MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
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VReiraum – An Interdisciplinary Makerspace for the Development of VR/AR Learning Scenarios
Die wachsende Bedeutung von VR-/AR-Technologien im unterrichtlichen Kontext (z. B. in Fächern wie Geografie, Chemie, Geschichte, Mathematik, Musik oder Informatik) erfordert eine entsprechende Ausbildung angehender Lehrkräfte, um entsprechende Lernszenarien im Unterricht zielgerichtet einsetzen und die Potenziale dieser Lernmedien ausschöpfen zu können. Welche Kompetenzen dafür erforderlich sind und inwiefern dies (fächerübergreifend) in der Hochschullehre gelingen kann, wurde in dem Projekt VReiraum qualitativ mithilfe explorativer Forschungsmethoden untersucht. Das zentrale Element des Projekts stellte der interdisziplinäre Makerspace dar, eine neuartige Form der fächerübergreifenden Hochschullehre, die Ressourcen teilt, Kompetenzen der einzelnen Fächer für alle nutzbar macht und übergreifende fachliche und methodische Hilfestellungen anbietet. Nach dem ersten Durchlauf des Projekts, welches von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert wurde, wurde der Makerspace angepasst und neu strukturiert. Erste Erkenntnisse lagen darin, dass eine Vernetzung der sechs involvierten Fächer nur gelingen kann, wenn eine gewisse Vorstrukturierung der möglichen Schnittstellen zur Nutzung des Makerspace von den Dozierenden erfolgt. Auf diese Weise kann in Zukunft besser auf die Expertise der verschiedenen Fächer zurückgegriffen werden. Als gewinnbringend stellte sich die Erprobung und Evaluation der (selbst entwickelten) VR-/AR- Lernumgebungen in der Schule heraus, die auch im zweiten Durchgang des Projekts Bestandteile einiger Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2023 blieben.The growing importance of VR/AR technologies in teaching contexts (e.g. in subjects such as geography, chemistry, history, mathematics, music or computer science) requires appropriate training of prospective teachers in order to be able to use VR/AR learning scenarios in classrooms and to utilise the potential of these learning media in a meaningful sense. The project VReiraum used explorative research methods to qualitatively investigate the competencies which are required for this and the conditions for success to which this can be achieved (across disciplines) in university teaching. The central element of the project was an interdisciplinary makerspace, which has been adapted and restructured after the first run of the project. Initial findings showed that networking of the six involved subjects can only succeed, if the lecturers pre-structure possible interfaces for using the makerspace. In this way, the expertise of the various subjects can be better utilized in the future. Testing and evaluating (self-developed) learning scenarios in school has proven to be very important and remain a component of several courses in the second run of the project in summer 2023
Maker Days for Kids: Overview of Implementations and Variations from a Practical Perspective
Als «Maker Days for kids» werden offene (digitale) Werkstätten für Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren bezeichnet, die von einem Netzwerk rund um den Verein BIMS e. V. temporär aufgebaut und für mehrere Tage geöffnet und betreut werden. Die ersten Maker Days fanden im Jahr 2015 in Bad Reichenhall (Deutschland) statt. Seit 2018 gab es (bis dato) insgesamt vierzehn weitere Durchführungen in Graz (Österreich), Leipzig, Görlitz und Traunstein (alle in Deutschland). Das Netzwerk steht im engen Austausch im Hinblick auf Zielsetzung, Inhalte, didaktisch-pädagogische Vorgehensweise und Organisation. Obwohl sich die Verantwortlichen an den gleichen Prinzipien orientieren, gibt es doch mehrere Varianten der Durchführung – nicht zuletzt auch aufgrund von Herausforderungen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Dieser Praxisbeitrag beschreibt die Merkmale und Prinzipien des Konzepts und stellt vergleichend dar, wie bei der Umsetzung des Konzepts vorgegangen wurde. Ziel dieses Beitrags ist es, erstmals einen Überblick über die durchgeführten Varianten der Maker Days for kids zu geben und die Hintergründe, Besonderheiten und Erkenntnisse der einzelnen Veranstaltungen aus Praxissicht zu beleuchten.«MAKER DAYS for kids» are open (digital) workshops for children and adolescents aged 8 to 14 years, set up and supervised for several days by a network surrounding the BIMS e. V. association. The first MAKER DAYS took place in 2015 in Bad Reichenhall, Germany. Since 2018, there have been a total of fourteen further events held in Graz (Austria), Leipzig, Görlitz, and Traunstein (all in Germany). The network is in close exchange regarding its objectives, content, didactic-pedagogical approach, and organization. Although the responsible parties are guided by the same principles, there are still several variations in implementation, not least due to challenges arising from the coronavirus pandemic. This practical article describes the characteristics and principles of the concept, and illustrates how the implementation of the concept was carried out in different ways. The aim of this contribution is to provide the first overview of the MAKER DAYS for kids variants and to go into more detail on the backgrounds, specificities and findings of each event from a practical perspective
Digital Competencies in Elementary School Age: Audacious and Intangible!?
