MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Daddling around or Listening? An Organizational-Cultural View on the Use of Digital Picture Books in Daycare Centers

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    Im Zuge der Veränderungen gesellschaftlicher Lebensformen infolge der Digitalisierung stehen Kindertageseinrichtungen vor der Herausforderung, sich mit der digitalen Durchdringung der familialen Lebenswelt junger Kinder auseinanderzusetzen. Zusätzlich werden ihnen, aufgrund ihres Bildungsauftrags und ihrer gewachsenen Bedeutung als Teil der Normalbiografie des Kindes, Erwartungen im Hinblick auf den frühzeitigen Ausgleich von Bildungsungleichheit gestellt. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag das Potenzial einer organisationstheoretischen Betrachtung des Umgangs mit dem Digitalen in der Kindertageseinrichtung. Unter Rückgriff auf ein Konzept von «Organisationskultur» wird anhand eines empirischen Beispiels mithilfe von Videodaten und Interviewmaterial dargestellt, wie organisationskulturelle Rahmungen und der alltägliche Umgang mit digitalen Bilderbüchern miteinander verschränkt sind. Vor allem im institutionellen Alltag der Kinder schlagen sich die im Team ausgehandelten Orientierungen und Haltungen zum Thema digitale Medien nieder und beeinflussen ihre Möglichkeiten zur Partizipation. Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, wie die Kinder an der Herstellung und Aufrechterhaltung (organisations-)kultureller Rahmungen beteiligt sind und diese durch Integration in ihre Peerkultur modifizieren. Daher plädiert der Beitrag für eine höhere Sensitivität gegenüber den Beiträgen junger Kinder zur digital geprägten Kultur. Zudem zeigt sich der organisationskulturelle Zugang als gewinnbringend für die Auseinandersetzung mit theoretischen und praktischen Verknüpfungen von Digitalität und Nachhaltigkeit.Increasing digitalization affects social lifestyles and digital media has become ubiquitous in children’s lives. This poses new challenges for early childhood education and care (ECEC) centers, which have to face the changing environment of young children and make a commitment to whether and how digital media is integrated into everyday education. Furthermore, due to the educational mandate and the fact of being an important ecological environment in children’s biographies, ECEC is considered crucial to compensate for educational inequality at an early stage. In light of the discussion about digital inequality, this article focuses on the potential of the organizational-theoretical view for the use of digital in daycare centers. Drawing on a concept of organizational culture, an empirical example based on video data and interview material illustrates how organizational cultural frameworks and the everyday handling of digital storybooks are intertwined. The results show, that the teachers’ orientations and attitudes towards digital media, which are permanently negotiated in the team, influence especially the everyday institutional routines and the children’s opportunities for participation. The analyses indicate further, that children are involved in establishing and the maintenance of (organizational) cultural frameworks and modify them by integrating them into their peer culture. Therefore, this paper argues for a higher sensitivity towards young children’s contributions to digitally shaped culture in ECEC. Moreover, the chosen organizational-cultural approach has shown to be valuable when dealing with theoretical and practical links between digitality and sustainability

    ‹I just call it Rotzilator›: Multimodal Texts as Educational Opportunity for Children with Heterogeneous Learning Requirements in Reading and Literature Classes in Elementary School

