MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Reception of Muslim Representations and Social Cohesion: How Members of Muslim Diaspora Interpret Islamic Media Coverage

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    Im Artikel werden Befunde einer qualitativen Rezeptionsstudie mit Angehörigen der muslimischen Diaspora zu Medienrepräsentationen des Islams präsentiert. Ausgangspunkt für die Durchführung der Studie waren zwei zentrale Aspekte. Erstens belegen zahlreiche Inhaltsanalysen, dass über Muslimas und Muslime sowie den Islam zumeist ereigniszentriert und in einem gewalt- und konfliktbehafteten Kontext berichtet wird. Es ist anzunehmen, dass eine derart negativ verengte Berichterstattung nicht folgenlos für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bleibt. Allerdings ist zweitens wenig darüber bekannt, wie Muslimas und Muslime selbst die Islamberichterstattung wahrnehmen und ob sie muslimische Medienbilder als Gefährdung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt deuten. Diese Leerstelle aufgreifend wurden 12 problemzentrierte Leitfadeninterviews mit Angehörigen der muslimischen Diaspora geführt. Die Befunde zeigen, dass aus Sicht der Interviewten die mediale Repräsentation weitestgehend nicht mit ihrem eigenen Selbstverständnis übereinstimmt und nur wenig Identifikationspotenzial bietet. Im Gegenteil, sie fühlen sich vielfach durch die Islamberichterstattung diskriminiert und ausgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden Tendenzen einer Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sichtbar. Für die medienpädagogische Praxis bieten die empirischen Befunde zahlreiche Ansatzpunkte.This article presents findings from a qualitative reception study with members of the Muslim diaspora on media representations of Islam. Two central aspects were the starting point for the realization of the study. Firstly, numerous content analyses show that reports about Muslims and Islam are mostly event-centered and take place in the context of violence and conflict. It can be assumed that such negatively narrowed reporting is not without consequences for cohesion in society. However, secondly, little is known about how Muslims themselves perceive Islam coverage and whether they interpret media portrayals of Islam to be a threat to social cohesion. Addressing this gap, 12 problem-centered semi-structured interviews were conducted with members of the Muslim diaspora. The findings show that, from their point of view, the media representation does largely not correspond to their own self-image and provides only little identification potential. On the contrary, they often feel discriminated and marginalized by reports on Islam. In this context, tendencies towards a threat to social cohesion become visible. The empirical findings offer numerous starting points for media education practice

    Digital, Sustainable, Equitable: A Strategic Core Routine for More Adaptivity in Schools

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    Die Welt wird zunehmend digital und komplexer. Dies hat zur Folge, dass Routinetätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt immer weniger gefragt sind, während interaktive, kreativ-gestaltende und kognitiv-analytische Tätigkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen (Levy und Murnane 2005). Gleichzeitig offenbaren internationale Vergleichsstudien wie PISA (OECD 2014) oder IGLU (Bos et al. 2017) in Deutschland bereits seit 20 Jahren ein Problem, das als chronisch bezeichnet werden kann: Etwa ein Fünftel aller Lernenden erreicht die Mindestkompetenzstandards in den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen nicht, wobei insbesondere Schüler:innen in sozioökonomisch deprivierten Lagen gefährdet sind. Das Ziel unseres Bildungssystems, allen Kindern und Jugendlichen langfristig eine selbstbestimmte Teilhabe am ökonomischen, politischen und kulturellen Leben der Gesellschaft zu ermöglichen, wird dementsprechend verfehlt. Zurückzuführen ist die hohe Anzahl von Schüler:innen, die das Bildungsminimum nicht erreichen, unter anderem auf die mangelnde Adaptivität des schulischen Bildungsangebots. Wie die Nutzung digitaler Möglichkeiten insbesondere im Sinne der Teilhabegerechtigkeit aussehen kann, soll in diesem Beitrag im Vordergrund stehen. Vorgestellt wird eine strategische Kernroutine für mehr individuelle Unterstützung an Schulen. Die Kernroutine beginnt mit einer digitalen Lernstandserhebung, auf die evidenzbasierte und passgenaue Förderangebote aufbauen.The world is becoming increasingly digitalized and complex. Subsequently, routine activities are less sought after in the job market, while interactive, creative, and analytic abilities gain importance (Levy und Murnane 2005). Simultaneously, comparative international studies such as PISA (OECD 2014) or IGLU (Bos et al. 2017) attest Germany a chronic problem: Around one-fifth of students do not reach the minimum standards in literacy and numeracy. Especially students from socioeconomically deprived backgrounds are at risk. Our educational system thus misses its goal to enable all children to autonomously participate in all aspects of society (economic, political, and cultural). The lack of adaptivity of learning opportunities in schools is partially responsible for the high number of students who do not reach the minimum standards. This paper focuses on how digital resources can be used to foster individualized and equitable education. It presents a strategic core routine for more individualized support in schools. This core routine begins with a digital learning assessment upon which evidence-informed, adaptive support structures can be built

