MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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    Distributed Digital Leadership? A Critical Approach

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    Im Zuge der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit digitalen Transformationsprozessen (in) der Schule rücken zunehmend auch Führungstheorien und deren Implikationen in den Fokus. Dabei scheinen Ansätze einer «Distributed Leadership» und «Technology Leadership» resp. «Digital Leadership» nicht nur besonders präsent, auch lassen sich in bisherigen Arbeiten Verweise auf Kombinationen dieser Konzepte finden. Trotz der gemeinsamen Erwähnung resp. Kombination dieser Ansätze mangelt es an einer systematischen Betrachtung, die die benannten Führungskonzepte in Bezug zueinander setzt. Das vorliegende Papier adressiert dieses Desiderat und geht mithilfe der Aufbereitung deutschsprachiger und internationaler Diskurse der Frage nach, was genau unter «Distributed Digital Leadership» verstanden werden kann. Dabei wird die Beziehung zwischen den genannten Führungskonzepten kritisch beleuchtet und existierende Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden herausgestellt. Dies dient als Grundlage einer kritischen Diskussion des in der Literatur häufig als «neu» artikulierten Konzepts einer «Distributed Digital Leadership». Die Erkenntnisse zeigen deutlich, dass Führung im Kontext von Digitalisierung Formen von Distributed Leadership ermöglicht und erfordert; eine Verbindung resp. Integration beider Konzepte liegt daher nahe. Gleichwohl handelt es sich hierbei um keine «neue» Erkenntnis, wie wir anhand der benannten Diskurse aufzeigen werden.In scientific research, leadership theories within the context of digital transformation processes in schools and their implications are a focal point. Not only do approaches such as «Distributed Leadership» and «Technology Leadership», or «Digital Leadership» appear particularly prominent, previous papers also refer to combinations of these concepts. Despite often being mentioned in tandem, there is a lack of systematic examination that sets these identified leadership concepts about one another. The present paper seeks to address this research gap by investigating the precise meaning of «Distributed Digital Leadership», based on a review of international and national publications. The relationship between the mentioned leadership concepts is critically examined, revealing both similarities and differences between international and German-speaking discussions. The findings indicate that leadership in the context of digitization enables and necessitates forms of Distributed Leadership; a connection and integration of both concepts is therefore obvious. Nevertheless, this is not a «new» finding, as we demonstrate based on the aforementioned discourses

    How About Being Critical?

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    Future Skills rücken ein ökonomisches Verständnis von Kritik als Problemlösung in den Fokus. In Kontrastierung zu einem an Kompetenzen und Skills orientierten Kritikbegriff wird in diesem Artikel Kritik als Haltung im Anschluss an Foucault diskutiert. Anschliessend an den vorgestellten Kritikbegriff werden drei Strukturelemente einer kritischen Haltung herausgearbeitet, die exemplarisch für die Analyse der Bewegung #IchBinHanna genutzt werden. Der Artikel verfolgt das Ziel, den Modus einer Kritik als Haltung in einer Kultur der Digitalität nachzuzeichnen, um damit auf die Bedeutung einer Kritik jenseits von Future Skills zu verweisen.Future skills focus on an economic understanding of critique as problem solving. In contrast to a concept of critique oriented towards competencies and skills, this article discusses critique as an attitude following Foucault. Following this concept of critique, three structural elements of a critical stance are identified and used to analyze the #IchBinHanna movement. The article aims to trace the mode of critique as an attitude in a digital condition in order to point to the importance of critique beyond future skills

    Project Kreativmarkt @Smartfeld Making, Entrepreneurship & Upcycling with Primary School Children: Making, Entrepreneurship & Upcycling mit Primarschulkindern

