MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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From Crisis Mode to Change Process: Higher Education Teaching in Times of the CoViD-19 Pandemic
Die Corona-Pandemie hat die Hochschulen in eine Krisensituation versetzt. Die damalige Entscheidung, das Sommersemester 2020 trotz Kontaktverboten durchzuführen, hat alle Hochschulen mobilisiert eine nahezu vollständige Online-Lösung aufzubauen. Diese ‹Zwangsdigitalisierung› hat Lehrende und Studierende in den folgenden Monaten in einen Experimentiermodus versetzt. Dass sich Lehrende und Lernende in dieser Breite mit digitalen Technologien auseinandersetzen und Erfahrungen machen, konnten bisherige Forderungen und Förderungen nicht erreichen. Es ist jedoch ungewiss, wie diese Dynamik in den Lehralltag einer Post-Pandemie-Zeit übertragen werden kann. Hier sind Hochschulen auf strategischer Ebene gefragt, den Krisenmodus für den Change-Prozess zu nutzen. Anhand einer Gruppendiskussion mit 14 Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten haben wir untersucht, welche langfristigen Veränderungspotenziale der Pandemie wahrgenommen werden. Durch eine strukturierte Inhaltsanalyse der Diskussion erweitern wir in diesem Beitrag die bisherigen zusammenfassenden Ergebnisse. Die Analyse zeigt, dass als entscheidende Variable für den Erfolg beim Krisenmanagement multiple agile Kooperationsformate zwischen den unterschiedlichen Ebenen und Akteuren wahrgenommen werden. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau dieser Kooperationen kann die Grundlage für einen langfristigen Change-Prozess darstellen, der unabhängig von der CoViD-19-Pandemie notwendig ist.The Corona pandemic has put the universities in a crisis situation. The resulting decision to start and stage the 2020 summer semester mobilised all universities. They managed to provide the range of courses almost completely online to enable students to continue their studies despite the extensive contact limitations. This ‘forced digitisation’ initiated teachers and students to experiment with both restrained and extended possibilities in the following months. Previous demands and subsidies could not achieve such a broad acquisition of experiences with digital technologies. However, it is uncertain how universities can transfer this dynamic development into the regular teaching commitments of a post-pandemic period. Here, universities are challenged to expand the crisis mode to a reliable change process. Based on an expert discussion with 14 vice-presidents, we examined which potentials they perceived to change higher education in the long term. The analysis shows that they perceived the multiple agile cooperations between the different levels and actors of universities as a decisive variable for a successful crisis management. Maintaining and expanding these collaborations can be the basis for a long-term change process, which is necessary regardless of the CoViD-19 pandemic
Support Needs of University Lecturers in Teaching Degree Programs and Advanced Training Programs during the ‘Digital’ Summer Semester 2020
Die pandemiebedingten Veränderungen des Hochschulbetriebs im Sommersemester 2020 forderten Hochschuldozierende hinsichtlich ihrer digitalisierungsbezogenen Kompetenzen heraus. Das Vorwissen und die bis dato gesammelten Erfahrungen mit Blick auf eine digitale Lehre deckten sich oftmals nicht mit den neuen aus der Not heraus entstandenen Anforderungen an die Lehrenden. In den Lehramtsstudiengängen ist es unabdingbar eine medienpädagogische Handlungskompetenz an die Studierenden zu vermitteln, über die Dozierende im Hochschulzusammenhang selbst verfügen müssen. Doch welche Möglichkeiten wurden den Lehrenden zum Ausbau der eigenen Kompetenzen angeboten? Inwiefern wurden die während des Sommersemesters 2020 angebotenen Weiterbildungen den entsprechenden Bedarfen gerecht? Der vorliegende Beitrag stellt eine Studie vor, die sich mit den Weiterbildungsangeboten für Hochschullehrende an sächsischen Universitäten während des ‹digitalen› Sommersemesters befasst und diese thematisch mit den Unterstützungsbedarfen Dozierender in den Lehramtsstudiengängen der Technischen Universität Dresden vergleicht. Als Grundlage für diesen Vergleich dient ein vorab eigens entwickelter Kompetenzrahmen, welcher auf vorhandenen Konzepten und