University of Hagen

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    Was ist ein Genre?: Eine Untersuchung in 463 Bemerkungen

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    Wissen wir nicht bestens darüber Bescheid, was ein Genre ist, weil wir das Wort richtig verwenden? Daraus folgt jedoch nicht, dass wir uns über den Begriff des Genres im Klaren sind. Denn wir überblicken unseren Gebrauch dieses Wortes nicht. Wie unterscheiden wir beispielsweise das Genre von der Gattung, von der Sorte, vom Format oder vom Modus? Das Wort findet in ganz unterschiedlichen Künsten und Medien Verwendung, wenn es darum geht, Gruppen zu bilden: in der Literatur, im Film, im Fernsehen, in der Malerei, in der Photographie, in der Musik, im Computerspiel. Was kann alles zum Genre werden: das Klassenfoto, und auch das Zielfoto? Das Kochrezept, und auch die Todesanzeige? Die Disziplin, die in erster Linie – und mit großem Erfolg – Genretheorie betrieben hat, ist die Filmwissenschaft. Doch wir verwenden das Wort keineswegs immer so, wie es dort vorgesehen ist. Eher hat die Vorstellung, Genres wären immer ungefähr das, was die Genretheorie des Films über diesen Begriff denkt, für theoretische Verwirrung gesorgt. Es gilt, erstmals die vielfältige Landschaft des tatsächlichen Gebrauchs dieses Wortes zu besichtigen, um zu begreifen, dass wir uns von einem Genre keinen Begriff, sondern nur ein Bild machen können

    Algorithmisierung und Autonomie im Diskurs: Perspektiven und Reflexionen auf die Logiken automatisierter Maschinen

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    Der Online-Sammelband „Algorithmisierung und Autonomie“ erscheint im Rahmen der Reihe „Medien im Diskurs“ (Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik, Leitung: Prof. Dr. Claudia de Witt). Er widmet sich Perspektiven und Reflexionen, die Veränderungen tradierter Ordnungen im Kontext algorithmischer Strukturen aufarbeiten und deren Bedeutung sowie Folgen für die Autonomie des Menschen diskutieren. Damit wird der Idee gefolgt, dass eine vollständige Einschätzung der Wirkungsweisen und -muster technischer Errungenschaften nur dann erfolgen kann, wenn sie die Frage nach menschlicher Freiheit miteinzubeziehen weiß

    Demenz und Bildung: Eine Biographieanalyse von Lern- und Bildungserfahrungen unter den Bedingungen einer Alzheimerdemenz

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    Lern- und Bildungsprozesse von Menschen mit einer Alzheimerdemenz sind bisher aus einer erziehungswissenschaftlichen Perspektive nicht empirisch untersucht. Gegenstand der Dissertationsstudie ist die Fragestellung, ob und wenn ja, wie sich Lern- und Bildungsprozesse unter den Bedingungen einer beginnenden Alzheimerdemenz gestalten. Mithilfe des forschungsmethodischen Instrumentariums der biographischen Erzählanalyse werden bei einem durchgeführten Sample von neun Interviews biographische Erleidens-, Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse nachgezeichnet, die das Verstehen des Ineinandergreifens von der Alzheimerdemenz und der Lebensführung ermöglichen. Es spielen lebensgeschichtlich erworbene Fähigkeiten, eingeschlossen dem Umgang mit schwerwiegenden persönlichen Lebensereignissen, eine Rolle für die zu entwickelnden mehrdimensionalen Bearbeitungsstrategien in Bezug auf die Krankheit. Auch wenn das Erkranken an einer Alzheimerdemenz offensichtlich negativ zu bewerten ist, zeigt sich im Ergebnis, dass die Krankheit zumeist nicht als Krise oder existenzieller Ausnahmezustand, sondern eher als alterstypische Abbauprozesse ohne medizinische Kategorisierung erlebt wird. Unterschiedliche Lern- und Bildungsprozesse, die sich jenseits einer Transformation des Selbst- und Weltverhältnisses der Biographieträger*innen gestalten, werden rekonstruiert. Es zeigen sich vornehmlich Bedeutungsverschiebungen und Aktenzverlagerungen bei der Integration der Krankheit in das Ganze des individuellen Seins und bei dem Lern-Arrangement-Prozess mit der Krankheit. Die Bemühungen um die Aufrechterhaltung von Bildung und der Umgang mit schwindenden Fähigkeiten lassen sich folglich in den biographischen Interviews rekonstruieren. Parallel dazu sind Menschen mit einer beginnenden Alzheimerdemenz mit der neurobiologisch erzeugten ‚Entbildung‘ konfrontiert, die die Grenze von Lernen und Bildung symbolisiert

