Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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Planung und Umsetzung suffizienzorientierter Stadtentwicklung durch kommunale Verwaltungen
Suffizienz ist eine Schlüsselstrategie, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Umsetzung von Suffizienzpolitik gilt jedoch als politisch heikel, konflikthaft und bisher wenig beforscht. Wenn Stadtverwaltungen neue Ideen des Städtischen entwickeln, kreative Finanzierungswege finden, Ressourcen sichern und Suffizienz als Leitbild einführen, können Städte Vorreiterinnen sozial-ökologischer Transformation sein
Difu-Umfrage
In der Befragung zum diesjährigen OB-Barometer, die im Januar und Februar 2023 stattfand, spielte die Corona-Pandemie keine Rolle mehr. An deren Stelle getreten ist eine Situation, in der die Kommunen mit verschiedenen krisenhaften Entwicklungen gleichzeitig konfrontiert sind, quasi ein Umfeld multipler Dauerkrisen, die in den Städten und Gemeinden gehandhabt werden müssen. Dieser Lage wurde mit einer Frage nach den „krisenhaften Herausforderungen“ und ihrer Relevanz für die jeweilige Kommune Rechnung getragen. Die drei anderen Fragen, nach den aktuell und zukünftig wichtigsten Aufgaben der Städte sowie nach den Rahmenbedingungen, bei deren Gestaltung mehr Unterstützung von Land, Bund und EU wünschenswert wäre, sind seit 2015 fester Bestandteil des OB-Barometers. Sie ermöglichen so einen Vergleich, wie sich die Wichtigkeit der verschiedenen Themen in der kommunalen Wahrnehmung und die Handlungsnotwendigkeiten im Zeitverlauf verändern
Kommunale Klimainvestitionen im Spannungsfeld zwischen steigenden Bedarfen und begrenzten Ressourcen
Die immer offensichtlicheren Folgen des Klimawandels stellen Deutschland sowohl im privatwirtschaftlichen als auch im öffentlichen Bereich vor enorme Herausforderungen. Sollen die Klimaziele erreicht werden, stehen umfangreiche Investitionen für den Klimaschutz an. Geschätzt rund ein Zehntel der gesamtstaatlichen Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität muss durch die öffentliche Hand getätigt werden, ein großer Teil davon auf der kommunalen Ebene. Dazu kommen die Investitionsbedarfe für die Anpassung der öffentlichen Infrastruktur an den Klimawandel. Trotz der drängenden Relevanz des Themas liegen jedoch bisher kaum belastbare Zahlen oder umfassende Informationen über prioritäre Handlungsfelder für die anstehenden Investitionsbedarfe für Klimaschutz und Klimaanpassung in den Städten, Gemeinden und Landkreisen vor. Die vorliegende Publikation präsentiert erste Ergebnisse des KfW-Kommunalpanels 2023 zum Thema "Klimaschutz und Klimaanpassung" und füllt damit die beschriebene Wissenslücke
Analyse kommunaler Vernetzungsansätze im Handlungsfeld digitale Transformation
Vernetzungsaktivitäten in den Themenfeldern „Digitalisierung“ und „Smart City“ haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Hintergrund ist der auf Seiten der Kommunen bestehende große Bedarf an Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch. Zugleich besteht ein übergeordnetes politisches Interesse, die Kommunen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Die Publikation bietet einen systematischen Überblick über die existierenden Netzwerke, die zwischen deutschen Kommunen und deren Partnern in den Ländern der Europäischen Union gegründet wurden. Daneben erfasst die Studie auch nationale sowie internationale Kooperationen im Bereich Smart City. Die Ergebnisse machen deutlich: Die Initiative zur Gründung ist entscheidend dafür, wie ein Netzwerk organisiert, finanziert und strukturiert ist. Unterscheiden lassen sich Top-down und Bottom-up gegründete Netzwerke. Die Top-down-Netzwerke werden auf nationaler Ebene von Bundesministerien und auf europäischer Ebene von der Europäischen Kommission angestoßen. Sie sind quasi ein Instrument zur Unterstützung der Umsetzung politischer Agenden. Die Gründung der Bottom-up-Netzwerke erfolgt in vielen Fällen über bestehende lose und informelle Kooperationen, die dann formalisiert werden. Es finden sich beispielsweise Netzwerke, die von Verbänden oder einer Forschungsinstitution gegründet wurden, um eine eigene Plattform für fachlichen Austausch oder Begleitforschung anbieten zu können
Ansätze und Herausforderungen
Für die städtebauliche Transformation der öffentlichen Infrastruktur sowie zur Stärkung des Klima- und Umweltschutzes in Kommunen spielen auch und gerade Sportstätten eine große Rolle. Angesichts der erheblichen Investitionsrückstände, den die Kommunen auch im Bereich der Sportstätten aufweisen, geht es deshalb zum einen darum, durch geeignete Sanierungsmaßnahmen den baulichen Bestand an die aktuellen energetischen Standards anzupassen. Zum anderen stellt sich die Frage, wie Sportflächen in städtebauliche Gebiete integriert werden können, um zur Verbesserung der CO2-Bilanz von Kommunen beizutragen und gleichzeitig eine grüne und soziale Stadtentwicklung zu fördern. Bereits heute werden viele konkrete Lösungsansätze in den Kommunen realisiert. Allerdings gelingt es bisher nur unzureichend, diese beispielhaften Vorhaben möglichst flächendeckend umzusetzen und dabei auch den lokalen Eigenheiten sowie möglichen Stadt-Land-Differenzen Rechnung zu tragen. Die Studie zeigt Hemmnisse in der Förderpraxis sowie mögliche Ansätze zu ihrer Behebung auf