RegionaliaOpen Badische Landesbibliothek
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    9561 research outputs found

    Das Rathaus stellt sich vor

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    Wenn man auf der Internetseite der Gemeinde Dunningen das Stichwort "Ortsverwaltung" im Suchfeld eingibt oder im Unterverzeichnis "Mitarbeiter" unter L wie Lehmann nachschaut, so findet man ihren Namen: Michaela Lehmann. Ergänzt wird der Name von Frau Lehmann mit dem Zusatz: Ortsverwaltungen Seedorf und Lackendorf. Jeden Vormittag in der Zeit von 8.00-12.00 Uhr und am Dienstagnachmittag von 14.00-18.00 Uhr ist sie die Dame vor Ort in unserem Ortsteil Seedorf und kümmert sich um die Belange der Mitbürger/innen in Seedorf

    Pockenseuchen im Königreich Württemberg 1814-1838

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    Das Königreich Württemberg wurde in den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts regelmäßig von verschiedenen Seuchen heimgesucht. Insbesondere die Jahre 1814-1817 waren stark davon betroffen. Masern, Röteln, Scharlachfieber und auch das sogenannte "ansteckende Nervenfieber" grassierten im Lande und forderten zahlreiche Opfer. Ausschlaggebend dafür waren größtenteils die heimkehrenden Soldaten aus den napoleonischen Kriegen, die zum Teil unter Verwahrlosung litten und die Erreger aus anderen Teilen Europas mit nach Hause brachten. In den Hungerjahren 1816 und 1817 trafen die Krankheiten eine i.d.R. verarmte und geschwächte Bevölkerung (1816: "Jahr ohne Sommer" - durch den Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien wanderte eine Aschewolke um die Erde, die das Klima temporär kalt und feucht werden ließ, Ernteausfälle und Hungersnöte im Jahr 1816/17 waren die Folge)

    Für mehr Demokratie

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    Wer im beginnenden 21. Jahrhundert einer politischen Partei beitreten möchte, wird vorher ganz genau und gründlich deren Programm und Inhalte studiert haben. Parteien sind somit gut damit beraten, ihre Inhalte, Werte und maximalen Forderungen transparent zu kommunizieren, wenn sie damit eine breitere Wählerschaft ansprechen wollen. Moderne Parteien sind in der Regel Kinder der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als liberale, sozialdemokratische/sozialistische und konservative Gruppierungen überall in Westeuropa ihre Interessen im Gegensatz zueinander artikulierten und sich entsprechend organisierten. In der Vormoderne (vor ca. 1800) gab es zwar bereits »Faktionen« oder »Parteiungen«, die indessen erst mehr oder weniger lose um eine oder um mehrere Führergestalten oder, in Reichsstädten, um patrizische Geschlechter herum gruppiert waren. Parteiprogramme und eigentliche Kampagnen oder systematische, auch bildliche Propaganda waren noch weitgehend unbekannt. Ich würde deshalb für die Zeit der Vormoderne auch nicht von »Partei«, sondern neutraler und weniger emotionsgeladen von »Parteiung« sprechen. Dies gilt auch für die vormoderne Eidgenossenschaft, wo Wahlen in (Klein-)Städten, in ländlichen Gemeinden (»Kommunalismus« nach Peter Blickle) und natürlich insbesondere in den acht Landsgemeindeorten (»Länderorte«, »Popularstände«) Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug, Glarus, Appenzell Ausserrhoden sowie Appenzell Innerrhoden verhältnismäßig häufig waren, ja zum beinahe zum politischen Alltag gehörten. Dabei kamen trotz häufigen scharfen Verboten seitens miteinander konkurrierender Oligarchen oftmals nicht unbeträchtliche Bestechungsgelder zum Einsatz, gerade bei umstrittenen Wahlen zu den höchsten Landesämtern

    Die Familie Schenk von Castel

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    Die Pfarrkirche St. Ulrich in Oberbüren (Kanton St. Gallen) bewahrt ein Votivbild aus der Zeit vor 1640. Es zeigt den damaligen Gerichtsherrn Ulrich Christoph Schenk von Castel, seine Gemahlin Maria Cleophe von Wolfurt und acht ihrer Kinder, betend vor Christus. Kreuze bezeichnen drei der Kinder als verstorben, vielleicht als Opfer der Pest von 1635. Das Bild war wohl zugleich Dank und Bitte, vor weiterem Unglück verschont zu sein. Die Gemeinde Oberbüren führt das rote Hirschgeweih der Schenk im Wappen. Das Votivbild ist ihr wertvollstes historisches Kulturgut. Vergleichbar ist nur die gotische, heute barock bekleidete Madonna von 1507, welche der Gerichtsherr und Landshofmeister Hans Ulrich Schenk von Castel beim Bildersturm gerettet hatte. Ähnlich bedeutend, aber wesentlich jünger ist das Hochaltarwappen, das vor wenigen Jahren an seinen Herkunftsort zurückkam. Geschichtliche Kenntnisse über die Schenk von Castel beschränken sich meist auf einzelne Zeitabschnitte ihres Wirkens im Thurgau, in St. Gallen, im Jura oder in Süddeutschland. Die Entwicklung in den anderen Bereichen ist jeweils kaum bekannt. Angaben zu den im Votivbild Dargestellten und ihren nächsten Angehörigen bleiben daher unvollständig. Ein Gesamtüberblick fehlt