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    Der Beitrag geht der Frage nach, wie Lehr- und Lernprozesse im Lese- und Literaturunterricht der Grundschule in der digitalen Welt gestaltet werden müssen, damit Kinder mit heterogenen Lernvoraussetzungen sich in gemeinschaftliche Aushandlungsprozesse einbringen, individuelle Lernfortschritte machen und relevante Kompetenzen erwerben können (Hauck-Thum 2021, 77). Vorgestellt werden vorläufige qualitative Ergebnisse des Forschungsprojekts Digitale Chancengerechtigkeit (DCG), das den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Lese- und Literaturunterricht unter den Bedingungen der Kultur der Digitalität untersucht. In den Blick genommen werden Gesprächsrunden zwischen Lernenden aus dritten Klassen während der Auseinandersetzung mit Büchern und multimodalen Texten auf Basis des Buchs «Die Olchis sind da» von Erhardt Dietl. Als Gesprächsanlässe dienen Herausforderungen, die von den Kindern gemeinsam gelöst und medial umgesetzt werden. Erste Auswertungen deuten an, dass Kleingruppengespräche über Literatur allen Kindern Teilhabe ermöglichen, wenn sie herausfordernd sind, an informell erworbene (digitale) Wissensbestände anknüpfen und subjektive Lesarten zulassen. Ein entsprechender Lese- und Literaturunterricht, der individuelle Kenntnisse, Belange, Ideen und Fantasien von Kindern berücksichtigt und fördert sowie sie zu gemeinschaftlichen Reflexionsprozessen anregt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass alle Kinder die ihnen gebotenen Lerngelegenheiten zum Kompetenzerwerb nutzen können (Giesinger 2007, 364). Dadurch leistet die Grundschule einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und bereitet Kinder darauf vor, aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gemeinschaftlich zu begegnen.The article discusses how teaching and learning processes in reading and literature classes need to be transformed in a digital world, so that children with heterogeneous learning prerequisites can make individual learning progress (Hauck-Thum 2021, 77). Therefore, qualitative interim results are presented as part of the research project Digitale Chancengerechtigkeit (DCG), which investigates the connection between social background, reading and literature instruction under digital conditions. Conversations between learners from third grade have been observed during their interaction with books and multimodal texts based on the German book «Die Olchis sind da» by Erhardt Dietl. Pupils had to solve challenges in a team and therefore, had to use their individual media skills and knowledge. A first evaluation of transcripts indicates that small group conversations about literature may enable all children to participate, when tasks are challenging and consider their personal knowledge and reading preferences. Instructions that promote childrenʼs use of their individual knowledge, such as concerns, ideas, or fantasies, encourage them to engage in collaborative reflection processes and increase the likelihood that all children will be able to take advantage of learning opportunities (Giesinger 2007, 364). Thereby elementary schools can contribute to greater educational equity and prepare children to face current and future challenges collaboratively

    Indicators of School Transformation Processes in a Digital and Sustainable Condition

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    Schulen stehen aktuell vor der zentralen Herausforderung, Kinder und Jugendliche auf eine Welt vorzubereiten, die von wachsender Komplexität und sich zuspitzenden Problemlagen wie dem Klimawandel und einer ungerechten Ressourcenverteilung gekennzeichnet ist. Korrekturen an den Oberflächenstrukturen zeigen in der Breite kaum Erfolg. Lediglich einzelnen Schulen gelingt es, grundlegende Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft auch unter schwierigen Bedingungen anzustossen und umzusetzen. Veränderte kulturelle Praktiken der Kultur der Digitalität gewinnen an diesen Schulen zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen des Beitrags werden Ergebnisse einer qualitativ angelegten Studie vorgestellt, in der mithilfe von Gruppendiskussionen unter Lehrenden an «Good-Practice-Schulen» relevante Indikatoren erfolgreicher schulischer Transformationsprozesse induktiv aus dem Material generiert wurden, die in die Beantwortung der Frage münden: Wie gelingt Schultransformation im Spannungsfeld von Digitalität und Nachhaltigkeit?Schools currently face the central challenge of preparing children and young people for a world characterized by growing complexity and worsening problems such as climate change and an unfair distribution of resources. Corrections to the surface structures are hardly successful on a broad scale. Only individual schools succeed in initiating and implementing fundamental transformation processes toward a more cohesive and equitable society, even under difficult conditions. Changing cultural practices in a digital condition are becoming increasingly important at these schools. This paper presents the results of a qualitatively designed study that used group discussions among teachers of innovative schools to inductively generate relevant indicators of successful school transformation processes from the material, leading to an answer to the question: How does school transformation succeed in the interplay of cultural change and sustainability

