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The harmonic Faber operator
Bekanntlich hat jede in der offenen Einheitskreisscheibe D holomorphe Funktion f eine Taylorreihenentwicklung
f(z)=\sum_{\nu=0}^{\infty}\frac{f^{(\nu)}(0)}{\nu!}z^{\nu} (z\in\D),
die in D lokal gleichmäßig konvergiert. G. Faber beschäftigte sich in seiner Dissertation aus dem Jahre 1903 mit folgender Fragestellung: Finde für ein einfach zusammenhängendes Gebiet G eine Folge von Polynomen (Q_n) so, dass jede in G holomorphe Funktion f eine Entwicklung f=\sum_{\nu=0}^{\infty}b_{\nu}Q_{\nu} mit lokal gleichmäßiger Konvergenz in G besitzt. Für ein von einer analytischen Jordankurve berandetes Gebiet G konstruierte Faber eine Folge von Polynomen (F_n) mit dieser Eigenschaft, die anschließend nach ihm als Faber-Polynome bezeichnet wurden und eine wichtige Rolle in der Approximationstheorie spielten, wie es P. K. Suetin in seiner Monographie "Faber Polynomials and Faber Series" ausdrückt. Es sei K ein kompaktes Kontinuum mit mehr als einem Element. Mithilfe der Faber-Polynome ist etwa die Übertragung von Aussagen über die polynomielle Approximation von Funktionen der Diskalgebra auf die polynomielle Approximation von Funktionen, die stetig auf K und holomorph im Inneren von K sind, möglich. Hierbei stellt der Faber-Operator T, der einem Polynom in Monombasis \sum_{\nu=0}^{n}a_{\nu}z^{\nu} das Polynom \sum_{\nu=0}^{n}a_{\nu}F_{\nu} zuordnet, eine wichtiges Werkzeug dar. Ist T stetig bezüglich der Supremumsnormen, so besitzt T eine stetige Fortsetzung zu einem Operator, der von der Diskalgebra in den Raum der Funktionen abbildet, die auf K stetig und im Inneren von K holomorph sind. Wenn f ein Element der Diskalgebra und P ein Polynom ist, dann gilt folgende Ungleichung bezüglich der Supremumsnormen: ||T(f)-T(P)||<= ||T|| ||f-P||. Aufgrund dieser Abschätzung lässt sich erkennen, dass die Aufgabe, F=T(f) durch Polynome zu approximieren, sich auf die polynomielle Approximation von f aus der Diskalgebra reduziert. Dieser Sachverhalt erklärt, warum man an Bedingungen interessiert ist, die die Stetigkeit und Surjektivität von T garantieren. Es sei etwa auf die Arbeit von J. M. Anderson und J. Clunie hingewiesen, die in [2] zeigen konnten, dass T ein topologischer Isomorphismus ist, wenn der Rand von K eine rektifizierbare Jordankurve mit beschränkter Randrotation ist, die keine Außenkuspen besitzt.
In der vorliegenden Arbeit soll das Konzept der Faber-Polynome und
des Faber-Operators dahingehend erweitert werden, dass anstelle von
algebraischen Polynomen und holomorphen Funktionen nun harmonische
Polynome und harmonische Funktionen betrachtet werden. Analog zur Eingangsüberlegung weiß man, dass jede in D harmonische Funktion f sich als in D lokal gleichmäßig konvergente Reihe \sum_{\nu=-\infty}^{\infty}a_{\nu}p_{\nu} schreiben lässt, wobei p_{\nu (z)=z^{\nu} für \nu\in\N_{0} und p_{-\nu}(z)=\overline{z}^{\nu} für \nu\in\N sei. Als erstes Resultat der vorliegenden Arbeit wird bewiesen, dass jede Funktion f, die harmonisch in einem Jordangebiet G ist, dessen Rand eine analytische Jordankurve ist, eine eindeutige Darstellung f=\sum_{\nu=-\infty}^{\infty}b_{\nu}F_{\nu} mit F_{-\nu}(z)=\overline{F_{\nu}(z)} für \nu\in\N und lokal gleichmäßiger Konvergenz in G besitzt. Es sei wieder K ein kompaktes Kontinuum mit mehr als einem Element. Mit der gleichen Philosophie wie oben, kann man einen harmonischen Faber-Operator T definieren, der \sum_{\nu=-\infty}^{\infty}a_{\nu}p_{\nu} auf \sum_{\nu=\infty}^{\infty}a_{\nu}F_{\nu} abbildet und sich im Falle der Stetigkeit bezüglich der Supremumsnormen zu einem stetigen Operator fortsetzen lässt, der den Raum der stetigen Funktionen auf \overline{\D}, die in D harmonisch sind, auf den Raum der stetigen Funktionen auf K, die im Inneren von K harmonisch sind, abbildet. Dieser harmonische Faber-Operator, der auf eine Überlegung von J. Müller zurückgeht (vgl. [32]), wird ein wesentlicher Untersuchungsgegenstand in der gesamten Arbeit sein.
