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Einfluss der Leberzirrhose auf das perioperative Outcome großer viszeralchirurgischer Operationen am Beispiel der Ösophagektomie
Carotid artery sonography – To what extent is physical activity associated with the number and mean gray value of plaques?
Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen der westlichen Welt. Es ist bekannt, dass 20-30% der Schlaganfälle durch Stenosen in den extrakraniellen Gefäßen ausgelöst werden. Diese wiederum sind durch atherosklerotische Plaques bedingt. Plaques können unterschiedliche morphologische Eigenschaften aufzeigen und so als vulnerabel oder stabil klassifiziert werden. Eine nichtinvasive Möglichkeit zur Beurteilung der Plaques ist der GSM-Wert. Hierbei wird durch eine Software das sonographische Bild eines Plaques analysiert und ein mittlerer Grauwert gebildet. Plaques mit einem niedrigen GSM-Wert haben histopathologische Eigenschaften, welche die Qualität und Quantität von Schlaganfällen negativ beeinflussen können.
In dieser Arbeit wurde untersucht, ob eine Assoziation vom selbst berichteten Bewegungsverhalten von Proband:innen mit dem GSM-Wert sowie der Anzahl von Plaques vorhanden ist. Dazu wurde eine retrospektive Querschnittsanalyse von 2.163 Ultraschallbildern zur ersten Teilkohorte der HCHS durchgeführt. Zur Auswertung der Ultraschallbilder wurde ein Algorithmus verwendet, der aus den Ultraschallbildern die Echogenität der Plaques bestimmt. Basierend darauf wurde der Datensatz in eine Gesamtkohorte von Proband:innen mit Plaques, eine Niedrigrisikogruppe und eine Hochrisikogruppe eingeteilt. Die Entwicklung von entsprechend adjustierten Mehrfaktorenanalysen erfolgte auf Grundlage der Gruppenunterschiede. Im weiteren Verlauf wurden lineare Regressionen untersucht, um den Zusammenhang zwischen der Echogenität als Outcome und der körperlichen Aktivität als unabhängige Variable zu untersuchen.
Nach Auswertung der Daten zeigten sich lediglich in wenigen Subgruppen für einzelne Sportmodalitäten signifikante Assoziationen, sodass die Arbeitshypothesen nicht ausreichend bestätigt werden konnten. Dies lässt sich auf die selbst berichteten Daten der Proband:innen sowie das Studiendesign zurückführen. Zusätzlich ist Teil gegenwärtiger Forschung, ob der GSM-Wert im Laufe des Voranschreitens der Erkrankung höhere Werte annehmen könnte. Es sollte in weiteren Studien erörtert werden, ob ein Effekt vom Sportverhalten oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren auf den GSM-Wert von Plaques vorhanden ist und wie sich der GSM-Wert durch den Fortschritt der Grunderkrankung verändert. Als diagnostisches Tool kann der GSM-Wert bestehende Diagnosekriterien ergänzen und somit die schwierige Entscheidung hinsichtlich einer operativen Therapie bei asymptomatischen Patient:innen vereinfachen
Die analgetische Wirkung der TENS zusätzlich zur medikamentösen Therapie nach Sectio caesarea
Der Kaiserschnitt ist weltweit einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe und geht mit vergleichsweise starken postoperativen Schmerzen einher. Da Medikamente über die Muttermilch an das Neugeborene übertragen werden können, ist die postoperative Analgesie nach Sectio häufig eine Herausforderung. TENS ist ein nicht-medikamentöses, nicht-invasives Verfahren, das verspricht, postoperative Schmerzen zu lindern. Die Evidenzlage zur tatsächlichen Effektivität der TENS ist eingeschränkt.
