MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Professionalism and Digitalized Pedagogical Diagnoses in School Organizations: Challenges and Innovation Potential for the Teaching Profession

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    Der vorliegende Beitrag überprüft vor dem Hintergrund einer Diskussion um digitale Transformation von Bildung in der Schweiz Herausforderungen und Innovationspotenzial einer Digitalisierung pädagogischer Diagnosen in schulischen Organisationen. Die Heraus­forderungen und das Innovationspotenzial werden anhand einer Verschränkung von organisations-, professions- sowie medientheoretischer Perspektive analysiert.In wechselseitiger Bezugnahme dieser Perspektiven zeigt der Beitrag aus (medien-)päda­gogischer Sicht Implikationen der Digitalisierung einer zentralen pädagogischen Tätigkeit – dem Stellen pädagogischer Diagnosen – auf und benennt auf dieser Grundlage wesentliche Herausforderungen. Insbesondere aufgrund des praktischen Charakters einer Diagnose zeigen sich Herausforderungen einer Operationalisierung von Diagnosen mithilfe digitaler Technologien. In Anbetracht dieser Herausforderungen kann hinsichtlich einer Digitalisierung pädagogischer Diagnosen (noch) nicht von ‹Innovation› im Sinne eines wissenschaftlichen Sprachgebrauchs gesprochen werden. Es ist aber davon auszugehen, dass digitale Technologien (auch) in Zukunft ein sinnvolles Instrument für pädagogische Diagnosen darstellen werden. Diese Prognose ist insbesondere unter Berücksichtigung weiterer Entwicklungen im Prozess der Digitalisierung in schulischen Organisationen zu erwarten und daher wissenschaftlich zu begleiten.Against the background of a discussion about the digital transformation of education in Switzerland, this article examines the challenges and innovation potential of digitalizing pedagogical diagnoses in school organizations. The challenges and innovation potential are analyzed by interweaving organizational, professional and media theoretical perspectives.In mutual reference to these perspectives, the article shows the implications of the digitalization of a central pedagogical activity – the making of pedagogical diagnoses – from a (media) pedagogical perspective and identifies key challenges on this basis. The challenges of operationalizing diagnoses with the help of digital technologies are particularly evident due to the practical nature of a diagnosis. In view of these challenges, it is not (yet) possible to speak of ‹innovation› in the sense of scientific terminology regarding the digitalization of pedagogical diagnoses. However, it can be assumed that digital technologies will (also) represent a useful tool for pedagogical diagnoses in the future. This forecast is to be expected when considering further developments in the process of digitalization in school organizations

    Relevance of Leaders in Organizational Development: Teaching and Development of Digital Competence in Outpatient Nursing Care Settings

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    Führungskräfte in Organisationen der ambulanten pflegerischen Versorgung sind als Lehr- und Lernpersonen weitreichend in die Vermittlung von Digitalkompetenz an Mitarbeitende eingebunden. Dabei erleben sie in Bezug auf ihre eigenen Kompetenzen Unsicherheiten und fehlende Struktur und streben in der Folge möglichst geradlinige und konfliktfreie Wissensvermittlungsprozesse an. Kenntnisse der Organisations- und Medienpädagogik weisen jedoch auf die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit betroffenen Akteur:innen, den Rahmenbedingungen und den Beziehungsgeflechten darin hin. Die jeweils genutzte digitale Pflegetechnologie spielt dagegen eine nachrangige Rolle. Daher stellt sich die Frage, wie die Vermittlung von Digitalkompetenz durch und an Führungskräfte (in) einer lernenden, innovativen Organisation mittels themenzentrierter Interaktion (TZI) gelingen kann. Denn ein Vorgehen anhand der TZI stellt hierbei eine mögliche Handreichung für die Strukturierung eines hybriden Wissensvermittlungsprozesses und zur Förderung von Führungskräften und Mitarbeitenden als Vehikel in einem Organisationsentwicklungsprozess dar. Dieser ganzheitliche Ansatz berücksichtigt Führungskräfte, Mitarbeitende, die Organisation und die Beziehungen zwischen allen Beteiligten als gleichwertige Faktoren. Eine Vernetzung mit Bildungseinrichtungen wird als förderlich für die Verbesserung der Digitalkompetenz angesehen. Zudem sollte der Lernprozess der Führungskräfte dem der Mitarbeitenden vorangehen, um eine umfassende Organisationstransformation zu ermöglichen.Leaders in outpatient nursing care organizations are extensively involved as teaching and learning agents in the transmission of digital competence to employees. In this process, they experience uncertainties and a lack of structure regarding their own competencies, consequently striving to avoid for their employees or pursuing the most linear and conflict-free knowledge transfer processes possible. Knowledge of organizational and media pedagogy, however, points to the necessity of engaging with affected stakeholders, framework conditions, and the relationship networks therein. The specific digital nursing technology being used plays a subordinate role. This raises the research question: How can digital competence succeed through and for leaders in a learning, innovative organization via theme-centered interaction (TCI)? A procedure based on TCI represents a potential framework for structuring a hybrid knowledge transfer process and for promoting leaders and employees as vehicles in an organizational development process. This holistic approach considers leaders, employees, the organization, and the relationships between all participants as equivalent factors. Networking with educational institutions is viewed to be conducive to improving digital competencies. Furthermore, the learning process of leaders should precede that of employees to enable comprehensive organizational transformation

