MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Explaining War to Children: Pedagogical Implications of Crisis-Specific Explanatory Videos for Children

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    Erklärvideos für Kinder und Jugendliche werden in den letzten Jahren zunehmend relevanter. Im Zuge von Mediatisierung und Digitalisierung verbreiterte sich das Angebot an Erklärvideos für spezifische Adressat:innengruppen. Erklärvideos nahmen in diesem Zuge auch im Rahmen von Bildungs- und Aneignungsprozessen in der (schulischen) Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen einen festen Platz ein (MPFS 2022, 36f.). Bislang ist noch offen, welcher Logik diese Angebote folgen und wie sie sich als Forschungsgegenstand konstituieren. Der vorliegende Beitrag knüpft hier an und widmet sich aus einer erziehungswissenschaftlichen Perspektive den pädagogischen Implikationen. Entlang der Analyse erster Befunde einer explorativ-empirischen Studie zu krisenbezogenen Erklärvideos zum Ukraine-Krieg, in der ausgewählte Text- und Bildelemente exemplarisch nach der Objektiven Hermeneutik interpretiert wurden, wird vorgestellt, was in diesen Videos implizit zum Ausdruck gebracht wird. Mit Blick auf den Bedeutungszusammenhang für die Rezipient:innen lässt sich überlegen, welchen Spielraum die herausgestellten Inszenierungen von Erklärungen für die Selbsterprobung und Weltdeutung (Bildung eines Selbst- und Weltverhältnisses) von Kindern bereitstellen und welche Antwort sie auf Krisenphänomene geben.Explainer videos addressing children and adolescents have become increasingly relevant over recent years. In the course of mediatization and digitalization, the range of explainer videos has expanded for different target groups. As a result, they have become an integral part of educational and appropriation processes in (school) environments (MPFS 2022, 36f.). However, it is unclear what approach these offers follow and how they are constituted as a research object. Following this, we address implications from a pedagogical perspective. Based on initial findings of an explorative-empirical study on crisis-related explainer videos on the Ukraine war, we present what is implicitly expressed in these videos. Therefore, we hermeneutically interpreted selected text and image elements from two videos. Further, we considered the scope of highlighted stagings of explanations for children‘s self-examination and interpretation of the world (formation of a relationship to the self and the world) as well as pedagogical responses to crisis phenomena

    Media Competence as a Network: Scope and Focussing of a Term That Is Booming

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    Es freut die Redaktion der Zeitschrift MedienPädagogik einen Grundlagentext von Dieter Baacke aus dem Jahr 1996 wiederveröffentlichen zu können, der hinsichtlich der Diskussionen zur Medienkritik nach wie vor von beeindruckender Aktualität ist. Dabei steht der Begriff der Kritik schon hier in einem deutlichen Zusammenhang mit dem medienpädagogischen Konzept der Medienkompetenz, das Baacke nur selten so pointiert definierte und in prognostischer Art und Weise auf die sozioökonomische Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien bezogen hat.The editors of MedienPädagogik are pleased to be able to republish a basic text by Dieter Baacke from 1996, which is still impressively topical with regard to discussions on media criticism. Even here, the concept of criticism is clearly linked to the media education concept of media literacy, which Baacke has rarely defined so pointedly and related to the socio-economic development of information and communication technologies in a prognostic way

