MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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Presentation of the Seminar ‹Teaching and learning in the digital world› as an Example of Mediating Skills for Future Teachers: Vorstellung des Seminars ‹Lehren und Lernen in der digitalen Welt›
Digitale Kompetenzen sind inzwischen auch im Schulalltag unverzichtbar. So werden digitale Tools beispielsweise für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts genutzt oder ganze Veranstaltungen unter den Pandemiebedingungen virtuell abgehalten. Unklar ist jedoch, wie angehende Lehrkräfte diese digitalen Kompetenzen eigentlich erwerben können. Um dem entgegenzuwirken, braucht es konkrete Konzepte, den Kompetenzerwerb in diesem Bereich zu fördern. Unklar ist zudem, wie dieser Kompetenzerwerb bereits im Studium gefördert werden kann. Ein Weg, dies zu tun, wird in diesem Beitrag besprochen. Vorgestellt wird das Seminar «Lehren und Lernen in der digitalen Welt», welches seit drei Jahren an der TU-Dresden im Ergänzungsbereich (fächerübergreifend) für Lehramtsstudierende angeboten wird. Der Kurs wird im Blended-Learning-Format durchgeführt und nähert sich dem Seminarthema aus zwei Perspektiven an, dem Lehren und Lernen ‹mit› und ‹über› digitale Medien. Neben der Vorstellung des Seminars wird im Beitrag besprochen, inwiefern der inhaltliche Fokus auf das Thema «inklusive Bildungsprozesse» erweitert werden kann. Der Beitrag zeigt, wie ein etabliertes Seminarkonzept zum digitalen Bildungskontext genutzt werden kann, um angehenden Lehrer:innen neben den digitalen Kompetenzen auch Grundlagen von Inklusion näherzubringen. Der Artikel soll Anregung schaffen, wie Seminarstrukturen zur digitalen Bildung genutzt werden können, um Themen zur Inklusion in diese zu integrieren und verbunden mit digitalen Themen und Wissen zu vermitteln.Digital skills are now also indispensable in everyday school life. The utilization of digital tools for preparing and following up lessons or entire events have to be performed virtually under the pandemic conditions can be seen as an example of digital change in education. However, it is unclear how prospective teachers can actually acquire these digital competencies. To counteract this, concrete concepts are essential to promote the acquisition of competencies in this area. It is also unclear how this acquisition of competencies can be sufficient developed during the course of study. This paper shows one way to do so. This article presents the seminar «Teaching and learning in the digital world» at the TU-Dresden in the supplementary area (interdisciplinary) for student teachers. The seminar approaches the topic from two perspectives, teaching and learning «with» and «about» digital media. In addition to presenting the seminar, the article discusses the extension of the topic of «inclusive educational processes». The article shows how an established seminar concept on the digital educational context aims to introduce prospective teachers to the basics of inclusion in addition to digital competencies. The article hopes to inspire people on the integration and connection between digital and inclusion topics in teaching formats
(In-)Visible Design and ‹Gestures of Freedom›: On Transformations within the Field of Aesthetic Education Induced by Media Technology
Im Rahmen von Digitalisierung und ubiquitous computing kommt dem Thema Design eine zentrale Rolle zu. Vor dem Hintergrund von Lucius Burckhardts Idee eines unsichtbaren ‹Soziodesigns› schlägt der Text vor, sich dem Thema zunehmend ubiquitärer Interfaces in pragmatischer Hinsicht über die Gestenrepertoires zu nähern, die mit ihnen realisiert werden, und in denen – so die These – das Unsichtbare des Designs sichtbar wird. Dabei eröffnet der von Rancière entlehnte Begriff des ‹Sinnlichkeitsregimes› eine fruchtbare Perspektive auf eine Ebene nichtsprachlicher Körperpolitik. Illustriert werden diese Zusammenhänge anhand eines kurzen exemplarischen Einblicks in zwei Fälle des BMBF-Verbundprojekts Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität. Vor dem Hintergrund der dargelegten Perspektive wird schliesslich erläutert, wie eine integrative Kulturelle Bildung dazu beitragen könnte, digitale Souveränität zu fördern.Within the context of digitisation and ubiquitous computing the subject of design is playing a vital role. Against the backdrop of Lucius Burckhardt’s idea of an invisible ‹socio-design› the text suggests to approach the topic design from a pragmatic point of view via the realised gestural repertoires in which the invisible of the design becomes visible. In this context the concept of ‹regimes of the sensuousness›, derived from Rancière introduces a fertile perspective on a layer of nonverbal body politics. To show that in an exemplary way two cases of the BMBF funded joint project Musical Interface-Designs: Augmented Creativity and Connectivity are discussed briefly. In the light of that the text outlines how an integrative cultural education could contribute to foster digital sovereignty