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    Der Beitrag stellt das Projekt Kreativmarkt @Smartfeld und dessen Effekte bezüglich Selbstvertrauen, Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit und Durchhaltewillen von Kindern aus der 5. und 6. Primarschulklasse vor, welche im Rahmen eines Pilots untersucht wurden. Beim Kreativmarkt handelt es sich um ein interdisziplinäres Projekt zur Förderung von Zukunftskompetenzen und Entrepreneurship des Bildungslabors Smartfeld in St. Gallen, Schweiz. Für den Kreativmarkt @Smartfeld entwickelten Kinder in ihrer Freizeit ein Produkt oder ein Dienstleistungsangebot, welches sie während der publikumsoffenen Veranstaltung an die Öffentlichkeit verkauften. Dazu besuchten sie fünf Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten wie Design Thinking, Entrepreneurship, finanzielle Bildung und Upcycling. Begleitend zum Projekt wurde in einer Studie (n = 36) untersucht, inwiefern sich die Teilnahme auf das Selbstvertrauen, die Selbstständigkeit, die Selbstwirksamkeit und das Durchhaltevermögen auswirkt. Beim Selbstvertrauen und der Selbstständigkeit wurden positive Effekte festgestellt, bei der Selbstwirksamkeit und dem Durchhaltevermögen waren die Effekte negativ. Die Ergebnisse aus der quantitativen Befragung waren nicht signifikant. Ergänzend wurden mit einigen Kindern (n = 5) Interviews durchgeführt. Diese haben ergeben, dass die Schüler:innen es schätzten beim Projekt eigenständig ein Produkt entwickeln und so ihre eigenen Ideen in die Tat umzusetzen zu können. Weiter haben sie auf verschiedenen Ebenen dazugelernt, wie beispielsweise bei der Produktion oder der Preisgestaltung. Auch die kollaborative Arbeitsweise empfanden die Kinder als wichtig und bereichernd. Nicht zuletzt hat ihnen die Teilnahme Spass gemacht und die Freude über den eigens erwirtschafteten Gewinn war gross.The article presents the project Kreativmarkt @Smartfeld and its effects on self-confidence, self-reliance, self-efficacy and perseverance of children from the 5th and 6th primary school classes, which were investigated within the framework of a pilot. The Kreativmarkt is an interdisciplinary project for the promotion of future competencies and entrepreneurship of the Smartfeld educational laboratory in St. Gallen, Switzerland. For the Kreativmarkt @Smartfeld, children developed a product or service offer in their spare time, which they sold to the public during the open-to-the-public event. To do this, they attended five workshops with different thematic focuses such as design thinking, entrepreneurship, financial education and upcycling. Accompanying the project, a study (n = 36) examined the extent to which participation affects self-confidence, self-reliance, self-efficacy and perseverance. Positive effects were found for self-confidence and independence, negative effects were found for self-efficacy and perseverance. The results from the quantitative survey were not significant. In addition, interviews were conducted with some children (n = 5). These showed that the pupils appreciated being able to develop a product independently in the project and thus put their own ideas into practice. Furthermore, they learned on different levels, such as production or pricing. The children also found the collaborative way of working important and enriching. Last but not least, they enjoyed participating and were very happy about the profit they made

    The ‹Homo digitalis› and his Species in the Anthropocene

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    Die Figur des ‹Homo digitalis› kann als anthropologische Resonanz angesehen werden auf die seit einigen Jahren intensiv geführten Debatten um die digitale Transformation von Technologien und Medienkonstellationen. Bio-, Nano- und Geo-Technologien dringen weit in das vor, was bislang als ‹Natur› galt und was die menschlichen Ressourcen und seine Umwelt bezeichnet hat, aber auch seinen eigenen kreatürlichen Anteil. Die humanen Möglichkeiten werden dabei so weit über ihre Grenzen hinaus verschoben, dass sie als Auflösungserscheinungen des ‹homo sapiens› wahrgenommen werden. Mit der anthropologischen Figur des ‹Homo digitalis› lassen sich zum einen damit verbundene Befürchtungen in den Blick nehmen, zum anderen ist sie eingebunden in Gegenwartsdiagnosen, mit deren Begriffen ‹Anthropozän›, ‹Posthumanismus› oder auch ‹kybernetischer Naturzustand› sich jeweils unterschiedliche Aussagen über die Stellung des Menschen verbinden.Die ‹Genese› des ‹Homo digitalis› lässt sich über die Rekonstruktion der historischen Reflexion über (Körper- und Geist-)Maschinen als ‹Spiegel des Menschen› nachzeichnen. Anhand von zwei aktuellen Theoriesprachen lassen sich sowohl die besondere Morphologie des ‹Homo digitalis› als auch die Rolle seiner Spezies angesichts der Gleichzeitigkeit von Technologisierung und Umweltzerstörung aufklären. Eine kybernetische bzw. medienökologische Perspektive macht dabei deutlich, dass es keine Zeit vor der Verbindung von Mensch und Maschine gegeben hat, der Weg hinter die Technisierung ‹zurück› also eine Illusion ist. Darauf baut auch eine posthumanistische Perspektive auf, wenn sie neue Beschreibungsweisen für die Wahrnehmung des techno-sozialen Zusammenhangs entwickelt, um die spezifischen Konstellationen und Bedingungen zu erhellen, in denen sich der ‹Homo digitalis› bewegt.The term ‹Homo digitalis› resonates anthropologically with the ongoing debates about the digital transformation of technologies and media ecosystems. Bio-, nano-, and geo-technologies are increasingly delving into what was previously considered ‹nature› and the resources that belong to both humans and their environment, including the meaning of what is to be ‹human›. Such advances push human capabilities beyond their limits, resulting in the dissolution of the ‹homo sapiens›. On the one hand, the anthropological concept of ‹Homo digitalis› can be used to highlight associated concerns, while on the other hand, it features in contemporary discourse, such as ‹Anthropocene›, ‹posthumanism› or the ‹cybernetic state of nature›, each providing a distinct perspective on the position of humans.The origin of ‹Homo digitalis› can be traced by examining the historical perspective of machines as reflections of humans. Two current theoretical approaches can be used to explain both the specific characteristics of ‹Homo digitalis› and the role of this species in the context of technological advancement and environmental changes. According to a cybernetic or media-ecological perspective, it is evident that there was no era before human-machine interaction, and therefore, a ‹return› to the pre-mechanisation era is not possible. A posthumanist perspective also utilizes this idea by creating novel approaches to define the perception of the techno-social environment and enabling insights into the specific circumstances and conditions surrounding the behaviour of ‹Homo digitalis›

