MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Gaze Patterns on a Digitalized Learning Tool for Historical Learning in Primary Social Science Lessons: A Scanpath Analysis

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    Lernmittel können wertvolle Unterstützungsfunktionen im Rahmen des historischen Lernens im Sachunterricht der Grundschule einnehmen. Von Text-Bild-Kombinationen sind positive Effekte belegt. Besonders für Schüler:innen mit Leseschwierigkeiten ist die lernförderliche Gestaltung des Lernmittels von grosser Bedeutung. Allerdings bleibt unklar, wie Grundschüler:innen im Sachunterricht im Themenbereich des historischen Lernens entsprechende Lernmittel visuell wahrnehmen. Entsprechende Erkenntnisse können wertvolle weiterführende Hinweise für die Gestaltung solcher Lernmittel geben.Ziel dieses Beitrags ist daher, per Eye-tracking erhobene und mittels Scanpath dargestellte Blickmuster von Grundschüler:innen mit und ohne Leseschwierigkeiten kontrastiv zu analysieren. Bisherige erziehungswissenschaftliche Forschungen mit Scanpath-Analysen greifen regelmässig auf solche Kontrastierungen zurück. Zu den Lernmaterialien zum Sachunterricht gibt es jedoch bisher keine Forschung zu grundschulpädagogisch und fachdidaktisch relevanten Aspekten der visuellen Aufmerksamkeit, die zugleich die Heterogenität der Lernenden berücksichtigt.Die Studie vergleicht daher die Blickmuster zweier Schüler:innen mit hoher versus niedriger Leseleistung. Ihnen wird ein Lernmaterial (Kombination von Sachtext und Bildern zum historischen Lernen im Sachunterricht) in digitaler Form am Bildschirm präsentiert. Die Scanpaths werden anschliessend auf Unterschiede hin analysiert: Niedrige Leseleistung hängt mit längeren, unsystematischen und wenig zielgerichteten Blickmustern auf das Lernmaterial zusammen, auch die Nutzung der als Hilfe konzipierten Bildelemente erfolgt ohne erkennbare Systematik. Abschliessend werden Perspektiven für die Gestaltung digitaler Lernmittel und der Unterstützung von Lernprozessen diskutiert.Learning materials can play a valuable supporting role in the context of historical learning in primary school science lessons. Text-image combinations have been proven to have positive effects. Especially for pupils with reading difficulties, the design of the learning material to promote learning is of great importance. However, it remains unclear how primary school pupils visually perceive corresponding learning materials in the subject area of historical learning. Corresponding findings can provide valuable further information for the design of such learning materials.The aim of this article is therefore to contrastively analyse gaze patterns of primary school pupils with and without reading difficulties that were collected using eye-tracking and displayed using Scanpath. Previous educational research with scanpath analyses regularly uses such contrasts, but there is a lack of such research on aspects of visual attention relevant to primary school pedagogy and subject didactics in learning materials in subject lessons that also takes into account the heterogeneity of learners.The study therefore compares the viewing patterns of two pupils with high versus low reading performance. They are presented with a learning material (combination of factual text and images for historical learning in general knowledge lessons) in digital form on the screen. The scanpaths are then analysed for their differences: Low reading performance is related to longer, unsystematic and less focussed patterns of looking at the learning material, and the use of the pictorial elements designed as an aid is also without any recognisable systematic approach

    The Performance in the Digital: Reflections on the Dividual Subjectification of Scientists in the Digital Sphere and the Pluralization of Scientific Publics

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    Wissenschaft umfasst im deutschsprachigen Kontext vermehrt die Aufforderung Wissenschaftskommunikation zu leisten, anders gesagt sich als scientific persona auch in anderen Öffentlichkeiten zu bewegen. Der Beitrag entwickelt aus pädagogischer Perspektive die Frage, welche veränderten Subjektivierungsweisen sich hiermit verbinden. Das Konzept des wissenschaftlichen Auftritts wird hierzu verbunden mit durch digital ethnography gewonnenem Material. Es wird vorgeschlagen, die sich ergebende Veränderungen als dividuelle Subjektivierung zu beschreiben.In the German-speaking context, science increasingly involves the call to engage in science communication, in other words to act as a scientific person in other public spheres. From a pedagogical perspective, the article develops the question, which changed modes of subjectivation are connected with this. The concept of scientific performance is combined with material obtained through digital ethnography. It is suggested that the resulting changes can be described as dividual subjectivation