    A Matter of Luck: On the Aporias of the ‹Problem of Normativity›

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    Die Geschichte der Diskussionen über das für die moderne Erziehungswissenschaft konstitutive Problem der Normativität zu schreiben, steht noch aus. Das seit einigen Jahren innerhalb der Allgemeinen Erziehungswissenschaft und nun auch in der Medienpädagogik wiederaufgelebte Interesse an der Frage nach der ‹Normativität› wird im vorliegenden Beitrag deshalb in drei Schritten aufgenommen: Rationalistisch gesprochen lässt sich sein Entstehen der Entdeckung der Kontingenz im Verlauf des 18. Jhd. zuordnen, das onto-teleologische Ordnungsvorstellungen brüchig werden liess und dem Zeitalter der Moderne damit gleichzeitig Freiheitsgewinne wie Orientierungsverluste überlassen hat. Es schien noch bis ins 20. Jhd. hinein zunächst, als liesse sich Freiheit in Form von Gestaltungsfreiheit maximieren und Orientierung in Form von Fortschrittsoptimismus im Vertrauen vor allem auf die Leistungskraft der technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen herstellen. Unterschiedliche pädagogische Richtungen sahen ihren Beitrag zur Rationalisierung von Bildung und Erziehung in der doppelten Aufgabe, die implizit leitenden praktischen Normen aufzuklären und sie für die Begründung bzw. Orientierung von praktischem pädagogischem Handeln intelligibel zu machen (1). Im Einklang mit den etablierten Studien zur Wissenschaftstheorie und zuletzt dem Begriff der ‹Erkenntnispolitik› lässt sich dabei verdeutlichen, dass implizit leitende Normen (als ‹Normativität› im eigentlichen Sinne) aus der wissenschaftlichen Tätigkeit kaum sinnvoll wegzudenken sind. Demgegenüber scheint der Wille zur ‹Normierung›, wie er sich insbesondere in einem handlungstheoretischen Verständnis von Erziehungswissenschaft findet, mit unlösbaren Problemstellungen behaftet (2). Mit Bezug auf eine Studie von Wolfgang Wieland werden drei dieser Aporien systematisch rekonstruiert, die aus dem Problemzusammenhang der praktischen Vernunft stammen, der der praktischen Philosophie zugeordnet ist: die Applikationsaporie, die Motivationsaporie und die Institutionenaporie. Historisch befindet sich die praktische Philosophie selbst in einer aporetischen Situation, weil sie, ihrem rationalen Begründungsanspruch nach, die im 19. Jhd. verlorengegangene Einheit von praktischen und theoretischen Wissenschaften wiederherstellen müsste, um sich nicht in Dezisionismus oder Individualethiken aufzulösen (3). Nach diesem Durchgang zeigt sich, dass es neben dem rationalistischen Erbe des ‹Normativitätsproblems› offenbar noch eine ungelöste metaphysische Erblast gibt: die Frage nach dem ‹Glück› und dem ‹guten Leben›, das die Wissenschaften einst zu beantworten angetreten waren (4).The history of discussions on the constitutive problem of normativity for modern educational science still remains unwritten. This contribution addresses the recent resurgence of interest in the question of normativity in the field of general educational science and now also in media pedagogy. It does so in three steps: From a rationalist perspective, the advent of the issue of Normativity can be traced back to the discovery of contingency in the course of the 18th century, which undermined the onto-teleological order and left the modern era with both an increase in freedom and a decline in orientation. Until the 20th century, it was assumed that the optimal form of freedom would be that of freedom of design and that the optimal orientation was that of progress. This was based on the premise that the capacity and performance of the technical sciences could drive this progress. A variety of pedagogical approaches have made a significant contribution to the rationalisation of education by undertaking the double task of clarifying the implicitly guiding practical norms and making them intelligible for the justification and orientation of practical pedagogical action (1). In accordance with the findings of established studies in the philosophy of science and, more recently, the concept of ‹knowledge policy›, it can be elucidated that implicitly guiding norms (as ‹normativity› in the proper sense) are an indispensable aspect of scientific activity. Conversely, the ‹will to normativity›, as it pertains to action-based understandings of educational science, appears to be encumbered with intractable issues. (2). With reference to a study by Wolfgang Wieland, three of these aporias are systematically reconstructed. They originate from the field of practical reason, which is attributed to practical philosophy: the application aporia, the motivation aporia, and the institutional aporia. The discipline of practical philosophy finds itself in an aporetic situation: It is supposed to restore the unity between the practical and theoretical sciences that was lost in the 19th century. This endeavour was to be undertaken in order to prevent the discipline from succumbing to the limitations of decisionism or individual ethics (3). Ultimately, it becomes evident that the legacy of the ‹problem of normativity› extends beyond rationalism. Additionally, there persists an unresolved metaphysical legacy, encompassing the questions of ‹happiness› and the ‹good life›, which were previously addressed by the sciences (4)

    ‹Smart School – Or Rather Old School?›: Pedagogical and Psychological Analyses of Elementary Education Students‘ Perspectives on Smartphones in the Classroom

