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Digitalisierung und Medienkonvergenz: Konsequenzen für Individuum und Gesellschaft
Mit diesem Themenschwerpunkt Digitalisierung und Medienkonvergenz - Konsequenzen für Individuum und Gesellschaft wird der Einfluss digitaler Medien und Endgeräte auf Individuum und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Es stehen dabei speziell meinungsorientierte Beiträge im Fokus
Öffnung der Parlamente durch personalisiertes Wahlrecht?: Eine mechanismenorientierte Analyse binnenorganisatorischer Prozesse am Beispiel von Nominierungen, Wahlkampf und politischer Performanz der Bürgerschaftsabgeordneten vor dem Hintergrund der Wahlrechtsreformen in Hamburg 2009 und Bremen 2006
Im Rahmen der vorliegenden Abhandlung wird auf Grundlage einer umfassenden Befragung von Bürgerschaftsabgeordneten und Akteuren aus dem politiknahen zivilgesellschaftlichen Umfeld ergründet, welche Dynamiken die im Zuge der Wahlrechtsreformen Bremens und Hamburgs 2006 bzw. 2009 eingeführten personenorientierten Stimm- und Verwertungselemente im Innern der Parteiorganisationen und deren Bürgerschaftsfraktionen auslösen und wie Letztgenannte auf die Entwicklungen reagieren. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die Erörterung, ob infolge wahlrechtsbedingter Durchtausche über den Zeitraum zweier Legislaturperioden hinweg, verbesserte Möglichkeiten organisationsimmanenter demokratischer Teilhabe zu verzeichnen sind. Breiten Raum nimmt in diesem Zusammenhang auch die Frage ein, welche Abwehrstrategien die Parteieliten fahren, die Einwirkungsmöglichkeiten, welche sich den Einzelkandidaten unter den Bedingungen des geänderten Wahlrechtes im Verlauf der Nominierungsverfahren, des Wahlkampfes, der Fraktionskonstituierungen sowie während des Plenargeschehens bieten, zu minimieren, um darüber die eigene Handlungsmacht weitgehend wieder der Ausgangslage vor den Wahlrechtsänderungen anzunähern. Im Ergebnis, so die zentrale Einsicht dieser Arbeit, halten sich Einfluss- und Kontrolleinbußen der organisationalen Führungen in engen Grenzen. Die Unversehrtheit des Parteienstaates bleibt infolge einer Schaffung subtiler parteiinterner Regeln, die teils rechtsförmiger, teils informeller Natur sind, somit im Kern erhalten. Gleichwohl ist einzuwenden, dass es den inoffiziell aufgestellten Regelungen an einer strikten Durchsetzbarkeit ermangelt, zumal sich Fälle von Obstruktion aufgrund deren prekärer Legitimationsbasis meistenteils nur unzureichend ahnden lassen. Diese Arbeit liefert auf dem Teilgebiet der Wahlrechtsforschung mithin einen relevanten Erkenntnisgewinn im Hinblick auf den wahlrechtsgetriebenen Institutionenwandel und die Persitenz von Machtbeziehungen auf der Mesoebene der Landesparteiverbände
Old Shatterhand: ein deutscher Superheld zwischen ästhetischer Erziehung und National(sozial)ismus
Diese Arbeit widmet sich der Frage, ob Karl May die Figur des Old Shatterhand mit Rückgriff auf Kunsttheorie und ästhetische Erziehung Schillers bewusst als deutschen Helden konstruiert hat, um zur Humanisierung seiner Zeitgenossen beizutragen. Indem er sich der Genres der Reiseerzählung und des Märchens bedient, erreicht er eine große Breitenwirkung; mit der Anlage der Figur als eines sich in einer Heldenreise entwickelnden deutschen Helden aus dem Volk höchstmögliches Identifikationspotenzial und eine entsprechende Vorbildfunktion. Wie sich der Nationalsozialismus Letzteres zu Nutze macht und wo May trotz seiner humanistischen Gesinnung in seinem Werk Anknüpfungsfläche für kolonialistisch-paternalistische Propaganda bietet, wird ebenfalls in den Blick genommen
Geografische Herkunftsangaben und Gewährleistungsmarken