    Opportunities and Challenges in Using Electronic Lab Notebooks in Teacher Education: An Approach to the Digitalization of Laboratory Practicals in Higher Education

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    In diesem Beitrag wird der Einsatz eines digitalen Laborjournals als exemplarischer Ansatz zur Einbindung digitaler Werkzeuge in die universitäre Lehramtsausbildung im Rahmen eines Laborpraktikums untersucht. Im Fokus der Studie steht die Förderung digitalisierungsbezogener und fachspezifischer Kompetenzen im Bereich der Versuchsdokumentation im Fach Chemie. In beiden Kompetenzbereichen weisen Chemie-Lehramtsstudierende nachweislich Defizite auf. Digitale Laborjournale bieten gegenüber der papierbasierten Dokumentation zahlreiche Vorteile, mit denen den Schwierigkeiten beim Protokollieren begegnet werden kann. In einer Studie im Mixed-Methods-Design mit 48 Studierenden und sechs Lehrenden wurde der Einsatz des Tools eLabFTW zur digitalen Dokumentation von klassischen Schulversuchen evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das digitale Laborjournal die Strukturierung der Protokolle unterstützt und eine kollaborative Arbeitsweise erleichtert, jedoch auch technische Hürden die Nutzung begrenzen. Dennoch führte der Einsatz des digitalen Laborjournals bei den Studierenden zu signifikant positiven Veränderungen in der Selbstwirksamkeitserwartung im Umgang mit digitalen Medien. Interviews mit den Studierenden und Dozierenden bestätigen die Nützlichkeit des digitalen Laborjournals zur Unterstützung der Dokumentationsfähigkeit der Studierenden, hoben aber auch Optimierungsbedarf in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit des Tools hervor und machten deutlich, dass didaktische und methodische Anpassungen in der klassischen Praktikumsgestaltung notwendig sind, um das Potenzial des digitalen Laborjournals voll auszuschöpfen.This article examines the use of an electronic lab notebook as an exemplary approach to integrate digital tools into university teacher education within the context of a practical laboratory course. The study focuses on the promotion of digitalisation-related and subject-specific competencies in the field of experiment documentation in chemistry. There is evidence that chemistry teacher training students have deficits in both competence areas. Electronic lab notebooks offer numerous advantages over paper-based versions, so that they can help address the challenges associated with documenting experiments. In a mixed-methods study with 48 students and 6 lecturers, the use of the tool eLabFTW for the digital documentation of classic school experiments was evaluated. The results indicate that the electronic lab notebook supports the structuring of protocols and facilitates a collaborative way of working, but that technical barriers also limit its use. Nevertheless, the use of the electronic lab notebook led to significantly positive changes in students‘ self-efficacy expectations when using digital media. Interviews with students and lecturers confirm the usefulness of the electronic lab notebook in supporting students‘ documentation skills, but they also highlighted the need for improvements with regard to the user-friendliness of the tool and emphasized that didactic and methodological adjustments in the design of the traditional lab course are necessary in order to fully realize the potential of the electronic lab notebook

    Teachers’ Use of Digital Textbooks as Media Use between Structure and Agency: Analysing Aspects of Media, Time and Space