Modellen zu Medienkompetenz (Baacke 1997) und Medienpädagogischer Kompetenz (Blömeke 2000) beruht.The pandemic-related changes in university operations in the summer semester of 2020 challenged university lecturers with regard to their digitization-related competencies. The previous knowledge and the experience gained so far with regard to digital teaching often did not match the new requirements for teachers that arose out of necessity. In teacher training courses, it is essential to provide students with media pedagogical competence, which lecturers must have at their disposal in the university context. But what possibilities were offered to the teachers to develop their own competences? To what extent did the continuing education courses offered during the summer semester 2020 meet the corresponding needs? This study looks at the continuing education offerings for university lecturers at Saxon universities during the ‘digital’ summer semester and compares them thematically with the support needs of lecturers in the teaching degree programs at the Technische Universität Dresden. As a basis for this comparison, a competence framework is developed in advance and based on existing concepts and models of media competence (Baacke 1997), media pedagogical competence (Blömeke 2000)
Students’ Digital Media Usage at the University of Tübingen During the CoViD19 Semester 2020 Compared to 2018
Diese Studie verfolgte das Ziel, die digitale Mediennutzung Studierender während des sogenannten Corona-Semesters im Sommer 2020 mit Daten aus dem Jahr 2018 zu vergleichen. Zwei Forschungsfragen werden im vorliegenden Papier adressiert: Inwieweit unterscheidet sich die Mediennutzung der Studierenden während des digitalen Sommersemesters 2020 von der Mediennutzung im Jahr 2018? In welcher Weise hängt die Mediennutzung im Jahr 2020 mit individuellen Faktoren zusammen (z. B. emotionale Befindlichkeit, soziale Integration, Selbstwirksamkeit)? Im Jahr 2020 nahmen 207 Studierende der Universität Tübingen an einer Online-Befragung zu ihrer digitalen Mediennutzung teil. Diese Daten wurden mit einem bestehenden Datensatz der gleichen Universität aus dem Jahr 2018 (N = 808 Studierende) verglichen. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Anstieg der Mediennutzung der Studierenden in allen Kategorien, insbesondere beim Learning Management System, Online-Übungen, Lernvideos und Videokonferenzen. Es konnte auch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Nutzung von Online-Tools zum Zwecke des Lernens durch die Studierenden und ihrem Gefühl der sozialen Integration festgestellt werden. Weiterhin gab es Zusammenhänge zwischen der Selbstwirksamkeit der Studierenden in Bezug auf digitale Medien und ihren lernrelevanten Emotionen. Der Artikel diskutiert diese Ergebnisse vor dem Hintergrund anderer Studien zur Mediennutzung von Studierenden und liefert erste praktische Implikationen für Dozierende.The purpose of this study was to compare students’ digital media use during the so-called corona semester in summer of 2020 when universities worldwide moved to online teaching and learning, with data from 2018. Two research questions were at the center of our study: To what extent did students’ media use during the digital summer semester 2020 differ from media use in 2018? In which ways is media use in 2020 related to individual factors (e.g., emotional states, social integration, self-efficacy)? In 2020, 207 students at the University of Tübingen participated in an online survey on their digital media use. This data was compared with an existing data set from the same university from 2018 (N = 808 students). Results show a significant increase in students’ media use across all categories, in particular Learning Management System, online exercises, learning videos, and video conferencing. We also found a significant relation of students’ usage of online tools for learning with their feeling of social integration, as well as connections between students’ digital media self-efficacy and their learning-relevant emotions. The article discusses these results in the light of other studies on students’ media uses and provides first practical implications for lecturers
Digital Learning during the Covid-19 pandemic from the perspective of educational science students: Recommendations for the digitalization of teaching in higher education
