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    5. Mai 2021: 200. Todestag Napoleons

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    »Am Anfang war Napoleon.« Für die Markgrafschaft Baden galt das »allerdings in besonderem Maße«. »Über die historische Stunde des Napoleonzeitalters hinaus« schufen die Reformkräfte der Rheinbundzeit »ein funktionsfähiges und weit über ein Jahrhundert bestandskräftiges Staatswesen« (V. Rödel). Das Zeitalter Napoleons mag im »raschen Zuge vorübergerauscht« sein, »aber die Grundlagen einer neuen gesellschaftlichen Ordnung und eines neuen Geistes blieben bestehen« (F. Schnabel, Die Geschichte des 19. Jahrhunderts)

    Die badischen Regionen am Rhein auf dem Weg zum gemeinsamen Lebensraum am Oberrhein

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    Der achtzigste Geburtstag von Professor Hepp ist über die persönliche Wertschätzung hinaus ein Anlass, seine Aktivitäten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den badischen Regionen am Rhein und dem Elsass zu würdigen. Er hat in den letzten Jahren ein enges Netzwerk von Kontakten mit Institutionen, Vereinen und Bürgerinitiativen im Elsass geknüpft, die ihrerseits an einer Kooperation mit ihren badischen Nachbarn interessiert sind. Inhaltlich geht es hierbei um eine breite Palette von Themen, die die Ausgestaltung unserer gemeinsamen Lebenswelt am Oberrhein betreffen. Ein besonderes Interesse gilt hier den Bereichen der Regionalkultur und Regionalgeschichte, sowie dem Anliegen einer Förderung der Zweisprachigkeit

    Städtepartnerschaft zwischen Kappelrodeck und Rosheim im Elsass

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    Im Jahre 1991 beschloss man im Kappelrodecker Gemeinderat eine Partnerschaft mit einer französischen Gemeinde einzugehen. Mit der Stadt Rosheim im Elsass wurde eine Kommune gefunden, die in der Struktur der von Kappelrodeck ähnelte. Man war sich schnell einig und die Partnerschaftsurkunde wurde im Oktober 1994 unterzeichnet. Diese Verbindung wird seither sehr intensiv gepflegt. Durch die relative Nähe von nur 70 km können auch spontane Treffen permanent stattfinden, was für eine lebendige Partnerschaft von großem Vorteil ist

    Die Geschichte der Kunstmühle in Seelbach, Teil 2, Die Gründung des Elektrizitätswerks Seelbach

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    Im Jahrbuch 62 wurde in Teil I die Geschichte der Kunstmühle in Seelbach beschrieben, wie sie sich bis zum Tode des letzten Müllers der Kunstmühle im Jahre 1900 darstellte. Carl Franz Joseph Bertinet kam in der Nacht zum 5. Dezember 1900 tragisch ums Leben. In einem Zeitungsartikel vom 5. Dezember 1900 wurde berichtet, dass um ½ 6 Uhr im Dinglinger Bahnhofe außerhalb des für die Reisenden bestimmten Bahnsteiges auf dem Geleise Herr Müller B. aus Seelbach tot aufgefunden wurde. Carl Franz Joseph Bertinet hatte das Anwesen, die ehemalige herrschaftliche Obere Mühle in Seelbach, im Jahre 1887 gekauft. Unmittelbar nach dem Kauf stellte er den Antrag auf Abbruch, um ein neues Wohn- und Mühlgebäude sowie ein Ökonomiegebäude mit Wasch- und Backhaus zu errichten. Bereits 1892 wurde die Mühle in Betrieb genommen, im Januar 1893 brannte das Mühlengebäude jedoch vollständig nieder. Die Ursache könnte wegen Hochwasser in der rascheren Bewegung der Fruchtputzmaschine gelegen haben. Eine andere Entstehungsursache könnte auch die Selbstentzündung der Champagner-Gänge (Mahlsteine aus der Champagne) gewesen sein, die laut einem Gutachter „bei Leerlauf gerne Feuer geben“