    Movements: Experiences in Digitalized Life-Worlds

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    Die Digitalisierung lässt sich nicht auf die Hervorbringung neuer Technologien reduzieren. Sie bedeutet eine grundsätzliche Veränderung von Lebenswelten. Erfahrungen zu machen, bedeutet heute auch, mit Digitalität umzugehen. Neue Technologien und Digitalität verändern Wahrnehmungsformen, Kommunikations- und Erfahrungsmöglichkeiten. Der vorliegende Beitrag untersucht Bewegung als Strukturmoment von Erfahrung im Kontext der Digitalität. Erfahrungsmöglichkeiten werden dabei im Spannungsfeld von Software, digitalen Netzwerken, Daten und Datenbanken sowie digitaler Materialität betrachtet. Dabei zeigt sich, dass Digitalität besonderes Potenzial für das Entwerfen verschiedener Perspektiven auf Wirklichkeit bietet. Bewegung lässt sich in diesem Zusammenhang als bildendes Moment von Erfahrung verstehen. An die neuen Erfahrungshorizonte, die sich im Kontext der Digitalität ergeben, schliesst die Frage nach pädagogischen Konsequenzen an.The digital transformation does not only imply technological development. It also changes life-worlds fundamentally. Having experiences in today’s world requires dealing with aspects of digitality. This article examines movement as an aspect of experience in the context of digitality. Possibilities for several forms of experience are described considering the correlation of software, digital networks, data and databases as well as digital materiality. The examination shows that digitality offers the potential to gain different perspectives on reality. In this context movement can be described as a crucial moment of experience and learning. Regarding the new aspects of experience that arise because of digital transformation pedagogical consequences are illustrated

    Media Diaries as a Part of Sequential Triangulation in Qualitative Research: Potentials and Challenges Based on a Socialization Research Project

