesse zugeschrieben. Aus der Perspektive der Unterrichtsforschung ist für grundschulbezogene Lehr-Lernprozesse zu klären, wie kooperatives Arbeiten mit digitalen Medien auf der Tiefenstruktur des Unterrichts durch lernprozessanregende Aufgaben sowie durch individuelle Lernunterstützung mithilfe von Kooperationsskripts unterstützt werden kann. Im vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie kooperative Gestaltungsaufgaben am Tablet entwickelt werden können, um Schülerinnen und Schülern im Grundschulalter die kreative und reflektierte Gestaltung eines eigenen Medienbeitrags zu ermöglichen. Es wird ein iterativer, am Design-Based-Research-Ansatz angelehnter Entwicklungsprozess eines digital gestützten Unterrichtsprojekts für Kinder der dritten Klasse vorgestellt: Ausgehend von medienpädagogischen Überlegungen wurde eine Gestaltungsaufgabe am Tablet entwickelt und hinsichtlich des Grads der Lernunterstützung in zwei Varianten (V1, V2) mithilfe eines Kooperationsskripts erprobt. Die Ergebnisse der formativen Evaluation mittels halb-standardisierter Beobachtungen in fünf Grundschulklassen verweisen auf die grosse Bedeutsamkeit der Vorstrukturierung der Aufgabenstellung, die je nach Variation des Skripts eine stärkere Fokussierung der Kinder auf die sozialen Aushandlungsprozesse (V1) bzw. die inhaltliche Auseinandersetzung (V2) zeigt. Ausgehend von der Evaluation des Unterrichtsprojekts werden Chancen und Herausforderungen in Bezug auf die Merkmale der digital gestützten Gestaltungsaufgabe sowie hinsichtlich der Potenziale der Kooperationsskripts diskutiert.The use of digital media in cooperative tasks is attributed a positive effect to optimize teaching and learning processes. From the perspective of classroom research it is of interest to clarify for teaching and learning processes in primary school, how cooperative learning with digital media can be supported referring to the deep lesson-structure by implementing learning-process encouraging tasks and individual learning assistance through collaboration scripts. This paper addresses the question how cooperative tasks for tablets can be developed and designed to enable primary school students to design a creative and reflected composition of their own media contribution. The paper presents an iterative development process of a digitally supported teaching project for third graders – inspired by the design-based-research approach: Based on media-educational considerations a cooperative task for tablets was developed and put to the test in two variations (V1, V2) of the collaboration script, differentiated by their level of learning-assistance. The findings of the formative evaluation through semi-standardized observations in five elementary school classes refer to the huge importance of the task’s pre-structuring which showed a stronger focus on either the social processes of negotiation (V1) or on content work (V2), depending on the variation of the script. Based on the evaluation of the teaching project, opportunities and challenges regarding the features of digitally supported cooperative tasks and regarding the potential of collaboration scripts are discussed

    In The Wake Of Acceleration

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    Rezension zu Görland, Stephan O. 2020. Medien, Zeit und Beschleunigung: Mobile Mediennutzung in Interimszeiten. Medien • Kultur • Kommunikation. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29216-4.Review for Görland, Stephan O. 2020. Medien, Zeit und Beschleunigung: Mobile Mediennutzung in Interimszeiten. Medien • Kultur • Kommunikation. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29216-4

    Laudatory speech on Michaela Kramer\u27s "Visuelle Biografiearbeit. A Reconstructive Triangulation Study of Smartphone Photography Practices in Adolescence".: Dissertation Award 2021 of the Department of Media Education of the German Educational Research Association

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    Laudatio zu Kramer, Michaela. 2020. Visuelle Biografiearbeit: Smartphone-Fotografie in der Adoleszenz aus medienpädagogischer Perspektive. Lebensweltbezogene Medienforschung, Band 8. Baden-Baden: Nomos.Laudatory speech on Kramer, Michaela. 2020. Visuelle Biografiearbeit: Smartphone-Fotografie in der Adoleszenz aus medienpädagogischer Perspektive. Lebensweltbezogene Medienforschung, Band 8. Baden-Baden: Nomos

    Good Online Teaching Practice from the Students’ Perspective in the First Weeks of the CoViD-19 Crisis: The Student View on ‹Good Teaching› at TU Graz in May 2020