    Teaching or Conference?! Logics of Organisational Order in Distance Learning at School in the Digital Space

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    Die COVID-19-Pandemie hat Schulen weltweit dazu gezwungen, Unterricht in den digitalen Raum zu verlagern. Damit verbunden war eine Verschiebung gewohnter schulischer Routinen und Organisationsformen. Digitale Artefakte erweitern die zeitlichen und räumlichen Grenzen schulischer Lernsituationen, indem sie Lernen jenseits der klassischen Präsenzsituation ermöglichen. Schule wird in dieser Verschiebung zunehmend als institutioneller Raum erkennbar, der weniger durch physische Ko-Präsenz als durch geteilte Praktiken, Routinen und Bedeutungszuschreibungen zusammengehalten wird. Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag aus praxis- und subjektivierungstheoretischer Perspektive, wie sich die organisationale Ordnung von Unterricht im digitalen Distanzformat verändert und welche Formen von Subjektivierung sich dabei beobachten lassen. Anhand der Analyse zweier Fälle werden unterschiedliche Ordnungsmuster rekonstruiert: Im ersten Fall erscheint der Distanzunterricht als informelle ‹Konferenz›, in der die Lehrkraft Kontrolle ausübt, Partizipation jedoch begrenzt bleibt. Im zweiten Fall entsteht eine Form von ‹Unterricht›, die stärker durch Interaktion, Struktur und geteilte Verantwortlichkeit geprägt ist. Die Fälle zeigen, wie unterschiedliche Praktiken der digitalen Unterrichtsgestaltung mit spezifischen Subjektpositionierungen der Lehrkräfte und Lernpersonen verknüpft sind. Der Beitrag leistet damit einen Beitrag zur medienpädagogischen Diskussion um die Transformation schulischer Ordnung und Subjektivierung im digitalen Kontext.The COVID-19 pandemic has forced educational institutions worldwide to move instruction into the digital space, presenting educators and students with unprecedented challenges. Digital artefacts decouple learning situations in time and space, leading to an understanding of the institutional space of schools as a configuration of practices based on a shared logic among actors. In this context, organisational learning is conceptualised as an adaptive process that responds to environmental changes that, in the context of digital transformation, involve not only technological advances, but also profound changes in the actions of educational actors. This paper uses practice theory and subjectivation theory perspectives to analyse how the organisational structure of teaching is changing in the digital context and what processes of subjectivation are emerging. In the analysis of two case studies, different forms of distance education are reconstructed: distance education as an informal ‹conference› and as structured ‹instruction›. In the first case, the ‹conference›, learners are subjectivised as passive participants, whereas in the second case, an interactive and participatory learning environment is established, which facilitates the subjectivation of students as active agents in the learning process

    Assessment Objectivity of Artificial Intelligence? Analyzing the Evaluation and Interpretation Objectivity of ChatGPT-4o in Learning Journals

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    Künstliche Intelligenz (KI) kann im Prozess der Leistungsbewertung assistieren und diesen transformieren. Besonders lohnend scheint eine KI-Assistenz bei der Bewertung von komplexem, geschriebenem Text. Jedoch ist der Einsatz von KI im Bewertungsprozess «hochriskant» (EU 2024) und bedarf umfangreicher Analysen. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern ChatGPT-4o die Auswertung und Interpretation von Lerntagebucheinträgen objektiv vornehmen kann. Dafür werden 757 Lerntagebucheinträge aus der geförderten Weiterbildung in Deutschland von Mensch und Maschine bewertet. Sowohl Mensch als auch Maschine erhalten hierzu Kriterien, nach denen die Bewertung vorzunehmen ist; ChatGPT-4o wird diesbezüglich mit einem Prompt unterstützt. Die Übereinstimmung der Bewertungen wird anhand der Masse Sensitivität und Spezifität gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bewertungsvorschläge von ChatGPT-4o eine moderate bis hohe Übereinstimmung mit den menschlichen Bewertungen aufweisen; gleichzeitig neigt ChatGPT-4o jedoch zu einer optimistischen Bewertung der Lerntagebucheinträge. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine hybride Intelligenz, also eine Kombination der Stärken von Mensch und Maschine, gewinnbringend für Bewertungsprozesse sein kann. Künftig denkbar sind halbautomatisierte Bewertungsprozesse von Lerntagebucheinträgen, in denen die KI die Bewertung der Lerntagebucheinträge übernimmt und Lehrkräfte bei kritischen Fällen regulierend eingreifen. So könnte die Korrektureffizienz ohne bedeutende Qualitätsverluste gesteigert werden.Artificial Intelligence (AI) can assist in and transform the performance evaluation process. AI assistance seems particularly rewarding when it comes to evaluating complex, written text. However, the use of AI in the evaluation process is considered «high-risk» (EU 2024) and requires extensive analysis. This study examines the extent to which ChatGPT-4o can objectively assess and interpret learning journals. For this purpose, 757 learning journals from government-funded training programs in Germany are assessed by both humans and machine. Both humans and the machine are provided with criteria by which the evaluation is to be carried out; ChatGPT-4o is supported by a prompt. The agreement between the evaluations is measured using sensitivity and specificity metrics. The results show that ChatGPT-4o‘s evaluation proposals exhibit moderate to high agreement with human evaluations. However, ChatGPT-4o tends to lean towards more optimistic assessments of the learning journals. The findings suggest that hybrid intelligence – a combination of human and machine strengths – can be beneficially applied to evaluation processes. In the future, semi-automated evaluation processes for learning journals could be conceivable, where AI handles the evaluations and educators intervene in critical cases. This could increase correction efficiency without significant loss of quality