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    Der Beitrag widmet sich dem Lehrmittelhandeln als spezifische Form des Medienhandelns von Lehrpersonen aus den medienpädagogischen Perspektiven der Lehrmittelforschung und der schulbezogenen Digitalisierungsforschung. Zur Beantwortung der Frage, wie sich Lehrmittelhandeln von Lehrpersonen konstituiert, erfolgt eine Untersuchung des Wechselverhältnisses zwischen Struktur und Agency anhand medialer, zeitlicher und räumlicher Aspekte. Vorgestellt wird ein aus der Auseinandersetzung mit dem Phänomen emergierendes konvergentes Mixed-Methods-Design. Es ermöglicht ein auf empirischen Daten basierendes umfassendes Verständnis des Lehrmittelhandelns. Zur Analyse gelangt eine Unterrichtssituation mit einem Französischlehrmittel, das als digitales Schulbuch im Regelunterricht in der Schweiz flächendeckend eingesetzt wird. Abschliessend wird darauf eingegangen, wie und welche Forschungsmethoden es ermöglichen, Lehrmittelhandeln als Medienhandeln zwischen Struktur und Agency in medialen, zeitlichen und räumlichen Kontextaspekten zu untersuchen.This article focuses on teachers’ use of textbooks as a specific form of media use from the perspectives of media education research and school-related digitisation research. To answer the question of how teachers’ use of textbooks is constituted, the interrelationship between structure and agency is examined in terms of media, time and space. We present a convergent mixed-methods design that emerged from our examination of the phenomenon. This allows an in-depth understanding of teachers’ use of textbooks based on empirical data. The analysis focuses on a teaching situation in a French lesson using a digital textbook that is widely used in regular lessons throughout Switzerland. In conclusion, the article discusses how and which research methods enable teachers’ use of textbooks as media activities between structure and agency in terms of media, time and space

    Education Pioneer in the Digital Transformation: Metamorphoses of the SSAB

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    Nun sind bereits mehr als sechs Jahre vergangen, seitdem wir in einer eindrücklichen Gedenkfeier am 12.7.2018 in der Kirche Höngg von Verena Doelker-Tobler Abschied nehmen mussten. Mein Beitrag lag darin, ihr Wirken für die Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) zu würdigen. Am Schluss meiner damaligen Worte verwies ich darauf, dass sich Verena sehr darüber freuen würde, könnte sie miterleben, wie sich das, was sie mit ihrem grossen Engagement für die SSAB initiiert hatte, inzwischen weiterentwickeln konnte. Im folgenden Rückblick soll diese Geschichte der SSAB mitsamt den Ereignissen seit dieser Gedenkfeier nachgezeichnet werden.Verena Doelker-Tobler hat in ihren letzten Jahren als Leiterin der Abteilung «Familie und Bildung» beim damaligen Fernsehen DRS und dann in den Jahren danach bis zu ihrem Hinschied im Sommer 2018 sehr viel Schaffenskraft der SSAB gewidmet. Die reichhaltige Geschichte der Stiftung, die auf ihre Initiative hin gegründet wurde, zeugt von ihrem Pioniergeist, ihrem Mut und Durchhaltevermögen und gleichzeitig auch von ihrer grossen Flexibilität. So gelang es ihr, die Aktivitäten der SSAB stets auf neue Gegebenheiten auszurichten.Es war im Spätsommer 2005, als ich von Verena Doelker-Tobler angefragt wurde, ob ich das Präsidium der SSAB übernehmen könnte. Ich war gerade erst als Vizekanzlerin zurückgetreten, um mich in den verbleibenden zweieinhalb Jahren vor meiner Pensionierung als Sonderbeauftragte für Internationale Fragen voll auf die mir wichtigen Themen der Digitalisierung, speziell des E-Government, zu konzentrieren. Mein Auftrag war es, Informationen über die diesbezüglichen Bestrebungen, Trends und Erfahrungen im Rahmen der Mitgliedstaaten von EU und OECD zu sichten und für die Bundesverwaltung auszuwerten. Zu meinem neuen Aufgabengebiet passte die Übernahme des Präsidiums der Stiftung sehr gut. So konnte ich nach Rücksprache mit der damaligen Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz zusagen. Ich stiess zur SSAB, als deren erste Phase bereits vor dem Abschluss stand und sie sich im Umbruch befand.More than two years have now passed since we had to bid farewell to Verena Doelker-Tobler at an impressive memorial service in Höngg church on 12 July 2018. My contribution was to pay tribute to her work for the Swiss Foundation for Audiovisual Education (SSAB). At the end of my words at the time, I pointed out that Verena would be very pleased if she could see how what she had initiated with her great commitment to the SSAB had been able to develop further in the meantime. The following review will trace the history of the SSAB, including the events since this memorial service.Verena Doelker-Tobler devoted a great deal of creative energy to the SSAB in her final years as head of the »Family and Education” department at the former DRS television station and then in the years that followed until her death in summer 2018. The rich history of the foundation, which was established on her initiative, is testament to her pioneering spirit, courage and perseverance, as well as her great flexibility. This enabled her to constantly adapt the SSAB‘s activities to new circumstances.It was in the late summer of 2005 that Verena Doelker-Tobler asked me if I could take over the chairmanship of the SSAB. I had just stepped down as Vice-Chancellor in order to devote the remaining two and a half years before my retirement as Special Representative for International Affairs to the SSAB

