MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    The Best Human That Ever Existed: The Discourse on the Optimization of Humankind Through Digital Technolgies and its Repercussions on the Social

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    Die Versprechen der Verbesserung des Menschen bis hin zur Perfektion und die Gegenüberstellung von rational begründeten Abläufen durch die fehlerfreien Berechnungen von algorithmischen Systemen oder, genauer gesagt, einer supermächtigen Künstlichen Intelligenz (KI) haben sich in den letzten Jahren entlang der Diskussionen um den Trans- bzw. Posthumanismus entfaltet. Sie werden getragen von einer Rhetorik um die Imperfektion des Menschen und um den fast gottgleichen Glauben in die Kraft der Berechnung. Der Beitrag untersucht die Rede von der Verbesserung des Menschen und hinterfragt, wie sich das Denken über digitale Technologien in die Handlungsvollzüge der Menschen einschreibt.The promise of human improvement, even perfection, and the juxtaposition of rationally based processes with the error-free calculations of algorithmic systems or, more precisely, a super-powerful artificial intelligence (AI), have unfolded in recent years along the lines of discussions about trans- or posthumanism. They are accompanied by a rhetoric of the human imperfection and the almost god-like belief in the power of computation. This article examines the ideology of human improvement and questions how thinking about digital technologies is already inscribed in daily basis routines

    ‘This might be advertising’: Perception, Understanding and Handling of Online Advertising by Children

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    Werbung ist im Alltag der Kinder allgegenwärtig – so auch im Internet. Die Erscheinungsformen der Online-Werbung sind nicht nur vielfältig, sondern auch sehr dynamisch, zunehmend personalisiert und entsprechend herausfordernd für junge Online-Nutzerinnen und -Nutzer. Mit der Überschrift dieses Aufsatzes ist unmittelbar die Problematik angesprochen, nämlich, dass bereits die Definition und Operationalisierung von «Onlinewerbung» ein kritisches Moment darstellt. Sowohl aus rechtlicher als auch aus medienpädagogischer Sicht stellt sich die Frage, ob Kinder in der Lage sind, Online-Werbung als solche zu erkennen und ihre Intention zu verstehen. Ein grundlegendes Verständnis von Werbung und eine zuverlässige Kennzeichnung von Werbemitteln werden als Grundvoraussetzung dafür gesehen, dass Kinder Werbung als solche erkennen und angemessen und kompetent damit umgehen können. Im vorliegenden Beitrag stellen wir Ergebnisse einer interdisziplinären Studie vor, in der untersucht wurde, welches Werbeverständnis Kinder im Grundschulalter haben und wie sie Werbung im Internet begegnen. Die Ergebnisse zeigen, wie herausfordernd Online-Werbung für Kinder ist und an welchen Stellen sie Schwierigkeiten haben, ihr Werbekonzept auf Online-Inhalte zu übertragen. Vor dem Hintergrund der Studie diskutieren wir das Konzept der Werbekompetenz sowie die methodischen Herausforderungen im Hinblick auf aktuelle und künftige Formen der Online-Werbung und persuasiver Kommunikation.Advertising is ubiquitous in children\u27s everyday life – and on the Internet. The manifestations of online advertising are not only diverse but also very dynamic, increasingly personalised and therefore challenging for young online users in multiple respects. From the perspectives of both law and media education, the central question arises whether children are able to identify online advertising as such and to understand its intention. A basic understanding of advertising and reliable labelling of advertising material is seen as fundamental requirements for children to identify advertising as such and to be able to handle it appropriately and competently. Concerning the question of advertising literacy, we present findings of an interdisciplinary study in which we investigate the concept of online advertising of primary school age and how they deal with advertising online. The results show how challenging online advertising is for children and at which points they have difficulties in transferring their concept of advertising to online content. Against the background of the study, we discuss the idea of advertising literacy and the methodological challenges about current and future forms of online advertising and persuasive messages

    Editorial: Learning with and about Media in a digital World

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    On the Performativity of Data-Driven Learning Platforms: An Analysis of the «Antolin» Literacy Program