Im Beitrag werden Ergebnisse zweier Vorstudien berichtet, die sich auf Daten zu den Bereichen Datenschutz und Sicherheit sowie Bewertung von Inhalten im Internet an Stichproben von Dritt- und Viertklässler:innen stützen. Die Erhebungen sind eingebettet in das Projekt Digit.El, in dem schrittweise Facetten von Digitalkompetenzen im Grundschulalter erhoben werden und das Ziel verfolgt wird, reliable, valide und dennoch ökonomisch einsetzbare Instrumente zur Erfassung der jeweiligen Kompetenzfacetten für Kinder im Grundschulalter bereitzustellen, damit einerseits Diagnostik und andererseits – darauf aufbauend – auch gezielte Förderung in dem Bereich stattfinden kann. Zur Konzeptionalisierung der theoretischen Konstrukte sowie der zu entwickelnden Messinstrumente wird sich u. a. am Digital Competence Framework for Citizens (DigComp 2.2) orientiert. Die Datenerhebungen der Vorstudien fanden über leitfadengestütze Interviews sowie quantitative Testungen statt. Die Ergebnisse beider Teilstudien zeigen, dass Kinder im dritten und vierten Schuljahr über Kenntnisse und teilweise auch Kompetenzen in den anvisierten Bereichen verfügen. Allerdings offenbaren die Ergebnisse auch Leerstellen und einen Nachholbedarf, der u. a. im Hinblick auf die Notwendigkeit einer Förderung digitalbezogener Kompetenzen im Grundschulbereich diskutiert wird.The article reports on the results of two preliminary studies that collected data on the areas of data protection and security as well as evaluation of content on the internet from samples of third and fourth graders. The studies are framed by the project Digit.El, which aims to gradually assess facets of digital competencies in elementary school age and to provide reliable, valid and yet economically applicable instruments for assessing the respective competence facets for elementary school children. Doing so, strengthens not only diagnostic options in that field, but also helps to offer tailored support measures, subsequently. For the conceptualization of the theoretical constructs and the tests to be developed, amongst others, the Digital Competence Framework for Citizens (DigComp 2.2) is used as a blueprint. The data collection for the preliminary studies took place via structured interviews and quantitative testing. The results of the pilot-studies show that children in third and fourth grades have knowledge and partly also competencies in the envisaged areas. However, the results also reveal blanks and a need to catch up on those. The results are discussed in the light of the strong need to promote digital competencies as early as in primary schools
How a Toy Can Become a Helper in Child Surveys: On the Use of Audio Pens to Support Surveys with Children of Preschool and Primary School Age
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in zahlreichen Disziplinen der Kindheitsforschung ein Paradigmenwechsel von der Forschung über Kinder hin zur Forschung mit Kindern vollzogen. Zahlreiche Forschungsprojekte befragen daher Kinder direkt nach ihren Ansichten und Vorstellungen. Der vorliegende Beitrag gibt Einblick in die Möglichkeiten zur Umsetzung standardisierter Kinderbefragungen mithilfe von Audiostiften. Dazu werden zunächst die wesentlichen Anforderungen standardisierter Befragungen an Kinder, Interviewende sowie Erhebungsinstrument und -situation diskutiert und die entsprechenden Potenziale von Audio-Stiften herausgearbeitet: Kinder können mithilfe eines Audiostifts einen Fragebogen weitestgehend ohne Unterstützung durch erwachsene Interviewer:innen und unabhängig von ihrer Lesekompetenz bearbeiten. Dadurch lassen sich unerwünschte Interviewer:inneneffekte deutlich reduzieren. Während sich einfache Befragungsprojekte auch mit den von den Herstellern implementierten Funktionen umsetzen lassen, wird im Beitrag auch eine Möglichkeit zur technischen Adaption eines Audiostifts aufgezeigt, um die Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. Abschliessend werden die Erfahrungen eines ersten Praxistests und die identifizierten