In dieser randomisierten kontrollierten, doppelverblindeten klinischen Studie wurden N= 74 Frauen untersucht, die sich am Universitätsklinikum Eppendorf einem geplanten Kaiserschnitt unterzogen. Patientinnen wurden in eine von drei Behandlungsgruppen eingeteilt in der sie entweder zusätzlich zur medikamentösen Therapie TENS (80-100 Hz), Placebo-TENS oder TAU (Therapy as usual) erhielten. Primärer Endpunkt der Studie war die Reduktion der postoperativen Schmerzintensität, gemessen an zweistündlich erhobenen NRS (0-10) Werten. Die statistische Auswertung erfolgte mit einer Mixed ANOVA. Sekundärer Endpunkt war die Reduktion der täglich konsumierten Nicht-Opioid- und Opioidanalgetika. Zusätzlich wurden die Behandlungserwartungen, Schmerzkatastrophisierung und die Stimmung der Patientinnen miteinander verglichen.
Patientinnen, die ein TENS-Gerät erhielten, hatten nicht signifikant weniger Schmerzen und nahmen nicht weniger Medikamente ein als Patientinnen, die mit einem Placebo-TENS-Gerät oder nur medikamentös behandelt wurden. Obwohl die TENS-Patientinnen keine geringeren Schmerzintensitäten angaben als die TAU-Gruppe, erwarteten sie ohne TENS-Gerät signifikant höhere Schmerzen. Die Patientinnen unterschieden sich zwischen den Behandlungsgruppen nicht in ihrer Schmerzkatastrophisierung oder Stimmung. Die Studie ist durch ihre geringe Fallzahl unterpowert.
Es konnte kein Vorteil durch die Behandlung mit TENS festgestellt werden. Da sich die Medikamenteneinnahmen nicht signifikant voneinander unterschieden, ist nicht von einer Reduktion der Medikamentennebenwirkungen auszugehen. Gleichzeitig scheinen Patientinnen, die ein Gerät erhielten, diesem einen Anteil an der Schmerzlinderung zuzusprechen. Die Fortführung der Studie ist notwendig, um die Frage der Effektivität von TENS abschließend zu beleuchten
Vergleich der endoskopischen Therapieverfahren bei atrialer und ventrikulärer, sekundärer Mitralklappeninsuffizienz am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg im Zeitraum 2012 bis 2022
Einleitung: Ein relevanter Anteil von Patient*innen mit Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion sowie ischämischer oder dilatativer Kardiomyopathie entwickelt eine sekundäre Mitralklappeninsuffizienz (SMI). Anhand des dominierenden Pathomechanismus wird sie in eine atriale (aSMI) und eine ventrikulären Form (vSMI) subklassifiziert. Beide Formen sind unabhängige Mortalitätsprädiktoren. Evidenz und medizinischer Konsensus bezüglich der chirurgischen Therapieoptionen sind weniger eindeutig als bei der primären Mitralklappeninsuffizienz. Ziel dieser Dissertationsarbeit ist daher ein Vergleich der endoskopischen, chirurgischen Therapieverfahren im Hinblick auf deren Sicherheit, Effektivität und Haltbarkeit. Material und Methoden: In diese monozentrische, retrospektive Registerstudie wurden 125 Patient*innen mit SMI (davon 62 mit aSMI und 63 mit vSMI) eingeschlossen, bei denen am UHZ Hamburg, im Zeitraum von Januar 2012 bis Dezember 2022, eine endoskopische Mitralklappenrekonstruktion mittels Ringanuloplastie durchgeführt wurde. Bei 33 Patient*innen mit vSMI wurde zudem ein ergänzendes subvalvuläres Verfahren, die sog. standardisierte Papillarmuskelrepositionierung (PMR), angewendet. Der mediane Nachbeobachtungszeitraum betrug 2 Jahre.