    Comment to ‹Mediendidaktik (Educational Technology). Attempt at Positioning› by Michael Kerres

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    Mediendidaktische Forschung, die sich mit der Integration und Wirkung digitaler Medien in Bildungskontexten beschäftigt, steht vor einer Reihe bedeutender Herausforderungen, die sich sowohl aus ihrer disziplinären Vielfalt als auch aus ihren institutionellen und geografischen Verortungen ergeben. Diese werden im Beitrag anhand mehrerer zentraler Beobachtungen diskutiert, die ein differenziertes Bild der aktuellen Lage zeichnen. Ich will einige davon nochmals herausstellen und ergänzen.Educational Technology (Media Didactics | Mediendidaktik) research that deals with the integration and impact of digital media in educational contexts faces a number of significant challenges resulting from both its disciplinary diversity and its institutional and geographical localisation. These are discussed in the article on the basis of several key observations that paint a differentiated picture of the current situation. I would like to emphasise and expand on some of them

    Disciplining Format – Formatted Discipline? A Round Table on (Educational) Scientific Practice in the Digital Present

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    Die Nutzung digitaler Publikationsformate und alternativer Plattformen wird als Entwicklung diskutiert, die die Wissenschaftspraxis innerhalb und ausserhalb der Erziehungswissenschaft verändert. Diese Veränderungen haben Einfluss sowohl auf die Organisation und Offenlegung von Forschungsprozessen als auch auf die wissenschaftliche Schreibpraxis, die Struktur und das Layout von Texten sowie die rigiden Formate in Literaturverwaltungssoftware. Darüber hinaus beeinflussen sie den Publikationsprozess, z. B. in Review-Verfahren und die Bewertung durch den h-Index, und wirken sich auf die universitäre Lehre aus, etwa durch kollaborative Softwaretools und die Gamification des Lernens. Die Autor:innengruppe untersucht diese Entwicklungen kritisch und diskutiert deren Auswirkungen aus verschiedenen teildisziplinären Perspektiven in Form eines geschriebenen Round Tables. Dabei gilt das Interesse zweierlei: Auf der Ebene der Wissensproduktion stellen sich Fragen nach möglichen Veränderungen des Schreibens und Publizierens durch neue (digitale) Formate. Auf der Ebene der Erziehungswissenschaft als Disziplin geht die Digitalisierung des Schreibens und Publizierens mit einer erhöhten Vermessbarkeit des Publizierten einher. Hier erscheinen Fragen zu den Folgen für die Disziplin, insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmend um sich greifenden Ökonomisierung von Forschung diskussionswürdig. Ergänzend dazu wird die Frage diskutiert, welche Auswirkungen die mit der Digitalisierung der Wissenschaftskommunikation einhergehende Entgrenzung zwischen (Erziehungs-)Wissenschaft und anderen Gesellschaftsbereichen auf die (Erziehungs-)Wissenschaft selbst hat.The use of digital publication formats and alternative platforms is being discussed as a development that changes academic practice within and outside of educational research. These changes affect the organisation and disclosure of research processes as well as the academic writing practice, the structure and layout of texts and the rigid formats in literature management software. In addition, they influence the publication process, such as review processes and the evaluation through the h-index, and have an impact on higher education, for example through collaborative software tools and the gamification of learning. The group of authors critically examines these developments and discusses their impact from various sub-disciplinary perspectives in the form of a written round table. The interest is twofold: On the level of knowledge production, questions about possible changes in writing and publishing through new (digital) formats arise. At the level of educational science as a discipline, the digitisation of writing and publishing goes hand in hand with increased measurability of what is published. Here, questions about the consequences for the discipline appear worth discussing, particularly against the backdrop of the increasing economisation of research. In addition, the question of the effects on (educational) research itself of the blurring of boundaries between (educational) research and other areas of society associated with the digitisation of academic communication will be discussed