    Die limnologischen Institute am Bodensee

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    Die Gründung der ersten limnologischen Institute am Bodensee, der Anstalt für Bodenseeforschung in Konstanz-Staad und des Instituts für Seenforschung in Langenargen, jährte sich 2019/2020 zum 100. Mal. Zeit, die Geschichte der Institute und der Bodenseeforschung während der ersten Hälfte dieser 100 Jahre zu erzählen, in der sich die heutige Forschungsstruktur weitestgehend etabliert hat. Demnach soll der Schwerpunkt dieses Rückblicks weniger die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in dieser Zeit am Bodensee erarbeitet wurden, sein, sondern vor allem die sozialen und politischen Aspekte dieser Forschung, inklusive der Beziehungen der beteiligten Wissenschaftler untereinander. Letzteres wird ermöglicht durch die Existenz umfangreicher Briefwechsel zwischen den beteiligten Wissenschaftlern und anderen Personen aus Ämtern und Wissenschaftsorganisationen in den Archiven der Stadt Konstanz, der Gemeinde Langenargen, des Staatsarchivs in Sigmaringen, der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und des Instituts für Seenforschung in Langenargen. Kurze Zusammenfassungen der Geschichte der Institute wurden vor kurzem von Kümmerlin und Meyer veröffentlicht

    Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. – 139 (2021)

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    Streitlust und Streitschlichtung im antiken Christentum

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    Der Eindruck, dass im antiken Christentum gerne, oft und ausdauernd gestritten wurde, findet seine scheinbare Bestätigung in jenen Elementen des kirchengeschichtlichen Grundwissens, die noch jede gut gemeinte Studienreform überstanden haben: Der donatistische Streit, die trinitarische Kontroverse und die christologische Debatte, so oder ähnlich lauten die einschlägigen Themen, mit denen die Examinanden sich auch heute noch nolens volens beschäftigen müssen. Die Standardversion der Geschichte der Alten Kirche – wie sie heute in theologischen Fakultäten gelehrt wird – ist nicht ausschließlich, aber doch immer noch zu einem beträchtlichen Teil damit beschäftigt, diese theologischen Großkontroversen der Alten Kirche zu erzählen und die in ihnen sichtbar werdenden theologischen Positionierungen zu erläutern. Der Grund für dieses Interesse an Streit und Konflikt in der Alten Kirche liegt in der Tatsache, dass es diese Kontroversen waren, welche die einschlägigen Normierungen (z.B. in Form von Glaubenserklärungen oder kirchenrechtlichen Regelungen) hervorgebracht haben, die von den westlichen und östlichen Kirchen in der Folgezeit rezipiert und tradiert wurden und so deren Identitäten mitgeprägt haben. Hinzu kommen die nicht eben wenigen Schriften der bekannten Kirchenväter, die sich explizit oder implizit auf diese Großkontroversen beziehen und nur in deren Rahmen verständlich werden. Die Standardversion der Geschichte der Alten Kirche steht in einer langen und ehrwürdigen historiographischen Tradition, die bis in die Spätantike zurückreicht. Schon die Kirchenhistoriker des 5. Jahrhunderts wie Sokrates, Sozomenos, Philostorgios und Theodoret erzählten Kirchengeschichte – nicht ausschließlich, aber in beträchtlichem Maße – als Geschichte theologischer Kontroversen. Die Kontroversen im antiken Christentum werfen eine ganze Reihe von Fragen auf. Ich möchte mich im Folgenden auf drei Aspekte konzentrieren: 1. Welche Rolle spielten die Bischöfe und ihr Klerus? 2. Inwieweit waren die Gläubigen betroffen? 3. Wie versuchte man, die Kontroversen beizulegen