Ergebnisse: Das mediane Alter der Kohorte lag bei 66 Jahren mit einem EuroScore II von 2% und einem STS PROM Score von 1,1%. Intraoperativ gab es keine schwerwiegenden Komplikationen. Die Rate postoperativer Komplikationen betrug 11,2% mit einer Krankenhausmortalität von 0%. Bei einem vergleichbaren präoperativen und postoperativen Schweregrad war die Rekurrenzrate einer relevanten SMI nach 2 Jahren (aSMI: 20,5% vs. vSMI: 29,6%; p < 0,001) sowie die Gesamtmortalität (aSMI: 5,5% vs. vSMI: 18,4%; p = 0,028) in der vSMI-Gruppe signifikant erhöht. Eine erhöhte Rekurrenzrate ergab sich auch beim Vergleich der aSMI-Gruppe (20,5%) mit der vSMI-A-Subgruppe, welche eine isolierte Ringanuloplastie erhielt (37,5%; p = 0,003). Beim Vergleich der vSMI-Subgruppen mit und ohne PMR konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich Rekurrenz und Mortalität festgestellt werden. Jedoch zeigte präoperativ ein größerer Anteil von Patient*innen der vSMI-PMR-Subgruppe eine zusätzliche Restriktion des vorderen Mitralklappensegels (vSMI-A: 6,7%, vs. vSMI-PMR: 27,3%; p = 0,031) sowie eine niedrigere linksventrikuläre Ejektionsfraktion (vSMI-A: 44% vs. vSMI-PMR: 35%; p < 0,003).
Diskussion: Die endoskopischen, chirurgischen Therapieverfahren können bei Patienten*innen mit SMI sicher angewendet werden. Dabei unterscheiden sich die Patienten*innen mit aSMI und vSMI deutlich hinsichtlich Demographie, Vorerkrankungen und Prognose. Zudem ist die Mitralklappenrekonstruktion mittels isolierter Ringanuloplastie bei der aSMI haltbarer. In der untersuchten Kohorte wurde die PMR bevorzugt bei Patient*innen mit fortgeschrittenerer Linksherzdilatation und Restriktion der Mitralklappensegel durchgeführt. Nichtsdestotrotz konnte ein vergleichbares postoperatives Akut- und Langzeitergebnis erzielt werden und die PMR hatte keinen negativen Einfluss auf die Operationszeiten, Komplikationsraten und Verweildauern. Die individuelle Therapieplanung im Heart Team bleibt unabdingbar
Elektrophysiologische Effekte einer kombinierten subthalamischen und nigralen Tiefen Hirnstimulation bei Gangblockaden in der Parkinson-Krankheit
Freezing of Gait (FoG) ist ein stark beeinträchtigendes motorisches Symptom der Parkinson-Krankheit, das durch eine episodische Unfähigkeit gekennzeichnet ist, effektive Schrittbewegungen auszuführen. Es wird angenommen, dass Gangblockaden durch einen plötzlichen Zusammenbruch des supraspinalen Gangnetzwerks ausgelöst werden. Die Tiefe Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus (STN-THS) zeigt keine ausreichende klinische Wirkung auf FoG. Jüngste Studien legen nahe, dass eine zusätzliche Stimulation der Substantia nigra (STN+SN-THS) positive Effekte auf den FoG-Schweregrad von Parkinson-Patienten haben kann. Die Wirkungsweise von STN+SN DBS ist noch nicht geklärt. Ziel dieser Studie war es, die Effekte der STN+SN-THS auf die Gangleistung und die Aktivität des kortikalen Gangnetzwerks zu untersuchen.
Wir untersuchten zwölf Parkinson-Patienten mit implantierten THS-Elektroden im STN/SN-Gebiet. Die Patienten führten stationäre Gangbewegungen ( „Stepping in Place“, SIP) unter ausgeschaltetem THS (STIM-OFF), STN-THS und STN+SN-THS durch. Mittels Beschleunigungssensoren und hochauflösender EEG wurden temporale Gangparameter berechnet und die kortikale Aktivität während Ruhe, effektivem SIP und FoG aufgezeichnet. Die Er-gebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe altersgleicher gesunder Probandinnen und Probanden verglichen.
Die Studie zeigte, dass die STN+SN-THS die Gangasymmetrie signifikant verbessern konnte ohne die Anzahl der Freezing-Episoden selbst zu beeinflussen. Auf neurophysiologischer Ebene konnten spezifische Unterschiede in der kortikalen Aktivität zwischen der subthalamischen und zusätzlicher nigralen Stimulation beobachtet werden. Während der STN-THS war das effektive SIP mit einer Desynchronisation der niedrig- und hochfrequenten Beta-Aktivität über der Zentralregion assoziiert während FOG-Episoden durch einen Anstieg der zentralen Alpha- und niedrigen Beta-Aktivität gekennzeichnet waren. Im Gegensatz dazu waren unter STN+SN-THS die Episoden von effektivem SIP mit einem Anstieg der niedrigfrequenten Beta-Aktivität über bifrontalen Arealen und FoG-Episoden durch einen Anstieg der frontalen hochfrequenten Beta-Aktivität gekennzeichnet.