    Media-Supported Learning in Inclusive Vocational Education for Trainees with Impairments: A 10-Step Model for the Introduction of Learning Platforms in Participation-Oriented Vocational Education and Training

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    Das Berufsbildungswerk Bethel (BBW) möchte die Lernplattform Moodle-Workplace einführen, um digital unterstütztes Lernen in der Ausbildung für Menschen mit Beeinträchtigungen zu verankern. Das bedeutet für die Leitung des BBWs, dass technische, personelle und konzeptionelle Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Um die Ausbildenden bei der Einführung zu unterstützen, sollen konzeptionelle Hinweise formuliert werden, die unter anderem auf der inhaltsanalytischen Auswertung qualitativer Interviews mit diesen basieren. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Moodle-Workplace sinnvoll und zielgruppensensibel in der Ausbildung im BBW-Bethel – und perspektivisch in weiteren Einrichtungen der inklusiven beruflichen Bildung – implementiert werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl für die Auszubildenden als auch für die Ausbildenden eine strukturierte Einführung notwendig ist, da grosse Unsicherheiten in Bezug auf die Einführung und den Einsatz bestehen. Das ‹10-Stufen-Modell zur Einführung von Lernplattformen in der teilhabeorientierten beruflichen Bildung›, welches von den Autor:innen entwickelt wurde, bietet einen Orientierungsrahmen, um Lernplattformen progressiv und sukzessiv in der inklusiven beruflichen Bildung zu implementieren. Es weist einen exemplarischen Charakter auf und kann zur Veranschaulichung eines schrittweisen Vorgehens dienen, welches zuerst die Schulung der Ausbildenden und im weiteren Verlauf der Auszubildenden in den Blick nimmt.The Berufsbildungswerk Bethel (BBW) would like to introduce the Moodle-Workplace learning platform in order to anchor digitally supported learning in vocational training. For the management of the BBW, this means that technical, personal and conceptual prerequisites must be created. In order to support the instructors during the launch, conceptual indications will be formulated based on the content-analytical evaluation of qualitative interviews with the instructors. The study examines the question of how Moodle-Workplace can be implemented in vocational training at BBW Bethel – and, in the future, in other institutions of inclusive vocational education – in a meaningful and target group-oriented way. The results show that a structured launch is necessary for both the participants and the instructors, as there is a great deal of uncertainty about the launch and its use. The 10-step-model, which was developed by the authors, offers an orientation framework to implement learning platforms progressively and successively in inclusive vocational education. It serves as an example to illustrate a step-by-step approach, which first focuses on the training of the trainers and then on the participants

    Dissolution of Boundaries of Pedagogical Expertise through Social Media: Doing Family in the Social Web