    Taught by an Avatar? Student Preferences for Instructional Videos

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    Zur Produktion von Erklärvideos steht Hochschullehrenden im 21. Jahrhundert eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung, vom Studiodreh über Animationssoftware bis hin zu KI-gestützten Lösungen für Stimme und Darsteller:innen. Der Beitrag untersucht mit einem Mixed-Methods-Ansatz die Auswirkungen unterschiedlicher Videoformate auf die wahrgenommene Lernwirksamkeit, das Engagement und das Interesse von Hochschulstudierenden und versucht, Formatpräferenzen zu identifizieren. Die Ergebnisse der quantitativen Erhebung zeigen mit einer Ausnahme keine signifikanten Unterschiede in Lernwirksamkeit, Engagement und Interesse sowie in der Bewertung der Darreichungsform. Die qualitative Erhebung hingegen zeigt Präferenzen für reale Darsteller:innen sowie Cartoon-Animationen; KI-generierte Stimmen und Avatare werden jedoch überwiegend nicht als negativ oder störend wahrgenommen. Zudem geht aus den Ergebnissen hervor, dass die Formatpräferenz vom Lehrinhalt abhängt: Während menschliche Akteur:innen für komplexe oder zwischenmenschliche Themen bevorzugt werden, eignen sich animierte Formate für allgemeine Inhalte. Die Ergebnisse bieten wichtige Impulse für die Videogestaltung im Hochschulkontext.In the 21st century, educators in higher education may chose from a diverse array of tools for creating instructional videos, ranging from professionally produced studio recordings to animation software and AI-driven solutions featuring synthetic voices and avatars. This study employs a mixed-methods approach to explore how different video formats influence students’ perceived learning effectiveness, engagement, and interest, with the goal of identifying format preferences. The quantitative analysis reveals no significant differences in these factors across most formats, with only one exception. However, qualitative findings indicate a preference for videos featuring real-life actors and cartoon-style animations, although AI-generated voices and avatars are generally not perceived to be disruptive or distracting. Moreover, format preferences appear to be content-dependent: real actors are favoured for complex or interpersonal topics, whereas animated formats are preferred for more general content. These findings provide valuable insights for educational media creators, helping them to design more effective instructional videos for higher education

    Time spent on the Internet, problematic gaming and social media use among adolescents: Longitudinal findings on the impact of the COVID-19 pandemic

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    Aufgrund des Anstiegs der Online-Zeiten von Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie gewinnen Studien über problematische Nutzungsmuster und damit verbundenen Störungen als mögliche Folgen zunehmend an Bedeutung. Die in diesem Artikel vorgestellte quantitative Längsschnittstudie untersucht den Verlauf der Nutzung von Online-Spielen und sozialen Medien durch junge Menschen über vier Jahre und die Entwicklung problematischer Nutzungsmuster in Bezug auf diese Anwendungen. Es werden Daten, die von 2018 bis 2021 erhoben wurden, analysiert, um die zeitliche Entwicklung vor und während der COVID-19-Pandemie zu untersuchen. Die Daten wurden von Jugendlichen und je einem Elternteil (multiperspektivischer Ansatz) in Abständen von einem Jahr erhoben (vier Messzeitpunkte t3 bis t6). Die Stichprobe umfasste zum Zeitpunkt t3 852 Dyaden und zum Zeitpunkt t6 noch 474, die Jugendlichen waren zu t3 zwischen 13 und 16 Jahre alt und junge Menschen mit einem problematischen Internetgebrauch sind in der Studie überrepräsentiert. Die Mittelwertsvergleiche zeigen, dass die insgesamt online verbrachte Zeit, die Zeit für Online-Gaming und die Zeit für die Nutzung sozialer Medien deutlich anstiegen. Problematisches Spielen und die problematische Nutzung sozialer Medien gingen dagegen deutlich zurück. So kann festgehalten werden, dass hohe Internetnutzungszeiten für Online-Gaming und soziale Medien nicht unbedingt mit problematischen Nutzungsmustern verbunden sind. Es wurde vielmehr deutlich, dass diese problematischen Nutzungsmuster im Laufe der Zeit und damit auch während der COVID-19-Pandemie (Untersuchungszeitraum 2020 – 2021) deutlich abgenommen haben. Andere aktuelle Befunde zu steigenden Nutzungszeiten im Zusammenhang mit problematischen Nutzungsmustern während der COVID-19-Pandemie können daher nicht bestätigt werden. Vielmehr sind die Nutzungszeiten digitaler Medien in diesem Zeitraum zwar gestiegen, gehen aber nicht zwangsläufig mit einem problematischeren Nutzungsverhalten von Nutzenden einher.Increased Internet use during the COVID-19 pandemic and the possibility of problematic usage patterns and associated disorders among adolescents has become an important research topic. The longitudinal quantitative study presented in this article examines changes in adolescents’ use of online games and social media over the four-year period 2018 to 2021, focusing on the existence of problematic patterns before and during the COVID-19 pandemic. Data were collected from adolescents and one parent each (multi-perspective approach) at intervals of one year (four measurement points, t3 to t6). The sample consisted of 852 dyads at t3, with 474 dyads remaining in the sample at t6. The adolescents were between 13 and 16 years old at t3; Young people with problematic Internet usage were oversampled. Statistical analyses of the data comparing mean values show that the total time spent online, the time spent on gaming, and the time spent using social media increased significantly over the period under investigation. However, the results clearly show that problematic gaming and problematic usage of social media decreased significantly: Increased time spent on gaming and social media was not associated with problematic usage patterns. Rather, problematic use decreased significantly over the period, which included the COVID-19 pandemic (2020–2021). These findings run counter to results of past studies that reported a rise in problematic usage patterns during the COVID-19 pandemic. Although our results show an increase in digital media usage during this four-year period, that increase was not accompanied by more problematic usage patterns