Nachdem im ersten Kapitel eine Übersicht über grundlegende Bezeichnungen und Definitionen gegeben worden ist, werden im zweiten Kapitel im ersten Abschnitt beschriebene (harmonische) Faber-Polynome und (harmonischer) Faber-Operator eingeführt und erste Ergebnisse etabliert. In den weiteren Abschnitten des zweiten Kapitels werden Eigenschaften des harmonischen Faber-Operators auf gewissen Funktionenräumen beleuchtet.
Als zentrales Ergebnis im dritten Kapitel wird unter Verwendung des
Konzepts kompakter Operatoren und der Fredholmschen Alternative nachgewiesen, dass der harmonische Faber-Operator für Kompakta, die Abschluss eines Jordangebiets mit Randkurve von Dini-stetiger Krümmung sind, ein topologischer Isomorphismus ist.
Dieses Resultat (angewandt auf den Spezialfall, dass das Kompaktum
K eine analytische Jordankurve als Rand hat) wird im vierten Kapitel
genutzt, um neue Ergebnisse bezüglich der Approximation von Funktionen
aus dem Raum der auf K stetigen und im Inneren von K harmonischen
Funktionen zu gewinnen. Dabei werden Methoden angewandt und auf die
neue Situation übertragen, die L. Frerick und J. Müller in [11] für den klassischen Faber-Operator entwickelt haben.
Im letzten Kapitel werden harmonische Faber-Polynome genutzt, um gewisse Dirichlet-Probleme in der komplexen Ebene approximativ zu lösen.
Hierbei werden zwei unterschiedliche Ansätze vorgestellt. Zunächst
wird ein Ansatz von Suetin aus [50] aufgegriffen, der (unter gewissen
Voraussetzungen an das betrachtete Dirichlet-Problem) eine Reihe liefert, die gleichmäßig gegen die Lösung des gegebenen Dirichlet-Problems konvergiert. Anschließend wird dargestellt, wie semi-infinite Probleme genutzt werden können, um approximative Lösungen von gegebenen Dirichlet Problemen zu erhalten. Beide Ansätze werden zunächst in der Theorie erläutert, bevor für konkrete Probleme numerische Auswertungen und Berechnungen vorgenommen werden. Die erhaltenen Visualisierungen der Lösungen runden die vorliegende Arbeit ab.P. K. Suetin points out in the beginning of his monograph "Faber Polynomials and Faber Series" that Faber polynomials play an important role in modern approximation theory of a complex variable as they are used in representing analytic functions in simply connected domains, and many theorems on approximation of analytic functions are proved with their help [50]. In 1903, the Faber polynomials were firstly discovered by G. Faber. It was Faber's aim to find a generalisation of Taylor series of holomorphic functions in the open unit disc D in the following way. As any holomorphic function in D has a Taylor series representation f(z)=\sum_{\nu=0}^{\infty}a_{\nu}z^{\nu} (z\in\D) converging locally uniformly inside D, for a simply connected domain G, Faber wanted to determine a system of polynomials (Q_n) such that each function f being holomorphic in G can be expanded into a series
f=\sum_{\nu=0}^{\infty}b_{\nu}Q_{\nu} converging locally uniformly inside G. Having this goal in mind, Faber considered simply connected domains bounded by an analytic Jordan curve. He constructed a system of polynomials (F_n) with this property. These polynomials F_n were named after him as Faber polynomials. In the preface of [50], a detailed summary of results concerning Faber polynomials and results obtained by the aid of them is given. An important application of Faber polynomials is e.g. the transfer of known assertions concerning polynomial approximation of functions belonging to the disc algebra to results of the approximation of functions being continuous on a compact continuum K which contains at least two points and has a connected complement and being holomorphic in the interior of K. In this field, the Faber operator denoted by T turns out to be a powerful tool (for an introduction, see e.g. D. Gaier's monograph). It
assigns a polynomial of degree at most n given in the monomial basis \sum_{\nu=0}^{n}a_{\nu}z^{\nu} with a polynomial of degree at most n given in the basis of Faber polynomials \sum_{\nu=0}^{n}a_{\nu}F_{\nu}. If the Faber operator is continuous with respect to the uniform norms, it has a unique continuous extension to an operator mapping the disc algebra onto the space of functions being continuous on the whole compact continuum and holomorphic in its interior. For all f being element of the disc algebra and all polynomials P, via the obvious estimate for the uniform norms ||T(f)-T(P)||<= ||T|| ||f-P||, it can be seen that the original task of approximating F=T(f) by polynomials is reduced to the polynomial approximation of the function f. Therefore, the question arises under which conditions the Faber operator is continuous and surjective. A fundamental result in this regard was established by J. M. Anderson and J. Clunie who showed that if the compact continuum is bounded by a rectifiable Jordan curve with bounded boundary rotation and free from cusps, then the Faber operator with respect to the uniform norms is a topological isomorphism. Now, let f be a harmonic function in D. Similar as above, we find that f has a uniquely determined representation f=\sum_{\nu=-\infty}^{\infty}a_{\nu}p_{\nu}