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    Ausgangspunkt dieses Beitrags ist die Familie als primäre Sozialisationsinstanz und zentraler Ort kindlicher Bildung. Der gesellschaftliche Wandel konfrontiert Familien mit weitreichenden Herausforderungen und verstärkt das generelle Bedürfnis von Eltern nach Rat und Unterstützung. Aufgrund der zunehmenden Mediatisierung werden auch die Sozialen Medien für Familien immer bedeutsamer, da sie ihnen einen Raum für Informationen, Erfahrungsaustausch und Unterstützung bieten. Bislang ist jedoch ungeklärt, wie sich die Rezeption des Social Web auf Eltern auswirkt. Daher wird übergreifend danach gefragt, inwiefern die zunehmende Nutzung des Social Web, insbesondere von Familienblogs, die Familie beeinflusst. Auf Basis eines Mixed-Methods-Designs wurde zunächst eine quantitative Online-Befragung und anschliessend eine qualitative Interviewstudie durchgeführt, die den Schwerpunkt der Untersuchung bildet. Die ersten Ergebnisse zeigen: Die Rezipient:innen von Familienblogs sind eine vordergründig homogene Gruppe von Eltern, die sich hauptsächlich online über kindbezogene Themen informieren, subjektiv ‹wertvolle› Blogs rezipieren und ausgewählten Content in ihr «Doing Family» (Jurczyk 2018) transformieren. Dieser Beitrag thematisiert erste ausgewählte Ergebnisse.The starting point of this article is family as the primary instance of socialization and the central place of children’s education. Social change is confronting families with far-reaching challenges and is increasing parents’ general need for advice and support. Due to increasing mediatization, social media is also becoming more important for families, as it provides opportunities for information, exchange of experiences and support. So far, however, it has not been clarified, in which way the reception of the social web is affecting parents. Therefore, the general question is to what extent the increasing use of the social web, especially family blogs, is affecting the modern family. Based on a mixed-methods design, a quantitative online survey was carried out first and followed by a qualitative interview study, which forms the focus of the study. The first results show that the recipients of family blogs are a seemingly homogeneous group of parents who mainly obtain information online about child-related topics, adopt subjectively «valuable» blogs and transform selected content into their «doing family» (Jurczyk 2018). This article presents first, selected results

    ‹That it‘s just super, super difficult with the digital›: (Re)Constructing Expectations of Technology Use in Inclusive Emergency Remote Teaching

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    Im Rückgriff auf ein postdigitales Verständnis von Technologie und mithilfe eines diskurstheoretischen Ansatzes in der Interviewforschung fragen wir danach, welche Selbstverständlichkeiten in Bezug auf Technologien im pandemiebedingten Distanzunterricht im Anspruch von Inklusion von pädagogischen Professionellen artikuliert und irritiert werden. Wir schliessen an medienpädagogische Forschungen zu Technologieverwendung im Unterricht mit Inklusionsanspruch sowie ethnografische und beobachtende Studien zu Medienpraktiken in unterrichtlichen Settings an und reflektieren unsere Ergebnisse im Lichte postdigitaler Forschungen. Wir zeigen drei empirische Beispiele für Erwartungen von Professionellen an Technologieverwendung und die damit verknüpften Irritationsmomente im distanzunterrichtlichen Geschehen. Anhand der artikulierten Selbstverständlichkeiten (Erwartung an 1. Distanzüberwindung; 2. Kompetenzerwerb und -ausbau zur Differenzierung; 3. universell für alle gleichermassen nutzbare Technologiepotenziale) zeigen wir eine Bandbreite an Artikulationen von Technologieverwendung im distanzunterrichtlichen Alltag aus der Sicht der Professionellen. Zum einen bestätigen auch unsere Ergebnisse weiterhin die Bedarfe an Interventionen und Ansätzen, die kritisch, diversitätssensibel und differenziert mit unterschiedlichen technologischen wie pädagogisch-didaktischen Repertoires auf die Ausbildung von Medienkompetenz für Professionelle hinwirken. Zum anderen betonen unsere Einsichten den Stellenwert von diskursiv als selbstverständlich hergestellten Erwartungen für die Aushandlung von Medienhandeln im Unterricht.Drawing on a postdigital understanding of technology and utilizing a discourse-theoretical approach to interviews, we ask how educational professionals articulate and interrupt a ‹common-sense› regarding technologies and inclusion during the emergency remote teaching of the COVID-19 pandemic. We draw on media education research on technology use in inclusive settings, as well as ethnographic and observational studies of media practices in education and reflect on our findings in the light of postdigital research. We present three examples of professionals’ expectations of technology use and their expressions of surprise. Based on the articulations of common-sense expectations (of overcoming distance; of differentiation and the development of competence; and of the equitable use of technology for all), we draw conclusions about the prevailing discourse of technology, education and inclusion. Our findings confirm the need for interventions and approaches that work critically, and with a sensitivity to diversity with various technological as well as pedagogical repertoires to support educational professionals’ media literacy. Our insights also, however, emphasize the importance of discursively constructed expectations for negotiating media practices in the classroom