    Graph-based Clustering Algorithms for Corpora Exploration

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    With the availability of large amounts of digitally stored data, there is a need for computerized solutions that simplify information retrieval. By applying machine learning clustering methods, objects with similar characteristics can be identified and grouped. In the case of document clustering, the document context plays a particularly important role in enabling thematic grouping. The introduction of the concept of distance on co-occurrence graphs provides a document representation that captures these semantic aspects. Despite the wide availability of clustering methods, their application to co-occurrence graphs remains limited, as they generally do not work on graphs, are designed for static scenarios, require a fixed number of clusters, or yield non-deterministic results. This thesis presents novel graph-based clustering methods that exploit the inherent properties of co-occurrence graphs, making them suitable for dynamic scenarios such as decentralized search engines. Sequential clustering methods are first developed to cluster text corpora at the document level, identifying thematically related documents. The results are shown to be comparable in quality to classical clustering algorithms. Subsequently, clustering algorithms are introduced for term-level analysis, enabling the identification of thematically related terms. Variants of the base algorithm are evaluated, refined, and demonstrated to achieve high-quality results comparable to the state of the art. Practical applicability is explored through case studies, highlighting the strong potential of document-level clustering in organizing search results into thematic groups. Similarly, term-level clustering is compared to alternative methods for representing document content, with the developed algorithms proving particularly effective for this purpose. Finally, a simple business model for search engines illustrates how combining term- and document-level clustering unlocks new opportunities for exploring and organizing text corpora.Mit der Verfügbarkeit großer Datenmengen in digitaler Form werden computerbasierte Lösungen erforderlich, die ein einfaches Auffinden von Informationen ermöglichen. Ein entsprechender Ansatz des Machine Learning ist das Clustering der Daten, um Objekte mit ähnlichen Merkmalen zu identifizieren. Insbesondere Textdokumente müssen in einer Form abgebildet werden, die den Kontext des jeweiligen Dokuments erfasst, bevor eine thematische Gruppierung ähnlicher Dokumente möglich ist. Mit der Einführung des Distanzbegriffs über Kookurrenzgraphen ist eine Repräsentationsform gegeben, die diese semantischen Aspekte erfasst. Trotz der großen Verfügbarkeit von Clustering-Verfahren sind diese nur sehr eingeschränkt auf Kookurrenzgraphen anwendbar, da sie generell nicht auf Graphen operieren, für statische Szenarien konzipiert sind und eine feste Clusteranzahl verlangen oder nichtdeterministische Ergebnisse liefern. Im Rahmen dieser Arbeit werden neuartige graphenbasierte Clustering-Verfahren vorgestellt, die sich die inhärenten Eigenschaften von Kookurrenzgraphen zunutze machen und in dynamischen Szenarien, wie z.B. einer dezentralen Suchmaschine, einsetzbar sind. Es werden sequentielle Clustering-Verfahren entwickelt, die Dokumentenkorpora auf Dokument-Ebene clustern, um thematisch zusammenhängende Dokumente zu bestimmen. Neben weiteren Optimierungsüberlegungen wird gezeigt, dass die Ergebnisqualität mit klassischen Clustering-Algorithmen vergleichbar ist. Darauf folgend werden Clustering-Algorithmen vorgestellt, die Kookurrenzgraphen auf Term-Ebene clustern und thematisch zusammenhängende Terme identifizieren. Verschiedene Varianten des Basis-Algorithmus werden analysiert, diskutiert und im Rahmen einer Evaluation optimiert. Es wird gezeigt, dass die entwickelten Verfahren Ergebnisse hoher Qualität liefern, die mit etablierten Verfahren vergleichbar sind. Anschließend werden die entwickelten Verfahren individuell hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit in kleineren Fallstudien untersucht. Für das Clustern auf Dokument-Ebene ergibt sich eine sehr gute Anwendbarkeit bei der Suche, indem Suchergebnisse nach thematisch ähnlichen Dokumenten gruppiert werden. Das Clustering auf Term-Ebene wird dann anderen Verfahren zur Repräsentation des Dokumenteninhalts gegenübergestellt. Es wird gezeigt, dass das entwickelte Clustering eine besonders gute Abbildung des Dokumenteninhalts ermöglicht. Abschließend wird an einem einfachen Geschäftsmodell für Suchmaschinen gezeigt, dass sich mit den entwickelten Verfahren die Term- und Dokumentenebene verbinden lassen und sich daraus neue Möglichkeiten für die Exploration von Textkorpora ergeben

    Towards Long-term Use of Information Systems: Investigations into the Design of Smart Mobility Systems to Improve Smart Cities

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    This doctoral thesis investigates long-term engagement and the utilization of information systems within smart cities, with a specific focus on smart mobility systems (SMSs) and the use of gamification elements to sustain user engagement. My research explores the challenges of digital transformation in urban environments, particularly in maintaining long-term citizen participation in smart city initiatives. Through a design science approach, the thesis develops and evaluates design principles tailored to the needs of different commuter types, aiming to enhance user engagement and promote sustainable mobility behaviors. The work is structured around several essays that collectively contribute to understanding how to design effective, engaging and long-lasting SMSs within the broader context of smart cities