    Negotiations of Inclusion and Exclusion in the Context of the Availability/Unavailability of Mobile Media: A Reconstructive View on the Mediatization of Vocational School Opportunity Spaces

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    Der Text schliesst an den breit geführten Diskursstrang der Medienpädagogik um die (Re-)Produktion von sozioökonomischen Ungleichheiten im Kontext schulischer Digitalisierungsvorgänge an. Er beschäftigt sich in diesem Zusammenhang am Beispiel des Fachbereichs einer Berufsschule mit der Frage, wie Inklusion und Exklusion nach dem Kriterium der Verfügbarkeit leistungsstarker mobiler Endgeräte jenseits des Smartphones in der Schulpraxis ausgestaltet werden. Es geht hierbei also um die sozialen Erzeugungsprozeduren von Inklusion und Exklusion. Um sich dieser Fragestellung theoretisch anzunähern, nutzt der Text das Mediatisierungskonzept nach Krotz, die Schulkulturtheorie nach Helsper sowie den auf Helspers Konzeption aufsetzenden Inklusions- bzw. Exklusionsbegriff nach Hummrich und bezieht sie auf den Untersuchungskontext. Der Artikel untersucht insgesamt fünf Gruppendiskussionen mit Lehrkräften sowie mit Schüler:innen einer Berufsschule anhand der Objektiven Hermeneutik, um die aufgeworfene Frage empirisch zu beantworten. Der Beitrag identifiziert in diesem Zusammenhang eine Praxis mit vordergründig formulierten inklusiven Werthaltungen bei gleichzeitig exkludierenden Handlungslogiken. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschungen, um den Phänomenbereich in angemessener Breite zu untersuchen.This text connects to the media pedagogical discourse unfolded around the reproduction of socio economical inequalities in the context of school digitalization. Using the example of a certain vocational school department, our research deals with the question of how inclusion and exclusion are negotiated in a context of availability/unavailability of mobile devices beyond smartphones in school practices. Consequently, the article focusses on the social emergence of inclusion and exclusion. In order to approach this question theoretically, the text takes up Krotz’ deliberations towards mediatization processes, Helsper’s school culture theory and Hummrich’s concept of inclusion and exclusion, which is related to Helsper’s theory. In order to answer the raised research question empirically, the research focusses on in total five group discussions with teachers as well as students of a vocational school. The analysis uses the method of Objective Hermeneutics. The article identifies a social school practice with ostensible inclusive values but at the same time exclusionary logics of action. The text concludes with an outlook on the need of further research to examine this phenomenon more broadly

    Disability and the Paradoxes of Participation in Social Media: Subject Norms of Ableism and Inclusive Media-Bildung in the Context of Visual Impairments

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    Der Beitrag fokussiert die Partizipationspotenziale Sozialer Medien für Menschen mit Seheinschränkungen am Beispiel von YouTube vor dem Hintergrund der theoretischen Konzepte der Bildung, Subjektivierung und Inklusion. Es werden Ergebnisse von Analysen (mittels der Dokumentarischen Methode) von YouTube-Videos aus Genres der (u. a. biografischen) Selbst-Thematisierung vorgestellt, anhand derer einerseits Chancen und Risiken soziomedialer Partizipation für Menschen mit Seheinschränkungen diskutiert werden. Andererseits wird ein Ausblick auf weiterführende Untersuchungen gegeben und es werden Anschlüsse an das Konzept einer inklusiven und kritischen Medienbildung gesucht, in denen dem Verfahren der Trace-Interviews eine besondere Rolle zukommen könnte.This article is focused on the potentials of participation in social media for people with visual impairments at the example of YouTube in the theoretical framework of the concepts ‹Bildung›, subjectivation and inclusion. I present outcomes of the analysis of YouTube-videos (by means of the documentary method) coming from genres of (biographical) self-thematization. Against this backdrop benefits and risks of sociodigital participation as well as further research options and connections to a concept of inclusive and critical ‹Medienbildung› (especially using the method of trace-interviews) are discussed