converging locally uniformly inside D where p_{n}(z)=z^{n} for n\in\N_{0} and p_{-n}(z)=\overline{z}^{n} for n\in\N}. One may ask whether there is an analogue for harmonic functions on simply connected domains G. Indeed, for a domain G bounded by an analytic Jordan curve, the conjecture that each function f being harmonic in G has a uniquely determined representation f=\sum_{\nu= \infty}^{\infty}b_{\nu}F_{\nu} where F_{-n}(z)=\overline{F_{n}(z\)} for n\inN, converging locally uniformly inside G, holds true. Let now K be a compact continuum containing at least two points and having a connected complement. A main component of this thesis will be the examination of the harmonic Faber operator mapping a harmonic polynomial given in the basis of the harmonic monomials \sum_{\nu=-n}^{n}a_{\nu}p_{\nu} to a harmonic polynomial given as \sum_{\nu=-n}^{n}a_{\nu}F_{\nu}.
If this operator, which is based on an idea of J. Müller, is continuous with respect to the uniform norms, it has a unique continuous extension to an operator mapping the functions being continuous on \partial\D onto the continuous functions on K being
harmonic in the interior of K. Harmonic Faber polynomials and the harmonic Faber operator will be the objects accompanying us throughout
our whole discussion. After having given an overview about notations and certain tools we will use in our consideration in the first chapter, we begin our studies with an introduction to the Faber operator and the harmonic Faber operator. We start modestly and consider domains bounded by an analytic Jordan curve. In Section 2, as a first result, we will show that, for such a domain G, the harmonic Faber operator has a unique continuous extension to an operator mapping the space of the harmonic functions in D onto the space
of the harmonic functions in G, and moreover, the harmonic Faber
operator is an isomorphism with respect to the topologies of locally
uniform convergence. In the further sections of this chapter, we illumine the behaviour of the (harmonic) Faber operator on certain function spaces. In the third chapter, we leave the situation of compact continua bounded by an analytic Jordan curve. Instead we consider closures of domains bounded by Jordan curves having a Dini continuous curvature. With the aid of the concept of compact operators and the Fredholm alternative, we are able to show that the harmonic Faber operator is a topological isomorphism. Since, in particular, the main result of the third chapter holds true for closures K of domains bounded by analytic Jordan curves, we can make use of it to obtain new results concerning the approximation of functions being continuous on K and harmonic in the interior of K by harmonic polynomials. To do so, we develop techniques applied by L. Frerick and J. Müller in [11] and adjust them to our setting. So, we can transfer results about the classic Faber operator to the harmonic Faber operator. In the last chapter, we will use the theory of harmonic Faber polynomials
to solve certain Dirichlet problems in the complex plane. We pursue
two different approaches: First, with a similar philosophy as in [50],
we develop a procedure to compute the coefficients of a series \sum_{\nu=-\infty}^{\infty}c_{\nu}F_{\nu} converging uniformly to the solution of a given Dirichlet problem. Later, we will point out how semi-infinite programming with harmonic Faber polynomials as ansatz functions can be used to get an approximate solution of a given Dirichlet problem. We cover both approaches first from a theoretical point of view before we have a focus on the numerical implementation of concrete examples. As application of the numerical computations, we considerably obtain visualisations of the concerned Dirichlet problems rounding out our discussion about the harmonic Faber polynomials and the harmonic Faber operator
Environmental suitability models predict population density, performance and body condition for microendemic salamanders