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    Ende Mai 2020 wurden die Studierenden der Technischen Universität Graz im Rahmen einer studentischen Qualifizierungsarbeit zu guten Lehrerfahrungen in der der Notfall-Online-Lehre durch die CoViD-19-Pandemie im Sommersemester 2020 befragt. 137 Beispiele für gute Lehre von unterschiedlichen Teilnehmenden werden für den Beitrag ausgewertet. Die Analyse der Antworten zeigen, dass in einem Gros der Lehrveranstaltungen die als gelungen erlebt wurden, (auch) Videotechnik zum Einsatz kommt (90 %), bei mehr als der Hälfte (auch) Videos zur Verfügung gestellt werden und bei der Hälfte Live-, d. h. synchrone Veranstaltungen angeboten werden. Ein wesentliches Merkmal für gute Lehrbeispiele ist, dass Studierende etwas gelernt haben (77 % «trifft voll zu») und bei Beschreibungen der Lehrbeispiele erwähnen rund ein Drittel, dass die Umstellung der Lehrveranstaltung, die sie als gute Lehre erlebten, zügig erfolgte. Methodisch-didaktische Besonderheiten werden damit in der frühen Phase des Distance Learning eher selten (12 %) von den befragten Studierenden benannt.At the end of May 2020, students at Graz University of Technology were asked about good teaching experiences in emergency online teaching through the CoViD 19 pandemic in the summer semester 2020 within a student qualification work. 137 examples of good teaching from different participants are evaluated for the contribution. The analysis of the responses shows that video technology is (also) used in a majority of the courses that were experienced as good practice (90 %), videos are (also) made available in more than half of them, and live, i.e. synchronous, online events are offered in half of them. An essential characteristic of good teaching examples is that students have learned something (77 % «strongly agree») and in descriptions of the teaching examples around one third mention that the changeover of the course they experienced as good practice took place quickly. Students mentioned methodological-didactic features are rather rarely (12 %) in the early phase of distance learning

    Mobilize spaces with a rally via Smartphone: Possibilities and challenges

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    Schulische Akteurinnen und Akteure, wie z. B. Lehramtsstudierende, haben häufig keine bzw. kaum frühkindliche Erfahrungen mit digitalen Medien, treffen jedoch auf eine nachwachsende Generation von Schülerinnen und Schülern, die bereits von klein auf in irgendeiner Weise in deren Nutzung eingebunden sind und entsprechendes Knowhow mitbringen. Lehr- und Lernprozesse beruhen auf dialogischer Gegenseitigkeit im Sinne einer Verschränkung von Subjekt und Struktur; es gilt daher, einen kooperativen und kommunikativen Erfahrungsraum beim Einsatz digitaler Medien zu schaffen. Um beispielsweise Räume mobil zu erschliessen, bietet sich das Erstellen einer Rallye auf dem Smartphone an. Auf diese Weise wird ein gemeinsamer Sachgegenstand aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler sowie der Studierenden aufgegriffen. Im Sinne des ausserschulischen Lernens erkunden und erschliessen sich die beteiligten Akteurinnen und Akteure gemeinsam im Team einen bestimmten Ort, um im Anschluss eine Rallye zu planen, auszuarbeiten sowie zu reflektieren. Im Fokus stehen dabei die Anbahnung und der Aufbau von Medienkompetenz durch den Umgang mit digitalen Medien, während im Arbeitsprozess durch dialogisch orientierte Aushandlungsprozesse in Kleingruppen heterogene Medienerfahrungen eingebracht werden. Zu fragen ist daher: Wie kann ein dialogisch angelegter Erfahrungsraum beim mobilen Lernen aussehen?School actors, such as teaching students, often have little or no early childhood experience with digital media, but meet pupils who are already involved in their use from an early age and have the necessary know-how. Teaching and learning processes are based on dialogical reciprocity in the sense of an entanglement of subject and structure. It is therefore important to create a cooperative and communicative space of experience in the use of digital media. In order to develop spaces on the move the creation of a mobile rally is an obvious choice. In this way, a common subject matter from the direct living environment of the pupils and students is taken up. In terms of out-of-school learning, the participating actors explore and develop a specific location together in the team in order to then plan, work out and reflect on a rally. In both groups the focus is on the initiation and development of media literacy through the use of digital media, while heterogeneous media experiences are introduced in small groups in the work process through dialogically oriented negotiation processes. The question is therefore: What can an experiential space look like, which offers the opportunity to learn mobilely

    The End of the Exam as the Beginning of ‹Data Realism›? Explorations into the Digitization of Pedagogical Knowledge