Diese Studie zeigt, dass die STN+SN-THS die temporale Gangkoordination verbessern und die Aktivität frontaler kortikaler Areale innerhalb des supraspinalen Gangnetzwerks modulieren kann und damit ein vielversprechendes therapeutisches Mittel zur Beeinflussung des dysfunktionalen Gangnetzwerks bei Parkinson-Patienten mit FoG darstellen könnte.Freezing of Gait (FoG) is a debilitating motor symptom of Parkinson’s disease (PD) which is characterized by an episodic inability to perform effective stepping movements. Subtha-lamic deep brain stimulation (STN DBS) often shows insufficient clinical effects on FoG. The pathogenesis behind FoG is not yet fully understood. Previous research suggests that FoG reflects a sudden breakdown of the supraspinal gait network and that additional stim-ulation of the substantia nigra (STN+SN DBS) may improve freezing severity in PD patients. The mechanisms of the effects of STN+SN DBS remain unknown. The aim of this study was to analyze the effects of STN+SN DBS on gait performance and cortical gait network activity.
We tested twelve patients with idiopathic PD and DBS electrodes implanted in the STN/SN border area. Patients performed stepping in place (SIP) movements under switched-off DBS (STIM-OFF), STN DBS, and STN+SN DBS. Synchronous recordings of high-density EEG and kinematic sensors were used to identify episodes of effective stepping and FoG. We analyzed temporal gait parameters and cortical brain activity. Patients performed the paradigm under their standard dopaminergic medication. Results were compared to a control group of age-matched healthy subjects.
The study showed that additional nigral stimulation but not STN DBS alone improved step-time asymmetry during SIP without effecting the number of FoG episodes. Both STN DBS and STN+SN DBS normalized pathological alpha and beta oscillatory activity during rest and effective SIP. Of interest, specific differences in spatial and spectral cortical activity were observed between STN DBS and STN+SN DBS. During STN DBS, effective SIP was associated with a desynchronization of low- and high-beta activity over central areas, whereas FoG episodes during STN DBS were characterized by an increase in central alpha and low-beta activity. In contrast, effective SIP during STN+SN DBS was associated with an increase in low-beta activity over bifrontal cortical areas and FoG episodes occurring during STN+SN DBS were associated with an increase in frontal high-beta activity.
This study demonstrates that STN+SN DBS may improve freezing-related temporal gait parameters and modulate the supraspinal gait network on cortical level by effecting oscillatory activity of frontal cortical areas during locomotion and freezing. Therefore, STN+SN DBS seems to represent a promising therapeutic tool to influence the dysfunctional gait network in PD patients suffering from FoG
Was sind die Einflussfaktoren für chronische Schmerzen nach Leistenhernienversorgung in TAPP-Technik: Eine Analyse von 20 004 Patienten aus dem Herniamed Register
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von 20 004 männlichen Patienten aus dem Herniamed Datenregister potentielle Einflussfaktoren chronischer Ruhe-, Belastungs- und behandlungsbedürftiger Schmerzen nach primärer, einseitiger Leistenhernienversorgung in TAPP-Technik.
Die vorangegangene Literaturrecherche zu diesem Thema ergab eine relative Dissoziation aus dem Fehlen qualitativ hochwertiger Daten trotz quantitativ ausreichender Studienlage, sodass dieses Problem in der hier vorliegenden multizentrischen Registerstudie durch starke Selektion des Patientenkollektivs möglichst effektiv reduziert werden sollte.