Herausforderungen und Optimierungspotenziale für die Instrumentenentwicklung thematisiert.In recent decades, childhood research has shifted from research about children to research with children. As a result, researchers address children directly with regard to their views and perceptions. This article provides insight into the possibilities of implementing standardized child surveys using audio pens. It discusses the essential requirements of standardized surveys for children, interviewers as well as survey instrument and situation and elaborates corresponding potentials of audio pens: With the help of an audio pen, children can complete a questionnaire largely without the support of adult interviewers and independently of their own reading skills. Thus, undesired interviewer effects can be significantly reduced. Furthermore, the article shows a possibility for the technical adaptation of an audio pen, which enables the implementation of functions beyond the possibilities provided by the manufacturers. Finally, the article discusses the experiences of a first practical test and the identified challenges and optimization potentials for the instrument development
Digital Twins in Science Education: Konstruktivistische Perspektive
Digitale Medien sind elementarer Bestandteil in Lehr-Lern-Prozessen und stehen im Einklang mit den physischen, medialen und virtuellen Lebensräumen der Schüler:innen indem sie Gegenwarts- und insbesondere auch eine Zukunftsbedeutung für die Heranwachsenden haben. Die didaktisch-methodische Reflektion und Bewertung von technologischen Innovationen aus dem Internet of Things (IoT) oder der Industrie 4.0 ermöglichen es, grundlegende Aussagen zu fächerspezifischen sowie fächerübergreifenden Potentialen zum Einsatz im schulischen Kontext zu formulieren.
In diesem Beitrag werden die Potentiale für ein gelingendes Lehren und Lernen in der naturwissenschaftlichen Bildung von digitalen Zwillingen zusammenfassend betrachtet. Digitale Zwilling sind bereits in der industriellen Prozessentwicklung und -optimierung implementiert. Grundsätzlich nehmen die, in digitalen Zwillingen, repräsentierten Vernetzungsstrukturen zwischen digitaler und realer Welt und deren Potential in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Data-Mining-Prozessen einen wesentlichen Fokus ein. Um Bildungsperspektiven für den naturwissenschaftlichen Unterricht abzuleiten, werden die eingehenden und ausgehenden Datenstrukturen und deren Funktionsweisen in digitalen Zwillingen näher betrachtet.
Der Beitrag thematisiert den Blick auf digitale Zwillinge als intelligente neue Bildungstechnologie in Lehr-Lern-Prozessen, welche auch im industriellen Sektor noch nicht an ihrem Entwicklungsendpunkt steht und vielfältige Anwendungspotentiale im Schulkontext, viele offene Forschungsfragen und Entwicklungspotentiale im Rahmen der Bildungsforschung bereithalten.Digital media are an elementary component of teaching-learning processes and are in harmony with the physical, medial and virtual living spaces of the students in that they have present and, in particular, future significance for the adolescents. The didactic-methodical reflection and evaluation of technological innovations from the Internet of Things (IoT) or Industry 4.0 make it possible to formulate fundamental statements about subject-specific as well as cross-curricular potentials for use in the educational context.
In this article, the potentials for successful teaching and learning in science education of digital twins are summarized. Digital twins are already implemented in industrial process development and optimization. Basically, the networking structures between digital and real world represented in digital twins and their potential in the fields of artificial intelligence, machine learning and data mining processes take a significant focus. In order to derive educational perspectives for science education, the incoming and outgoing data structures and their modes of operation in digital twins are examined in more detail.