Growing up with Digital Media: Dynamic Power Balances in Family Media Education
Die familiale Medienerziehung stellt einen wichtigen Bestandteil des kindlichen Mediensozialisationsprozesses dar. Der Artikel diskutiert familiale Medienerziehung anhand des theoretischen Ansatzes der kommunikativen Figurationen (Hepp und Hasebrink 2014, 2017). Ein zentrales Merkmal kommunikativer Figurationen sind dynamische Machtbalancen, die sowohl zwischen den Akteurinnen und Akteuren innerhalb der Familie als auch in Beziehung zu anderen sozialen Domänen bestehen. Grundlage für die Betrachtung sind Daten der qualitativen Panelstudie ‹ConKids›, die den Sozialisationsprozess in einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft erforscht. Der Ansatz, Medienerziehung aus einer figurationstheoretischen Perspektive zu beschreiben, ermöglicht es, den prozessualen Charakter des grundsätzlich asymmetrischen (Medien-)Erziehungsverhältnisses zu erfassen. Ausserdem beinhaltet er das Potenzial, die Wechselwirkungen zwischen der familieninternen Medienerziehung und figurationsexternen Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Für das Sample der ‹ConKids-Studie› zeigt sich, dass sich die Machtpotenziale der Kinder durch den entwicklungsbedingten Autonomieerwerb mit zunehmendem Alter erwartungsgemäss erweitern. Hierbei gestalten sich die Machtverhältnisse zwischen Eltern und Kindern grundsätzlich dynamisch, nicht statisch. Als zweiten wichtigen Aspekt weisen die Daten aus dem Sample auf eine wahrgenommene Machtlosigkeit sowohl von Eltern als auch Kindern gegenüber figurationsexternen Einflüssen hin. Dies wirft die Frage auf, wie Familien hinsichtlich der Entwicklung umfassenderer Handlungskompetenzen unterstützt werden können.Family media education represents an important component of the child‘s media socialization process. This article discusses family media education using the theoretical approach of communicative figurations (Hepp und Hasebrink 2014, 2017). A central component of communicative figurations are dynamic power balances that exist both between actors within the family and in relation to other social domains. This analysis is based on data from the qualitative panel study ‹ConKids›, which investigates the socialization process in a deep mediatized society. The approach of describing media education from a figuration-theoretical perspective makes it possible to capture the processual character of the fundamentally asymmetrical (media) educational relationship. It also has the potential to take into account the interactions between media education within the family and factors external to the figuration. For the sample of the ‹ConKids study›, it appears that children‘s power potentials expand as expected with increasing age due to the developmental acquisition of autonomy. The power relations between parents and children are basically dynamic, not static. As a second important aspect, the data from the sample point to a perceived powerlessness of parents as well as children in the face of influences external to the figuration. This raises the question of how families can be supported with regard to the development of more competences
Online Feedback as a Dialogue: A Sequential Analysis of a Discussion Thread in a Higher Education Context
Im Sinne der Theorie des situierten Lernens kann Lernen nur dann verstanden werden, wenn es als sozialer Prozess beobachtet wird. Dies gilt es auch in der Hochschul- und Mediendidaktik zu berücksichtigen, z. B. im Zusammenhang mit den Kommunikationsmöglichkeiten von Online-Plattformen, die in der Hochschulbildung häufig für die schriftliche, asynchrone Feedback-Kommunikation genutzt werden. Vor diesem Hintergrund widmet sich der vorliegende Beitrag der sozialen Dimension des Feedbackgebens und -nehmens in einem Diskussionsforum eines Studiengangs der Spieleentwicklung auf Grundlage einer sequenziellen Analyse eines einzelnen Diskussions-Threads. Damit wird Feedback nicht nur als Input, sondern Prozess und Dialog untersucht. Im Verlauf der Analyse wird herausgearbeitet, wie die Mitglieder einer studentischen Projektgruppe von ihren Lehrenden und Peers – mit denen sie eine «Community of Practice» bilden – durch gemeinsames Feedback dabei geholfen wird, ihr Spielkonzept zu verbessern. Darüber hinaus kann gezeigt werden, wie die Empfänger des Feedbacks selbst aktiv zum Gelingen der Feedbackprozesse beitragen, indem sie das Feedback gezielt nachfragen, kommentieren und wertschätzen. Für den hochschuldidaktischen Diskurs verweisen die Ergebnisse auf das Potenzial von Peer-Feedback im Zusammenspiel mit Feedback der Lehrenden – in der Tradition der «Design Critique», wie sie in Gestaltungsstudiengängen üblich ist – als Elemente einer Hochschuldidaktik, welche die Theorie des situierten Lernens berücksichtigt.According to situated learning theory, learning can only be understood if it is observed as a social process. For higher education and media didactics this is highly relevant, for instance, when it comes to the application of and research on online platforms that are frequently used, among other things, to facilitate written, asynchronous feedback communication. Against this background, this paper addresses the social dimension of giving and receiving feedback in a discussion forum of a game development course based on a sequential analysis of a single discussion thread. Thus, feedback is examined not only as an input, but as a process and dialogue. In the course of the analysis, it is illustrated how a student project group is helped by instructors and peers – as part of a «community of practice» – to improve its game concept through joint feedback. Furthermore, it can be shown how the recipients of the feedback themselves actively contribute to the success of the feedback processes, by specifically asking for, commenting on, and appreciating the feedback. For the discourse on higher education didactics, the results point to the potential of peer feedback in interaction with feedback from the instructors – in the tradition of the «design critique» as it is common in art and design education – as elements of a didactics of higher education that takes into account the theory of situated learning
Implementation of School Media Concepts as an Occasion for Cooperation: A Multi-Perspective Analysis of Cooperation Processes between Lower Secondary Schools and the Supporting System of the Medienberatung NRW
In dem Beitrag wird vor dem Hintergrund der Transformationsprozesse der Digitalisierung und der damit einhergehenden Anforderungen an die institutionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Einzelschulen und dem Unterstützungssystem der Kompetenzteams der Medienberatung NRW als exemplarische Form der Kooperation zwischen Einzelschulen und Bildungsadministration analysiert. Entlang des Implementierungsprozesses schulischer Medienkonzepte, welche als zentrale Schulentwicklungsinstrumente für die Umsetzung digitalisierungsbezogener Schulentwicklungsprozesse gelten, wird mithilfe eines längsschnittlichen Fallstudiendesigns und eines Mixed-Methods-Ansatzes den Fragen nachgegangen, welche Gestaltungsformen sich in der Zusammenarbeit zeigen und welche Gelingensbedingungen und Herausforderungen diesem Prozess zugrunde liegen. Der Beitrag fasst die zentralen Untersuchungsergebnisse zusammen und leitet mögliche Implikationen für die Praxis ab.In this article, the cross-institutional cooperation between individual schools and the competence teams of the Medienberatung NRW are analysed as an exemplary form of cooperation between individual schools and the educational administration. This happens against the background of the transformation processes of digitalisation and the accompanying demands on individual schools. It is based on the implementation process of educational media concepts, which are regarded as core instruments of school development for the implementation of digitalisation-related processes of development in schools. Along this implementation process, a longitudinal case study design and a mixed-methods approach were used to investigate, which forms of cooperation emerge and which conditions for success and challenges determine this process. The paper summarises the key findings of the research and deduces possible implications to practice
‹If we didn’t have the DigitalPakt, we would have better infrastructure›: School Infrastructure between Political Promises and Offline Reality
Schulen sehen sich vor dem Hintergrund einer voranschreitenden Digitalisierung (in) der Schule (nicht erst seit der Coronapandemie) verschiedenen pädagogischen wie strukturellen Herausforderungen gegenüber. Damit sie als aktive pädagogische Handlungseinheiten in einer digitalen Welt agieren können, bedarf es einer angemessenen, kontinuierlichen Schulentwicklungsarbeit. Unterstützung sollen Schulen hierbei u. a. durch politische Initiativen wie den «DigitalPakt Schule» erfahren. Doch obwohl der DigitalPakt Schule bereits im Mai 2019 verabschiedet wurde, wurden bislang nur wenige Mittel abgerufen. Worin dies begründet liegt und welche Herausforderungen in diesem Kontext bestehen, wird meist nur spekulativ verhandelt. Der Beitrag setzt an dieser Stelle an und beleuchtet am Beispiel von Rheinland-Pfalz Herausforderungen bei Schulentwicklungsprozessen im Kontext des DigitalPakts. Herangezogen werden hierfür bestehende Studienergebnisse sowie explizierende Expert:inneninterviews mit Schulleitungen, die Einblicke in prozessinhärenten Herausforderungen im Rahmen von Schulentwicklungsarbeit unter Perspektivität von Digitalisierung