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    In Zeiten einer tiefgreifenden Mediatisierung stellt sich der Medienalltag Heranwachsender zunehmend vielfältig und komplex dar. Um sich diesem empirisch anzunähern, bedarf es daher geeigneter Analyseinstrumente, die besonders alltagsnahe und vergleichsweise authentische Einblicke in den Medienalltag von Kindern und Jugendlichen gewähren. Der vorliegende Beitrag erörtert in diesem Zusammenhang die Potenziale der Medientagebuchmethode im Kontext qualitativer (Medien-)Sozialisationsforschung. Anhand einer längsschnittlichen Panelstudie wird veranschaulicht, wie strukturierte Medientagebücher im Rahmen einer (sequenziellen) Methodentriangulation eingesetzt werden können. In Kombination mit Interviews mit Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern ermöglichen sie ein differenziertes Bild der Medienpraktiken sowie der individuellen Medienrepertoires Heranwachsender im Kontext ihrer sozialen Beziehungen. Schrittweise wird der Forschungsprozess von der Nutzung der Tagebücher bis hin zur triangulativen Auswertung dargestellt und reflektiert. Durch dieses Einbinden der Medientagebücher in den methodischen Gesamtkontext des Projekts werden neben den Potenzialen auch die Herausforderungen für die Mediensozialisationsforschung verdeutlicht. Der Beitrag schliesst mit Überlegungen zur Weiterentwicklung der Methode im Sinne einer altersgerechten Umsetzung und unter den Bedingungen einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft.In times of deep mediatization, the everyday media life of adolescents is increasingly diverse and complex. In order to approach this empirically, it is therefore necessary to use suitable analytical instruments that provide particularly close and comparatively authentic insights into everyday media life of children and adolescents. Against this background, this article discusses the potential of the media diary method in the context of qualitative (media) socialization research. It illustrates, how structured media diaries can be used in the context of a (sequential) triangulation of methods. Step by step, the research process from the use of the diaries to the triangulative evaluation is presented and reflected upon. In this way, not only the potentials but also the challenges of the method are made clear. In combination with interviews with children and adolescents as well as their parents, a differentiated picture of media practices as well as individual media repertoires in the context of social relationships emerges. The article concludes with considerations on the further development of the method in terms of an age-appropriate implementation and under the conditions of a deep mediatized society

    Reflection and Documentation of the Acquisition of Digital Skills with the Help of E-portfolios: Ein Ansatz zur systematischen Professionalisierung von Lehramtsstudierenden

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    Die rapide voranschreitende digitale Transformation unserer Gesellschaft und der damit verbundene Anpassungsdruck aller gesellschaftlichen Teilgebiete stellt unser Bildungssystem vor grosse Herausforderungen. Der universitären Lehrkräftebildung kommt aufgrund ihrer enormen pädagogischen Reichweite in der Beeinflussung gesellschaftlicher Anpassungsprozesse eine herausragende Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu. Wissenschaftlich fundierte Kompetenzmodelle, die einen umfassenden Blick auf die von Lehrkräften zu entwickelnden digitalisierungsbezogenen Kompetenzen ermöglichen, liegen bereits vor (z. B. integratives Modell der Universität Duisburg-Essen [UDE-Modell]). Deren flächendeckende Implementierung in die aktuelle Lehre lässt jedoch noch auf sich warten. Digitalisierungsbezogene Anteile der angebotenen Lehrveranstaltungen sind häufig nicht transparent, und den Studierenden fehlt es an Hilfsmitteln, ihr eigenes Kompetenzniveau bzw. dessen Progression systematisch zu erkennen und darzustellen. Dieser Artikel beschreibt ein Konzept, das den Studierenden durch eine digitale Portfolioarbeit die Möglichkeit gibt, ihren Kompetenzerwerb seminarbegleitend zu dokumentieren. Das wesentliche Forschungsinteresse galt dabei zunächst der Frage, inwieweit sich das digitale Portfolio aus der Perspektive der Studierenden als konstruktiv erwiesen hat. In einem Ausblick werden vor dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse Entwicklungspotenziale und Forschungsdesiderate aufgezeigt.The rapidly advancing digital transformation of our society and the associated pressure on all areas of society to adapt poses major challenges for our education system. Due to its enormous pedagogical scope in influencing social adaptation processes, university teacher training has an outstanding role to play in order to overcome these challenges. Scientifically sound competency models that provide a comprehensive view of the digitalization-related skills that teachers need to develop are already available (e.g. the integrative model of the University of Duisburg-Essen [UDE model]). However, their comprehensive implementation in current teaching is still a long way off. Digitalisation-related parts of the courses offered are often not transparent and students lack the tools to systematically identify and present their own level of competence or its progression. This article describes a concept that gives students the opportunity to document their skills acquisition during the course by means of digital portfolio work. The main research interest was initially focused on the question of the extent to which the digital portfolio has proven to be constructive from the students‘ perspective. In an outlook, development potential and research desiderata are identified against the background of the findings obtained