Species can show strong variation of local abundance across their ranges. Recent analyses suggested that variation in abundance can be related to environmental suitability, as the highest abundances are often observed in populations living in the most suitable areas. However, there is limited information on the mechanisms through which variation in environmental suitability determines abundance. We analysed populations of the microendemic salamander Hydromantes flavus, and tested several hypotheses on potential relationships linking environmental suitability to population parameters. For multiple populations across the whole species range, we assessed suitability using species distribution models, and measured density, activity level, food intake and body condition index. In high-suitability sites, the density of salamanders was up to 30-times higher than in the least suitable ones. Variation in activity levels and population performance can explain such variation of abundance. In high-suitability sites, salamanders were active close to the surface, and showed a low frequency of empty stomachs. Furthermore, when taking into account seasonal variation, body condition was better in the most suitable sites. Our results show that the strong relationship between environmental suitability and population abundance can be mediated by the variation of parameters strongly linked to individual performance and fitness
Potentialanalyse „Demokratische Schulkultur“
Wie erleben Schüler*innen die vorhandenen demokratischen Mitgestaltungsmöglichkeiten im Unterricht? Welche Bereitschaft, den Entwicklungsprozess mitzutragen, gibt es in der Schulgemeinschaft? Welche Widerstände gilt es zu beachten und wo liegen bisher ungenutzte Potentiale und Ideen für die Innovation von Schule und Unterricht
Klimatologie des Naturparks Saar – Hunsrück
Der vorliegende Artikel beschreibt die klimatische Situation des Naturparks Saar-Hunsrück. Neben der Einordnung der Region in die großskalige klimatische Zirkulation werden die wesentlichen Klimaelemente beschrieben. Da sich die Klimaelemente mit zunehmender Höhe verändern, bestimmt im unteren Saartal, im Saar-Nahe-Bergland und Hunsrück mit Osburger Hochwald, Schwarzwälder Hochwald und Idarwald die Höhenlage entscheidend die räumliche Struktur der einzelnen Klimaelemente. Die Niederschlagsverteilung zeigt deutlich den Luveffekt in den westlichen Teilen des Naturparks und die Abnahme der Niederschlagshöhen in nordöstlicher Richtung. Die räumlichen Muster der mittleren und maximalen Lufttemperatur folgen der Topographie, während Minimalwerte der Temperatur ein weniger differenziertes Bild zeigen. In den tiefer gelegenen Regionen des Naturparks treten 4-7 Hitzetage in langjährigen Mittel auf, in den Hochlagen des Hunsrücks werden nur noch 1-3 Tage / Jahr beobachtet. Oberhalb der 600 m-Höhenlinie ergeben sich im Mittel 110-130 Frosttage im Jahr, im südwestlichen Teil des Naturparks geht die Zahl auf 50 Tage / Jahr zurück. Die mittlere Anzahl der Tage mit Schneedecke liegt, bezogen auf das Areal des Naturparks, insgesamt zwischen 10 und 90 Tagen pro Jahr. Ihre Veränderung infolge des regionalen Klimawandels zeigt eine Abnahme zwischen 3-15 Tagen pro Jahr zwischen den Zeiträumen 1961-1990 und 1981-2010. Die aktuelle Sonnenscheindauer beträgt im westlichen Teil des Naturparks im Mittel 1500-1600 Sonnenscheinstunden pro Jahr, im südöstlichen Teil werden bis 1600 Stunden pro Jahr erreicht
Die Vermittlung des Grauens
Im Rahmen meiner zweiteiligen Dissertation „Die Vermittlung des Grauens“ untersuchte ich das Einsatzpotential von Multimedia-Technologien an museal aufbereiteten Originalschauplätzen des Opfergedenkens in Frankreich und Deutschland. Vordergründig stand die Klärung der Frage, ob die heute verfügbaren technischen Hilfsmittel die traditionelle Vermittlungsarbeit sinnvoll ergänzen können. Die Forts Douaumont und Vaux in Verdun und die Alte Synagoge Essen schienen mir aufgrund ihrer stark divergierenden Musealisierungen für eine dahingehende Analyse besonders geeignet. Vor Ort widmete ich mich zum einen dem Prozess der „Vergegenwärtigung der Vergangenheit am nahezu originalbelassenen Erinnerungsort durch Multimediaguides“ und begab mich ebenso auf „Spurensuche in der Alten Synagoge Essen“, da die Neukonzeptionierung der Stätte sämtliche Erinnerungen an das örtliche Geschehen im Nationalsozialismus überzeichnet hat. Diese Umstände wirken sich dementsprechend auch unterschiedlich auf die Authentizität des jeweiligen Ortes aus, worauf das dortige Konzept reagieren und für einen angemessenen Ausgleich sorgen muss. Um die Aussagekraft demgemäß zu fördern, bieten sich heutzutage insbesondere Technologien wie Audio- und Multimediaguides an, deren Potential anhand der genannten Objekte überprüft wurde. Neben diese mittlerweile schon traditionellen Maßnahmen, traten im Laufe der Zeit weitere Präsentationsmöglichkeiten wie die Touchscreen-, Virtual oder Augmented Reality-Technologien, der QR-Code, die Nahbereichskommunikation NFC und die sogenannten Museums-Apps, die ebenso zur Sprache kamen. Dieser Umstand trägt sich nicht zuletzt dadurch, dass bei der musealen Vermittlungsarbeit das Zusammenwirken von formalen Bildungsträgern und informellen Lernorten immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die große Herausforderung hierbei ist die altersgerechte Darbietung der Inhalte
Quadratic Optimization: Copositive Modelling, Algorithms and Aspects of Duality
