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z.B. Zeitschrift zum Beispiel Nummer 5: Themenheft Beispiel-Tiere
Seit jeher tauchen in verschiedenen Wissensdiskursen Tiere als Beispiele auf. Das gilt für die Hunde oder die Bienen in der politischen Theorie Platons oder Aristoteles’ ebenso wie für die mittelalterlichen Bestiarien in der Tradition des Physiologus, aber auch die Paradoxien der modernen Quantenphysik wurden von Erwin Schrödinger bekanntlich an einer Katze exemplifiziert. Das z.B.-Themenheft widmet sich der fundamentalen Rolle und den mannigfaltigen Funktionen, die Tiere als Beispiele in ganz unterschiedlichen Diskursen einnehmen, und dabei auf verschiedenen Feldern zu Agenten des Wissens werden oder bestimmte Techniken sowie Körperpraktiken anleiten: So etwa das Lesenlernen, aber auch die Sprechakttheorie, die Gattungstheorie der Fabel, oder eine postmoderne Theorie der Kindheit. Die Tiere – vom Axolotl bis zum Wolf, von der Krähe bis zum Oktopus – erweisen sich dabei nicht nur immer wieder als besonders geeignete Vermittler, die für ein komplexes Wissen einstehen, das anders gar nicht zu haben ist. Auch sie selbst wandern dabei durch die Diskurse – häufig von der (literarischen) Fiktion in wissenschaftliche Texte und zurück. Die Beiträge des Themenhefts leisten erstmals eine Verbindung der Beispielforschung mit zentralen Fragestellungen der Animal Studies, und sind daher für diese wie für jene gleichermaßen interessant. Mit Beiträgen von: Ben Dittmann | Jennifer Gerber | Elias Kreuzmair | Peter Risthaus | Maria-Anna Schiffers | Sebastian Schönbeck | Vera Thoman
Störung, Verunsicherung, Destabilisierung: Zur Verständigung über drei Kategorien und ihre Verwendbarkeit für die Filmanalyse
Die Auswirkungen der Pandemie auf Patentrechte
Die Arbeit zeigt, dass Patente kein Hindernis darstellen müssen, um die Bevölkerung während einer Pandemie mit Medikamenten oder Impfstoffen zu versorgen. Neben den Möglichkeiten, über die der Patentinhaber die Benutzung seiner Erfindung erlauben kann, stellt das Patentgesetz zwei Mittel für Lizenzsucher sowie den Staat bereit, damit eine Erfindung benutzt werden darf: Zwangslizenz und Benutzungsanordnung. Beide Mittel haben nach 1945 wenig bzw. keine Anwendung erfahren. Aus der Rechtsprechung zur Zwangslizenz werden in der Arbeit die Anforderungen abgeleitet, die für die Erteilung einer solchen zu erfüllen sind. Es werden weiterhin mögliche Adressaten einer Benutzungsanordnung diskutiert, welche zu einer schnellen Benutzung befähigt sein dürften. Werden Erfindungen nicht benutzt, so kann ein Grund im mangelnden Know-how liegen, das jedoch nicht vom Patentgesetz thematisiert wird
Die mittelbare Diskriminierung im Arbeitsrecht
Diskriminierungen im Arbeitsleben stellen trotz Verankerung einer Vielzahl von Diskriminierungsverboten im internationalen und nationalen Rechtssystem ein alltägliches und gegenwärtiges Konfliktfeld dar. Häufigste Erscheinungsform ist die mittelbare Diskriminierung. Hierbei wirkt sich eine auf den ersten Blick neutrale Regelung besonders benachteiligend auf einen bestimmten Kreis von Betroffenen aus. Auch wenn das Rechtsinstitut der mittelbaren Diskriminierung in den vergangenen Jahrzehnten häufig Gegenstand sowohl nationaler als auch unionsrechtlicher Entscheidungen war, sind diverse Probleme noch ungeklärt. Dies betrifft sowohl die Feststellung des Tatbestandes der mittelbaren Diskriminierung als auch die Reichweite der Rechtsfigur. Diesen Problemen widmet sich die Arbeit. Im Fokus steht dabei die Frage, welches Diskriminierungsverständnis dem AGG und insbesondere § 3 Abs. 2 AGG als zentrale nationale Regelung zur mittelbaren Diskriminierung zu Grunde liegt. Kernfrage ist insoweit, ob auch formale Gleichbehandlungen vom Diskriminierungsbegriff und damit vom Verbot der mittelbaren Diskriminierung erfasst werden. Ausgangspunkt ist dabei eine Analyse der einschlägigen Rechtsprechung des EuGH und BAG. Ferner wird der Tatbestand der mittelbaren Diskriminierung näher beleuchtet. Hierbei werden sowohl die unterschiedlich angewandten Methoden in der Vergleichsgruppenbildung erörtert als auch die Voraussetzungen zur Feststellung der wesentlich stärkeren Betroffenheit untersucht. Schließlich werden die verschärften Anforderungen an eine etwaige Rechtfertigung in Bezug auf die damit einhergehenden praktischen sowie dogmatischen Probleme beleuchtet
Inhaltliche und didaktische Neugestaltung des Moduls „Nachhaltige Mobilität“ im Interdisziplinären Fernstudium Umweltwissenschaften
Der Einsatz von KI-Verfahren in Organisationen: Eine Untersuchung des Verhältnisses von Künstlicher Intelligenz und Organisationalem Lernen
In dieser Studie wurde untersucht, ob und inwiefern sich das Organisationale Lernen durch den Einsatz von künstlich intelligenten Anwendungen innerhalb der Organisation verändert. Zu diesem Zweck wurde aus einer theoretischen Perspektive heraus das Zusammenwirken beider Aspekte betrachtet. Die Aus-wirkungen auf das Lernen in Organisationen wurden sowohl im Kontext der lernenden Organisation nach Senge als auch im Kontext des integrativen Mo-dells des Organisationalen Lernens von Pawlowsky untersucht. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz scheint auf das Lernen in Teams die stärksten Auswir-kungen auf die Organisation zu haben. Organisationales Lernen und berufliche Bildung müssen daher im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz gezielt überdacht werden.This study investigated whether and to what extent organizational learning is altered by the use of artificially intelligent applications within the organization. For this purpose, the interaction of both aspects was considered from a theore-tical perspective. The effect on organizational learning was examined both in the context of Senge's learning organization and in the context of Pawlowsky's integrative model of organizational learning. The use of artificial intelligence seems to have the strongest impact on organizational learning in teams. There-fore organizational learning and professional education must be rethought in the era of artificial intelligence