bieten. Anhand der Ergebnisse werden Ambivalenzen äusserer Schulentwicklungsinstrumente und einer Steuerungsperspektive auf Schule sowie damit einhergehende Herausforderungen für die Kooperation verschiedener Akteur:innen deutlich. Diese werden im Rahmen des Beitrages diskutiert.In light of the ongoing digitalization of schools (and not just since the corona pandemic), schools are facing various pedagogical and structural challenges. In order for schools to be able to act as active pedagogical units in a digital world, appropriate, continuous school development work is required. Schools in Germany should receive support in this regard from political initiatives such as the «DigitalPakt Schule» (Digital Pact for Schools). However, although the DigitalPakt Schule was adopted in May 2019, only a few funds have been called up so far. The reasons for this and the challenges that exist in this context are usually only discussed speculatively. This paper addresses this issue and examines the challenges of school development processes in the context of the DigitalPakt, taking Rhineland-Palatinate as an example. For this purpose, existing study results as well as explicative expert interviews with school leaders will be considered, which offer insights into process-inherent challenges in the context of school development work under the perspective of digitalization. The results reveal the ambivalences of external school development instruments and a management perspective on schools and the associated challenges for the cooperation of various actors. These challenges are discussed in this paper
Media Literacy for Schools and the Classroom: An Educational Research Project to promote Media Literacy among Student Teachers
Vor dem Hintergrund einer zunehmend digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt fokussiert dieser Praxisbeitrag die Ausgestaltung der universitären Lehrpersonenbildung im Kontext der Medienbildung. Aus dem anhaltend hohen Bedarf an medienkompetenten Lehrpersonen ergibt sich die vorliegende Untersuchung im Rahmen der bildungswissenschaftlichen Grundlagenausbildung der Goethe-Universität. Dabei werden die Kompetenzentwicklung der Studierenden sowie das Seminarkonzept fokussiert. Hierzu dient die qualitative Auswertung der studentischen ePortfolios mitsamt Feedbackschleifen sowie die Fragebogen-gestützte Lehrveranstaltungsevaluation als Datengrundlage. Die Ergebnisse zeigen u. a. die Stärken der Seminarkonzeption bzgl. synchroner und asynchroner Inhaltsvermittlung, individuellen Feedbacks, des Praxisbezugs sowie der Portfolio-Prüfung via Mahara, wenngleich sich die Studierenden noch mehr Praxis gewünscht hatten. Das ePortfolio als lernprozessbegleitende Prüfungsform des Seminars erscheint als geeignet für die Förderung digitaler Handlungskompetenzen. Weiterhin gilt es, sowohl theoretische als auch praktische Aspekte der Mediennutzung integriert zu vermitteln, um pädagogische und kritisch-reflexive Aspekte des Technologieeinsatzes im Unterricht mit digitalen Medien in den Vordergrund zu rücken.As we are facing an increasingly digital world and a high demand for media-competent teachers, this article focuses on the design of university teacher training in the context of media literacy. In the present study of a basic teacher education seminar at Goethe University, the competency development of students is investigated along with the development of the seminar’s concept. A qualitative evaluation of the student ePortfolios including feedback, as well as the course evaluation questionnaire serve as a data basis. The results highlight the seminar’s strengths with regard to content delivery in synchronous and asynchronous sessions, the individual feedback component, its practical relevance and the exam’s design in form of a Mahara ePortfolio. At the same time, students expressed their desire for even more practice with tools. Nevertheless, the ePortfolio appears to be a suitable form of examination for the seminar, as it accompanies the learning process related to competencies required in a digital world. Furthermore, it is important to teach both theoretical and practical aspects of media in an integrated manner in order to focus on pedagogical and reflective aspects when using technology in the classroom
Belief Patterns of Student Teachers About the Use of Digital Media in Teaching