    Konsensbemühungen versus Profilbildung in gegenwärtigen ökumenischen Gesprächen

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    Für die Profilbildung evangelischer Kirchen in gegenwärtigen ökumenischen Gesprächen stellt die innerprotestantische Ökumenegeschichte eine wesentliche Voraussetzung dar. Zu dieser Geschichte gehören wesentlich die protestantischen Kirchenunionen und insbesondere auch die Badische Union, deren 200. Geburtstag mit dieser Vorlesungsreihe begangen wird. Die Unionsurkunde vom 26. Juli 18212 lässt dabei deutlich das spezifische Profil der Konsensbemühung erkennen, die zur Badischen Union führte. Im Eingangsteil der Unionsurkunde wird unmissverständlich klar, dass der Missstand der Trennung zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden in der Trennung beim Abendmahl besteht. Das religiöse Bedürfnis, diese Trennung zu überwinden, habe immer bestanden, sei aber durch die Verbindung zweier Faktoren in jüngster Zeit von neuem und ergreifender als in früheren Zeiten hervorgetreten. Zum einen werde übereinstimmend anerkannt, dass der Glaube an die Vereinigung mit Christus im heiligen Abendmahl nötig sei. Zum anderen habe man erkannt, dass die Freiheit in Bezug auf die Vorstellungen über das Wie der Vereinigung zu achten sei. Beide Gesichtspunkte bestimmen das Profil des Konsenses: der Glaube an die Vereinigung mit Christus in der Feier des Abendmahls und die Überzeugung, dass die Gewissen in der Vorstellungsart Freiheit haben sollten. Diese Freiheit ist nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln. Davon zeugt der § 5 über die Lehre vom Abendmahl, in dem ein gemeinsames Verständnis von der Bedeutung der Feier und der Gegenwart Jesu Christi in Verbindung mit den Elementen Brot und Wein dargelegt wird. Man kann sagen: In der Unionsurkunde verbinden sich Konsens und theologisches Profil. Sie macht deutlich, dass die Trennung am Tisch des Herrn keine Randfrage, sondern eine Frage von eminenter Bedeutung für christliche Frömmigkeit, Lehre und Praxis ist. Die Anstrengung der Konsensfindung ist theologisch notwendig. Der gefundene Konsens und die Erkenntnis seiner Notwendigkeit gehören dabei selbst zum Profil der Union. Die Unionen, insbesondere die Bekenntnisunionen sind gewissermaßen sichtbares Zeugnis für die Bedeutung der Konsensfindung. Sie integrieren die Konsensfindung in ihr Glaubenszeugnis. Der Konsens ist kein Profilverlust, sondern vielmehr Profilgewinn

    "Positive" und "negative" Union

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    Ich meinerseits hatte die Union stets als eine positive verstanden und mich immer nur zu einer solchen bekannt […]. Diese Selbstaussage Carl Christian Ullmanns (1796–1865) fasst dessen unionstheologische Position treffend zusammen, denn in der Tat sind die Werke und das Wirken des Vermittlungstheologen und badischen Kirchenpolitikers geprägt gewesen von einem Unionsverständnis, das als ein "positives" bezeichnet werden kann: Union und Bekenntnis sind für Ullmann untrennbar miteinander verbunden und eine Unionskirche ohne eine "positive“, kirchenrechtlich anerkannte Bekenntnisgrundlage undenkbar. Eine ganz andere unionstheologische Position vertrat dagegen Ullmanns Heidelberger Fakultätskollege und späterer Hauptvertreter des kirchlichen Liberalismus in Baden, Daniel Schenkel (1813–1885). Union ist für ihn eine christlich-sittliche[] Lebensgemeinschaft, die sich nicht auf eine gemeinsame "positive“ Darstellung ihres Lehrbegriffs, sondern ausschließlich auf das moderne protestantische christliche Bewußtsein ihrer Glieder gründet. Kann, wie es der Theologe Johannes Ehmann vorschlägt, Schenkels Unionsverständnis, weil es gewissermaßen eine Gegenthese zu Ullmanns "positivem“ Unionsverständnis darstellt, daher als ein "negatives“ bezeichnet werden? Um dieser Frage nachzugehen und Ehmanns These zu überprüfen, soll im Folgenden eine vergleichende Darstellung der unionstheologischen Positionen Ullmanns (vgl. Kap. 2) und Schenkels (vgl. Kap. 3) in ihrer durch die kirchenpolitischen Ereignisse in Baden in den 1850er- und 1860erJahren beeinflussten Entwicklung versucht werden. Entsprechend der Leitfrage stehen dabei vor allem Ullmanns und Schenkels theologische Unionsbegründung, ihre Bestimmung des Verhältnisses von Union und Bekenntnisbindung, ihre Auslegung des § 2 der badischen Unionsurkunde sowie das Verhältnis von Kirchenverfassung und Bekenntnis im Zentrum dieser Arbeit. Das abschließende Fazit fasst dann noch einmal die Ergebnisse im Hinblick auf die Leitfrage zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfragen (vgl. Kap. 4)

    Der Ladenburger Wasserturm

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    Wasser – ein Grundbedürfnis des Lebens auf der Erde. Aus Quellen, Brunnen, vom Himmel und seit 1903 auch aus dem Wasserhahn in Ladenburg. Doch wie kommt das Wasser, das einst mühselig aus dem Brunnen mit einem Eimer nach Hause geschleppt wurde, durch eine Handbewegung, fließend aus dem Wasserhahn? Die Revolution in Sachen Wasserversorgung brachte der Wasserturm

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