    Camilla Jellinek

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    Vier Straßen in einer der schönsten Wohngegenden Heidelbergs tragen die Namen preußischer Generäle aus dem Deutsch-Französischen Krieg: Leonhard Blumenthal, August Werder, Albrecht von Roon und Helmuth von Moltke. Seit den zwanziger Jahren lebten in diesen Straßen mit den martialischen Namen aber auch Heidelberger Bürgerinnen, deren Andenken gewahrt werden sollte: In der Moltkestraße praktizierte die beliebte Kinderärztin Johanna Geißmar, unter dem Druck des nationalsozialistischen Boykotts zog sie 1935 nach Saig im Schwarzwald, von dort wurde sie im Oktober 1940 nach Gurs deportiert – 1942 wurde Johanna Geißmar in Auschwitz ermordet. Die Psychoanalytikerin Frieda Fromm-Reichmann eröffnete 1923 Ecke Werderstraße ihr „Therapeuticum“, 1933 floh sie nach Palästina, später emigrierte sie in die USA. In der Werderstraße wohnten Paula und Salomon Deutsch mit ihren Kindern. Es gelang ihnen, die Kinder ins Ausland zu retten, sie selbst wurden 1940 nach Ungarn abgeschoben; 1944/45 wurden Paula Deutsch und ihr Mann Salomon in Auschwitz ermordet. In der Roonstraße fand die Modedirectrice Frieda Mayer kurzfristig Zuflucht im Haus von Ida Rothschild bis diese 1939 zur Ausreise gezwungen wurde. Auch Frieda Mayer wurde 1940 nach Gurs deportiert. Im „Judenhaus“ in der Moltkestraße lebten seit 1939 die Schwestern Clara und Anna Hamburger. Beide gehörten zu den ersten Doktorandinnen der Ruperto Carola, in den zwanziger Jahren finanzierten sie mit ihrem geringen Gehalt studentische Freitische und Stipendien. Am 22. Oktober 1940 wurden Anna und Clara Hamburger nach Gurs deportiert, gemeinsam mit der pazifistischen Literaturwissenschaftlerin Elise Dosenheimer aus der Blumenthalstraße. In der Moltkestraße wurde am 10. April 1942 Violetta von Waldberg von der Gestapo in den Tod getrieben. Das Ehepaar Waldberg hatte seine wertvolle Bibliothek in den dreißiger Jahren der Universität geschenkt – die Bücher gehören noch heute zu den wertvollsten der Universitätsbibliothek. Im Nachbarhaus starb am 5. Oktober 1940 Camilla Jellinek, die fünfzig Jahre lang in Heidelberg lebte und mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit das rechtliche und soziale Leben über die Grenzen Heidelbergs hinaus prägte

    Das Leben der Kamilla Knopf

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    Kamilla Knopf (1911−1996) ist mutmaßlich die erste Frau aus Dielheim, einer Gemeinde im südlichen Rhein-Neckar-Kreis, die das Abitur machte. Sie studierte in England und unterrichtete nach dem 2. Weltkrieg an der Universität Heidelberg viele Generationen angehender Gymnasiallehrer in englischer Phonetik und Literatur, Übersetzung und Sprechtraining im Sprachlabor. Am 22. Januar 2021 wäre sie 110 Jahre alt geworden. Nach einem Aufruf in der Rhein-Neckar-Zeitung meldeten sich Dutzende von Zeitzeugen, die zur Vita dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit etwas beizutragen hatten