    Designing Digital University Teaching for All: Results of a Teachers‘ Survey at Four Universities

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    Die zunehmende Heterogenität der Studierenden sowie voranschreitende Digitalisierungsprozesse an deutschen Hochschulen bringen neue Herausforderungen für die Lehre mit sich. Vor allem Lehrende stehen als Hauptakteur:innen vor neuen Anforderungen. Eine empirische Studie aus dem Frühjahr 2022 an vier deutschen Hochschulen bringt neue Erkenntnisse, wie Lehrende den Anforderungen einer digitalen, für alle Studierenden zugänglichen Lehre begegnen. Zentral erweisen sich in diesem Kontext das Wissen, die Einstellung und die Erfahrung von Lehrenden insbesondere in deren Interdependenzen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Bedeutung eines antizipierten Mehraufwandes für die Umsetzung digitaler, zugänglicher Lehre ein. Dieser lässt sich durch einen Mangel an Wissen und Erfahrung begründen, welcher Einfluss auf die Einstellung von Lehrenden nimmt. Zur Realisierung einer Hochschule für Alle ist es daher notwendig, Lehrenden Unterstützungs- und Weiterbildungsangebote bereitzustellen, um sie für die neuen Herausforderungen zu qualifizieren, mit denen sie bei der Umsetzung einer digitalen, zugänglichen Lehre konfrontiert sind.The increasing heterogeneity of students and advancing digitization processes at German universities are creating new challenges for teaching. Teachers in particular, as the main actors, are facing new challenges. An empirical study conducted in the spring of 2022 at four German universities provides new insights into how teachers meet the requirements of digital teaching that is accessible to all students. In this context, the knowledge, attitudes and experience of teachers, especially in their interdependencies, prove to be central. A central role in this context is played by the significance of an anticipated additional effort in the implementation of digital, accessible teaching. This can be explained by a lack of knowledge and experience, which influences the attitude of teachers. For the realization of a university for all, it is therefore necessary to provide teachers with support and further training opportunities to qualify them for the new challenges they face in implementing digital, accessible teaching

    Diversity and Digitality in Late Modernity: Arguing for a Reflective Inclusion-Oriented Media Education

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    Die (zunehmende) Thematisierung und Umsetzung inklusiver Medienbildung vollzieht sich im Kontext widersprüchlicher gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Diese beziehen sich einerseits auf Diversifizierungsentwicklungen bzw. den Wandel zur Kultur der Diversität, die sich beispielsweise in entscheidenden (rechtlichen) Schritten wie der Verabschiedung der UN-BRK oder der Anerkennung des Dritten Geschlechts (vgl. §22 PStG) manifestieren. Andererseits erfolgen Mediatisierungsprozesse bzw. ein Wandel zur Kultur der Digitalität, die Alltagspraktiken fortlaufend (subtil) sowie auch Mechanismen der Inklusion (und Exklusion) verändern. Gleichzeitig sind die gesellschaftlichen Verhältnisse geprägt von kapitalistischen bzw. neoliberalen Logiken und Strukturen und können als eine an Singularitäten ausgerichtete Gesellschaft der Spätmoderne verstanden werden. Diesen Umständen können sich schulische Inklusionsprozesse bzw. Formen inklusiver Medienbildung nicht entziehen. Vor dem Hintergrund der Diversifizierung (zu einer Kultur der Diversität) und Digitalisierung (zu einer Kultur der Digitalität) in kapitalistischen Verhältnissen der spätmodernen Gesellschaft wird Inklusive Medienbildung somit in den Kontext widersprüchlicher Verhältnisse gestellt und ein begrifflich-konzeptionelles Plädoyer für eine reflexive inklusionsorientierte Medienbildung vorgenommen.The (increasing) discussion and implementation of inclusive media education is taking place in the context of contradictory social transformation processes. On the one hand, these refer to diversification developments or the shift towards a culture of diversity, which manifest themselves, for example, in decisive (legal) steps such as the adoption of the UN CRPD or the recognition of the third gender (§22 PStG). On the other hand, mediatisation processes and a shift towards a culture of digitality are continuously (subtly) changing everyday practices as well as mechanisms of inclusion (and exclusion). At the same time, social relations are shaped by capitalist or neoliberal logics and structures and can be understood as a late modern society oriented towards singularityies. Forms of inclusive media education or processes of inclusion at school cannot ignore these circumstances. Against the background of this diversification (towards a culture of diversity) and digitalisation (towards a culture of digitality) in capitalist relations of late modernity, inclusive media education is placed in the context of contradictory relations and a conceptual argument is made for a reflexive inclusion-oriented media education