    Kontextbasierte mobile Ad-Hoc-Netzwerke

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    Diese Arbeit untersucht das Forschungsgebiet der Mobilen Ad-Hoc-Netzwerke und entwickelt ein dezentrales, mobiles und spontan aufgebautes Netzwerk (MANET) auf Basis von Android-Smartphones, WLAN-Technologien und einer innovativen GeoIP-Adresse. Die GeoIP ist das Hauptmerkmal dieser Arbeit und erweitert die IPv6-Adresse um geografische Informationen. Das Ziel des MANETs besteht darin, Kontextbasierte Nachrichten wie Hilfsangebote in Katastrophengebieten auszutauschen, in denen zentrale Kommunikationsnetze nicht verfügbar sind. Da Android-Systeme keine MANET-Funktionalitäten enthalten, werden in dieser Arbeit Wege aufgezeigt, wie diese Funktionalitäten ohne grundlegende Anpassungen des Betriebssystems implementiert werden können. Die Lösung besteht aus einer Kombination von Wi-Fi Direct, IPv6 und der Nutzung eines Overlay-Netzwerkes. Wi-Fi Direct wird genutzt, um eine physische Verbindung zwischen direkt erreichbaren Geräten herzustellen. Das Overlay-Netzwerk wird dazu verwendet, um technische Restriktionen des Android-Betriebssystems im Hinblick auf MANET-Funktionalitäten zu umgehen und den Austausch von Kontextbasierten Nachrichten über das MANET unter Verwendung der GeoIP zu ermöglichen. Zusammenfassend präsentiert diese Arbeit überzeugende Argumente dafür, dass der vorgeschlagene Ansatz verlässliche Lösungen für die Erstellung von kontextbasierten Ad-hoc-Netzwerken (MANETS) bietet, selbst wenn herkömmliche Infrastrukturen im Falle von Naturkatastrophen oder ähnlichen Ereignissen nicht funktionieren. Dadurch wird kontinuierliche Konnektivität gewährleistet, unabhängig von den Umständen.The research focus of this thesis centers around the development of a decentralized, mobile network that is capable of forming spontaneously through Android smartphones, WLAN technologies and an IPv6-Address (GeoIP) extended by geographical position. The primary objective is to facilitate context-based message exchange in disaster areas where central communication networks are temporarily unavailable. As MANET functionalities are not included within the Android system, this thesis proposes innovative ways to implement these functions without making fundamental adaptations to the operating system. This solution involves combining Wi-Fi Direct with IPv6 and overlay networking techniques; thus enabling direct device connections while bypassing technical restrictions imposed by the Android OS regarding MANET functionality. As such setup allows for GeoIP based messaging via MANETs. This study culminates in developing an application that forms structured wireless groups according to geographic location, which then connects them into a fully functional Mobile Ad-hoc Network using overlay technology. This approach enables spontaneous creation of robust networks suitable for use during disasters or any other situation wherein centralized communication systems may be inaccessible. In conclusion, this work presents persuasive arguments on how our proposed method provides reliable solutions towards creating ad-hoc networks even when traditional infrastructures fail due natural calamities etc., thereby ensuring seamless connectivity at all times irrespective circumstances surrounding it

    Einführendes über Tensoren zweiter Stufe

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    Wir registrieren die Tatsache, dass es wenig bekannter einfuhrender Literatur zur Tensorrechnung fur Mathematiker gibt. Der vorliegende Beitrag richtet sich in erster Linie an Studierende mit Kenntnissen der Linearen Algebra. Die behandelten Themen lieen sich im Rahmen von Abschlussarbeiten vertiefen

    Arbeiteraristokratie und Lumpenproletariat in Georg Weerths Skizzen aus dem sozialen und politischen Leben der Briten

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    Georg Weerth gehört zu den eher unbekannten Autoren im Vormärz. Dabei gilt der Dichter, Journalist, international tätige Kaufmann und Sozialist als Freund von Marx und Engels. Die Untersuchung widmet sich der im Forschungsfeld der literarischen Ökonomik und auch in der aktuellen Weerth- und Vormärzforschung artikulierten Frage nach der begrifflichen und sozialen Konstitution eines Kollektivs namens „Arbeiterschaft“ im Mutterland der Industrialisierung. Dass diese Klasse in sich differenziert war, darauf weisen schon Marx und Engels im Kommunistischen Manifest mit ihrer Rede vom „Lumpenproletariat“, der nicht arbeitenden Unterschicht, und Marx 1867 im Kapital mit dem Begriff der „Arbeiteraristokratie“ hin. Weerth findet in den Skizzen (1843–1848) ein plastisches Bild für die dynamischen Binnendifferenzierungen der Arbeiterschaft: In der Allegorie vom Baum der englischen Glückseligkeit stellt er den sozialen Stoffwechsel in der kapitalistisch geprägten Moderne nach dem Modell eines botanischen Organismus dar. Den sozialen Fragen begegnet er literarisch in einer modern anmutenden Collagetechnik und schildert vor dem Problemhorizont der durch „Hungerlöhne“ verursachten Armut die Arbeiterschaft emphatisch nicht nur nach materiellen, sondern auch nach kulturellen und ethnischen Distinktionsmerkmalen

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