    Visual Communication – Youth – Sustainability: Argumentation for a Visual Media Education for Sustainable Development in the Project Expanding Narratives

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    Angesichts postdigitaler Lebenswelten, die zudem unter dem Eindruck globaler ökologischer, sozialer und ökonomischer Krisen stehen, wird in diesem Beitrag aus einer medienpädagogischen Perspektive der Relevanz visueller Medien und ihrer Kommunikationspotenziale im Kontext von Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung nachgegangen. Wie junge Menschen kritisch und kreativ Fotografie nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsanliegen zu kommunizieren sowie bestehende Verhältnisse und Politiken der Unnachhaltigkeit anzumahnen, wird anhand des laufenden Forschungs- und Bildungsprojekts «Expanding Narratives» gezeigt. In diesem Beitrag wird die theoretisch-konzeptionelle Verortung des Projekts hergeleitet, die sich auf empirisch-forschender Ebene für die produktive Verschränkung handlungsorientierter medienpädagogischer Ansätze mit solchen der Kulturellen Bildung wie auch der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausspricht. So sollen auf pädagogisch-praktischer Ebene Bildungsräume eröffnet werden, innerhalb derer Kompetenzen des Erkennens und Erweiterns visuell transportierter Narrative sowie Mit-/Gestaltungsfähigkeiten an nachhaltigen Gegenwarts- und Zukunftsentwürfen angebahnt werden.In light of post-digital living environments, which are also influenced by global ecological, social and economic crises, this article examines the relevance of visual media and their communication potential in the context of educational programs for sustainable development from a media-pedagogical perspective. How young people use photography critically and creatively to communicate their sustainability concerns and to challenge existing conditions and policies of unsustainability will be demonstrated using the ongoing research and education project «Expanding Narratives». The article presents the projectsʼ theoretical and conceptual framework, which promotes on an empirical-research level the integration of action-oriented media-pedagogical approaches with those of cultural education and education for sustainable development. On a pedagogical-practical level this integration aims to create educational spaces within which competences of recognising and expanding visually transported narratives as well as participation/creative skills in co-creating a (more) sustainable present and future can be initiated

    On the Positioning of Media Didactics

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    In dieser Stellungnahme geht es in der gebotenen Kürze um folgende – für eine Positionierung der Mediendidaktik wichtige – Fragen: Warum ist es für die Mediendidaktik überhaupt notwendig, eine Abgrenzung gegenüber anderen (Teil-)Disziplinen vorzunehmen? Welches Kriterium eignet sich für eine Grenzziehung? Was bedeutet eine entsprechende Grenzziehung für das Verhältnis der Mediendidaktik zu ihren Bezugsdisziplinen? Welches Wissenschafts- und Theorieverständnis sollte der Mediendidaktik zugrunde liegen? Was folgt daraus für Forschungsverfahren? Wie stellt sich vor diesem Hintergrund das Theorie-Praxis-Verhältnis dar?This statement addresses, in the brevity required, the following questions, which are important for the positioning of media didactics: Why is it necessary for media didactics to differentiate itself from other (sub-)disciplines? Which criterion is suitable for a differentiation? What does drawing appropriate boundaries mean for the relationship between media didactics and its reference disciplines? What understanding of science and theory should underlie media didactics? What consequences does this have for research procedures? How should the theory-practice relationship be understood against this background

