MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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Education and Digital Capitalism: A Position Paper
Dieses Papier formuliert grundlegende Positionen der Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus im genannten Themenkontext. In Abschnitt 1 wird das Verhältnis von Kapitalismus und digitalen Technologien beschrieben und kritisch betrachtet. Abschnitt 2 skizziert das Verhältnis von Bildung und digitalem Kapitalismus auf vier Ebenen. Daran schliessen in Abschnitt 3 pointierte bildungspolitische Forderungen und Empfehlungen an.This paper formulates basic positions of the Initiative Education and digital Capitalism in this context. Section 1 describes and critically examines the relationship between capitalism and digital technologies. Section 2 outlines the relationship between education and digital capitalism on four levels. This is followed by pointed education policy demands and recommendations in section 3
Between Deliberation and Disintegration: A Case-Based Study of Protest Movements during the Pandemic
Der Beitrag untersucht fallbasiert verschiedene mediale Ausprägungen von Protestbewegungen auf Twitter, die sich im Zuge der Corona-Pandemie gebildet haben. Es wird untersucht, wie sich Diskurse strukturell formieren und welche Praktiken des digitalen Protests deutlich werden. Die untersuchten Netzwerke werden hierbei als digitale Öffentlichkeiten verstanden, die sich nicht losgelöst von klassischen Protestbewegungen abzeichnen, sondern vor dem Hintergrund der Digitalität im Zusammenhang gesehen werden. Digitale Medien werden dabei als Erweiterung des Handlungsrepertoires für den Protest verstanden. Die Ergebnisse der fallbasierten Studie werden anschliessend vor dem Hintergrund von Fragmentierung, Polarisierung und den Konsequenzen für gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert. Der Beitrag schliesst mit einem Ausblick auf eine mögliche Transferleistung in medienpädagogischer Handlungsfelder sowie die weiterführenden Anwendungsbereiche der Clusteranalysen in Twitternetzwerken und deren Bedeutung für die erziehungswissenschaftliche Medienforschung.This paper discusses various media manifestations of protest movements on Twitter that took place in the course of the Corona pandemic. It examines how discourses are structurally formed and which practices of digital protest become evident. The networks studied are understood here as digital publics that do not emerge in isolation from classic protest movements, but are seen in context against the backdrop of digitality. Digital media are thereby understood as an extension of the repertoire of actions for protest. The results of the case-based study are then discussed against the background of fragmentation, polarization and the consequences for social cohesion. The article thus concludes with possibilities of transfer to media pedagogical fields of action as well as the further application areas of cluster analyses in Twitter networks and their significance for educational media research
Virtual Laboratory Exploration Tour – Design, Development and Evaluation: Practical Example from the Project DigiLabTour Ost
Kleine und mittlere Unternehmen in Niederösterreich stehen aktuell vor der Herausforderung, dass oftmals nur wenig Zeit zur Weiterbildung aufgewendet werden kann. Obwohl Einrichtungen wie FabLabs oder MakerLabs zum Besuch von Workshops zu den Themen wie 3D-Druck oder Lasercutting in ihre Werkstätten und Labore einladen, sind die Einrichtungen zur Kompetenz- oder Wissensaneignung dennoch bei der Zielgruppe wenig bekannt. Daher wurde das Projekt DigiLabTour Ost gestartet mit dem Ziel, derartige Räume der Zielgruppe zeit- und ortsunabhängig in Form von virtuellen Besichtigungen zugänglich zu machen. Ziel ist es, ausgewählte Labore online und als didaktisches Szenario, bestehend aus Komponenten der Vermittlung, Aktivierung und Betreuung für die Lernenden aufzubereiten. Mit diesem Artikel wird anhand eines Praxisbeispiels, ein gestaltungsorientierter Forschungsprozess dargestellt und gezeigt, wie virtuelle Rundgänge als Lösung für ein praktisches Bildungsproblem konzeptioniert, produziert und evaluiert werden können. Als Ausgangsbasis dienen dabei bereits vorab definierte Gestaltungsfragen, die es im Kontext des Praxisbeispiels zu beantworten galt. Nach der Entwicklung und der Präsentation erster virtueller Rundgänge zeigte eine formative Evaluierung, dass die Webanwendung von der Zielgruppe positiv angenommen wird. Basierend auf der zielgruppenorientierten Interaktionsgestaltung sollen nun weiterführende Untersuchungen zur Integration von sequenzierten Animationen in virtuellen Rundgängen durchgeführt werden.Small and medium-sized