Der vorliegende Beitrag untersucht die Bedingungen von Lehren und Lernen während der Covid-19-Pandemie. Verantwortliche der Hochschullehre und Studierende waren im Sommersemester 2020 gezwungen, auf digitale Formate des Lehrens bzw. Lernens zurückzugreifen. Im Rahmen der vorliegenden Studie wird auf Grundlage einer Fragebogenstudie mit Bachelorstudierenden des Fachs Erziehungswissenschaften zunächst die derzeitige Situation und das Meinungsbild der Studierenden differenziert erfasst und dargestellt. Anschliessend werden Faktoren herausgearbeitet, die aus Studierendenperspektive zentral für den erfolgreichen Einsatz von digitalen Formaten in der Hochschullehre sind. Aufbauend darauf werden Unterstützungsbedarfe identifiziert und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von digitalem Lehren und Lernen formuliert. Die Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass das Sommersemester 2020 eine Herausforderung für alle Beteiligten gewesen ist. Besonders technologische Hürden erschwerten das Studieren. Auch didaktische und organisatorische Gestaltungsaspekte digitaler Lehr- und Lernkonzepte bestimmten das Studierverhalten. Die Untersuchung liefert wichtige Hinweise hinsichtlich digital (bzw. digital angereicherter) Lehre. Diese sind wegweisend, um die Lehre in der gegenwärtigen Situation erfolgreich durchzuführen und um die Qualität der Lehre und des Lernens im Hochschulbereich zu sichern.The following paper examines the conditions of teaching and learning of undergraduate students during the Covid-19 pandemic. In the spring semester of 2020, those responsible for university teaching and their students have been forced to use digital formats for teaching and learning. A questionnaire study with educational science students provides data on the current situation and the students’ opinions. Afterwards, factors are identified which, from a student perspective, are central to the successful use of digital formats in university teaching. Subsequently, it is determined which support measures are needed and recommendations for the design of digital teaching and learning are defined. The results of the study indicate that the spring semester 2020 has been a challenge for all participants. Due to technological barriers, studying has been more difficult. Didactic and organisational design aspects of digital teaching and learning concepts also influenced study behaviour. The conducted research delivers relevant findings regarding digital (or digitally enriched) teaching which are important to successfully provide teaching in the current situation and to ensure the quality of teaching and learning in the higher education sector
Media-related competence assessment for adults
Aufgrund des technologischen Fortschritts stellt die Entwicklung von medienbezogenen Kompetenzen eine sich stetig wandelnde Aufgabe dar, die durch Angebote der Erwachsenenbildung und Weiterbildung unterstützt werden kann. Um Kompetenzausprägungen sowie Entwicklungsbedarfe bei Lehrenden und (potentiellen) Zielgruppen von Bildungsangeboten zu identifizieren, wird bereits über verschiedene Wege und mit unterschiedlichen Methoden versucht, medienbezogene Kompetenzen zu erfassen. Im Rahmen dieses Beitrags werden zunächst verschiedene Arten der Kompetenzmessung aufgezeigt und anschliessend drei Ansätze der medienbezogenen Kompetenzerfassung bei Erwachsenen exemplarisch betrachtet (Rammstedt 2013; Rott 2020; Treumann et al. 2002). Vergleiche von Selbsteinschätzungsskalen mit einem Testinstrument im Rahmen des Bildungsmonitorings sowie einem Kompetenztest zeigen jeweils spezifische Potentiale, Grenzen und Optimierungsmöglichkeiten der einzelnen Instrumente und Erhebungsarten auf, mit der Schlussfolgerung, dass eine Kombination aus Selbsteinschätzung und Kompetenztests weitere Möglichkeiten für Forschung und Praxis im Feld der Erwachsenenbildung eröffnet, auch wenn kritisch hinterfragt werden muss, welche Art medienbezogener Kompetenzen für welche erwachsene Zielgruppe überhaupt relevant ist.Due to technological progress, the development of media-related skills is a continuously changing task that can be supported by adult education and continuing education programs. In order to identify competence manifestations as well as developmental needs of teachers and (potential) target groups of