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    In unserer digitalisierten Welt sind digitale Medien zu ständigen Begleitern geworden. Bereits Kinder im Grundschulalter nutzen Smartphones und Tablets regelmässig. Die Nützlichkeit dieser Endgeräte für den schulischen Kontext wird von (angehenden) Lehrkräften allerdings eher skeptisch bewertet. Digitale Technologien im Unterricht pädagogisch sinnvoll zu nutzen, setzt didaktische und medienbezogene Kompetenzen voraus – neben Wissen auch Überzeugungen als zentrale handlungsleitende Facetten professioneller Kompetenz. Diese Facetten stehen im Fokus des vorliegenden Beitrags, der Kompetenzen und Überzeugungen einer pädagogischen Perspektive mit einer psychologischen Perspektive auf kognitive, emotionale sowie konative (das Handeln betreffende) Faktoren ergänzt. In einer Online-Studie aus dem Jahr 2018 – und damit vor den einschneidenden Veränderungen der COVID19-Pandemie – wurden 126 Studierende des Grundschullehramts zu (1) Mediennutzung, (2) Überzeugungen zum Smartphone im Unterricht und (3) psychologischen Konstrukten wie Persönlichkeit und Selbstwert befragt. Eine Clusteranalyse entlang der Kriterien Smartphone-Nutzung und Einstellung zum Smartphone-Einsatz im Unterricht unterteilt die Gesamtstichprobe in drei Typen: Indifferente Weniger-Nutzende, Kritische Viel-Nutzende und Positive Viel-Nutzende. Diese drei Gruppen werden entlang ihrer medienbezogenen Kompetenzen und Überzeugungen sowie der psychologischen Dimensionen weiter ausdifferenziert und beschrieben. Von einem kompetenztheoretischen Modell ausgehend und ergänzt um die psychologische Perspektive werden die Ergebnisse als Ansatzpunkte für die Professionalisierung der Lehrkräftebildung diskutiert. Dabei werden interindividuelle Unterschiede im Mediennutzungsverhalten sowie in medienbezogenen Überzeugungen angehender Lehrkräfte und insbesondere die medienpädagogischen Potenziale des Smartphones für den Unterricht betont.In our digitized world, digital media have become constant companions. Even elementary school children regularly use smartphones and tablets. However, in the school context, (prospective) teachers tend to view these devices skeptically. Using digital technologies in the classroom in a pedagogically meaningful way requires didactic and media-related competencies – besides knowledge beliefs as essential action-guiding facets of professional competence. This paper focuses on these competencies and beliefs from a pedagogical perspective and complements them with a psychological perspective on cognitive, emotional, and conative factors. In an online study from the year 2018 – before the drastic changes of the COVID19 pandemic –, 128 elementary education students assessed their (1) media use, (2) beliefs about smartphones in class, and (3) psychological constructs such as personality and self-esteem. A cluster analysis based on smartphone use and attitudes toward smartphones in class results in three types: indifferent light users, critical heavy users, and positive heavy users. These three groups are further differentiated and described along their media-related competencies, beliefs, and psychological dimensions. Based on a competence-theoretical model and supplemented by the psychological perspective, the results are discussed as starting points for the professionalization of teachers, emphasizing interindividual differences in media use, in media-related beliefs of prospective teachers and, in particular, the media pedagogical potentials of the smartphone for teaching

    Hingeschaut – Picture Book Apps for Literary Learning in Inclusive German Lessons