    The Children and Youth Program

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    Die Kinder- und Jugendprogramme des Schweizer Fernsehens richten sich an drei klar definierte Altersgruppen: Vorschulkinder (bis 7 Jahre), Kinder (7–12 Jahre) und Jugendliche (12–16 Jahre). Für jede Gruppe gelten spezifische entwicklungspsychologische und gestalterische Anforderungen. Vorschulsendungen wie Das Spielhaus setzen auf wiederkehrende, vertraute Strukturen, um Aufmerksamkeit, Sprache, Motorik und soziale Fähigkeiten zu fördern. Dabei werden Inhalte in kurzen, magazinartigen Episoden präsentiert, um der begrenzten Konzentrationsspanne der Jüngsten gerecht zu werden. Wiederholungen erhöhen die kognitive Aktivierung und emotionale Beteiligung.Für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren wird das Programm komplexer: Märchen und reale Geschichten sollen ausgewogen dargestellt werden – visuell klar, emotional nachvollziehbar, aber nicht überfordernd. Ziel ist es, sowohl Fantasie als auch Realitätssinn und Umweltverständnis zu stärken. Dabei gewinnen Sendungen, die das Kind zum aktiven Nachdenken oder Handeln anregen, zunehmend an Bedeutung.Jugendprogramme sind deutlich abgegrenzt vom Kinderfernsehen. Sie müssen unterhaltend, tempo- und inhaltsstark sein und dennoch pädagogischen Wert besitzen. In einer Phase wachsender Autonomie sind Jugendliche besonders kritisch und heterogen in ihren Interessen. Deshalb werden informative, instruktive und unterhaltend-informative Formate geboten – etwa Dokumentationen, Baukastensendungen oder Medienkritikbeiträge. Ziel ist es, Reflexion, Kreativität und Selbstständigkeit zu fördern, ohne belehrend zu wirken.Insgesamt verfolgt das Schweizer Fernsehen mit altersgerechten, differenzierten Programmen eine medienpädagogische Strategie, die Kinder und Jugendliche auf ihrem Entwicklungsweg unterstützt, aktiviert und begleitet – stets mit dem Anspruch, Bildung und Unterhaltung sinnvoll zu verbinden.Children’s and youth programming at Swiss Television is tailored to three clearly defined age groups: preschoolers (up to age 7), children (ages 7–12), and adolescents (ages 12–16). Each group has specific developmental and design needs. Preschool programs like rely on recurring, familiar structures to support attention, language, motor skills, and social development. Content is presented in short, magazine-style segments to accommodate young children‘s limited attention span. Repetition enhances cognitive activation and emotional engagement.For children aged 7 to 12, programming becomes more complex. Both fantasy and real-life stories are presented—visually clear, emotionally resonant, but not overwhelming. The goal is to nurture imagination while also fostering a sense of reality and environmental awareness. Programs increasingly encourage active thinking and participation.Youth programs are distinctly separated from children’s shows. They must be entertaining, fast-paced, and content-rich, while maintaining educational value. During this phase of growing autonomy, adolescents are highly critical and diverse in their interests. As such, a mix of informative, instructive, and entertaining formats is offered—such as documentaries, hands-on workshop series, and media literacy segments. These programs aim to promote reflection, creativity, and independence without being preachy.Overall, Swiss Television pursues a media-educational strategy that supports, activates, and guides children and young people through age-appropriate, differentiated programming. The overarching goal is to meaningfully combine education and entertainment at every stage of development

    AI Education! Six Theses on the Relationship Between Artificial Intelligence, Education, and Society: An Interdisciplinary Perspective