    A Praxeological-Sociological Concept of Media Pedagogical Professionalism

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    Konzepte medienpädagogischer Professionalität werden in der Medienpädagogik vorwiegend aus kompetenztheoretischer Perspektive diskutiert. Dabei weist ein wachsendes Korpus an theoretischen und empirischen Arbeiten darauf hin, dass implizites Wissen, habituelle Orientierungen und die Auseinandersetzung mit institutionellen Rahmenbedingungen einen wichtigen Einfluss auf die professionelle Tätigkeit medienpädagogischer Akteur:innen haben. Diese Aspekte können nur eingeschränkt mit kompetenztheoretischen Professionskonzepten erfasst werden. Der aktuelle professionstheoretische Diskurs in der Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik bietet fruchtbare Anknüpfungspunkte für eine differenziertere Konzeption medienpädagogischer Professionalität. Vor allem aktuelle Perspektiven einer praxeologisch-wissenssoziologischen Professionsforschung erscheinen vielversprechend.Der Artikel stellt zentrale Konzepte der praxeologisch-wissenssoziologischen Professionsforschung vor und entwirft hierauf aufbauend ein erstes tentatives Konzept medienpädagogischer Professionalität aus der Perspektive der Praxeologischen Wissenssoziologie. Grundlage ist eine empirische Studie, die mit den entsprechenden metatheoretischen Ansätzen arbeitete und den Einfluss normativer Orientierungsschemata und relationaler Beziehungen zwischen habituellen Handlungsorientierungen auf das unterrichtliche Medienhandeln von Lehrpersonen nachweisen konnte. Im Artikel werden zentrale Ergebnisse der Studie zusammenfassend präsentiert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Prozess der medienpädagogischen Professionalisierung diskutiert. Hiervon lassen sich aus praxeologisch-wissenssoziologischer Perspektive drei Merkmale professionellen medienpädagogischen Handelns ableiten: Orientierungsstruktur, Relationalität und Transformationspotenzial. Diese Merkmale können eine Grundlage für weiterführende Arbeiten bieten, die auf die Erstellung eines (berufsfeldübergreifenden) Konzepts medienpädagogischer Professionalität hinarbeiten.In media pedagogy, concepts of media pedagogical professionalism are discussed primarily from the perspective of competency theory. A growing body of theoretical and empirical work indicates that implicit knowledge, habitual orientations and dealing with institutional conditions have an important influence on the professional activities of media educators. These aspects can only be described to a limited extent in terms of competence theory. Here, the current discourse on professionalism in educational science and school pedagogy offers fruitful starting points for a more differentiated conception of media pedagogical professionalism. In particular, current perspectives of praxeological-sociological research on professions seem to be promising.The article introduces central concepts of praxeological-sociological research on professions and develops on this base a first, tentative concept of media pedagogical professionalism from the perspective of the praxeological sociology of knowledge. This concept is based on an empirical study, which worked with corresponding metatheoretical approaches and was able to demonstrate the influence of normative orientation schemes as well as relational relationships between habitual action orientations on the media practice of teachers in the classroom. The article presents a summary of the central results of the study and discusses their significance for the process of media pedagogical professionalization. From a praxeological-sociological perspective, three characteristics of professional media pedagogical practice can be derived: Orientation Structure, Relationship, and Potential for Transformation. These characteristics can serve as a basis for further work towards the creation of a (cross-professional) concept of media pedagogical professionalism

    Stealth Gamification in Self-Directed Non-formal Adult Education: Arguments in Favour of a Subtle Approach for Age-Appropriate Implementation

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    Der digitale Wandel fördert das Interesse an Online-Lernplattformen, wirft jedoch Fragen bezüglich der Gestaltung motivierender altersgerechter Angebote auf. Gamification, die Integration von Spielelementen und -mechanismen unter anderem in Lernkontexten, bietet Potenzial zur Steigerung von Motivation und mithin Nutzungsengagement und Lernleistung. Die Effektivität von Gamification hängt dabei stark von der Akzeptanz durch die Lernenden ab, insbesondere bei Erwachsenen, bei denen eine subtile Implementierung nötig sein kann, um den bis in die Gegenwart sozialhistorisch nachvollziehbaren Gegensatz zwischen Spiel und Ernst zu umgehen. Die Herausforderung liegt darin, spielerische Aspekte so zu integrieren, dass sie, um Ablehnung zu vermeiden, die Lernmotivation ohne offensichtliche Spielmechanismen fördern. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass erwachsene Lernende spielerischen Inhalten in ernsten Kontexten häufig kritisch gegenüberstehen, was die Wirkung von Gamification einschränken oder verhindern kann. Eine erfolgreiche Anwendung von Gamification erfordert demnach ein Verständnis für die Zielgruppe, ihre Wahrnehmung und Einstellungen. Zukünftige Forschungen sollten sich darauf konzentrieren, altersspezifische Strategien zu entwickeln, um das Potenzial von Gamification effektiv im Rahmen von selbstgesteuerten non-formalen Bildungsangeboten wie Online-Lernplattformen nutzen zu können.The digital transformation is boosting interest in online learning platforms, yet raises questions about designing motivating, age-appropriate offerings. Gamification, which is the integration of game elements and mechanisms into learning contexts among others, holds potential for increasing motivation, engagement, and learning performance. The effectiveness of gamification greatly depends on its acceptance by learners, especially among adults, where a subtle implementation might be necessary to circumvent the historically evident opposition between play and seriousness. The challenge lies in integrating playful aspects in such a way that they enhance learning motivation without obvious game mechanisms to avoid rejection. Research findings indicate that adult learners often critically view playful content in serious contexts, which can limit or prevent the impact of gamification. Therefore, successful application of gamification requires an understanding of the target audience, their perceptions, and attitudes. Future research should focus on developing age-specific strategies to effectively utilize the potential of gamification within self-directed non-formal educational programs such as online learning platforms