Zur Untersuchung der vielversprechenden Primärhypothese, dass die Fixationstechnik des Netzimplantates einen Einfluss auf die Häufigkeit chronischer Schmerzen habe, erfolgte zunächst die univariate Datenanalyse nach Fixationstechnik (Naht-, Tacker- oder Non-Fixation). Die Gruppierung der Patienten in die drei Fixationsgruppen zeigte jedoch schon primär eine zu starke Heterogenität zwischen den Gruppen, sodass die Primärhypothese anhand der univariaten Analyse nicht sinnvoll analysiert werden konnte. Um potentielle Einflussfaktoren losgelöst von der ursprünglichen Eingruppierung nach Fixationstechnik vorzunehmen, sahen wir die Notwendigkeit einer multivariablen Analyse.
Diese bestätigte die aus der Literatur bekannten Risiken des jungen Patientenalters (<40 Jahre) und des Vorhandenseins präoperativer Schmerzzustände für das Auftreten chronischer postoperativer Leistenschmerzen. Zudem wurde eine Rate chronischer Ruheschmerzen von 4-5%, Belastungsschmerzen von 8-10 % und behandlungsbedürftiger Schmerzen von 2-3 % gefunden, womit sich die Ergebnisse des bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes bestätigten.
Als neue Risikofaktoren zeigten sich ein erhöhter BMI-Wert (≥ 25,0) und das Vorliegen kleiner Herniendefekte (EHS I: < 1,5 cm).
Hinsichtlich der Fixationstechnik zeigten sich nur bei Betrachtung des chronischen Belastungsschmerzes eine signifikante Reduktion durch Nicht-Fixierung und Kleberfixierung im Vergleich zur penetrierenden Tackerfixierung. Die übrigen Analysen zeigten keinerlei signifikante Zusammenhänge zwischen Netzfixierung und chronischem Schmerz.
Zusammenfassend lässt sich in dieser Arbeit feststellen, dass jüngeres Patientenalter, präoperative Schmerzen, kleine Herniendefektgröße und ein höherer BMI-Wert einen hochsignifikanten Einfluss auf chronischen Leistenschmerz ein Jahr nach Leistenhernienversorgung in TAPP-Technik haben.
Durch fundierte Indikationsstellung, insbesondere bei jungen Patienten mit kleiner Leistenhernie sowie durch Beachtung der aktuellen Leitlinien könnte es in Zukunft gelingen, die Rate an chronischen postoperativen Leistenschmerzen weiter zu reduzieren
Towards improving psychological treatment options for patients with acute psychosis
Individuals experiencing acute exacerbations of severe mental illnesses, such as psychosis, are often treated in locked, acute inpatient psychiatric wards. While the treatment environment and therapeutic framework on such wards have evolved from custodial to curative aims, they are still criticized as non-therapeutic. Research in this setting is particularly challenging and remains scarce, leaving patients’ treatment priorities, preferences and willingness to engage in certain treatments largely unexplored. To address these critical gaps in acute psychiatric care, three studies were conducted as part of this dissertation.
Study I examined and compared the treatment priorities and intervention preferences of patients with acute psychosis in locked and open wards, alongside staff preferences. Patients prioritized treating neurocognitive and affective symptoms over positive symptoms, while staff emphasized positive symptoms. Patients also expressed a strong preference for psychosocial interventions. Study II focused on adapting Metacognitive Training (MCT), an evidence-based psychological intervention, to the acute care setting (MCT-Acute). The adaptation process was documented for reproducibility and to guide future research and clinical efforts. A case study showed that severely ill patients could engage with and benefit from MCT-Acute, through increased awareness of their cognitive biases and applying MCT-Acute’s core concepts in their everyday life. Study III assessed the feasibility, acceptability, and safety of MCT-Acute in acute psychiatric settings. Patients evaluated the intervention positively and expressed interest in more similar therapeutic options. Although adverse events were unrelated to the intervention, some patients felt the group format did not fully address their individual needs. The study confirmed MCT-Acute’s feasibility and safety, even for patients with severe symptoms.