    Ebersweier, unterirdisch historisch

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    In früheren Zeiten mussten sich die Menschen mit selbstgebauten Brunnen oder Quellfassungen behelfen, um Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen. "Wasser ist Leben", das gilt für die Natur und alle Lebewesen. Ebersweier war ab 1215 entlang des damals noch wilden Durbachs langsam, aber stetig gewachsen; das Wasser aus dem Durbach versorgte neben den Bewohnern auch deren Vieh und den Ackerbau. Die zunehmende Population steigerte den Wasserverbrauch und die jährlichen Hochwasser beeinträchtigten den Ernteertrag und die Gesundheit. Der Durbach wurde begradigt und führte in der Regel genügend Wasser, versiegte aber in den heißen Sommermonaten. Um den Wassermangel dann zu mildern, erforderte es Grundwasseraufschlüsse mittels Brunnenschächten für Zieh- und Schöpfbrunnen

    Der Okenbrunnen von 1883 und die Offenburger Juden

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    Gemeinhin spricht man in Offenburg zwar immer vom "Okendenkmal", und so, wie es sich heute im Franz-Volk-Park präsentiert, ist es wirklich ein solches im klassischen Stil: Von einer Vierkantsäule blickt die Büste des Lorenz Oken herab, bzw. energisch in die Ferne. Aber es war bei seiner Errichtung im Jahr 1883 eindeutig ein Oken-Brunnen gewesen mit zwei Brunnenschalen, aus denen zwei muntere Wasserfontänen sprudelten. So präsentierte er sich auf vielen Ansichtskarten jener Zeit (s. Folgeseite). Dass man wie an anderen Orten Deutschlands auch in Offenburg an ein Okendenkmal dachte, hängt natürlich in erster Linie mit der Herkunft des seinerzeit bekannten Naturwissenschaftlers aus Bohlsbach zusammen, wo er 1779 das Licht der Welt erblickt hatte. Aber dann war es sicher auch Okens unbeugsame Haltung gewesen, mit der er die Pressefreiheit verteidigte, als man ihn 1817 nach seiner Teilnahme am Studentenfest auf der Wartburg maßregeln wollte

    Integration

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    Neues lieben lernen - Altes bewahren, kaum ein Dunninger kann dies so von sich und seiner Familie behaupten, wie Miro Franjkovic. Als ältester Sohn von Ana und Anton Franjkovic wohnt er seit über 25 Jahren im Eigenheim im Kastanienweg 3 und fühlt sich mit seiner Ehefrau Snjezana und seinen drei Kindern sehr wohl in Dunningen. Seine Mutter Ana ist im Oktober 1969 mit 18 Jahren nach Locherhof gekommen, damals noch mit dem Bus. Als "Gastarbeiter", wie man es früher nannte, fand sie eine Anstellung bei der Firma Junghans, die dort eine Fertigungsstätte hatte. Gebürtig und aufgewachsen war sie in Podturen, ein ländlich geprägtes Dorf im früheren Jugoslawien, mit heute rund 3.700 Einwohnern. Kurz darauf folgte ihr ihr Mann Anton, zuvor zwei Jahre beim Militärdienst im damaligen Jugoslawien und ebenso aus Podturen. Auch er stieg sofort ins Berufsleben ein und arbeitete fortan als Schlosser bei der Firma Baumeister Ehrenberger in Rottweil. Weil sich im März 1971 Familienzuwachs einstellte, die Geburt von Sohn Miro, zog die junge Familie von Locherhof nach Dunningen um. Ana und Anton Franjkovic wurden drei Kinder geschenkt. Sohn Deni wurde im September 1978 geboren und Tochter Anja im Dezember 1986

    150 Jahre deutsch-französische Beziehungen

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    In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts standen sich in Europa fünf Mächte gegenüber, die alle bestrebt waren, die Vorherrschaft über die anderen Staaten zu haben: Das Königreich Frankreich, das Zarenreich Russland, die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, das Königreich England und der Deutsche Bund, dem 34 Staaten darunter auch die süddeutschen Länder Baden, Württemberg und Bayern und drei freie Städte (Hamburg, Lübeck, Bremen) unter der Führung von Preußen angehörten

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