    Media Pedagogical Professionalism Development in Educational Practice: Outline of a Transformational Perspective

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    Die Diskussion um medienpädagogisch-professionelles Handeln, Professionalisierung und Professionalität ist konstitutiver Bestandteil der Medienpädagogik und wird auch zukünftig eine zentrale Rolle einnehmen. Als erziehungswissenschaftliche Teil- und Querschnittsdisziplin steht sie vor der Herausforderung, ihr professionelles Selbstverständnis kontinuierlich zu reflektieren, nicht zuletzt, da sich Medien rasant weiterentwickeln. Folglich weist die Medienpädagogik im Allgemeinen und die medienpädagogische Professionalität im Besonderen einen medial mitkonstruierten Charakter auf. Hinzu tritt eine medienpädagogisch-professionelle Expertise, die in nahezu allen pädagogischen Berufsfeldern relevant ist. Dem steht gegenüber, dass diese Ansprüche in verschiedenen formalen und non-formalen Erziehungs- und Bildungskontexten auf höchst divergente Anforderungslagen stossen, die eine einheitliche Bestimmung medienpädagogischer Professionalität unmöglich machen. Daher wird vorliegend die medienpädagogische Professionalitätsentwicklung in der Bildungspraxis in den Blick genommen. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung eines theoretisch-konzeptionellen Entwurfs einer transformatorischen Perspektive auf die medienpädagogische Professionalitätsentwicklung, die deren Prozesshaftigkeit vor dem Hintergrund heterogener organisationaler Anforderungen an medienpädagogisch-professionelles Handeln in der Bildungspraxis Rechnung trägt und die individuellen berufsbiografischen Voraussetzungen der professionellen Akteur:innen berücksichtigt. Dazu werden Anschlüsse an interdisziplinäre professionstheoretische Ansätze aufgezeigt und für die medienpädagogische Professionalitätsentwicklung fruchtbar gemacht. Zugleich wird somit eine Forschungsperspektive entwickelt, die es ermöglicht, interdependente Einflüsse auf und spezifische Anforderungen an die medienpädagogische Professionalität innerhalb verschiedener pädagogischer Arbeitsfelder empirisch zu erschliessen.The discussion about media pedagogical professional action, professionalisation and professionalism is a constitutive component of media pedagogy and will continue to play a central role in the future. As a sub- and cross-sectional discipline of educational science, it faces the challenge of continuously reflecting on its professional self-image, since media are developing rapidly. Consequently, media pedagogy in general and media pedagogical professionalism in particular have a media co-constructed character. In addition, professional expertise in media education is relevant in various pedagogical fields. On the other hand, these demands are met with highly divergent requirements in various formal and non-formal fields of educational action, making it impossible to define media pedagogical professionalism in a standardised way. Therefore, the development of media pedagogical professionalism in educational practice is examined in this paper. It focusses on the development of a theoretical-conceptual design of a transformational perspective on media pedagogical professionalism development. The elaborated perspective takes the processual nature of media pedagogical professionalism development against the background of heterogeneous organisational requirements as well as the individual professional biographical prerequisites of professional actors into account. To this end, connections to interdisciplinary professional theory approaches are identified and discussed for the development of professionalism in media education. At the same time, a research perspective is developed that makes it possible to empirically explore interdependent influences on and specific requirements for media pedagogical professionalism within different pedagogical fields of work

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