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit geografischen Herkunftsangaben und Gewährleistungsmarken. Zunächst wird ein Überblick über geografische Herkunftsangaben gegeben. Diese lassen sich in unmittelbare und mittelbare sowie einfache und qualifizierte Herkunftsangaben unterteilen. Bei der Betrachtung des Schutzumfangs der geografischen Herkunftsangaben liegt der Fokus der Arbeit auf dem nationalen und europäischen Schutz. Besondere Bedeutung kommt hierbei der europäischen Verordnung VO (EU) Nr. 1151/2012 für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel und ihrem Verhältnis zu den nationalen Vorschriften zu. Im nächsten Abschnitt wird ein Überblick über die Gewährleistungsmarke und ihre wichtigsten Merkmale - Neutralität, Transparenz sowie Prüf- und Überwachungspflichten - gegeben. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch ihre Hauptfunktion: die Garantiefunktion. Im Anschluss wird die Gewährleistungsmarke zu den Individual- und Kollektivmarken abgegrenzt und ihre Vor- und Nachteile erörtert. Es folgt ein Vergleich der geografischen Herkunftsangaben und Gewährleistungsmarken, bei dem trotz einiger Unterschiede funktionale Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Abschließend wird die umstrittene Frage diskutiert, ob die Gewährleistungsmarke Schutz für geografische Herkunftsangaben bieten sollte
Internationalisierung (Zuhause) an der FernUniversität in Hagen: Eine Interviewstudie
Die Studie untersucht, wie die Internationalisierung (Zuhause) im Bereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften langfristig gestaltet werden kann. Dabei werden Herausforderungen und Potenziale beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf Fernstudierende, für die ein längerer Auslandsaufenthalt oft nicht möglich ist. Hierzu werden 16 Mitarbeitende der FernUniversität interviewt, die von ihren individuellen Erfahrungen im Bereich der Internationalisierung berichten. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit einer sowohl physischen als auch virtuellen Internationalisierung und die Auseinandersetzung mit begrifflichen Konzepten sowie alternativen Ansätzen.The study investigates how internationalization (at home) can be sustainably implemented in the field of educational sciences. It explores challenges and potentials, particularly concerning distance learning students for whom extended stays abroad are often not feasible. To this end, 16 employees of the FernUniversität in Hagen are interviewed to share their individual experiences with internationalization. The findings underscore the necessity for both physical and virtual internationalization and emphasize the importance of engaging with conceptual frameworks and alternative approaches
Poetische KI: Schöpfung, Deutung und Bewertung lyrischer Texte durch künstliche Intelligenz
Autoritäre populistische Parteien in Europa auf dem Vormarsch: Gründe, warum diese Bewegung beobachtet werden kann
A multitasking perspective on sequence representations and multimedia learning
This habilitation thesis (17 articles) uses multitasking to understand how the mind works. Utilizing basic lab experiments as well as applied research the articles of this thesis examine the interplay of representations and the processes which operate upon them. The basic lab experiments (Articles 1 to 10) revealed that the human cognitive system employs various sources (e.g., fixed serial order) to predict upcoming stimuli and responses. It automatically integrates two tasks into one, which can be the reason for dual-task costs. The applied learning experiments (Articles 11-17) used the assumption that dual-task interference can occur in the human operating system when two tasks compete for the same mental resources (e.g., deterioration in postural control can be due to high cognitive load). Moreover, methodological approaches developed in basic multitasking research can be adopted to study information processing in applied settings. For instance, the switching costs approach was adopted from task switching to examine graph comprehension. It suggests that the human cognitive system can extract information from graphs based on a hierarchical structure with several invariant common schemas and underlying specific schemas. Taking all of this into account, this thesis exemplifies that multitasking can be used as a window into the mind. It extends our knowledge on cognitive structure, flexibility and plasticity of the mind