Quadratische Optimierungsprobleme (QP) haben ein breites Anwendungsgebiet, wie beispielsweise kombinatorische Probleme einschließlich des maximalen Cliquenroblems. Motzkin und Straus [25] zeigten die Äquivalenz zwischen dem maximalen Cliquenproblem und dem standard quadratischen Problem. Auch mathematische Statistik ist ein weiteres Anwendungsgebiet von (QP), sowie eine Vielzahl von ökonomischen Modellen basieren auf (QP), z.B. das quadratische Rucksackproblem. In [5] Bomze et al. haben das standard quadratische Optimierungsproblem (StQP) in ein Copositive-Problem umformuliert. Im Folgenden wurden Algorithmen zur Lösung dieses copositiviten Problems von Bomze und de Klerk in [6] und Dür und Bundfuss in [9] entwickelt. Während die Implementierung dieser Algorithmen einige vielversprechende numerische Ergebnisse hervorbrachten, konnten die Autoren nur die copositive Neuformulierung des (StQP)s lösen. In [11] präsentierte Burer eine vollständig positive Umformulierung für allgemeine (QP)s, sogar mit binären Nebenbedingungen. Leider konnte er keine Methode zur Lösung für ein solches vollständig positives Problem präsentieren, noch wurde eine copositive Formulierung vorgeschlagen, auf die man die oben erwähnten Algorithmen modifizieren und anwenden könnte, um diese zu lösen. Diese Arbeit wird einen neuen endlichen Algorithmus zur Lösung eines standard quadratischen Optimierungsproblems aufstellen. Desweiteren werden in dieser Thesis copositve Darstellungen für ungleichungsbeschränkte sowie gleichungsbeschränkte quadratische Optimierungsprobleme vorgestellt. Für den ersten Ansatz wurde eine vollständig positive Umformulierung des (QP) entwickelt. Die copositive Umformulierung konnte durch Betrachtung des dualen Problems des vollständig positiven Problems erhalten werden. Ein direkterer Ansatz wurde gemacht, indem das Lagrange-Duale eines äquivalenten quadratischen Optimierungsproblems betrachtet wurde, das durch eine semidefinite quadratische Nebenbedingung beschränkt wurde. In diesem Zusammenhang werden Bedingungen für starke Dualität vorgeschlagen.Quadratic optimization problems (QP) have a wide area of application such as combinatorial problems including the max clique problem. Motzkin and Straus [25] showed the equivalence between the max clique problem and the standard quadratic problem. Also mathematical statistics is another field of application of (QP): Many economic models are based on (QP), e.g. the quadratic knapsack problem. In [5] Bomze et al. reformulated the standard quadratic problem (StQP) into a copositive problem. Subsequently, algorithms to solve this copositive problem were established by Bomze and de Klerk in [6] and Dür and Bundfuss in [9]. While the implementation of those algorithms showed some promising numerical results, they were only able to solve the copositive reformulation of (StQP). In [11] Burer presented a completely positive reformulation for quadratic optimization problems (QP) even with binary constraints. Unfortunately he did not present a method to solve such a completely positive problem nor did he gave a copositive reformulation, for which one could have modify the algorithms mentioned above to solve these problems. This thesis will establish a new finite algorithm to solve a standard quadratic optimization problem. Furthermore in this thesis copositve representations for quadratic optimization problems restricted by inequalities as well as quadratic optimization problems restricted by equalities will be presented. For the first approach a completely positive reformulation of the (QP) was developed. The copositive reformulation could be obtained by considering the dual problem of the completely positive problem. A more direct approach was made by considering the Lagrangian dual of an equivalent quadratic optimization problem restricted by a semidefinit quadratic constraint. In this context conditions for strong duality are proposed
Konzepte von Geschlecht im Porno-Rap. Eine korpus- und genderlinguistische Frame-Analyse
Die Dissertation ‚Konzepte von Geschlecht im Porno-Rap. Eine korpus- und genderlinguistische Frame-Analyse‘ befasst sich mit sprachlichen Realisierungen, die Konzepte von Geschlecht (‚Mann‘ und ‚Frau‘) in deutschsprachigen Rapmusik-Texten des sog. ‚Porno-Rap‘ – im Zuge des sog. ‚Gangsta-Rap‘ – herstellen. Grundlegend dabei ist, dass die sprachlichen Realisierungen von Konzepten, die einer linguistischen Analyse zugänglich sind, untrennbar mit kognitiven Konzepten verbunden sind. Aus der Zentralität bestimmter Ausdrücke sowie der ihnen zugeordneten Werte sind analytische Zugänge möglich, die einen Zusammenhang – im Sinne eines Potentials – von sprachlichen und kognitiven Konzepten herstellen. Sprache bildet demnach einerseits Konzepte ab, gestaltet sie jedoch auch grundlegend mit, was auch die Möglichkeit begründet, sie linguistisch zu untersuchen.