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    Zwei Jahre Corona-Pandemie (als systemexterner Faktor) sowie die finanziellen Mittel aus dem DigitalPakt des Bundes (als systeminterner Faktor) haben die lange geforderte Digitalisierung an Bildungseinrichtungen stark vorangetrieben. In den Schulen zählen neben dem klassischen Stand-PC im Computerraum nunmehr zunehmend Tablets etc. zur technischen Grundausstattung. Damit geht die Möglichkeit einher, zahlreiche Anwendungen, die bisher v. a. ausserhalb der Schule genutzt werden konnten, nun auch in den Deutschunterricht einzubinden. Hierzu zählen u. a. auch digitale «Bild-Text-Erzählungen» (Ritter 2013, 4) in Form von Bilderbuch-Apps, die bei Lehrpersonen zunehmend auf Interesse stossen (Müller-Brauers et al. 2021, 1) und z. B. über diverse Plattformen als App bzw. Software zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund der qualitativen Breite des Medienangebots sind Lehrpersonen und das weitere pädagogische Personal jedoch gut darin beraten, das aktuelle Angebot kritisch zu reflektieren, insbesondere wenn die Potenziale der zunehmenden Digitalisierung für die Gestaltung eines inklusiven Unterrichts genutzt werden sollen. Gegenstand dieses Beitrags ist daher ein empirisch validierter Kriterienkatalog (Cohenʼs Kappa ≥ .78), mit dessen Hilfe solch eine systematische Reflexion über die Eignung ausgewählter Bilderbuch-Apps für den Einsatz in heterogenen Klassen möglich werden soll. Aufbauend auf Überlegungen zur Ästhetik von Computerspielen (vgl. Hunicke, LeBlanc, und Zubek 2004) werden hierzu die Dimensionen: Ästhetik, Dynamisierung und Adaptivität in den Blick genommen.A combination of changed requirements in teaching practice due to the pandemic situation and funding provided by the DigitalPakt Schule have greatly advanced the process of digitalization at educational institutions in Germany over the last two years. In addition to classic desktop-computers, tablets & co. have recently found their way into the overall technical equipment of schools. This opens up the possibility of integrating digital applications and software into German teaching, which were previously merely used outside of school. This also includes digital «picture-text-narratives» (Ritter 2013, 4) made available as app or software via various platforms, which increasingly attract interest among teachers (Müller-Brauers et al. 2021, 1). Due to the at times large differences in the quality of the media products, however, teachers and pedagogical staff are well advised to critically reflect on the quality of the digital offerings. This becomes particularly relevant when the growing potential of increasing digital possibilities is to be used to design inclusive teaching settings. This paper presents an empirically validated set of criteria (Cohenʼs Kappa ≥ .78), a catalogue designed to enable such systematic reflection on the suitability of selected picture-book-apps for use in heterogeneous classroom settings. Taking considerations on the aesthetics of computer-games (Hunicke, LeBlanc, and Zubek 2004) as a starting point, the dimensions of aesthetics, dynamization and adaptivity become the focal point of this paper’s discussion

    The Computer-Related Self-Concept as an Indicator of Job-Specific Computer and Information-Related Attitudes and Competencies of Prospective Primary School Teachers

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    Die Notwendigkeit, kommende Generationen adäquat auf das Leben und Arbeiten in einer digitalen Gesellschaft vorzubereiten, stellt neue Herausforderungen an die Lehrkräfte und somit an deren Aus- und Weiterbildung. Grundschullehrkräften kommt dabei die Schlüsselrolle zu, den Grundstein für kommende digitale Sozialisierungs- und Bildungsprozesse zu legen. Hierfür müssen im Rahmen der Lehrkräftebildung berufsspezifische computer- und informationsbezogene Kompetenzen (ICT-Einstellungen und Kompetenzen) zur zielführenden Integration digitaler Werkzeuge in den Unterricht vermittelt, aber auch diesbezügliche Einstellungen und Überzeugungen verstanden und gegebenenfalls modifiziert werden. Zu diesem Zweck untersucht der vorliegende Beitrag das computerbezogene Selbstkonzept (CSK) als potenziellen Indikator berufsspezifischer ICT-Einstellungen und Kompetenzen unter Studierenden des Grundschullehramts. Aufbauend auf einem kurzen theoretischen Exkurs zur Konzeptualisierung und Messung des CSK erfolgen dessen Einordnung in das antizipierte Wirkgefüge aus digitalem Nutzungsverhalten und berufsspezifischen ICT-Einstellungen und Kompetenzen sowie eine detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens zur Prüfung der empirischen Gültigkeit der erwarteten Zusammenhänge für die vorliegende Stichprobe. Signifikante positive Zusammenhänge zwischen CSK-Facetten sowie berufsspezifischen ICT-Einstellungen und Kompetenzen weisen auf die Bedeutsamkeit der Förderung positiver bereichsspezifischer selbstbezogener Kognitionen hin. Die Bewältigung dieser pädagogischen Aufgabe rückt die Dozierenden im Rahmen der Lehrkräftebildung und deren potenzielle Rolle als ‹digital role models› der Studierenden stärker in den Mittelpunkt.The need to adequately prepare future generations for life and work in a digital society poses new challenges for teachers and thus for (initial) teacher training. Primary school teachers have a key role to play in laying the foundations for future digital socialization and education processes. Therefore, teacher educators must teach profession-specific computer and information-related competencies (ICT beliefs and competencies) for the purposeful integration of digital tools into the classroom, but also understand and, if necessary, modify the beliefs of students of primary education. To this end, this paper examines the computer-related self-concept (CSK) as a potential indicator of job-specific ICT beliefs and competencies among prospective primary school teachers. Based on a short theoretical excursus on the conceptualization and measurement of CSK, its classification in the anticipated effect structure of digital usage behavior and job-specific ICT beliefs and competencies as well as a detailed description of the methodological procedure for testing the empirical validity of the hypothesized correlations for the sample are presented. Significant positive correlations between CSK and job specific ICT beliefs and competencies indicate the importance of promoting positive domain-specific self-referent cognitions. Addressing this pedagogical task puts more focus on teacher educators and their potential role as students‘ ‹digital role models›