While recruitment of patients proved challenging and further research must explore the differential effects of MCT-Acute as compared to other treatments, this research underscores the need to improve the integration of patients’ and staffs’ treatment preferences into a treatment plan that also offers a variety of psychosocial treatment options already during the acute illness phase. Expanding evidence-based psychological interventions in acute care can help bridge the research and treatment gaps, improving the care experience for individuals with severe mental illnesses
Limits of cerebrovascular autoregulation during and after major non-cardiac surgery
Background: Cerebrovascular Autoregulation (CVA) is a vital mechanism that ensures a constant cerebral blood flow (CBF) even when perfusion pressure fluctuates. This process is especially critical during surgical and anesthetic procedures. The perioperative assessment of CVA helps to identify the lower limit of cerebrovascular autoregulation (LLA) and the upper limit of cerebrovascular autoregulation (ULA), which are the blood pressure thresholds beyond which cerebral hypoperfusion or hyperperfusion may occur. CBF tends to decrease when blood pressure falls below the LLA and increase when blood pressure exceeds the ULA.
Aims: The objective of this study was to evaluate and compare the intra- and postoperative LLA and ULA, along with the Time-Weighted Average (TWA) Mean Arterial Blood Pressure (MAP) below the LLA and above the ULA. Additionally, the study sought to identify factors related to these parameters during the perioperative period.
Methods: This was a sub-study within an ongoing single-center, prospective cohort study conducted from August 2021 to September 2023. It included adult patients scheduled for non-cardiac surgery exceeding 120 minutes, under general anesthesia, with invasive blood pressure monitoring, pre-existing anemia, or anticipated blood loss exceeding 500ml. CVA was measured through the correlation between MAP and regional cerebral oxygen saturation (rSO2) as detected by near-infrared spectroscopy (NIRS). Patients were assessed both intraoperatively and postoperatively. The LLA and ULA were determined using an automated curve-fitting algorithm as the MAP at which the cerebral oximetry index (COx) decreased from ≥ 0.3 to < 0.3 or increased from < 0.3 to ≥ 0.3, respectively, as MAP increased. The TWA-MAP below the LLA and above the ULA were calculated as areas between the MAP and the respective limit curves, normalized to the duration of CVA assessment. Multivariable linear regression models were used to analyze factors associated with the perioperative LLA, ULA, TWA-MAP below the LLA and TWA-MAP above the ULA.
Results: The final analysis included 423 patients. The median intraoperative LLA and ULA were 69.40 (63.94, 76.21) and 86.06 (79.42, 93.64) mmHg, respectively. The median postoperative LLA and ULA were 71.09 (62.94, 79.52) and 87.42 (77.07, 97.69) mmHg, respectively. The median intraoperative TWA-MAP below the LLA and above the ULA were 0.43 (0.11, 1.36) and 1.19 (0.43, 2.32) mmHg, respectively. The median postoperative TWA-MAP below the LLA and above the ULA were 0.14 (0.00, 0.74) and 0.293 (0.03, 0.86) mmHg, respectively. The differences in LLA and ULA between intra- and postoperative periods were not statistically significant (p=0.343 for LLA, p=0.322 for ULA). However, the intraoperative TWA-MAP below the LLA and above the ULA were significantly higher than their postoperative counterparts (p < 0.001 for both). Sex, the hemoglobin level before the surgery, and the occurrence of a blood transfusion during surgery were found to have a correlation with the intraoperative LLA; sex, BMI, the ASA physical status classification, and the use of sevoflurane anesthesia were determined to affect the intraoperative ULA; the change in hemoglobin levels from the preoperative period to the postoperative period was linked to the the postoperative LLA; sex and the duration of the surgery showed a relationship with the postoperative ULA; sex, Obstructive Sleep Apnea Syndrome (OSAS) status, blood transfusion during surgery, and preoperative hemoglobin levels were associated with the intraoperative TWA-MAP below the LLA; no variables were related to the intraoperative TWA-MAP above the ULA; age and OSAS status were correlated with the postoperative TWA-MAP below the LLA; sex, arterial hypertension, blood loss, and the amount of noradrenalin administered were in association with the postoperative TWA-MAP above the ULA.