    Inclusive Media Studies with 3D-Environments: Practical Experience and Ideas of Research

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    Kollaborative 3D-Umgebungen eröffnen neue Gestaltungsräume, Kommunikationsformen und Zugänge in der Bildung - gerade auch im Hinblick auf Inklusion und Teilhabe. Die veränderten Möglichkeiten kollaborativer Zusammenarbeit, das Erleben von Immersion - also das Eintauchen, hier in eine 3D-Umgebung, die Sichtbarkeit der User über die Avatare sowie das individuell gestaltete Aussehen dieser, bieten Chancen für eine inklusive digitale Medienbildung. Kritisch zu reflektieren ist, dass Zugang und Nutzung von 3D-Umgebungen mit Barrieren verbunden sein können, welche die Teilhabe an Bildungsangeboten ggf. erschweren. Auch besteht die Gefahr der Exklusion, wenn bestimmte Menschen, Kulturen etc. bei der Gestaltung nicht berücksichtigt werden. Seit über zwei Jahren setzt die FHNW eine 3D-Umgebung in der Lehre und Praxisforschung ein (Projekt «FHNW Learning Spaces»). Durch die langjährige Erfahrung und Expertise (vgl. Reimer und Volk 2009, 243ff) sehen wir den Bedarf, die Chancen und Risiken in Bezug auf eine inklusive 3D-Lehr-/Lerngestaltung herauszuarbeiten. Im Beitrag wird zunächst beschrieben, was kollaborative 3D-Umgebungen sind und was diese kennzeichnet. Anschliessend werden (Forschungs-)Projekte zu diesem Themenfeld vorgestellt und ergänzend Ansätze präsentiert, die sich sowohl mit den Voraussetzungen zur Ermöglichung von Inklusion als auch mit konkreter Förderung beschäftigen. Zum Abschluss offerieren wir Fragestellungen für weitere Forschungen im Feld.Collaborative 3D environments open new design spaces, forms of communication and access in education – especially regarding inclusion and participation. The new possibilities for collaborative work, the experience of immersion – in this case in a 3D environment –, the visibility of the user via avatars in their individually designed appearance, offer opportunities for inclusive digital media education. The accessibility of 3D environments needs to be reflected critically, as they can contain barriers that may impede participation in educational opportunities. There is also a risk of excluding certain people, cultures, etc. if they are not considered in the design of the graphical environment and the user interface. For more than two years, the FHNW has been using the 3D environment called AULA (cf. vComm Solution 2019) of the provider vComm in teaching and practical research (project «FHNW Learning Spaces»; cf. Reimer and Kochs 2020). Based on many years of experience and expertise (cf. Reimer and Volk 2009), we see the need to elaborate on the opportunities and risks of designing inclusive 3D offerings for teaching and learning. In the paper, we first describe, what collaborative 3D environments are and what characterizes them. Subsequently, we present (research) projects for this approach as well as complementary approaches that deal with the prerequisites for making inclusion possible and with concrete support. Finally, we discuss further research questions for this field

    Digital Media in Vocational Rehabilitation: Development of an Evidence-Based Media Concept