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    Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich die Form und Funktion der Prüfung vor dem Hintergrund der Digitalisierung verändert. Von besonderem Interesse sind dabei die veränderte Wissensproduktion im pädagogischen Feld und deren Folgen für die pädagogische Theoriearchitektur. Die Digitalisierung führt – so die Argumentation – zu einem strukturellen Wandel in jenen (prüfenden) Verfahren, die vormals Wissen oder Fähigkeiten von Schülern und Schülerinnen erfassen sollten. Die leitende Annahme ist dabei, dass die Digitalisierung zu einer Veränderung im epistemischen Zugriff auf das Pädagogische führt – was mit weitreichenden (Neben-)Folgen einhergeht. Im Mittelpunkt steht daher die Problematisierung einer neuen Form der digitalen Wissens-, Wahrheits- und Wirklichkeitsproduktion im Kontext von Big Data. Dafür wird einleitend eine Heuristik der Prüfung im Anschluss an Foucault vorgelegt, die dann mit Überlegungen zur sogenannten Dataveillance angereichert wird. Anschliessend wird das Konzept des digitalen Wahrheits-Regimes vorgestellt, welches die Grundlage für eine Problematisierung dieses neuen epistemologischen Zugriffs bildet. Der Artikel versteht sich als Beitrag zur «theorieorientierten Forschung» (Bellmann 2011, 200), es werden abschliessend Aufgaben für die Allgemeine Pädagogik ausgewiesen.The article explores the question of how the form and function of examination is changing against the background of digitization. Of particular interest is the changed production of knowledge in the pedagogical field and its consequences for the pedagogical theory architecture. According to the argumentation, digitization leads to a structural change in those testing procedures that were formerly supposed to capture knowledge or skills of students. The guiding assumption here is that digitization leads to a change in epistemic access to the pedagogical – which is accompanied by far-reaching (side) consequences. The focus is on problematizing a new form of digital knowledge, truth, and reality production in the context of Big Data. For this purpose, a heuristic of the exam following Foucault is presented as an introduction, which is then enriched with reflections on so-called dataveillance. Subsequently, the concept of the digital truth regime is presented, which forms the basis for a problematization of this new epistemological access. The article contributes to «theory-oriented research» (Bellmann 2011, 200); in the concluding section, some tasks of general pedagogy are outlined

    Using digital media in the classroom. Case examples for predictor combinations: A qualitative and teacher centered examination

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    Diesem Beitrag liegt der Gedanke zu Grunde, dass sich die Dominanz digitaler Medien im Alltag von Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend in den Bildungs-einrichtungen in Deutschland widerspiegelt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Konstellationen von personenbezogenen Ursachen von Lehrpersonen zu (mangelndem) Einsatz digitaler Medien im Unterricht führen. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellung wurde das auf den Bildungskontext adaptierte und bereits empirisch gut untersuchte UTAUT-Modell verwendet. Daraus ergeben sich im Wesentlichen sechs Einflussfaktoren: Der wahrgenommene Mehrwert für die Lehrpersonen, der vermutete Aufwand für die Integration der digitalen Medien in den Unterricht, die selbstbezogene Überzeugung die Medien auch im Unterricht (sicher) einsetzen zu können, die unterstützenden Bedingungen, die Einstellung der Lehrpersonen gegenüber Medien und der soziale Einfluss. Es wurden elf in die Untersuchung einfliessende Interviews mit Lehrpersonen an weiterführenden Schulen geführt und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Die Aussagen der Lehrpersonen wurden hinsichtlich der oben genannten Einflussfaktoren analysiert. Das daraus resultierende Muster der Einflussfaktoren auf die Mediennutzung wurde darauf aufbauend in einem fallstudienähnlichen Design beschrieben und veranschaulicht. Durch den qualitativen Ansatz ist es möglich, besser zu verstehen, in welchen Konstellationen Lehrpersonen Medien nutzen.This contribution is based on the idea that the dominance of digital media in pupils‘ everyday life is not sufficiently reflected in educational institutions in Germany. It is investigated which patterns of personal causes and factors of teachers lead to (neglecting) the use of digital media in class. To answer the central question an adapted form of the «Unified theory of acceptance and use of technology» (UTAUT) is used as a framework. The UTAUT is widely used in educational contexts and empirically reviewed. Six influencing aspects are identified: The additional value for teachers when using digital media in class, the estimated effort for integrating digital media in lessons, the self-conviction and certitude of using media in class, the attitude of teachers concerning digital media and social influence. A qualitative content analysis of eleven interviews with teachers teaching at secondary schools was conducted. The insights gained from the interviews were traced back to the UTAUT model. The resulting pattern of personal factors influencing the use of media in class was described in a case-study like setup and the usage of digital media in class illustrated. The qualitative design allows a better understanding in which constellations teachers use media in class

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