Die vorliegende Studie ermittelt durch Clusterung Überzeugungsmuster zukünftiger Lehrpersonen (N = 504) zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Übergreifend sind positive Überzeugungen zum Medieneinsatz geringer ausgeprägt. Negative erfahren mehr Zustimmung, fallen allerdings zwischen den Mustern divergenter aus. 40 % der Studierenden schätzen den Nutzen für die Unterrichtsentwicklung sowie Motivation und Förderung von Schüler:innen (noch) verhalten positiv ein. Dem stehen zwei Gruppen zukünftiger Lehrpersonen entgegen, deren Überzeugungen zu Überforderung, Zweifeln an der Förderung der ‹richtigen› Kompetenzen und gesundheitlichen Gefährdungen durch digitale Medien stärker ausgeprägt sind. Etwa ein Fünftel von ihnen stimmt solchen negativen Überzeugungen besonders zu. Die Muster und daraus folgende Implikationen werden hinsichtlich der schwierigen Veränderbarkeit von Überzeugungen diskutiert.The present study identifies belief patterns of future teachers (N = 504) about the use of digital media in teaching using cluster analysis. Overall, positive beliefs about the use of media show lower attribute levels. Negative beliefs are more agreed on; nevertheless, the clusters differ considerably. 40 % of the teacher students consider the use of media for innovating teaching, scholars’ motivation and fostering scholars cautiously positive. In contrast, in two other groups of future teachers belief patterns characterized by excessive demands and health risks through the use of media as well as doubts about the promotion of the ‹right› skills are found. About every fifth student teacher particularly agrees with such negative beliefs. The patterns and following implications are discussed with regard to the difficult changeability of beliefs
[AdM] Growing up with Digital Media. Dynamic Power Balances in Family Media Education: Edited by Claudia Roßkopf, Benjamin Jörissen, Klaus Rummler, Patrick Bettinger, Mandy Schiefner-Rohs, und Karsten D. Wolf. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung (Jahrbuch Medienpädagogik 18): 415–39. https://doi.org/10.21240/mpaed/jb18/2022.03.05.X.
Die familiale Medienerziehung stellt einen wichtigen Bestandteil des kindlichen Mediensozialisationsprozesses dar. Der Artikel diskutiert familiale Medienerziehung anhand des theoretischen Ansatzes der kommunikativen Figurationen (Hepp und Hasebrink 2014, 2017). Ein zentrales Merkmal kommunikativer Figurationen sind dynamische Machtbalancen, die sowohl zwischen den Akteurinnen und Akteuren innerhalb der Familie als auch in Beziehung zu anderen sozialen Domänen bestehen. Grundlage für die Betrachtung sind Daten der qualitativen Panelstudie ‹ConKids›, die den Sozialisationsprozess in einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft erforscht. Der Ansatz, Medienerziehung aus einer figurationstheoretischen Perspektive zu beschreiben, ermöglicht es, den prozessualen Charakter des grundsätzlich asymmetrischen (Medien-)Erziehungsverhältnisses zu erfassen. Ausserdem beinhaltet er das Potenzial, die Wechselwirkungen zwischen der familieninternen Medienerziehung und figurationsexternen Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Für das Sample der ‹ConKids-Studie› zeigt sich, dass sich die Machtpotenziale der Kinder durch den entwicklungsbedingten Autonomieerwerb mit zunehmendem Alter erwartungsgemäss erweitern. Hierbei gestalten sich die Machtverhältnisse zwischen Eltern und Kindern grundsätzlich dynamisch, nicht statisch. Als zweiten wichtigen Aspekt weisen die Daten aus dem Sample auf eine wahrgenommene Machtlosigkeit sowohl von Eltern als auch Kindern gegenüber figurationsexternen Einflüssen hin. Dies wirft die Frage auf, wie Familien hinsichtlich der Entwicklung umfassenderer Handlungskompetenzen unterstützt werden können.Family media education represents an important component of the child‘s media socialization process. This article discusses family media education using the theoretical approach of communicative figurations (Hepp und Hasebrink 2014, 2017). A central component of communicative figurations are dynamic power balances that exist both between actors within the family and in relation to other social domains. This analysis is based on data from the qualitative panel study ‹ConKids›, which investigates the socialization process in a deep mediatized society. The approach of describing media education from a figuration-theoretical perspective makes it possible to capture the processual character of the fundamentally asymmetrical (media) educational relationship. It also has the potential to take into account the interactions between media education within the family and factors external to the figuration. For the sample of the ‹ConKids study›, it appears that children‘s power potentials expand as expected with increasing age due to the developmental acquisition of autonomy. The power relations between parents and children are basically dynamic, not static. As a second important aspect, the data from the sample point to a perceived powerlessness of parents as well as children in the face of influences external to the figuration. This raises the question of how families can be supported with regard to the development of more competences
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Rezension zu
Playmit. 2020. Digitale Grundbildung (Lehrbuch). Wien.Review to
Playmit. 2020. Digitale Grundbildung (Lehrbuch). Wien