educational offers, different methods are already being used to record different media-related competences. In the present paper, different types of competence measurement are first described and then three approaches of media-related competence assessment for adults are discussed as examples (Rammstedt 2013; Rott 2020; Treumann et al. 2002). Comparisons of self-assessment scales with a test instrument in the context of educational monitoring and a competence test reveal specific potentials, limitations, and optimization possibilities of the individual instruments and types of assessment. This consideration leads to the conclusion that a combination of self-assessment and competence tests opens up further possibilities for research and practice in the field of adult education, even if it must be critically questioned what kind of media-related competences are relevant for each adult target group
Requirements for Inclusive Media Education
Pädagogisches Handeln als Interaktion innerhalb eines Arbeitsbündnisses unterliegt diversen Anforderungsstrukturen, die jenseits dieser Interaktionssituationen verhandelt werden. Im Zuge struktureller Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene tauchen immer neue zusätzliche Anforderungen auf, die in das berufskulturelle Mandat integriert werden sollen. Der vorliegende Beitrag thematisiert aus einer primär systemtheoretischen Perspektive den Wandel von Anforderungsstrukturen, die durch die parallele Verhandlung der Megathemen Digitalisierung und Inklusion angestossen werden. Dabei liegt der Fokus sowohl auf den Veränderungen im Bildungssystem durch die strukturelle Kopplung mit anderen gesellschaftlichen Funktionssystemen als auch auf den Aushandlungsprozessen darin, was anhand der Digitalisierungs- und Inklusionsdiskurse aufgezeigt wird. Es wird herausgearbeitet, wie sich die Anforderungsstrukturen inklusiv-medialer Bildung gestalten und welche Rolle dabei die Erwartungen gesellschaftlicher Teilsysteme einnehmen. Der Beitrag zielt auf einen (selbst)kritischen Blick in Bezug auf die Verstrickung in die eigenen Systemlogiken und die damit verbundenen strukturellen Kopplungen.Pedagogical action is subject to certain requirements within working alliances that are negotiated both within and outside of particular interactional situations. Due to structural transformations on a social level new requirements constantly evolve that need to be integrated into the professional mandate. From a predominant system theoretical perspective, this paper analyses the transformation of requirement structures for educational professionals focusing on those transformations caused by digitalisation and inclusion. This will be done by looking both at the changes taking place within educational systems through the structural coupling with other social functional systems as well as by looking at the processes of negotiation within those systems in the case of the digitalisation and inclusion discourses. It is shown how the requirement structures of inclusive-media-education evolve and which role the expectations of different social subsystems take. The paper aims at giving a (self)critical perspective on the entanglement into own ways of system logic (Systemlogik) and the related structural couplings
Digitally supported learning in nursing training: The Care Reflection Online (CARO) learning environment
Die tiefgreifende Mediatisierung (Hepp 2018) schliesst nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche ein, so auch das Gesundheitswesen. In der Pflegeausbildung ist das Potential des Einsatzes digitaler Medien noch nicht vollumfänglich ausgeschöpft. Zwar werden punktuell digitale Medien, wie etwa Lernplattformen (Moodle), Programme (PowerPoint) oder einzelne Methoden (flinga) in die Lehre integriert. Dennoch erfolgt der Einsatz selten pflegedidaktisch fundiert (Darmann-Finck 2010). Mediendidaktische Ansätze, anhand derer das digital unterstütze Lernen gestaltet werden kann (Kerres 2018; Jahnke 2015), adressieren die Anforderungen des Unterrichtsgegenstandes «Pflege» nicht ausreichend. Im Projekt CARO (Laufzeit 2016 bis 2019) wurde daher ein sog. Classroom-Learning-Interaction-System (CARO CLIS) zur Unterstützung von Live-Interaktionen im Klassenraum entwickelt und evaluiert. Das CARO CLIS unterstützt komplexe Lern-, Interaktions- und Reflexionsprozesse