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    Mit einer Nutzung in über 85% der Grundschulen zählt Antolin zu den in Deutschland beliebtesten digitalen Lernplattformen zur Förderung von Lesekompetenz. Auch weil Antolin hierbei in zunehmendem Masse direkt in schulweite digitale Infrastrukturen (Schulinformationssysteme) integriert wird, kann es als wirkmächtiges Element der wachsenden «Datengetriebenheit» von Schule verstanden werden, wurde aber bislang kaum als solches kritisch reflektiert. Diese Forschungslücke möchte der vorliegende Beitrag schliessen, indem er die Plattform als Erzeugung einer designbasierten, datafizierten und datafizierenden Form digitaler Bildungswelt in den Blick nimmt. Während die Plattform dabei einerseits erst aus dem vermittelten Zusammenspiel unterschiedlichster Praktiken (von Buchverlagen, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern etc.) hervorgebracht wird, so erzeugt sie andererseits ein relationales, von Daten und Algorithmen geprägtes Gesamtgefüge, welches die genannten Praktiken auf spezifische Weise (un-)sichtbar, (un-)bedeutsam, (un-)möglich und unterschiedlich wertvoll macht. Gleichwohl wird Antolin je nach Kontext sehr unterschiedlich adaptiert, justiert und an bestehende Praktiken angeschlossen, sodass sich hier wiederum eine Vielzahl möglicher «Wirkungen» entfalten. Insgesamt, so soll dieser Beitrag zeigen, ist es dieses spezifische Zusammenspiel von Regulierung und kontinuierlicher Kontextualisierung, welches in Zukunft sowohl konzeptuell-methodisch als auch empirisch besser greifbar gemacht werden muss, um eine kritisch-bewusste Einschätzung und Gestaltung digitaler Lern- bzw. Datenplattformen als Kernmechanismus zunehmend «datengetriebener» Schule zu ermöglichen.Used in over 85% of German elementary schools, Antolin has evolved into one of the most popular digital learning platforms for promoting reading skills. Also, because it is increasingly integrated into school-wide digital infrastructures (school information systems), it can be regarded as powerfully contributing to the ongoing datafication of schooling. However, critical reflections on Antolin have remained scarce. With this contribution, we aim to close this research gap by reconstructing the platform as a design-based, datafied and datafying form of digital education. While it is enacted through the mediated interaction of different practices (of book publishers, teachers, students etc.), the platform creates a relational, data- and algorithm-based infrastructure, which makes these practices (in-)visible, (in-)significant, (im-)possible and (un-)valued in a specific way. This does not mean, however, that Antolin is not adapted, adjusted and very differently contextualized, thus again unfolding various «effects». As this contribution will show, it is this specific interplay of regulation and continuous contextualization that scholars need to better understand – conceptually, methodologically, and empirically –, in order to enable a critical understanding of platforms as a central feature of the «data-driven» school

    ‹I simply switched it off›: Learners’ Perspectives on Data Collection Using Long-Term Screen Recordings in Non-Formal Educational Contexts

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    Durch die Datafizierung im Bildungsbereich eröffnen sich neue Möglichkeiten datengetriebene Analysen von Lernprozessen voranzutreiben. Das Dilemma, einerseits Lernprozesse verbessern zu können und andererseits immer stärker in die Privatsphäre der Lernenden einzudringen, lässt sich hierbei nicht vollständig auflösen. In diesem Beitrag möchten wir vorstellen, wie im Projekt musicalytics in Musikschulkursen zum Thema Songwriting in hybriden Lehr-/Lernarrangements während des gesamten Kursverlaufs Bildschirmaufzeichnungen angefertigt wurden, um die Software- und Internetnutzung durch die Teilnehmenden ausserhalb ihrer regulären Kurszeiten zu untersuchen. Neben einer Darstellung der technischen Umsetzung dieser hoch immersiven Form der Datensammlung werden im Beitrag vor allem die Implikationen einer solchen Datafizierung am Beispiel von Bildschirmaufnahmen für die Teilnehmenden diskutiert. Die Lernenden wurden im Anschluss an die Kurse befragt, wie sie diese weitgehende Form der Datenerhebung wahrgenommen haben und welche Rolle diese Art der Beobachtung für ihre Kursaktivitäten spielte. Die zentralen Ergebnisse der qualitativen Interviewstudie mit 15 Teilnehmenden geben Einblick in die ambivalenten Positionierungen der Befragten hinsichtlich Selbstbestimmung, Entgrenzung, Vermessung und Kontrolle im Kursverlauf. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des non-formalen Lernsettings eingeordnet und diskutiert. Zudem wird deren mögliche Bedeutung für formale Bildungskontexte wie die Schule kritisch reflektiert.The datafication of education opens new possibilities for data-driven analysis of learning processes. The dilemma of being able to improve learning processes on the one hand, and on the other hand to increasingly invade the privacy of the learners, cannot be completely resolved. In this paper we present how data with screen recordings were collected, in context of music school courses on songwriting in hybrid teaching/learning arrangements. This allows to record software and Internet use by participants throughout the course and outside of their regular course schedule. In addition to the technical implementation of this highly immersive form of data collection, the paper focuses on the implications for the participants. Learners were interviewed after the courses about how they perceived this extensive form of data collection and what role this type of observation played in their course activities. The central results of the qualitative interview study with 15 participants provide insight into the ambivalent positioning of the interviewees concerning self-determination, dissolution of boundaries, measurement, and control in the course. The results are discussed against the background of the non-formal learning setting, and their possible relevance for formal educational contexts such as school is critically reflected