The article addresses the view of digital twins as an intelligent new educational technology in teaching-learning processes, which is not yet at its developmental endpoint even in the industrial sector and holds diverse application potentials in the school context, many open research questions and development potentials in the context of educational research
Debunking Disinformation: On Creative Practices in Dealing with Data Visualizations and the Importance for Deconstructing Disinformation Strategies
Desinformationen haben mit dem digitalen Wandel eine neue Qualität erreicht. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Gelingen demokratischer Prozesse gehört das Erkennen von und der Umgang mit Desinformation sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene zu den zentralen Herausforderungen. Doch allein das Erkennen genügt oft nicht, um Desinformationen und postfaktischen Überzeugungen effektiv entgegenzuwirken. Dementsprechend schlagen wir im Beitrag einen Ansatz vor, der sich der aktiven Dekonstruktion von Desinformationen widmet und auch die kreative Gestaltung von Narrativen und Weltbildern in den Mittelpunkt rückt. Der Beitrag setzt dafür zunächst die Konzeption Öffentlichkeit ins Verhältnis zu Desinformationen und digitalen Technologien. Anschliessend werden am Beispiel von Datenvisualisierungen und Karten einige kreative Datenpraktiken vorgestellt und diskutiert, um das Erkennen, Gestalten und Dekonstruieren aus einer medienpädagogischen Perspektive heraus zu adressieren.Disinformation has taken on a new quality with the digital transformation. Recognizing and dealing with disinformation at both the individual and societal level is one of the key challenges for social cohesion and the success of democratic processes. However, recognition alone is often not enough to effectively counter disinformation and post-factual beliefs. Accordingly, in this paper we propose an approach that is dedicated to the active deconstruction of disinformation and also focuses on the creative shaping of narratives and worldviews. To this end, the paper first relates the conception of the public sphere to disinformation and digital technologies. Then, using the example of data visualizations and maps, some creative data practices are presented and discussed in order to address recognition, design and deconstruction from a media pedagogical perspective
A Critical Educational Theory of Post-Digital Subjectivity
Der Beitrag steckt in programmatischer Absicht das Feld einer kritischen Bildungstheorie post-digitaler Subjektivität ab. Auf der Basis post-digitaler Paradigmen und der daran anknüpfenden Prämisse, dass digitalen Medien spezifische Entscheidungsmächte eingeschrieben sind, werden die genuin subjekttheoretischen Begriffe der Autonomie und Entfremdung befragt und im Sinne einer relationalen Haltung reinterpretiert. Auf diese Weise lassen sich Konturen einer kritischen Bildungstheorie zeichnen, die theoretische Befragungen des Subjekts und praktische Versuche subjektiver Befreiung analytisch miteinander kombinieren lässt.With a programmatic intention, the article frames the field of a critical educational theory of post-digital subjectivity. Based on post-digital paradigms and the subsequent assumption that a specific decision-making power is inscribed in digital media, the genuinely subject-theoretical concepts of autonomy and alienation are questioned and reinterpreted. In this way, the contours of a critical theory of education can be developed that analytically combines the theoretical questioning of the subject and practical attempts at subjective liberation
About Instruments, Innovation and Interdisciplinarity: Perspectives of Media Education between Adaptive Learning Environments and Algorithmic Articulations
Der Beitrag betont die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Technologien in der Bildung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen und hebt die Bedeutung der Medienpädagogik hierbei hervor. In einem ersten Schritt wird die Beziehung zwischen Bildung und Digitalität in den Blick genommen. Anschliessend wird der Fokus auf 100 Jahre Teaching Machines gerichtet, um so schliesslich auf das Dazwischen als interdisziplinäre Verortung der Medienpädagogik, auf die zukünftig absehbar entstehenden Spannungen und Transformationen im Hinblick auf Bildungstechnologien und Wissensproduktionen hinzuweisen.The article emphasizes the need for a critical examination of digital technologies in education against the backdrop of social challenges and highlights the importance of media education in this context. In a first step, the relationship between education and digitality is analyzed. It then takes a historical look at 100 years of teaching machines in order to finally point out the in-between as an interdisciplinary location of media education, the tensions and transformations that are likely to arise in the future with regard to educational technologies and knowledge productio