pflege- und mediendidaktisch fundiert. Im folgenden Beitrag wird sowohl die Entwicklung und Evaluation der Software als auch der Unterrichtsinhalte auf Basis des Design-based Research Ansatzes (Koppel 2016) aufgezeigt. Darüber hinaus wird exemplarisch dargestellt, wie mit dem CARO CLIS pflegedidaktisch fundierte komplexe Bildungsziele mit Hilfe mediendidaktischer Interaktionsformate im Unterricht umgesetzt werden können.The deep mediatization (Hepp 2018) integrates almost all sectors of society, including health care. In nursing training, the potential of the use of digital media has not yet been fully exploited. Digital media, such as learning platforms (Moodle), programs (PowerPoint) or individual tools (flinga), are integrated in teaching processes. Nevertheless, the use is rarely carried out in a nursing-didactically way (Darmann-Finck 2010). Media didactic approaches to shape digitally supported learning (Kerres 2018; Jahnke 2015), do not adequately address the requirements of contents in nursing training. In the CARO project (running 2016 to 2019), a so-called Classroom Learning Interaction System (CARO CLIS) was developed and evaluated to support live interactions in the classroom. The CARO CLIS supports complex learning, interaction and reflection processes in a nursing and media-didactic way. The following article shows the development and evaluation of the software as well as the teaching content based on the design-based research approach (DBR) (Koppel 2016). In addition, it is exemplified how the CARO CLIS supports nursing-didactically well-founded complex educational goals using media-didactic interaction formats
The Way to Digitally Empowered Schools: First Insights Into a Design-Based-Research Project
Ziel des Beitrages ist, das Konzept und erste Erkenntnisse eines entwicklungsorientierten Forschungsprojektes zur Begleitung von Modellschulen auf ihrem Weg hin zu digital souverän agierenden Schulen zu präsentieren. In der Betrachtung von zwei ausgewählten Problem- und Handlungsfeldern wird empirisch fundiert beschrieben, mit welchen Herausforderungen digital weniger fortgeschrittene Schulen im Kontext aktueller Digitalisierungsdiskurse unter Pandemiebedingungen konfrontiert sind und wie die Gestaltung von Schulentwicklungsprozessen in der konkreten schulischen Praxis unterstützt werden kann. Das erste Problemfeld widmet sich der Frage, wie ausgehend von einem technisch vorhandenen Tablet-Klassensatz Lehrpersonen für mobiles Lernen zur Sprachförderung sensibilisiert werden können. Das zweite Problemfeld skizziert Herausforderungen und Ansätze zur Etablierung digitaler Lernplattformen an einer integrierten Gesamtschule. Die Projekterfahrungen dokumentieren Möglichkeiten zur Erschliessung neuer Handlungsspielräume und schulpraktische Bedingungen, die als einschränkend erlebt werden. Begrenzte Handlungsmöglichkeiten der Schulen wurden insbesondere bei Prozessen der Datenverarbeitung sowie Fragen des Datenschutzes sichtbar.The article presents the concept and preliminary findings of a design-based-research project. We assisted schools on their way to digitally empowered schools. An empirically-informed description is given of the challenges faced by digitally less advanced schools under pandemic conditions in examining two selected projects. The article also shows ways to support the design of school development processes in concrete school practice. The first project is dedicated to learning with mobile devices at a school with a focus on promoting speech therapy. The second project outlines the challenges while establishing learning management systems at a comprehensive school. The two projects demonstrate new opportunities for schools to take action. At the same time, restrictive framework conditions become visible. The schools’ limited options for action were particularly evident in data processing and privacy issues
Experiences, Challenges, and Future Teaching Scenarios in Online Teaching: A Mixed-Method-Study on the Covid-19 Summer Semester 2020 from the Perspective of Academics