Mit Frames können Wissensordnungen identifiziert, analysiert und deren Funktion in Verstehensprozessen sowie interpretativen Vorgängen bestimmt werden. Linguistische Ansätze beziehen sich dabei auf kognitionswissenschaftliche Erkenntnisse. Die Erfassung und Beschreibung der Frames und ihrer Wissenselemente von ‚Frau‘ und ‚Mann‘ bieten hierfür zahlreiche detaillierte und differenzierende Vergleichsmöglichkeiten der Geschlechtskonzeptionen. Auf Grundlage der vorhandenen Sprachbasis ist die Frage wesentlich, welcher Art und Strukturiertheit die im Diskurs enthaltenen Werte als Bestandteil der Konzepte für ‚Frau‘ und ‚Mann‘ als sprachliche Realisierung sind, um die Gestalt der Konzepte zu identifizieren, zu deskribieren und damit Aussagen über deren kognitives Potential treffen zu können. Die Konzepte von Geschlecht im untersuchten Rap-Diskurs sind durch die qualitativ-hermeneutische und quantitativ-korpuslinguistische Frame-Analyse offengelegt.
Vor diesem Hintergrund werden 236 Texte weiblicher Porno-Rapperinnen und männlicher Porno-Rapper analysiert und damit der Fokus durch die jeweilige Bestimmung eines Selbst- und Fremdbildes bzgl. ‚Mann‘ und ‚Frau‘, als Konzepte für Geschlecht im Diskurs auf den Untersuchungsgegenstand gerichtet. Die Untersuchung der Konzepte von ‚Frau‘ und ‚Mann‘ offenbart drei wesentliche Erkenntnisse: Es besteht erstens eine Struktur der Binarität, die zweitens als ungleichwertige identifiziert ist und drittens konstituierende Wechselbezüge zwischen ‚Mann‘ und ‚Frau‘ belegt. Sprachliche Gewalt und deren Prozesse, die immanenter Teil des ‚Porno-Rap'-Diskurses und in rekurrenter Form nachgewiesen sind (bspw. die Wissenselemente Verletzungsmacht / Verletzungsoffenheit sowie Triebdominanz / Triebgewalt), können potentiell als Gewalt über diesen Kontext hinaus wirken und sich zugleich in das Soziale eines Individuums und/oder eines Kollektivs einschreiben.
Ein Bewusstsein über die in dem Diskurs vermittelten Werte (Instanzen im frame-semantischen Sinn) ermöglicht, bestimmten Einstellungen, Denkprozessen und Handlungen kritisch reflexiv zu begegnen – insbesondere im Hinblick auf Konstatierungen linguistischer Sprachkritik, gemäß derer eine Sprachwahl konstitutiv (eine) ‚Wirklichkeit‘ schafft und nicht belanglos ist
Analysis of the performance of a ship-borne scanning wind lidar in the Arctic and Antarctic
In the present study a non-motion-stabilized scanning Doppler lidar was operated on board of RV Polarstern in the Arctic (June 2014) and Antarctic (December 2015– January 2016). This is the first time that such a system measured on an icebreaker in the Antarctic. A method for a motion correction of the data in the post-processing is presented.
The wind calculation is based on vertical azimuth display (VAD) scans with eight directions that pass a quality control. Additionally a method for an empirical signal-tonoise ratio (SNR) threshold is presented, which can be calculated for individual measurement set-ups. Lidar wind profiles are compared to total of about 120 radiosonde profiles and also to wind measurements of the ship.
The performance of the lidar measurements in comparison with radio soundings generally shows small root mean square deviation (bias) for wind speed of around 1ms-1(0.1ms-1) and for wind direction of around 10 (1). The post-processing of the non-motion-stabilized data shows comparably high quality to studies with motion-stabilized systems.