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    Das Projekt Medien.Gestalten.Perspektiven am Berufsbildungswerk Abensberg befasst sich mit der Frage, wie digitale Medien, auch in einer pandemiefreien Zukunft, Bildungs- und Beziehungsprozesse in der beruflichen Rehabilitation unterstützen können. In einem integrativen Mixed-Methods-Forschungsdesign zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien wurden eine quantitative Fragebogenstudie mit 76 Ausbilder:innen und qualitative Interviews mit 6 Ausbilder:innen durchgeführt. Ergänzt wurden die so eingeholten Informationen um Vorschläge und Wünsche von Auszubildenden auf einer digitalen Pinnwand. Die Daten wurden mithilfe von deskriptiven Statistiken sowie zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalysen ausgewertet, um die IST-Situation der Einrichtung darzustellen. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden theorie- und evidenzgeleitetet zehn Zielsetzungen als erwünschter SOLL-Zustand der Einrichtung in der Perspektive der Digitalisierung formuliert. Zur Erreichung dieser Zielsetzungen wurden zehn entsprechende Arbeitspakete festgelegt, welche im Beitrag vorgestellt werden.The project Medien.Gestalten.Perspektiven (Media.Design.Perspectives) at the Berufsbildungswerk Abensberg, Bavaria, addresses the question of how digital media can support educational and relational processes in vocational rehabilitation, even in a pandemic-free future. In an integrative mixed-methods research design on teaching and learning with digital media, a quantitative questionnaire study with 76 instructors and qualitative interviews with 6 instructors were conducted, supplemented by suggestions and wishes of trainees on a digital bulletin board. The data were evaluated with the help of descriptive statistics and correlation analyses as well as summarizing qualitative content analyses in order to present the actual situation of the institution. Based on the results, ten theory- and evidence-driven objectives were formulated as the desired target state of the institution in the perspective of digitization. To achieve these objectives, ten corresponding work packages were defined, which are presented in this article

    Validation of the German Versions of the Generic Scale of Phubbing (GSP) And the Generic Scale of Being Phubbed (GSBP)

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    Beim Phubbing richten Personen ihre Aufmerksamkeit während sozialer Kommunikation auf ihr Mobiltelefon anstatt auf ihr Gegenüber. Diese Zweittätigkeit, die das Gegenüber als störend wahrnimmt, kann Ausdruck mangelnder Medienkompetenz sein. Mithilfe zweier Studien (N1 = 245, N2 = 270) validierten wir die deutschsprachigen Versionen der Generic Scale of Phubbing (GSP) zur Erfassung von Phubbing und die Generic Scale of Being Phubbed (GSBP) zur Erfassung von Phubbing-Erfahrungen von Chotpitayasunondh und Douglas (2018a, 8–9). Wir replizierten mithilfe konfirmatorischer Faktorenanalysen vier Faktoren für die GSP (Nomophobie, Interpersonelle Konflikte, Selbstisolation, Problembekenntnis) und drei Faktoren für die GSBP (Wahrgenommene Normen, Gefühl ignoriert zu werden, Interpersonelle Konflikte). Konvergente Validität und Kriteriumsvalidität zeigten sich in positiven Korrelationen mit einem anderen Phubbing-Fragebogen, der Sorge etwas zu verpassen und exzessiver Internet- und Mobiltelefonnutzung (GSP) sowie in positiven Korrelationen mit einem anderen Phubbing-Erfahrungs-Fragebogen und Einsamkeit sowie einer negativen Korrelation mit sozialer Unterstützung (GSBP). Diskriminante Validität zeigte sich in geringen Korrelationen mit Introversion (GSP) sowie Neurotizismus (GSBP). Abschliessend diskutieren wir Implikationen der Messinstrumente für die medienpädagogische Praxis.Phubbing is the behavior of using a mobile phone during a social interaction rather than focusing attention on the interlocutor, who perceives this as disturbing. Thus, the use of mobile phones in social communication can be an expression of a lack of media literacy. In two studies (N1 = 245, N2 = 270), we tested the psychometric characteristics of the German versions of the Generic Scale of Phubbing (GSP) measuring phubbing, and the Generic Scale of Being Phubbed (GSBP) measuring phubbing experiences (Chotpitayasunondh and Douglas 2018a, 8f.). Confirmatory factor analyses approved four factors for the GSP (Nomophobia, Interpersonal Conflict, Self-Isolation, Problem Acknowledgement) and three factors for the GSBP (Perceived Norms, Feeling Ignored, Interpersonal Conflict). Convergent and concurrent validity of the GSP were shown in positive correlations with another phubbing scale, fear of missing out, compulsive internet use and compulsive mobile phone use. Convergent and concurrent validity of the GSBP were shown in positive correlations with another phubbing-experience scale and loneliness and a negative correlation with social support. For the GSP, discriminant validity was shown in a low correlation in with introversion and for the GSBP in a low correlation with neuroticism. Finally, we discuss implications of phubbing for media literacy and educational praxis

    Transformation Processes and the Development of (Media) Design Competence for Sustainable Development in Educational Processes