enterprises (sme’s) in Lower Austria are currently facing the challenge that often there is not enough time for further education available. Although facilities such as FabLabs or MakerLabs invite to attend on their workshops in the field of 3D printing or laser cutting in their workrooms and laboratories, the facilities are still little known at the target group for knowledge transfer. Therefore, the project DigiLabTour Ost was initiated targeting to make such spaces independently from time and location accessible to the target group using virtual tours. Selected laboratories should be online and prepared as a didactic scenario accessible. The article presents a practical example of a design-based research process and shows how virtual tours could be designed, produced, and evaluated to solve a practical problem in education. Starting from a set of predefined design questions which should be answered in the context of the practical example, the process of development and the first virtual tours followed. A formative evaluation showed that the web application is accepted by the target group. Based on the target group-oriented interaction design, further investigations on the integration of sequenced animations in virtual tours shall be conducted
Introduction to the Measurement of Digital Competencies in Old Age: Inventory and First Derivations for the Recording of Digital Competence among Older People
Digitale Kompetenzen nehmen infolge einer voranschreitenden Mediatisierung aller Alters- und Lebensbereiche eine zunehmend wichtige Rolle für die soziale und gesellschaftliche Teilhabe ein. Besonders ältere Generationen stehen hier vor grossen Herausforderungen, da sie durch ihre Medienbiografie andere Voraussetzungen für die kompetente Nutzung mit sich bringen. Unterstützung wird mittlerweile durch eine Vielzahl von formellen und informellen Bildungsangeboten für ältere Erwachsene geboten, die auf eine Stärkung digitaler Kompetenzen abzielen. Um die Wirksamkeit dieser Bildungsformate zu prüfen, bedarf es einer Messung digitaler Kompetenzen, die allerdings vielerorts nicht hinreichend evaluiert wird. Mitunter fehlt es für diese Personengruppe an theoretisch-konzeptionell abgeleiteten und empirisch-methodisch validen Messinstrumenten. Die Autor:innengruppe des Beitrags hat sich deshalb seit März 2022 zusammengefunden und aktuelle Modelle digitaler Kompetenz sowie darauf aufbauende Messinstrumente diskutiert. Eine Übersicht hierüber soll in diesem Beitrag vorgestellt werden. Aus forschungsprojektbedingtem Evaluationsbedarf wurde im Verlauf ein bereits bestehendes Messinstrument (DigCompSAT auf Grundlage des Digital Competence Framework for Citizens, DigComp) so überarbeitet, dass ein erster Versuch für reduziertes und reliables Messinstrument zur Evaluation digitaler Kompetenzen älterer Erwachsener vorgeschlagen werden kann, welches weiterer Prüfung und Verbesserung bedarf.As a result of the increasing mediatization of all areas of life and age, digital skills are playing an increasingly important role in social and societal participation. Older generations in particular face major challenges here, as their media biographies provide them with different prerequisites for competent use. Support is now provided by a wide range of formal and informal educational offerings for older adults aimed at strengthening digital skills. In order to test the effectiveness of these educational formats, a measurement of digital competencies is needed. However, in many cases the effect is not adequately evaluated or not evaluated at all. There is a lack of theoretically and conceptually derived and empirically and methodologically valid measurement instruments for the target group of older people. The author group of this article has therefore been meeting since March 2022 to discuss current models of digital literacy and measurement tools based on them. An overview of our findings will be presented in this paper. Due to the need for evaluation in the course of research projects, an already existing measurement instrument (DigCompSAT based on the Digital Competence Framework for Citizens, DigComp) was further developed in such a way that a first attempt for a reduced and reliable measurement instrument for the evaluation of digital competencies of older adults can be proposed, which requires further testing and improvement
Criteria for Inclusion-Sensitive Educational Materials and Their Further Development for the Digital Context