Two case studies show that a flexible change in SNR threshold can be beneficial for special situations. Further the studies reveal that short-lived low-level jets in the atmospheric boundary layer can be captured by lidar measurements with a high temporal resolution in contrast to routine radio soundings. The present study shows that a non-motionstabilized Doppler lidar can be operated successfully on an
icebreaker. It presents a processing chain including quality control tests and error quantification, which is useful for further measurement campaigns
Basal levels of salivary alpha-Amylase are associated with preference for foods high in sugar and anthropometric markers of cardiovascular risk
Salivary alpha-amylase (sAA) influences the perception of taste and texture, features both relevant in acquiring food liking and, with time, food preference. However, no studies have yet investigated the relationship between basal activity levels of sAA and food preference. We collected saliva from 57 volunteers (63% women) who we assessed in terms of their preference for different food items. These items were grouped into four categories according to their nutritional properties: high in starch, high in sugar, high glycaemic index, and high glycaemic load. Anthropometric markers of cardiovascular risk were also calculated. Our findings suggest that sAA influences food
preference and body composition in women. Regression analysis showed that basal sAA activity is inversely associated with subjective but not self-reported behavioural preference for foods high in sugar. Additionally, sAA and subjective preference are associated with anthropometric markers of cardiovascular risk. We believe that this pilot study points to this enzyme as an interesting candidate to consider among the physiological factors that modulate eating behaviour
The role of reported prenatal and postnatal stress as well as current stress for fatigue and depression in adulthood
Pränatal, postnatal und aktuell auftretende chronische Stressbelastung sind bedeutsame Risikofaktoren für mentale und körperliche Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter. Ziel dieser Dissertationsschrift ist es, den Einfluss von Stress im Lebenslauf (pränatale, postnatale, aktuelle Stressbelastung) auf verschiedene Erschöpfungsvariablen und Depressivität zu analysieren und mögliche Mediatoreffekte von aktuell auftretendem Stress auf Assoziationen zwischen pränatalem bzw. postnatalem Stress und Erschöpfung bzw. Depressivität zu bestimmen. Zur Prüfung dieser Fragestellung wurden Daten von chronisch gestressten Lehrpersonen (N = 186; 67,70% weiblich) ohne Diagnose für eine psychische Erkrankung sowie von Hausarzt- (N = 473; 59% weiblich) und Klinikpatienten (N = 284; 63,7% weiblich) mit mindestens einer stressbezogenen mentalen Gesundheitsstörung erhoben. Prä-postnataler Stress, subjektive Erschöpfung und Depressivität wurden in allen Stichproben erfasst, aktuelle Stressbelastung und Poststresssymptome in den Patientenstichproben. Zusätzlich wurden konzeptuelle Endophänotypen als psychobiologisches Erschöpfungsmaß in beiden Patientenstichproben sowie Übernachtaktivität des parasympathischen Nervensystems als Maß vagaler Erholung in der Hausarztstichprobe operationalisiert. Bei den Lehrpersonen wurde anhand univariater Varianzanalysen analysiert, ob Lehrkräfte mit frühkindlicher Belastung unterschiedliche Erschöpfungs- bzw. Depressionswerte aufwiesen im Vergleich zu Lehrkräften ohne frühkindliche Belastung. In den Patientenstichproben wurden multiple und binärlogistische Regressionsmodelle verwendet, um Assoziationen zwischen pränatalem, postnatalem sowie aktuellem Stress mit Erschöpfung, Depressivität, den konzeptuellen Endophänotypen der Neuropattern-Diagnostik sowie Übernachtaktivität des parasympathischen Nervensystems (nur bei Hausarztpatienten) zu prüfen. Mögliche Mediatoreffekte aktueller Stressbelastung auf Assoziationen zwischen pränatalem und postnatalem Stress mit Erschöpfung, Depressivität, der konzeptuellen Endophänotypen bzw. der Übernachtaktivität des parasympathischen Nervensystems (nur bei Hausarztpatienten) wurden bestimmt. Ad hoc wurde mittels zusätzlich ein möglicher Moderatoreffekt von pränatalem Stress auf die Assoziation zwischen aktuellem Stress und der Übernachtherzrate getestet. Pränataler Stress war bei sonst gesunden Lehrkräften mit einer stärker ausgeprägten Gratifikationskrise und höherer emotionaler Erschöpfung assoziiert. Postnataler Stress ging mit höheren Werten für Depressivität, Anstrengungs-Belohnungs-Ungleichgewicht, der MBI Gesamtskala, emotionaler Erschöpfung und vitaler Erschöpfung einher. Sowohl bei Hausarzt- als auch bei Klinikpatienten waren aktuelle psychosoziale Belastung und aktuelle Beeinträchtigung durch Lebensereignisse mit Depressivität, Erschöpfung und Poststress assoziiert. Bei Hausarztpatienten sagte aktuelle Stressbelastung eine erhöhte Odds Ratio der Noradrenalin-Hypoaktivität sowie Serotonin-Hyperreaktivität vorher; bei Klinikpatienten für Noradrenalin-Hypoaktivität. Des