Conclusion: Patients tend to have a higher TWA-MAP below the LLA and above the ULA during surgery than after surgery, indicating the need for tailored blood pressure management strategies in different perioperative phases. Multiple factors influence the perioperative limits of CVA and the TWA-MAP, with sex, hemoglobin level, and OSAS status being key determinants
Identifikation und prognostische Bedeutung von varianten ALK-Fusionen beim pädiatrischen anaplastisch großzelligen Lymphom
Die Mehrheit der pädiatrischen großzelligen anaplastischen Lymphome (ALCL) sind ALK-positiv und weisen eine Fusion zwischen der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) und Nukleophosmin 1 (NPM1) auf. Bei einer geringeren Anzahl der ALK-positiven ALCL liegt eine Genfusion zwischen ALK und einem varianten Fusionspartnergen vor. Zur Häufigkeit und Verteilung der spezifischen varian-ten ALK-Fusionspartnergene und ihrer prognostischen Bedeutung gibt es bislang kaum Daten.
In dieser Studie wiesen 49 von 316 ALCL-Patient:innen innerhalb der NHL-BFM-Studiengruppe im-munhistochemisch eine ausschließlich zytoplasmatische ALK-Färbung auf, was auf das Vorliegen einer varianten ALK-Fusion hindeutet. Mittels Genomic Capture High Throughput Sequencing (gcHTS) oder PCR-basierten Verfahren konnten bei 41 der 49 Fälle das ALK-Partnergen analysiert werden. Bei 13 Patient:innen fand sich eine NPM1::ALK-Fusion, sodass auch bei einer rein zyto-plasmatischen ALK-Färbung eine NPM1::ALK-Fusion mit einer sensitiveren Methode ausgeschlossen werden sollte. Unter den varianten ALK-Partnergenen kamen TPM3 (n = 9; 32 %) und ATIC (n = 8; 28 %) am häufigsten vor. Das Auftreten von fünf Rezidiven unter den acht Patient:innen mit ATIC::ALK-positiven ALCL gegenüber keinem Rezidiv unter Patient:innen mit TPM3::ALK-positiven ALCL weist auf eine mögliche prognostische Bedeutung des Fusionspartners hin. Die Detektion der Partnergene ermöglicht die Etablierung fusionsspezifischer Assays zur Messung der minimal disse-minierten und minimal residuellen Erkrankung auch für Variante::ALK-positive ALCL-Patient:innen
Zusammenfassend sind variante ALK-Fusionen mit einem Anteil von etwa 10 % aller ALK-positiver ALCL in unserer Studie insgesamt selten. Die spezifischen Fusionspartnergene sind dabei möglicher-weise mit unterschiedlichen Prognosen verbunden.Most pediatric anaplastic large cell lymphomas (ALCL) are ALK-positive and contain a gene fusion between the anaplastic lymphoma kinase (ALK) and nucleophosmin 1 (NPM1). A smaller number of ALK-positive ALCL contains a gene fusion with a variant ALK partner-gene. Little is known about the frequency and distribution of the specific variant ALK partner genes and their prognostic signifi-cance.
In this study, 49 of 316 ALCL patients in the NHL-BFM study group showed an exclusive cytoplas-matic ALK staining pattern with the ALK1 antibody, indicative for an ALK gene fusion variant. By using genomic capture high throughput sequencing (gcHTS) or specific PCR-based methods, 41 of the 49 cases could be analysed for the ALK partner gene. An NPM::ALK fusion was detected in 13 cases, suggesting that NPM::ALK fusion needs to be excluded with a more sensitive ALK antibody or molecular methods in case of cytoplasmatic ALK staining. Among the 28 ALCL with variant ALK partner genes, TPM3 (n = 9; 32 %) and ATIC (n = 8; 28 %) were the most common. The occurrence of five relapses within the eight ATIC::ALK positive ALCL compared to no relapse among the nine TPM3::ALK positive ALCL indicates that the fusion partner might be associated with the relapse risk. Based on the detection of the ALK fusion partner, prognostic factors established for NPM::ALK-positive ALCL, such as minimal disseminated disease (MDD), can also be analysed for Variant::ALK-expressing ALCL patients.
In conclusion, variant ALK fusions are rare, accounting for approximately 10 % of all ALK-positive ALCL in our study. The specific fusion partner genes may be associated with different prognosis