    Home and Language Influences on Children’s Internet Use at Home

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    Der Beitrag betrachtet die digitale häusliche Lernumwelt von Kindern unter besonderer Berücksichtigung der Differenzkategorien Herkunft und Sprache und erarbeitet Zusammenhänge zwischen dem Migrationshintergrund, der Familiensprache, einer internetbezogenen Eltern-Kind-Interaktion sowie einer unterhaltungs- und schulbezogenen Nutzung des Internets von Kindern. Empirische Grundlagen sind standardisierte Eltern- und Kinderbefragungen sowie ethnografisch orientierte Untersuchungen in Familien. Die quantitativen Analysen zeigen, dass Kinder, deren Hauptverkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist, häufiger gemeinsam mit ihren Eltern das Internet nutzten. Vertiefend liessen in der qualitativen Untersuchung diejenigen Kinder häufigere und komplexere Internetnutzungsformen für schulische Zwecke erkennen, die einen Migrationshintergrund aufweisen und hauptsächlich in ihrer Herkunftssprache (nicht Deutsch) innerhalb der Familie sprechen. Insbesondere in Familien, die selten in der Häuslichkeit Deutsch sprechen, hat sich die (gemeinsame) Internetrecherche als Mittel zur Kompensation von Sprachbarrieren erwiesen. Fehlende elterliche Unterstützungsmöglichkeiten aufgrund von sprachlichen Verständnisproblemen können insofern durch kindliche, elterliche oder gemeinsame Rechercheprozesse ausgeglichen werden.This paper examines the digital home learning environment of children with special regard to the categories of difference origin and language and develops associations between the migration background, the family language, an Internet-related parent-child interaction as well as an entertainment- and school-related use of the Internet by children. Empirical bases are standardized paper-pencil-questionnaires for parents and children as well as ethnographically oriented studies in families. Results of the quantitative analyses show that children whose predominant language of communication in the family is not German used the Internet more frequently together with their parents. In more detail, the qualitative study revealed that those children who have a migration background and speak mainly in their language of origin (not German) within the family used the Internet more frequently and in more complex ways for school-related purposes. In particular, (joint) Internet research for families who rarely speak German at home has been shown to compensate language barriers. Accordingly, a lack of parental support due to language comprehension problems could be compensated by child, parent, or joint research processes

    Imaginaries of Inequalities in Emergency Distance Learning: Analysis of a Policy Discourse and its Problem Representations