Das SoSe 2020 hat Lehrende vor die Herausforderung gestellt, ihre Lehrveranstaltungen innerhalb kürzester Zeit komplett digital gestützt durchzuführen. Wie Lehrende mit dieser Veränderung umgegangen sind, welche Lehrszenarien sie praktiziert haben, welche Potentiale und Herausforderungen sie in reiner Online-Lehre sehen und wie sie sich Lehre in Zukunft vorstellen, wurde an der Frankfurt University of Applied Sciences mittels eines Mixed-Method-Ansatzes mit Leitfadeninterviews und einem Online-Fragebogen analysiert. In der Gesamtschau lässt sich sagen, dass die Lehrenden trotz der plötzlich auftretenden Corona-Situation die Lehre im SoSe 2020 insgesamt positiv erlebt haben. So berichten sie von einem grossen Kompetenzzuwachs, was etwa die Interaktion und Kommunikation über Videokonferenzsysteme oder das Erstellen von Medienprodukten angeht. Die Grundpfeiler des Lehrkonzepts bildeten bei vielen Lehrenden zu Beginn der Pandemie eine Kombination von Videokonferenzen, vorab aufgezeichneten Lehrvorträgen und Lehrmaterialien, die über Lernplattformen zur Verfügung gestellt wurden. Zentrale Herausforderungen waren dabei die fehlende Beziehungsebene und die sinnvolle Gestaltung von Gruppenarbeiten. Die grösstenteils positiven Erfahrungen des SoSe 2020 haben die Bereitschaft der Lehrenden erhöht, in Zukunft eine Kombination aus Präsenz- und Online-Lehre anzubieten bzw. hybride Lehrszenarien zu entwickeln.The summer semester 2020 has challenged academics conducting their courses completely digitally within a very short period of time. How teachers dealt with this, which teaching scenarios they practiced, which potentials and challenges they see in teaching completely remotely, and how they imagine teaching in the future was researched at the Frankfurt University of Applied Sciences using a mixed-method approach with guided interviews and an online questionnaire. In general, academics had a positive overall experience of teaching in the summer semester 2020. They report a great increase in competence, for example, with regard to interaction and communication via video conferencing systems and developing media products. At the beginning of the pandemic, a combination of video conferences, pre-recorded lectures and teaching materials made available via learning platforms were the main foundation of the teaching concept. Central challenges were the lack of a relationship between students and academics and the meaningful design of group work. However, the largely positive experiences of the summer semester 2020 have increased the academics‘ willingness to offer a combination of traditional face-to-face and online teaching and to develop hybrid teaching scenarios in the future
Through Reflection to More Social Relatedness: A Model for Analysing Encounters When Teaching Online
Motiviert durch Erfahrungen, die Lehrende und Lernende zu Beginn der Covid-19-Pandemie und der unerwarteten Umstellung auf Online-Lehre gemacht haben, beschäftigt sich dieser Beitrag mit der Frage, wie soziale Eingebundenheit in formalen Bildungskontexten wie der Hochschullehre gefördert werden kann. Dies ist möglich, wenn der Blick auf jene Begegnungen gerichtet wird, die Lernprozessen inhärent sind. Ausgehend von interdisziplinären Erkenntnissen aus dem weiten Feld des Lehrens und Lernens (mit Technologien) werden in diesem Beitrag zunächst Argumente dafür gesammelt, warum individuelles Lernen sowohl kognitive als auch affektive Prozesse beinhaltet, bevor diese in Relation zur (sozialen) Situiertheit des Lernens besprochen werden. Kombiniert mit dem Fokus auf lernbezogene Begegnungsprozesse werden diese theoretischen Einblicke genutzt, um ein Reflexionsmodell zu entwickeln, das es Lehrenden ermöglicht, studentische Involviertheit bereits in der Lehrplanung zu bedenken.Motivated by the experiences that teachers and learners made at the dawn of the Covid-19 pandemic and the unexpected shift to online teaching, this paper deals with how social relatedness can be promoted in formal educational contexts such as higher education. This can be accomplished by focusing on the encounters that are inherent to learning processes. Drawing its insights from interdisciplinary findings of the broad field of teaching and learning (with technologies), this paper first collects arguments that stress why engaged learning involves both cognitive and affective processes before relating them to the (social) situatedness of learning. Combined with the focus on encounters in learning, these theoretical insights are used to develop a model that allows teachers to consider student involvement as they plan their higher education courses