    Associations between Online Hate Victimization and Perpetration: The Buffering Effects of Technical and Assertive Coping

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    Es ist bekannt, dass Opfer von Gewalt ein höheres Risiko als Nicht-Opfer aufweisen, Täterinnen oder Täter von Gewalt zu sein. Die Überlappung zwischen Viktimisierung und Täterschaft ist jedoch für Online-Hate bisher kaum untersucht worden. Ein möglicher Erklärungsmechanismus für diesen Zusammenhang ist der Einsatz spezifischer Bewältigungsstrategien. Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel, ein besseres Verständnis der Beziehung von Online-Hate-Opfern und -Täterinnen oder -Tätern zu entwickeln, um Grundlagen für wirksame Interventions- und Präventionsinitiativen im Bereich der Medienerziehung zu schaffen. Selbstberichtsfragebögen über Online-Hate-Viktimisierung und -Täterschaft sowie zu technischen und selbstbehauptenden Bewältigungsstrategien wurden von 1.480 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren (M = 14,21 Jahre; SD = 1,68) ausgefüllt. Die Ergebnisse zeigten, dass Online-Hate-Viktimisierung positiv mit der Online-Hate-Täterschaft korreliert. Technisches und selbstbehauptendes Coping zeigen einen negativen Zusammenhang mit Online-Hate-Täterschaft. Darüber hinaus berichteten Opfer von Online-Hate weniger Online-Hate-Täterschaft, wenn sie ein höheres Mass an technischen und selbstbehauptenden Bewältigungsstrategien einsetzen und häufiger Online-Hate-Täterschaft, wenn sie über ein niedrigeres Mass an technischen und selbstbehauptenden Bewältigungsstrategien verfügten. Zusammenfassend legen unsere Ergebnisse nahe, dass effektive Präventions- und Interventionsprogramme in Bezug auf Online-Hate die Vermittlung problem-fokussierter Bewältigungsstrategien berücksichtigen sollten.It is well known that victims of violence are more likely than non-victims to be perpetrators, and that perpetrators are more likely than non-perpetrators to be victims. However, the overlap between being the victim of violence and the perpetrator of violence is not well understood when it comes to online hate. An explanatory mechanism in this relationship could potentially be the use of specific coping strategies. We sought to develop a better understanding of the relationship between the victims and the perpetrators of online hate to inform effective intervention and prevention initiatives in the field of media education. Self-report questionnaires on receiving and committing online hate and on technical and assertive coping were completed by 1,480 young people between 12 and 17 years old (M = 14.21 years; SD = 1.68). Results showed that increases in being the recipient of online hate were positively related to being a perpetrator of online hate. Technical and assertive coping strategies were negatively related to perpetrating online hate. Furthermore, victims of online hate reported less instances of perpetrating online hate when they reported higher levels of technical and assertive coping strategies, and more frequent instances of perpetrating online hate when they reported lower levels of technical and assertive coping strategies. In conclusion, our findings suggest that, if they are to be effective, prevention and intervention programs that target online hate should consider educating young people in problem-focused coping strategies