The Relevance of Respecting Digital Accessibility in the Context of OER Exemplified by the InDigO Project
Digitale Barrierefreiheit ist in internationalen und nationalen Gesetzen einschliesslich der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesgleichstellungsgesetzes in Deutschland verankert. Trotz ihrer Konnotation zu Menschen mit Behinderungen, ist digitale Barrierefreiheit für alle Menschen in verschiedenen Situationen von Vorteil. Die Berücksichtigung der Prinzipien digitaler Barrierefreiheit ist zudem von grundlegender Bedeutung für inklusive Bildung. So spielt die digitale Barrierefreiheit sowohl in der Gestaltung von OER als auch bei der Umsetzung von OER-Plattformen, um gleichberechtigte Teilhabe an Medien und Kommunikation zu gewährleisten, eine entscheidende Rolle. OER können in diesem Zusammenhang nicht nur den freien, sondern auch den barrierefreien Zugang zu Bildungsinhalten ermöglichen. Dafür muss jedoch der Verbund aus OER-Material und dessen Aufbereitung sowie auch die jeweilige (OER-)Plattform digital barrierefrei zugänglich sein: Digital barrierefreie OER allein fördern die Teilhabe an Bildung von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen nicht. Dieser Beitrag erläutert mithilfe eines entwickelten Modells, wie ein umfassend digital barrierefreier Zugang zu OER geschaffen werden kann, und betrachtet exemplarisch barrierefreiheitsbezogene Bestrebungen des InDigO-Projektes.Digital accessibility is enshrined in international and national laws, including the UN Disability Rights Convention and the Federal Equality Act in Germany. Despite its connotation to people with disabilities, numerous groups of people in various situations benefit from digital accessibility. Considering the principles of digital accessibility is fundamental to inclusive education. Thus, digital accessibility plays a crucial role in both the design of OER and the implementation of OER platforms to ensure equal participation in media and communication. In this context, OER can enable not only free but also barrier-free access to educational content. For this to happen, however, the composite of OER material and its preparation, as well as the respective (OER) platform, must be digitally accessible: Digitally accessible OER alone do not promote the participation in education of people with different abilities and needs. This article explains, with the help of a developed model, how holistic digital accessibility to OER can be created and looks at exemplary accessibility-related efforts of the InDigO-project
Collaborative Use and Development of Open Educational Resources: A Study on Conditions of Success Using the Example of Inclusion-Related Teacher Training in Nrw in the InDigO Project
Lehr-/Lernmaterialien, die mithilfe einer entsprechenden Lizenz als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht werden, werden grosse Potenziale zugeschrieben, um über die Hochschullehre in den Austausch zu treten und diese kollaborativ weiterzuentwickeln. Dazu bedarf es einer gemeinschaftlichen Open Educational Practice (OEP), die eine neue transformative Kultur des Teilens ermöglicht. Im Projekt InDigO wurde die kollaborative Nutzung und Weiterentwicklung bestehender OER am Beispiel der inklusionsbezogenen Lehrer:innenbildung in NRW begleitend erforscht. Dazu wurden durch Gruppendiskussionen und Logbücher qualitative Daten erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es konnten vielfältige Herausforderungen identifiziert werden, die den gesamten Adoptionsprozess von OER betreffen. Weiter konnten entsprechende Gelingensbedingungen herausgearbeitet werden. So gilt es beispielsweise, die Kompetenzentwicklung der Lehrenden zu fokussieren. Zudem kann gezeigt werden, dass die Öffnung der Lehre einen grösseren Einfluss auf die Kultur des Teilens hat als die Offenheit der Materialien.Teaching and learning materials that are published as Open Educational Resources (OER) with the help of an appropriate license are considered to have great potential for exchange about university teaching and developing it collaboratively – even beyond materials. This requires a collaborative Open Educational Practice (OEP) that enables a new transformative culture of sharing. In the InDigO project, the collaborative use and further development of existing OER was researched using the example of inclusion-related teacher training in North Rhine-Westphalia. To this purpose, qualitative data were collected via group discussions and logbooks and evaluated using content analysis. A variety of challenges were identified that affect the entire OER adoption process. Furthermore, corresponding conditions for success were identified. For example, it is important to focus the skills development of teachers. It can also be shown that the openness of teaching has a greater influence on the culture of sharing than the openness of the materials