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    Bildung muss angesichts der tiefgreifenden gesellschaftlichen Einschreibung von KI-Systemen verändert werden. Diese Veränderungen fassen wir unter dem Begriff KI-Bildung und beschreiben sie im Folgenden in sechs Thesen. In ihnen fordern wir eine Entmystifizierung der Debatten im Sinne einer digitalen Aufklärung, betonen die Bedeutung eines kritisch-reflexiven und multiperspektivischen Zugangs und lehnen technik-deterministische und solutionistische Ansätze zur Lösung bildungspolitischer und sozialer Probleme ab. Als normatives Leitbild für die Gestaltung von KI-Bildung schlagen wir eine Orientierung an den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Mit Blick auf die informatische Bildung verbinden wir kreativ-gestaltende mit analytisch-interpretierenden Verfahren und zeigen Architektur- und Relevanzperspektiven von KI-Systemen auf. Abschliessend heben wir die politische Bedeutung der Teilhabe und Mitgestaltung im Rahmen von KI-Bildung hervor. Mit unseren Thesen zu KI-Bildung wollen wir wechselwirkende technologische, individuelle und gesellschaftliche Dimensionen berücksichtigen, die interdisziplinäre Auseinandersetzung befördern und unterschiedliche Fachperspektiven stärker in einen Austausch bringen.Given the far-reaching social integration of AI systems, education must undergo fundamental change. We summarise these necessary transformations under the term AI Education, outlined below in six theses. We call for a demystification of AI debates in the spirit of digital enlightenment, emphasising a critical, reflective, and multi-perspective approach, while rejecting technology-deterministic and solutionist responses to educational and societal challenges. As a normative framework for shaping AI Education, we propose aligning it with the goals of education for sustainable development. In the context of computer science education, we advocate combining creative-design and analytical-interpretive methods and present architectural and relevance-based perspectives on AI systems. Finally, we underscore the political significance of participation and co-design in AI Education. With these theses, we aim to address the interconnected technological, individual, and societal dimensions, foster interdisciplinary dialogue, and bridge diverse disciplinary perspectives

    Digital Disinformation and Right-Wing Extremism: An Analysis of Current Discourse Topics in German-Language Journals

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    Digitale Desinformationsstrategien aus dem rechtsextremen Spektrum versuchen zunehmend, aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu beeinflussen. Das Ziel dieses Artikels ist, erste Erkenntnisse zur systematischen Beschreibung aktueller Diskurse und Erkenntnisse über digitale Desinformationsstrategien aus dem rechtsextremen Spektrum vorzustellen. Durch eine systematische Recherche in den jeweils grössten deutschsprachigen Datenbanken in den Fachgebieten Erziehungswissenschaften (FIS Bildung), Sozialwissenschaften (SSOAR) und Politikwissenschaften (Pollux) wurden 28 deutschsprachige Zeitschriftenartikel aus den letzten zehn Jahren für die Analyse ausgewählt. Zur Analyse und Systematisierung der Diskursthemen wird eine Heuristik verwendet, die drei zentrale Dimensionen in den Fokus rückt: die Produzent:innen, die digitale Infrastruktur und die Adressat:innen. Mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse wurden entlang dieser drei Dimensionen übergeordnete Themen der aktuellen Fachdebatte herausgearbeitet: Präventions- und Aufklärungsstrategien, die von Sensibilisierung bis hin zu politischer Bildung reichen, werden als relevant für die Adressat:innen hervorgehoben. Hinsichtlich der Produzent:innen von extremistischen Inhalten wird erkennbar, mit welch vielseitigen Medienstrategien diese operieren und inwiefern sie Desinformation zur Verschleierung ihrer Ideologien verwenden. Die Verantwortung von Tech-Unternehmen zum Umgang mit Desinformationen und die Herausforderungen ihrer Regulierung sind zentrale Themen in der Dimension der digitalen Infrastruktur. Interessanterweise wird die digitale Infrastruktur in den analysierten Artikeln oft nur metaphorisch beschrieben. Diese Form der Thematisierung lässt sich als Indikator deuten, die digitale Infrastruktur zur Verbreitung von Desinformation nunmehr systematisch in den Blick zu nehmen.Digital disinformation strategies from the far-right spectrum are increasingly trying to influence current societal discourses. The aim of this article is to present initial insights into the systematic description of current discourses and insights about digital disinformation strategies from the far-right spectrum. Doing a systematic research in the largest German-language databases in the fields of educational sciences (German Education Index), social sciences (SSOAR), and political sciences (Pollux), we selected 28 German-language journal articles from the past ten years for our analysis. A heuristic is used for the analysis and systematization of discourse topics, focusing on three central dimensions: the producers, the digital infrastructure, and the recipients. Using a summary content analysis, overarching themes of the current expert debate were identified based on these three dimensions: prevention and awareness strategies, ranging from sensitization to political education, are highlighted as relevant for the recipients. Regarding the producers of extremist content, it becomes clear with which diverse media strategies they operate and to what extent they use disinformation to obscure their ideologies. The responsibility of tech companies in dealing with disinformation and the challenges of their regulation are central topics in the dimension of digital infrastructure. Interestingly, the digital infrastructure in the analyzed articles is often only described metaphorically. This form of thematization can be interpreted as an indicator to more systematically consider the digital infrastructure in the dissemination of disinformation

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