    Key Success Factors Using Digital Media: Basic Research for Basic Adult Education

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    Ausgehend von einer tiefgreifenden Mediatisierung der Gesellschaft (vgl. z. B. Couldry und Hepp 2016) werden für die Teilhabe an der Gesellschaft neben der literalen und der mathematischen Grundbildung nun auch eine digitale Grundbildung notwendig (BMBF und KMK 2016; Tröster und Schrader 2016). Entsprechend wird eine stärkere Einbindung digitaler Technologien in der Erwachsenenbildung (European Comission 2015; Helbig und Hofhues 2018; Pietraß 2015) sowie eine Weiterbildungsoffensive gefordert und auch umgesetzt (vgl. z. B. Staatsministerium Baden-Württemberg). Auch wenn der Bedarf an digitaler Grundbildung hoch ist, wird der Erwachsenenbildung gegenüber computerbasierten Lernprozessen und deren konzeptionelle Einbindung eine distanzierte Einstellung (Arnold 2014, 157; Hartung-Griemberg 2017) postuliert. Insbesondere ist dies im Bereich der Alphabetisierung der Fall (Helbig und Hofhues 2018, 12). Aber gerade diese Zielgruppe kann besonders von dem Einsatz digitaler Medien profitieren (vgl. z. B. Koppel 2017; Wolf und Koppel 2017). Im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung existieren allerdings bisher kaum Erkenntnisse darüber, welche Faktoren zu einem gelingenden Einsatz digitaler Medien beitragen. Ziel des hier vorgestellten Projektes «Geco» ist es daher, mittels leitfadengestützter Interviews Gelingensbedingungen für den Einsatz computerbasierter Lernprogramme in der Alphabetisierung und Grundbildung zu identifizieren. Die Ergebnisse der Studie/des Projekts werden im Folgenden vorgestellt.Based on a far-reaching mediatisation of society (cf. e.g. Couldry and Hepp 2016), participation in society requires not only literary and mathematical basic education but also digital basic education (BMBF and KMK 2016; Tröster and Schrader 2016). Accordingly, a stronger integration of digital technologies in adult education (European Commission 2015; Helbig and Hofhues 2018; Pietraß 2015) and a further education offensive (Deutscher Volkshochschulverband e.V. 2015) by the German Adult Education Association are called for. Even if the demand for digital basic education is high, a distanced attitude is postulated (Arnold 2014 157; Hartung-Griemberg 2017) towards adult education in relation to computer-based learning processes and their conceptual integration. This is particularly the case in the area of literacy (Helbig and Hofhues 2018, 12). But it is this target group in particular that can benefit from the use of digital media (cf. e.g. Koppel 2017; Wolf and Koppel 2017). In the area of literacy and basic education, however, there is hardly any knowledge to date about which factors contribute to the successful use of digital media. The aim of the “Geco” project presented here is therefore to identify key success factors for the use of computer-based learning programs in basic education. The findings presented in this paper were obtained through guideline-based interviews and are presented below

    Higher education in pandemic mode: How students in Saxony experienced the digital summer semester