Vor dem Hintergrund einer zunehmend heterogenen Schüler:innenschaft sowie der fortwährenden Digitalisierung schulischer Lehr- und Lernkontexte wird verstärkt nach dem inklusiven Potenzial von Bildungsmaterialien und – spezifischer – Open Educational Resources (OER) gefragt. Während das ITM-Projekt (Inclusive Teaching Materials) seit 2018 die Entwicklung eines niederschwellig nutzbaren Kriterienkatalogs und entsprechender Fortbildungsmodule fokussierte, transferiert das DigiLLM-Projekt (Digital Living Learning Materials) das Nachdenken über den Zusammenhang von Inklusion und Bildungsmaterialien dezidiert in den Kontext der Digitalität. In diesem Beitrag wird sich den Fragen angenähert, wie (1) Kriterien für inklusionssensible Bildungsmaterialien aussehen können und wie diese (2) angesichts fortdauernder Entwicklungen von Bildung unter Bedingungen der Digitalität sowie OER im Speziellen eine Weiterentwicklung erfahren können. Neben der Skizze der entsprechenden Kriterien wird erläutert, welche forschungsmethodischen Zugänge der Erarbeitung der Kriterien vorausgehen. Auf Basis dieser Ausführungen wird herausgearbeitet, dass Kriterien für Inklusionssensible Bildungsmaterialien auf Schlüsselthemen und -fragen verdichtet werden können, die trotz sich stets verändernder Vorbedingungen konstant bleiben können. Inklusionssensibilität wird damit als Reflexionsfolie für einen aktiven und kritischen Umgang mit Bildungsmaterialien gerahmt.Against the backdrop of increasing heterogeneity in classrooms and the ongoing digitization of school teaching and learning contexts, there is a growing demand for the inclusive potential of educational materials and, more specifically, Open Educational Resources (OER). While the ITM project (Inclusive Teaching Materials) has focused since 2018 on the development of a low-threshold usable criteria catalogue and training modules, the DigiLLM project (Digital Living Learning Materials) transfers the reflection on the connection between inclusion and educational materials decidedly into the context of digitality. In this paper, we approach the questions of (1) how criteria for inclusion-sensitive educational materials can look like and (2) how they can be further developed in view of ongoing developments of education under conditions of digitality as well as Open Educational Resources in particular. In addition to an outline of the corresponding criteria, the research methodological approaches that precede the development of the criteria will be explained. Based on these explanations, it will be worked out that criteria for inclusion-sensitive educational materials can be condensed to key topics and questions that can remain constant despite constantly changing preconditions. Inclusion sensitivity is thus framed as a reflection framework for an active and critical approach to educational materials
Media Technology and Everyday Culture: A Review
Rezension zu
Ruf, Oliver, Patrick Rupert-Krause, und Lars C. Grabbe. 2022. Medienkulturwissenschaft. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. 19,99 €Review to
Ruf, Oliver, Patrick Rupert-Krause, und Lars C. Grabbe. 2022. Medienkulturwissenschaft. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. 19,99
Sustainability and Inclusion at Higher Education as a Place of Learning: Discussing the Contribution of Participatory Courses Aiming a Fairer Access to the Infrastructures of Lifelong Learning
Der Beitrag diskutiert das Phänomen der Digitalität aus erwachsenenbildungswissenschaftlicher Perspektive am Lernort Hochschule und in besonderem Bezug auf eine nachhaltige und diversitätssensible Gestaltung von hochschulischen Lehr-Lernformaten. Aktuelle Studien betonen Erwerb und Entfaltung digitaler Kompetenzen als Voraussetzung und Schlüsselfähigkeit von Subjekten für die Teilnahme (an Lernen und Bildung) und Teilhabe an einer Kultur der Digitalität. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer Professionalisierung von Lehrenden wie Lernenden für das interdisziplinäre Handlungsfeld von Erwachsenenbildung, Medien- und Inklusionspädagogik sowie unter Leitmotiven von Gerechtigkeit, Diversität und Inklusion sowie Nachhaltigkeit. Entlang des Spannungsfeldes des digital divide, insbesondere des digital disability divide, nimmt der Beitrag eine Analyse und kritische Reflexion des empirischen Beispiels eines partizipativ ausgerichteten hochschulischen Lehr-Lernformats vor (der Partizipativen Forschungswerkstatt an der Universität Hamburg). Dieses hat Forschendes Lernen von Teilnehmenden mit und ohne Lernschwierigkeiten (auch als sog. geistige Behinderung bezeichnet) unter Nutzung sowohl analoger als auch digitaler Tools durchgeführt und evaluiert. Ziel ist, das Potenzial solcher Formate für gerechtere Zugänge zu Infrastrukturen des Lebenslangen Lernens über den Aspekt der reinen Zugänglichkeit hinaus herauszuarbeiten und entlang von Systematisierungsebenen einer Unterscheidung in Inhalte, Prozesse und Strukturen in den Transferbedingungen