    Jingle-Jangle in the Measurement of Digital Competences: An Attempt at Clarification Using (Prospective) Teachers as an Example

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    Die rasante Integration digitaler Prozesse im beruflichen Umfeld erfordert eine kontinuierliche Weiterbildung im Umgang mit digitalen Medien, die zur Entwicklung digitaler Kompetenz führt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Operationalisierung des Konstrukts der digitalen Kompetenz notwendig, um solche Weiterbildungsprozesse zu untersuchen. Die quantitative Operationalisierung digitaler Kompetenz ist jedoch mit Herausforderungen verbunden, die einen Dialog bedürfen. Dieser Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die sich bei der Untersuchung und Messung digitaler Kompetenz ergeben, wobei Forschung zu Lehrkräften als Beispiel der Erläuterung genutzt werden. Aktuelle Herausforderungen sind (a) das Fehlen einer einheitlichen Definition, Debatten über (b) das Verhältnis von grundlegender und professioneller digitaler Kompetenz, (c) die Begründung von Fähigkeiten, Wissen und Motivation sowie (d) Probleme mit uneinheitlicher Terminologie und Messung, was als jingle-jangle Irrtum bezeichnet wird. Diese Herausforderungen gefährden die Transparenz und den interdisziplinären Dialog. In diesem Beitrag werden daher die Herausforderungen erörtert und einige Lösungen zur Verbesserung der Transparenz und zur Vermeidung von Fallstricken in der Forschung vorgeschlagen. Es werden Strategien vorgeschlagen, wie die Schaffung präziser theoretischer Grundlagen, die Klärung der zu messenden Kompetenzelemente und die Verwendung einer präzisen Terminologie gelingen kann, um das interdisziplinäre Forschungsfeld zur digitalen Kompetenz von Lehrkräften voranzubringen.The rapid integration of digital processes into professional settings requires continuous training in digital media to promote the development of digital competence. To scientifically investigate and verify these continuing educational processes, the construct of digital competence must be operationalized. This poses challenges in the quantitative measurement of the construct and calls for open dialogue. This paper highlights the challenges faced in investigating and measuring digital competence using research on teachers as an illustrative example. Current challenges are (a) the absence of a unified definition of digital competence, (b) debates regarding the relation between basic and professional digital competence, (c) questions about the justification of skills, knowledge, and motivation, as well as (d) issues with inconsistent terminology and the mismatch with existing measurement, referred to as jingle-jangle fallacies. These challenges jeopardize transparency and interdisciplinary dialogue in the field. The paper discusses existing challenges and proposes solutions for enhancing transparency and avoiding research pitfalls. Strategies such as establishing accurate theoretical foundations, clarifying the elements of the competence being measured, and employing precise terminology are suggested to advance interdisciplinary research on teachers’ digital competence

    Measurement of Instrumental and Critical Digital Skills as Well as Technology-Related Teaching Skills of (Prospective) Teachers: Development of a Scenario-Based Short Scale

