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Soziologie in Heidelberg
Die Institutionalisierung des Fachs Soziologie an deutschen Universitäten verlief in unterschiedlichen Phasen und mit unterschiedlicher Prägnanz. Es gab in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine dominante und räumlich zuzuordnende Schule wie beispielsweise die Durkheimschule in Paris oder die sogenannte Chicago School in den USA, die Entwicklung war hauptsächlich geprägt durch einzelne Personen und deren jeweilige Vorstellungen von Soziologie. So bildeten sich "lokale Zentren" etwa in Frankfurt (Franz Oppenheimer, Institut für Sozialforschung), Köln (Leopold von Wiese), Leipzig (Hans Freyer) oder in gewisser Weise auch in Heidelberg (Alfred Weber), wobei sich aber kein klares Muster einer universitär geprägten Soziologie oder
gar eines homogenen disziplinären Profils des Faches etablieren konnte. Stattdessen bildeten sich "uneinheitliche Milieus" von Wissenschaftlern, die intern oft auch heterogene Vorstellungen von Soziologie vertraten. In den 1920er-Jahren war die Soziologie in der Regel eng mit der Nationalökonomie verbunden, und es wurden unterschiedliche disziplinäre Konzepte und Ideen verfolgt, es fehlte der jungen Disziplin an einem klaren methodischen und theoretischen "Selbstverständnis"
Klimaschutz in Villingen-Schwenningen
Der Klimawandel ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Die Folgen der Erderwärmung sind schon heute zu beobachten und die im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegte Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf 1,5 Grad erfordert erhebliche Anstrengungen zur Reduktion der globalen CO2-Emissionen. Die Verknappung der Energieressourcen, der weltweit steigende Energieverbrauch und der Klimawandel umreißen die Handlungsschwerpunkte der Energiepolitik in Gegenwart und Zukunft. Jugendliche machen mit ihrer Bewegung „Fridays for Future“ auf das Thema aufmerksam, dass zur Sicherung akzeptabler Lebensbedingungen auch in der Zukunft die derzeitige Energie- und Klimaschutzpolitik umgestellt werden muss. Erste Reaktionen der Politik sind erfolgt: Der Bund hat Eckpunkte zum Klimaschutz beschlossen, das Land hat am 12. Oktober 2021 das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KSG BW) 2013 novelliert und verschärft
Zur Geschichte der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen
Die Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Die Gründung hängt direkt mit dem Städtezusammenschluss von 1972 zusammen. In beiden Stadtbezirken bestanden schon lange zuvor Büchereien in Trägerschaft der jeweiligen selbstständigen Städte. Die Entwicklung dieser beiden Einrichtungen soll im Aufsatz dargestellt werden. 2022 ist nicht nur das 50-jährige Bestehen der Stadt Villingen-Schwenningen zu feiern, sondern ebenso das gemeinsame 50-jährige der Stadtbibliothek. Hinzu kommt, dass die Bibliothek Villingen Ihren hundertsten Geburtstag feiert, denn 1922 wurde mit der Lesehalle die Vorgängerin der heutigen Bibliothek eröffnet – und die Schwenninger Stadtbibliothek wird 2023 quasi nachziehen und ihren 75. Geburtstag begehen. Ein guter Grund, die Geschichte dieser Einrichtung der Doppelstadt zu betrachten
Grenzenlos europäisch
Die Donau verschwindet nicht bei Immendingen. Sie sammelt sich wieder und wird zum zweitlängsten Fluss Europas. In ihrem Einzugsgebiet werden siebzehn Sprachen gesprochen. Es empfiehlt sich, bei uns am Ursprung und am deutschen Oberlauf den ganzen Fluss im Blick zu behalten. Jemand, der das tut, ist Thomas Zeehender in Ulm. Er gründete 2015 den Verlag danube books "Donaubücher". Verlegt wird nicht Donauliteratur, sondern Literatur der Donauländer. Sie soll Grenzen überschreiten, Brücken schlagen und zum kulturellen Verständnis eines wenig beachteten Teils unseres Kontinents beitragen. Für diese Leistung wurde Zehender bei den 39. Literaturtagen im Oktober in Villingen-Schwenningen der Verlagspreis Literatur 2022 des Landes Baden-Württemberg verliehen