für pädagogische Handlungsfelder zu prüfen. Hieraus lassen sich Überlegungen zu einer interdisziplinären Verschränkung von Erwachsenenbildung, Inklusions- und Medienpädagogik ableiten.This article puts up for debate the phenomenon of the digital age from the perspective of adult education academia and uses the example of higher education as a place of learning which will be considered under the aims of unfolding sustainable and diversity-sensitive ways of teaching and learning. This is related to the findings of recent studies that emphasized acquiring and developing digital competencies as a premise and core ability for participating in learning and the digital society. It raises the quest for a digital-wise professional attitude of teachers and learners under the leitmotifs of equality, diversity and inclusion as well as sustainability. Considering the contested terrain of not only the digital divide, but in particular the digital disability divide, the article argues for an analysis and critical reflection of a participatory research workshop in higher education. This has been implemented in the form of a research-based learning course, involving participants with and without learning difficulties (also termed as intellectual disability) and using diverse analogue and digital tools. The authors aim, first, to showcase the potential of such courses for establishing a fairer access to the infrastructures of lifelong learning beyond the issue of pure accessibility and they present a further systematisation in order to reflect on its transfer into pedagogical practice. Second, it contributes to the debate on an interdisciplinary encounter between adult education, inclusive education and media education
Research Syntheses and the Researcher-Practitioner-Gap: A Contribution to the Discussion on Potentials and Limitations Based on a Research Synthesis on the Use of Educational Technology
In den letzten Jahren hat die Berücksichtigung wissenschaftlicher Befunde im Bildungsbereich an Bedeutung gewonnen. Dabei zeigt sich jedoch, dass zwischen Wissenschaft und Praxis eine Lücke besteht, die dazu führt, dass wissenschaftliche Befunde nicht immer im Klassenzimmer ankommen (Researcher-Practitioner-Gap). Der vorliegende Artikel ist ein Diskussionsbeitrag, der Potenziale und Grenzen von Forschungssynthesen zur Verringerung des Researcher-Practitioner-Gaps beleuchtet. Es ergeben sich drei Hauptargumente, die zeigen, dass Forschungssynthesen in der Lage sind, den Researcher-Practitioner-Gap zu verkleinern: Überblick erleichtern, Generalisierbarkeit untersuchen und Transparenz und damit das Vertrauen in die Wissenschaft fördern. Trotz dieser Potenziale von Forschungssynthesen, den Researcher-Practitioner-Gap zu verkleinern, sollen auch Grenzen des Nutzens von Forschungssynthesen für die Praxis betrachtet werden. Hierzu zählen die Abstraktheit der Ergebnisse sowie die Schwierigkeit, Überzeugungen zu verändern. Um diesen Grenzen von Forschungssynthesen zu begegnen, spielt der Wissenschafts-Praxis-Transfer eine entscheidende Rolle. Ein wechselseitiger Austausch ermöglicht, dass empirische Evidenz in der Bildungspraxis ankommt und damit das Lehren und Lernen optimiert werden kann. Anhand eines Beispiels aus der Medienpädagogik wird die konkrete Umsetzung des Wissenschafts-Praxis-Transfers abschliessend näher beleuchtet.In recent years, attention to scientific findings in education has grown in importance. However, a gap has become apparent between science and practice, meaning scientific findings do not always reach the classroom (researcher-practitioner-gap). This article contributes to the discussion on this issue and sheds light on the potentials and limitations of research syntheses to reduce the researcher-practitioner-gap. We propose three main arguments that show that research syntheses are able to reduce the researcher-practitioner gap: facilitate an overview of the research, investigate generalizability, and increase transparency and therefore trust in science. Despite the potential of research syntheses to reduce the researcher-practitioner-gap, the limits of using research syntheses for practice should also be considered. These include the abstract nature of the results and the difficulty in changing teacher beliefs. To address the limitations of research syntheses, we argue that a science-practice transfer is of central importance. A two-way exchange enables empirical evidence to reach educational practice and thus can optimize teaching and learning. Finally, using an example from media education, the concrete implementation of science-practice transfer is examined in more detail
Cognitive Biases in Screening Processes – Search Strategies in Educational Technology Research: A Systematic Review on Learning with Virtual Reality