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    Medienbezogene Kompetenzen von Lehrkräften sind unabdingbar, um Schüler:innen auf Teilhabe, Partizipation und eine verantwortliche Mitgestaltung in einer Kultur der Digitalität vorzubereiten. Konkret benötigen Lehrkräfte hierzu medienbezogene Basis- und Lehrkompetenzen. Für die zielgerichtete und erfolgreiche Förderung dieser Kompetenzen im Rahmen der Lehrkräftebildung sind Instrumente zur Messung dieser Medienkompetenzen hilfreich. Bestehende Instrumente greifen allerdings zumeist auf einfache, nicht selten sehr allgemein formulierte Selbsteinschätzungen zurück. Dies erschwert eine valide Messung von Kompetenzen. In diesem Beitrag wird ein alternativer Messansatz vorgestellt, der Selbsteinschätzungen von Medienkompetenzen mittels Szenarien kontextualisiert und damit präzisiert. Die Szenarien-Basierung führt zu einem validen Messergebnis, hat aber für den Einsatz im Feld den Nachteil, dass die Messung deutlich umfangreicher ausfällt. Dem begegnen wir im vorliegenden Beitrag durch die Entwicklung einer Kurzskala in einem mehrstufigen Verfahren. Auf Basis eines Datensatzes von N = 552 (angehenden) Lehrkräften wird eine szenarienbasierte Kurzskala zur Messung instrumenteller und kritisch-reflexiver Medienkompetenzen sowie medienbezogener Lehrkompetenzen entwickelt. Diese Kurzskala wird in einer weiteren Studie mit N = 204 Lehrkräften nochmals validiert. Die Ergebnisse beider Studien unterstützen die Validität der Kurzskala. Für die Lehrkräftebildung und Forschung wird somit ein akzeptanzförderndes und ressourcenschonendes Instrument bereitgestellt, das eine reliable und valide Messung instrumenteller und kritisch-reflexiver Medienkompetenzen sowie medienbezogener Lehrkompetenzen erlaubt.Technology-related skills of teachers are crucial to prepare students for participation in a digital world. Specifically, teachers need basic digital skills as well as technology-related teaching skills. Assessment instruments are helpful in facilitating these skills in the process of teacher education. Existing instruments, however, mostly rely on simple, often very generally formulated self-assessments. This makes a valid measurement difficult. This paper presents an alternative approach that contextualises self-assessments of technology-related skills by means of scenarios and thus makes them more precise. The scenario-based approach leads to a valid measurement but has the disadvantage that it is more extensive. In this paper, we develop a short scale in a multi-stage procedure. Based on a data set of N = 552 (prospective) teachers, a scenario-based short scale is developed to measure instrumental and critical digital skills as well as technology-related teaching skills. We will validate the resulting short scale again in another study with N = 204 teachers. Results of both studies support the validity of the short scale. Thus, for teacher education and research, an acceptance-promoting and resource-saving instrument is provided that allows a reliable and valid measurement of instrumental and critical digital skills as well as technology-related teaching skills

    A Qualitative Assessment of the Strengths and Weaknesses of German-Language Explanatory Videos in the Care Sector

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    Für die Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich stehen zahlreiche Erklärvideos auf der weit verbreiteten Videostreaming-Plattform YouTube zur Verfügung. Allerdings werden die Videos weitgehend unkontrolliert veröffentlicht und sie zeichnen sich durch ein hohes Mass an Heterogenität aus. Lehrende und Lernende stehen vielfach vor der Frage, welches Video aus der umfangreichen Ergebnisliste einer Suche am besten geeignet ist. Im Mittelpunkt dieser Studie steht die qualitative Gestaltung von Erklärvideos, da auch fachlich korrekte Lehr-Lerninhalte angemessen präsentiert werden müssen, um die Wahrscheinlichkeit eines Lernerfolgs zu erhöhen. Zur qualitativen Bewertung von jeweils drei Erklärvideos zu den grundlegenden Pflegethemen Infusionsvorbereitung und 30-Grad-Positionierung wird ein disziplinübergreifendes Analyseraster verwendet, das pädagogisch-didaktische, (lern-)psychologische und filmanalytische Merkmale berücksichtigt. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zeigen eine durchwachsene Qualität von Erklärvideos für den Pflegebereich. Die evaluierten Erklärvideos berücksichtigen jeweils unterschiedlich umfangreich die Qualitätskriterien und erfüllen kaum (medien-)pädagogisch-didaktische Qualitätskriterien. Die Autoren arbeiten heraus, wann die Erklärvideos dennoch für unterschiedliche Zielgruppen geeignet sind und wie (lern-)psychologische und filmgestalterische Kriterien ineinandergreifen.For nursing education and training, numerous explanatory videos are available on the widely used video streaming platform YouTube. However, the videos are published largely uncontrolled, and they are characterized by a great heterogeneity. Teachers and learners are often faced with the question of which video is most suitable from the extensive list of results in a search. The focus of this study is the qualitative design of explainer videos, since even subject-specific content must be presented appropriately in order to increase the likelihood of learning progress. For the qualitative evaluation of three explanatory videos each on the nursing topics of infusion preparation and 30-degree positioning, a cross-disciplinary analysis grid is used that considers pedagogical-didactic, (instructional) psychological, and film-analytical features. The results of the empirical investigation show a mixed quality of explanatory videos for nursing. The evaluated explanatory videos each consider the quality criteria to varying extents and hardly fulfill (media) pedagogical-didactic quality criteria. The authors discuss why the explanatory videos are suitable for different target groups and how (instructional) psychological and film design criteria intertwine