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    Der Beitrag präsentiert das Entwicklungsprojekt «Expo Zukunft der Nachhaltigkeit digital und partizipativ» (ExpoNaDig partizipativ) sowie erste qualitativ erhobene projektbegleitende Forschungsergebnisse. Im Zentrum steht ein virtuell-kreativer Raum, mit dem Ziel der gemeinschaftlichen und offenen Gestaltung einer erweiterbaren digitalen Weltausstellung für eine nachhaltige Zukunft. Es geht darum, jungen Menschen (national wie global) eine Plattform zu geben, um prospektiv ihre Ideen und Wünsche visualisieren zu können sowie um aus den Visionen der nachwachsenden Generation (Unterrichts-)Material und Aktivitäten zur Stärkung von Gestaltungskompetenzen zugunsten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung abzuleiten. ExpoNaDig möchte für eine zukunftsfähige Entwicklung im Zusammenspiel von Ökologie, Sozialem und Ökonomie die in Grundsatz 21 der Rio-Deklaration angesprochene geistig-schöpferische Dimension stärken, in der es darum geht, «die Kreativität, die Ideale und den Mut der jungen Menschen auf der ganzen Welt» zu mobilisieren. Der Beitrag untersucht anhand des Projektbeispiels die Fragen danach, wie junge Menschen Nachhaltigkeits-Kompetenzen entwickeln können, und untersucht dabei (organisationslogische) Strukturen und deren Auswirkungen auf pädagogisches sowie kreatives und partizipatives Handeln.The paper presents the development project «Expo Future of Sustainability» (ExpoNaDig participatory) as well as first insights into qualitatively collected research data. The project focuses on the development of a virtual creative-space in the form of an expandable digital world exhibition featuring a sustainable future. The aim is to give young people (nationally as well as globally) a platform to prospectively visualize their ideas and wishes as well as to derive (teaching) material and activities for strengthening design competencies for education for sustainable development from the visions of the upcoming generation. ExpoNaDig wants to strengthen the intellectual-creative dimension of sustainable development in the interplay of ecology, social and economy, which is addressed in Agenda 21 of the Rio Declaration and which is about mobilizing the creativity, the ideals and the courage of young people all over the world. The paper uses the project example to explore questions about how young people can develop sustainability competencies and examines (organizational) structures and their impact on pedagogical as well as creative and participatory actions

    The Trouble of Digitization: On Digital Media in Religious Education

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    Asymmetrische Praktiken der schulischen Kommunikation werden durch den Einsatz etwa von Tablets, die digitales Lehrmaterial beinhalten, neu strukturiert. In unserer empirisch-ethnografischen Studie von digital vermitteltem Religionsunterricht via Tablets werden Episoden sichtbar, in denen die Schüler:innenschaft zumindest zeitweise zur Lehrkraft symmetrisiert wird. Lehrpersonen reagieren hierauf mit einer veränderten Selbstbeschreibung von Rollenkonstellationen zwischen sich sowie den Schüler:innen. Die Umsetzung der digitalen Unterrichtssituation verläuft allerdings nicht reibungslos: Dabei zeigt sich, dass die herkömmliche Unterrichtssituation derart strukturiert ist, dass sie den Einsatz digitaler Medien zunächst eher behindert als befördert. Wir kommen deshalb in unserer empirisch-qualitativen Analyse auch zu dem Schluss: Es ist der (asymmetrisch organisierte) Unterricht, der den reibungsfreien Vollzug digitaler Medien stört.The application of digital learning tools, e.g. tablets, is re-structuring the asymmetrical organization of communication in the classroom. In our empirical ethnographic study of religious instruction using tablets, we will focus on interactional episodes in which the relationship between teacher and pupils is being made symmetrical at least for a certain amount of time. Teachers are reacting to this altered situation by adjusting their self-description, especially reflecting on the relationship between the role of the teacher and the role of the pupil. Implementing the digital teaching situation does not come about without frictions. Instead, it stresses the fact that the traditional teaching situation relies heavily on asymmetries and, therefore, tends to obstruct the implementation of digital media rather than to support it. Therefore, our qualitative-empirical analysis will conclude that the asymmetrically organized teaching situation is a disruptive factor for the implementation of digital media

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