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    Dieser Beitrag widmet sich dem Notfall-Distanzunterricht als soziotechnischem Phänomen und seiner Konstruktion im Policydiskurs während der Coronapandemie. Er fragt danach, wie Distanzunterricht in Policydokumenten der deutschen Bundesländer imaginiert wird und wie sozio-digitale Ungleichheit in diesen Imaginationen als Problem repräsentiert ist. Basierend auf der thematischen Dokumentsammlung ‹CoBiS – Covid 19-Corpus des Bildungssystems› wurde eine Policyanalyse mithilfe des ‹WPR-Ansatzes› durchgeführt und die ‹soziotechnische Imagination› der Reibungslosigkeit rekonstruiert. Der Beitrag beleuchtet drei Aspekte: (1) Reibungslose Lebensräume, (2) Reibung durch Ungleichheit und (3) Gleichheit durch Technik. Über die Imagination der Reibungslosigkeit werden im Policydiskurs Vorstellungen und Visionen von Bildungssubjekten aufgerufen, die wohlständige, privilegierte und bürgerlich-weisse Kontexte bevorzugen und gleichzeitig marginalisierte, deprivilegierte und minorisierte Kontexte benachteiligen. Der Beitrag zielt insgesamt darauf ab, Impulse in die inklusive Medienbildung einzubringen, um die in Policydiskursen aufgerufenen soziotechnischen Imaginationen zu erkennen und ihnen kritisch begegnen zu können.This paper understands emergency remote education as a sociotechnical phenomenon and analyses its construction in the policy discourse during the Covid-19 pandemic. It asks how remote education is imagined in German federal states’ policy documents and how socio-digital inequality is represented as a problem in these imaginaries. Based on the thematic document collection ‹CoBiS – Covid 19-Corpus des Bildungssystems›, a policy analysis was conducted using the ‹WPR approach›. Findings suggest a ‹sociotechnical imaginary› of frictionlessness. The paper illustrates this imaginary through three aspects: (1) frictionless living spaces, (2) friction through inequality and (3) equality through technology. It is shown that through the imaginary of frictionlessness in the policy discourse, ideas and visions of educational subjects are generated that favour affluent, privileged and middle-class white contexts and at the same time disadvantage marginalised, deprived and minoritised contexts. Overall, the paper proposes a framework for inclusive media education to critically reflect on sociotechnical imaginaries invoked in policy discourse

    ‹When the Fork Is No Longer Forking› – Explorations of Functional Logics: Practice Report of an Interdisciplinary Workshop for Elementary School Students in Fablabs

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    Die Vereinbarkeit mit und Anschlussfähigkeit von lern- und bildungsorientierten FabLab-Aktivitäten an schulisches Lernen, z. B. auf curricularer und fachdidaktischer Ebene, stellen derzeit sowohl eine konzeptionelle Herausforderung als auch Forschungslücke dar. Um den Möglichkeitsraum zwischen Grundschule und FabLabs zu erkunden, wurde 2021/22 eine mehrteilige Bildungsmodul-Reihe für Grundschulen im FabLab konzipiert und umgesetzt, aus der der Workshop «Wenn die Gabel nicht mehr gabeln will» (2022) vorgestellt wird. Der Praxisbericht geht sowohl auf die Entwicklung, Fundierung und Verortung als auch auf die praktischen Erfahrungen, Effekte und Anschlüsse des Workshops ein. Die gestalterische Auseinandersetzung mit Funktionslogiken von Grundschüler:innen in FabLabs, die hier inhaltlich verfolgt und umgesetzt wurde, steht dabei exemplarisch für eine explorative Auseinandersetzung mit möglichen Bildungsformaten in FabLabs als vermittelnder Ansatz ästhetischer und technischer Literalität. Als Brücke zwischen ästhetischem und sachunterrichtlichem, aber auch schulischem und making-orientiertem Lernen zeigt sich die Dekonstruktion und Weitergestaltung von Gebrauchsgegenständen, in denen sowohl Eigenlogiken (digitaler) Produktion als auch Gebrauch als Form der Gestaltung in ihrer Verwicklung thematisiert werden können.Compatibility and connectivity between educational making activities in fablabs and school education are still lacking research and conceptional ideas (e.g. as a curricular or didactic question). To explore the possibilities between elementary school and fablabs, an educational workshop series for children has been conducted from 2021–2022 in a club operated fablab. This paper presents one workshop of this series titled «When the fork is no longer forking» (2022). It addresses the workshop’s development as well as practical insight and effects. It also discusses the foundation and localization within elementary school education. The creative engagement with functional logics in fablabs can be understood as an example for the exploration of possible educational formats that merge aesthetic and technical literacy. The deconstruction and creative evolution of everyday design objects exposes logics of production and use. This approach establishes a connection between aesthetic and technical perspectives on making and examines the compatibility of maker practices and school education

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