Weiteren zeigten Hausarztpatienten mit starker psychosozialer Belastung erhöhte parasympathische Aktivität über Nacht. Bei Hausarztpatienten ist hoher pränataler Stress assoziiert mit wahrgenommener psychosozialer Belastung, aktuellen Lebensereignissen und Poststresssymptomen. Pränataler Stress ging mit einer verringerten vagalen Aktivität einher. Weiter ist postnataler Stress assoziiert mit Depressivität, wahrgenommener psychosozialer Belastung, aktuellen Lebensereignissen, Erschöpfung und Poststresssymptomen sowie einem erhöhten Odds Ratio für die Noradrenalin-Hypoaktivität sowie mit CRH-Hyperaktivität. Die Assoziationen zwischen pränatalem bzw. postnatalem Stress und Poststress, Erschöpfung, Depressivität und Noradrenalin-Hypoaktivität wurden signifikant durch aktuelle Stressbelastung mediiert. Die Assoziation zwischen aktuellem Stress und parasympathischer Aktivität über Nacht wurde durch pränatalen Stress moderiert: Bei geringer bis mittlerer nicht aber bei hoher pränataler Belastung ging eine hohe psychosoziale Belastung mit erhöhter Übernachtaktivität des parasympathischen Nervensystems einher. Bei Klinikpatienten zeigten sich keine signifikanten Zusammenhänge zwischen pränatalem bzw. postnatalem Stress und Erschöpfung bzw. Depressivität. Pränataler Stress kann trophotrope Funktionen beeinträchtigen und damit die Vulnerabilität für Erschöpfung und Depressivität erhöhen. Fortgesetzte postnatale und aktuelle Stressbelastung erhöhen den kumulativen Stress im Lebenslauf einer Person und tragen zu psychobiologischen Dysfunktionen sowie Erschöpfung und Depressivität bei.Prenatal, postnatal und current stress are substantial risk factors for mental and physical impairments in adulthood. Aim of this dissertation was to estimate potential associations between reports of stress at different times in life (pre-, postnatal and current stress) and exhaustion as well as depression severity. Another goal was to determine potential mediating effects of current stress on associations between pre- or postnatal stress and exhaustion as well as depression severity. Data of chronically stressed teachers (N = 186, 67.7% female) without any diagnosis of a mental disorder, outpatients (N = 473, 59% female) and inpatients (N = 284, 63.7% female) with at least one diagnosis of a stress-related mental disorder were collected. Pre-postnatal stress, perceived exhaustion and depression severity were analyzed in all three of these populations, current stress and post-stress symptoms in the patient samples. Additionally, biological and psycho-biological exhaustion were operationalized by measures of nocturnal vagal activity in outpatients and conceptual endophenotypes in in- and outpatients. Univariate analyses of variance were used to detect differences in exhaustion and depression severity in teachers reporting at least one early adversity as compared to teacher reporting no early adversity. In the patient samples, associations between pre-, postnatal as well as current stress and exhaustion, depression severity, overnight vagal activity (only in outpatients) and conceptual endophenotypes (neuropattern) were estimated using multiple and binary logistic regression models. Potential mediating effects of current stress on association between early adversity and current health variables were determined using the PROCESS macro. Ad hoc, a possible moderating effect of prenatal stress on the association between current stress and nocturnal heart rate was tested. In teachers, prenatal stress was associated with higher effort-reward imbalance and emotional exhaustion. High levels of postnatal stress were linked to higher effort-reward imbalance, emotional exhaustion, vital exhaustion and depression severity. In in- and outpatients, high levels of current stress predicted higher perceived exhaustion, post-stress symptoms and depression severity. Current stress was related to higher odds ratios for norepinephrine hypoactivity in in- and outpatients and serotonin hyperreactivity in outpatients. Outpatients with severe current stress showed higher overnight vagal activity. In outpatients, high levels of prenatal stress predicted current perceived stress and post-stress symptoms and low nocturnal vagal activity. Furthermore, postnatal stress was associated with current perceived stress, exhaustion, post-stress symptoms and depression severity as well as higher odds ratios of norepinephrein hypoactivity and CRH hyperactivity. These associations between early adversity and perceived exhaustion, post-stress symptoms, depression severity and norepinephrine hypoactivity were mediated by current stress. The association between current stress and vagal activity was moderated by prenatal stress. Prenatal stress may impair trophotrope functions which in turn may increase the vulnerability for exhaustion and depression severity. Continuing postnatal and current stress increases the cumulative stress load and may contribute to psycho-biological dysfunctions as well as exhaustion and depression severity