    School Leaders as Promotors: Support for Digitization-Related School Development Processes by School Leaders and Their Perception by Teachers

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    Die digitalisierungsbezogene Schulentwicklung gewinnt im Zuge der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche an Bedeutung, wobei Schulleitungen innerhalb dieser Innovationsprozesse eine besondere Rolle einnehmen. Personen, die Innovationsprozesse aktiv fördern und damit voranbringen, werden Promotoren genannt. Dieser Beitrag untersucht die (wahrgenommenen) Promotionsaktivitäten von Schulleitungen in den Bereichen Macht-, Prozess- und Fachpromotion. Mit Daten der ICILS-Studie 2018 wird untersucht, wie Schulleitungen selbst und ihre Lehrpersonen diese Schulleitungsaktivitäten wahrnehmen, inwiefern sich die beiden Akteursgruppen in ihrer Wahrnehmung unterscheiden und wie diese mit Promotionserfolg zusammenhängt. Es zeigt sich, dass Schulleitungen in unterschiedlichem Ausmass Promotionsaktivitäten zeigen, sich Schulleitungen und Lehrpersonen jedoch deutlich in ihrer Wahrnehmung voneinander unterscheiden. Lehrpersonen nehmen bei ihren Schulleitungen zu deutlich geringeren Anteilen Promotionsaktivitäten wahr als es diese selbst einschätzen. Multivariate Analysen zeigen weiterhin, dass Promotionsaktivitäten durch die Schulleitungen zwar signifikant mit den untersuchten Indikatoren des Promotionserfolgs zusammenhängen, der Grad dieser Zusammenhänge jedoch eher gering ist. Nichtsdestotrotz nehmen Schulleitungen als Promotoren eine bedeutende Rolle in digitalisierungsbezogenen Schulentwicklungsprozessen ein und sollten folglich hinsichtlich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten im Sinne der Promotion und ebenso hinsichtlich der Bedeutung der Wahrnehmung ihres Führungshandelns sensibilisiert werden, um digitalisierungsbezogene Schulentwicklungsprozesse zu unterstützen.Digitization-related school development is gaining in importance in the wake of the increasing digitization of all areas of life, with school leaders assuming a special role within these innovation processes. Individuals who actively advance innovation processes are called promoters. This paper examines the promotion of school leaders in the areas of power, process, and subject promotion. Using data from ICILS 2018, it examines how school leaders themselves and their teachers perceive promotion by school leaders, to what extent the two groups differ in their perceptions, and how these are related to promotion success. The results show that school leaders provide promotion to varying degrees, but that the two groups differ significantly in their perceptions. Teachers perceive their principals to provide promotion activities to a significantly lesser extent than principals themselves perceive. Multivariate analyses further show that although promotion activities by school principals are significantly related to the indicators of promotion success examined, these correlations are rather small. Nevertheless, school leaders play an important role as promoters in digitization-related school development processes and should therefore be sensitized to the opportunities they have to shape promotion and to the importance of how their leadership is perceived in order to support these processes

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