Ziel dieser Studie ist es, die Vor- und Nachteile verschiedener Suchstrategien bei der Synthese von Forschungsarbeiten, die die Bildungstechnologie der virtuellen Realität (VR) nutzen, empirisch zu untersuchen. Hierbei ist das Ziel, kognitive Verzerrungen seitens der Reviewer:innen durch verschieden konkrete Suchen zu identifizieren. Mittels zweier Suchstrategien sollen die Extrema zwischen einer Suche (AND), die möglichst wenig irrelevante Studien findet, aber dafür auch relevante übersieht und einer Suche (OR), die möglichst breit sucht, aber hierbei viele irrelevante aufnimmt, dargestellt werden. Die Studie will aufzeigen, wie systematische Suchen in der Bildungsforschung gestaltet sein sollten, um die typischen Herausforderungen systematischer Analysen (z.B. Recall-Precision-Problem, kognitive Belastung) adäquat zu berücksichtigen. Die Suchstrategien wurden auf der Grundlage einer vorangegangenen Google Scholar-Suche nach bereits durchgeführten systematischen Übersichten zur VR entwickelt. Hierbei unterschieden sich die zwei verschiedenen Suchstrategien nur in Bezug auf ihre Verknüpfung zwischen einem technologischem (VR) und einem pädagogischen Suchterm. Die beiden Elemente wurden entweder mit einer AND oder einer OR Verbindung verknüpft. Die Suchbeitrage wurden in einem Kreuzdesign von zwei Personen gescreent und in Bezug auf verschiedene Präzisions- und Recallmaße evaluiert. Es fanden sich keine Hinweise dafür, dass die umfangreichere Suche (OR) der engeren Suche (AND) überlegen ist und jedoch leichte Hinweise auf kognitive Verzerrungen im Screening bzw. Suchprozess bei der umfangreicheren Suche (OR). Diese sollten in weiteren Studien weiter evaluiert, untersucht und vor allem repliziert werden.The aim of this article is to empirically investigate the advantages and disadvantages of different search strategies in synthesizing research papers that use Virtual Reality (VR) educational technology. The aim is to identify cognitive biases on the part of the reviewers through different concrete searches. Using two search strategies, the study identifies the extremes between an AND search that finds as few irrelevant studies as possible but overlooks relevant ones, and an OR search that searches as broadly as possible but picks up many irrelevant studies. The article aims to show how systematic searches in educational research should be designed to adequately address the typical challenges of systematic analyses (e.g., recall-precision problem, cognitive load). The search strategies were developed based on a Google Scholar search for existing systematic reviews on VR. Here, the two search strategies differed only in terms of their linkage between a technological (VR) and a pedagogical search term. The two elements were linked with either an AND or an OR. The search items were screened in a two-person cross design and evaluated on different measures of precision and recall. There was no evidence that the more comprehensive search (OR) is superior to the narrower search (AND), but slight evidence of cognitive biases in the screening or search process in the more comprehensive search (OR). These results should be further evaluated, investigated, and, above all, replicated in further studies
‹Even If It’s True, It’s Still Making People Hate Each Other›: Theoretical and Methodological Means to Apprehend Polyvalent Meanings in Political Image Practices of German Youths
Bildhandeln ist zu einem wichtigen Teil des täglichen Medienhandelns von Jugendlichen geworden. Bilder werden selbst produziert, geteilt, bearbeitet und als Mittel der Kommunikation genutzt. Bilder sind jedoch für verschiedene Interpretationen offen, besonders wenn sie in digitalen Öffentlichkeiten permanent neu kontextualisiert werden. Für die Medienforschung und pädagogische Medienpraxis stellt das eine grosse Herausforderung dar. Dieser Text stellt ein Konzept der Bildaneignung zur Diskussion, mit dem die kontextspezifischen Polyvalenzen der Bildaneignung im Forschungsprozesse gefasst und für die medienpädagogische Arbeit fruchtbar gemacht werden können.Image practices (Bildhandeln) have become an important part of the everyday media practices of youths. Images are being produced, shared, edited and used for communication. However, as ubiquitous as they are, as manifold and open to interpretation are their meanings, especially in digital media where they are constantly recontextualised. For media research and education this can be seen as a great challenge. In response to this, the text at hand introduces a new concept as to how the polyvalent meanings of images can be systematically be approached in research and education