    Digital Media in Primary School Lessons: Professional Competences of Teachers from the Perspective of School Stakeholders

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    Die Studie untersucht die digitalen Kompetenzen von Grundschullehrkräften im Kontext des Medieneinsatzes im Unterricht sowie die Einschätzungen schulischer Akteur:innen zu den Chancen und Herausforderungen digitaler Medien in der Grundschule. Zudem wird betrachtet, wie Lehrkräfte digitale Medien gezielt zur Förderung der Schüler:innenkompetenzen einsetzen. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns wurden zehn leitfadengestützte Fokusgruppeninterviews mit N = 45 schulischen Vertreter:innen aus Schulleitung, Lehrkräfteverbänden und Schuladministration durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine heterogene Ausprägung der digitalen Kompetenzen von Grundschullehrkräften sowie Unterschiede in ihren Einstellungen zum Medieneinsatz. Lehrkräfte fördern digitale Kompetenzen der Schüler:innen vielfältig, orientieren sich dabei an den Kompetenzbereichen der Kultusministerkonferenz und legen besonderen Wert auf eine schrittweise Einführung in digitale Medien und Datenschutzthemen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen identifiziert, darunter technische Probleme und ein hoher Fortbildungsbedarf. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit praxisorientierter Lehrkräftebildung und effektiver Unterstützungsstrukturen, um die nachhaltige Integration digitaler Medien in den Grundschulunterricht zu verbessern.Da die Untersuchung auf den Einschätzungen schulischer Akteur:innen – darunter Schulleitungen, Vertreter:innen von Lehrkräfteverbänden und der Schuladministration – basiert, bietet sie wertvolle Einblicke in die wahrgenommenen digitalen Kompetenzen von Grundschullehrkräften und die strukturellen Rahmenbedingungen für den Medieneinsatz. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Perspektiven keine direkte Messung der pädagogischen Praxis oder individuellen Voraussetzungen der Lehrkräfte ermöglichen.The study analyses the digital skills of primary school teachers in the context of media use in the classroom as well as the assessments of school stakeholders regarding the opportunities and challenges of digital media in primary schools. It also looks at how teachers use digital media specifically to promote pupils‘ skills. As part of a qualitative research design, ten guided focus group interviews with N = 45 school representatives from school management, teachers‘ associations and school administration were conducted and analysed. The results show a heterogeneous development of digital skills among primary school teachers as well as differences in their attitudes towards the use of media. Teachers promote pupils‘ digital skills in a variety of ways, orienting themselves towards the areas of competence of the Conference of Ministers of Education and Cultural Affairs and placing particular emphasis on a step-by-step introduction to digital media and data protection topics. At the same time, challenges were identified, including technical problems and a high need for further training. The study emphasises the need for practice-oriented teacher training and effective support structures in order to improve the sustainable integration of digital media into primary school lessons.As the study is based on the assessments of school stakeholders – including head teachers, representatives of teachers‘ associations and school administrators – it offers valuable insights into the perceived digital competences of primary school teachers and the structural framework conditions for the use of media. However, it should be noted that these perspectives do not provide a direct measurement of teachers‘ pedagogical practice or individual prerequisites

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