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    Im Sommersemester 2020 beteiligten sich 3469 Studierende sächsischer Hochschulen an einer Onlinebefragung zum Studium während der Coronapandemie. Trotz Campusschliessungen konnten die Befragten ihr Studium weitgehend wie geplant fortführen. Während die technische Ausstattung der Studierenden eine Teilnahme an digitalen Lehrveranstaltungen zuliess, zeigten sich Defizite bei der Qualität der Internetverbindung. Im Vergleich zum Vorsemester wurden die Studienorganisation als moderat (d = -0.48, 95 % CI [-0.52, -0.45]), Lernaktivitäten als deutlich (d = -0.86, 95 % CI [-0.90, -0.82]) schwerer empfunden. Auch die Konzentration auf das Studium fiel den Befragten schwerer als im Semester davor (d = -0.69, 95 % CI [-0.72, -0.65]). Mit den angebotenen Lernmedien zeigten sich die Befragten tendenziell zufrieden. Vor allem Learning-Management-Systeme, digitale Texte und Präsentationen dominierten das Lerngeschehen an den sächsischen Hochschulen. Fehlende soziale Interaktionen mit Peers und fehlende lernbezogene Interaktionen mit Dozentinnen und Dozenten wurden als besonders nachteilig erlebt. Zeit- und Kostenersparnisse sowie mehr Autonomie beim Lernen sind die grössten Vorteile des Studierens von zu Hause. Es zeigen sich keine Hinweise, dass leistungsschwache Studierende von den veränderten Studienbedingungen stärker nachteilig betroffen waren.In the Summer Semester of 2020, 3469 students enrolled in Saxon universities participated in an online survey concerning the study situation during the corona pandemic. The results show that, despite campus closures, the respondents were, on the whole, able to continue their studies as planned. While their technical equipment largely allowed participation in digital courses, not all students had a sufficiently stable internet connection. Compared to the previous semester, the respondents found it more difficult to organize their studies (d = -0.48, 95 % CI [-0.52, -0.45]) and to manage their learning activities (d = 0.86, 95 % CI [-0.90, -0.82]). It was also more difficult to concentrate on studying in general (d = -0.69, 95 % CI [-0.72, -0.65]). The respondents were mostly satisfied with the learning media offered. For the most part learning management systems, digital texts, and presentations dominated the learning process at the universities in Saxony. The lack of social interactions with peers and learning-related interactions with lecturers were felt to be particularly disadvantageous. Savings in time and money, as well as more autonomy in learning, were considered the biggest advantages of studying from home. There is no indication that low-performing students were more affected negatively by the changed study conditions

    Paradoxes of optimization: Theoretical and empirical observations on digital practices of teaching

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    Der Diskurs zur Integration digitaler Medien in der Schule bewegt sich aktuell zwischen Optimierungsnarrativen einerseits und deren Kritik andererseits. Der Beitrag geht der mikroperspektivischen Frage nach, wie digitale Medien im Unterricht interaktiv eingebettet sind und ob überhaupt bzw. in welcher Hinsicht sich ihr Einsatz auf die pädagogische Interaktionspraxis optimierend zeigt. Auf der Grundlage der Auswertung von Beobachtungs- und Interaktionsprotokollen aus dem Projekt «Zur sozialen Praxis digitalisierten Lernens» werden folgende typische Optimierungspraktiken des digital mediatisierten Unterrichts im Spannungsfeld von Transformation und Reproduktion systematisiert und präsentiert: die Koordination von Rederechten und Sozialformen, die Herstellung von Transparenz und individueller Sichtbarkeit und die (Selbst-)Aktivierung respektive Beteiligung von Schülerinnen und Schülern. Es wird gezeigt, dass mit den technischen Möglichkeiten der Vereinfachung und Steuerung der Unterrichtsinteraktion nicht intendierte Nebenfolgen einhergehen, die in der pädagogischen Interaktion zu bearbeiten sind. Mit dem Versuch einer «technologischen Lösung» und Modifikation unterrichtlicher Handlungsprobleme verlagert und verschärft sich die Komplexität und Kontingenz des Unterrichts und konsolidiert paradoxerweise die antinomisch verfasste Struktur pädagogischer Sozialität.The discourse on the integration of digital media in schools is currently taking place between the poles of optimization narratives on one hand and their criticism on the other. The article explored the micro-perspective question of how digital media are embedded interactively in classrooms and whether, or in what respect their use can be seen to optimize pedagogical interaction. Based on the analysis of observation and interaction protocols from the project «On the social practice of digitized learning», the article presents and systematizes typical optimization practices of digitally mediated teaching. That mediated teaching, which is caught between the poles of transformation and reproduction, reflects in the following different phenomena that we aim to show in this article: the coordination of turn taking and classroom organisation, the production of transparency and individual visibility and the (self-)activation and participation of students. This is meant to point out that apparently technological possibilities of simplifying and controlling the classroom interaction are accompanied by unintended side effects that must be dealt with in pedagogical interactions. The attempt to find a “technological solution” and modification for the problems of classroom management does not only intensify the complexity and contingency of teaching shifts, but, paradoxically, consolidates the antinomic structure of educational sociality

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