Die Kriegerdenkmäler in Überauchen
Im Jahre 2018 wurde in dem heutigen Ortsteil Überauchen der Gemeinde Brigachtal eine grundlegende Ortskernsanierung als Teil des Entwicklungskonzeptes im ländlichen Raum realisiert. Dabei rückten zwei Denkmale, die einst für die bis 1974 selbstständige Gemeinde Überauchen eine prägende Funktion hatten, in den Fokus der städte- und raumplanerischen und damit in die politische Diskussion
"Die Donau selbst sprechen lassen" - Komposition und akustische Skulptur
Von der Quelle bis zur Mündung bilden zehn europäische Länder die Heimat für einen Fluss, der immer schon mehr war als bloß ein außergewöhnlich schönes Stück Natur. Die Donau ist Geschichte und Gegenwart, Krieg und Frieden, Grenze und Verbindungsader. An ihren Ufern traten Gesellschaftssysteme in Konkurrenz und verfeindete Parteien fochten blutige Schlachten. Sie diente als Mythos für kulturelle Identitäten und auch als Transport- und Handelsroute für wetteifernde Unternehmungen. Menschen zogen an ihr entlang, flussauf und flussab, einen Ort zu finden, der ihnen Wohnstätte ist. Da liegt es nahe, dass die nicht immer so "schöne blaue Donau" auch für Kompositionen und Klangkunst immer wieder zu einer Quelle der Inspiration wird
Michael Goldau
In der Zeitschrift Readers Digest gab es lange Zeit die Rubrik „Menschen, die man nicht vergisst“. Immer wenn ich diese Aufsätze gelesen habe, habe ich mich gefragt, wer wohl zu den Menschen gehört, die ich nicht vergessen werde. Michael Goldau ist so ein Mensch. Er hat bis zu seinem plötzlichen und unerwarteten Tod im März 2015 sämtliche Artikel die von mir im Jahrbuch „Geroldsecker Land“ veröffentlicht wurden konstruktiv und kritisch begleitet
Das Mausoleum Bartholomae auf dem Heidelberger Bergfriedhof
Auf dem Heidelberger Bergfriedhof findet man eine Reihe kunsthistorisch herausragender Grabdenkmäler. Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist das Mausoleum für Philipp und Sophie Bartholomae. Es beeindruckt durch seine Größe. Soweit ersichtlich wurde das Mausoleum bis auf den Passus im Standardwerk zum Heidelberger Bergfriedhof von Lena Ruuskanen und einer kurzen Beschreibung zu den Heidelberger Friedhöfen aus dem Jahre 1929 kunsthistorisch nicht weiter untersucht. Der Standort des Mausoleums am Rande des Friedhofgeländes wirkt fast ein wenig deplaziert. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Umfassungsmauer zum Steigerweg. Zwar treffen sich an seinem Standort zwei Wege, doch wurde kein Wert darauf
gelegt, das Grab in die Sichtachse des Wegesystems einzubetten. Und so steht man als Betrachter recht unvermittelt vor dem Bauwerk
Eigenwillige Zeugen der Erdgeschichte
In der heutigen Zeit hat sich der Begriff »Biotope« allgemein durchgesetzt. Er bedeutet, kurz gefasst, Gebiete mit besonderer Vegetation und/oder Fauna. Biotope haben meist einen klar definierten Schutzstatus. »Geotope« hingegen sind noch weniger oder kaum bekannt. Bei ihnen handelt es sich um herausragende Zeugen der Erdgeschichte. Sie sind Orte oder engere Räume, die einen vertieften Einblick in die geologische Vergangenheit oder in aktuelle geomorphologische Prozesse gewähren. Seit rund 30 Jahren werden Geotope in Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Ostschweiz ausgeschieden und unter Schutz gestellt. In der Schweiz kennt man Einzelgeotope, Geotopkomplexe und Geotoplandschaften