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    Die Vegetation von Offenland-Quellbiotopen im Vorderen Odenwald

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    Um den Zustand von Quellbiotopen im baden-württembergischen Odenwald bei Wilhelmsfeld zu untersuchen, wurden insgesamt 79 Wald- und Offenlandquellen erfasst, von denen 13 Quellen monatlich gewässerkundlich beprobt und 18 Offenlandquellen vegetationskundlich untersucht wurden. Quellen sind hier von Natur aus eher nährstoffarme Standorte, doch die Wasseranalysen sowie die Ausbreitung von nährstoffbedürftigen Pflanzenarten an einigen Quellen deuten an, dass über die Einzugsgebiete der Quellen teilweise erhebliche Nährstoffmengen eingetragen werden. Dies hängt vor allem mit den Intensivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft zusammen. Aufgrund veränderter Wirtschaftsformen geht dies häufig zusätzlich mit einer starken Trittbelastung durch Beweidung oder mit einsetzender Verbrachung von Quellstandorten einher. Das Brachfallen von Quellen begünstigt die Ausbildung von hochwüchsigen Dominanzbeständen, was zur Ausdunkelung kleinwüchsiger Arten führt und viele seltene Arten der Braunseggen-Sümpfe verdrängt, welche die offenen, nährstoffarmen Feuchtstandorte ursprünglich besiedelten. Zur Untersuchung des Zustandes der Offenlandquellen wurden die Bestände daher auf ihre Gesellschaftsnähe zu den Braunseggen-Sümpfen untersucht, wobei neben Relikten der Braunseggen-Sumpf-Gesellschaften verschiedene Übergangsformen zu Sumpfdotterblumen-Wiesen, der Mädesüß-Fluren und der Großseggenriede beschrieben werden konnten, welche die Vegetation der Offenlandquellen im Untersuchungsgebiet heute prägen

    "Der elende Bestand der Waldungen"

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    Im städtischen Forstamt Villingen befindet sich ein über 200 Jahre altes Aktenstück, das auf seinen etwa 150 Seiten einen Einblick in die damaligen forstlichen Verhältnisse der Stadt bietet. In den Anfängen des staatlich reglementierten Forstwesens war es der großherzoglich badische Forstmeister von Drais, der in mehreren Visitationen die örtliche Verhältnisse in Augenschein nahm und bis dahin nicht gekannte Ordnungsprinzipien und Vorschriften zur Anwendung brachte. Der Aktentitel (siehe Abb. 2) verrät den Zweck seines behördlichen Auftretens: Es ging um das Bürgerholz, die allgemeine Forstkultur, um forstpolizeiliche Anordnungen sowie um die Zuständigen und Verantwortlichen der Stadtverwaltung. Der amtierende Forstinspektor war Friedrich Freiherr von Drais, Begründer der ersten badischen Forstlehranstalt in Pforzheim. Sein Neffe Karl Friedrich war der Erfinder der Laufmaschine („Draisine“), der Urform des Fahrrades

    Villingen (Hessen) in Vergangenheit und Gegenwart

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    Die Gemarkung des Dorfes Villingen liegt wie seine Nachbarorte Langd, Ruppertsburg und Laubach naturräumlich auf der Grenze zwischen dem vulkanisch entstandenen Vogelsberg im Osten mit seinen großen Wäldern und den agrarisch ertragreicheren offenen Tallandschaften von Horloff und Wetter im Westen. Beide Bäche, im Vogelsberg entsprungen, fließen in die ebenfalls aus dem hohen Vogelsberg stammende Nidda. Diese mündet bei Frankfurt-Höchst in den Main. Villingens Kirche als Dorfkern ist erbaut auf einer flachen Terrasse oberhalb der Horloff, die am Dorfrand vorbeifließt. Dieser liegt in Höhe von 149 m, Dorffläche steigt an bis 167 m. Höchste Erhebung in der Gemarkung ist der bewaldete Dreiherrenstein, 289 m hoch. Größe der Gemarkung 13,02 qkm = 1302 ha, davon 603 ha Wald

    Die Stadtteilinitiative Haslach-Wöschhalde

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    Die beiden Stadtteile Haslach und Wöschhalde sind im Norden des Stadtbezirks Villingen in etwa 3 km Entfernung von der Stadtmitte in drei Phasen („Haslach“ ab Ende der 50er Jahre, „Wöschhalde-Nord“ ab Anfang der 70er Jahre und „Wöschhalde-Süd“ ab Ende der 80er Jahre) als reine Wohngebiete realisiert worden. Die beiden, durch einen Grüngürtel getrennten Stadtteile, wurden eher als „Wohn- und Schlafstadtteile“ konzipiert. Die Bebauung ist gemischt. Neben Einfamilienhäusern, Bungalows und Reihenhäusern prägen große Mehrfamilienhäuser insbesondere das Bild der „Wöschhalde-Nord“, die ausschließlich als Flachdachbauten gebaut wurden. Im „Haslach“ und der „Wöschhalde-Süd“ befinden sich jeweils mit einem Satteldach bebaute Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser und geringgeschossige Mehrfamilienhäuser. In der Folge siedelte sich in den Stadtteilen nur wenig Infrastruktur, wie Läden, Gaststätten, Firmen und Services an

    „Jetzt ist Schluss mit nix verstehen“

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    So lautete die Überschrift eines Zeitungsartikels, der 2006 über unseren Integrationskurs in Villingen gemacht wurde. Laut Angaben der Volkshochschule war es der zweite Kurs in Villingen, der erste begann in Schwenningen am 4. April 2005. Mittlerweile sind wir bei der stolzen Zahl von annähernd 185 Integrationskursen angelangt, die seit 2005 an der vhs Villingen-Schwenningen unterrichtet werden, überdies gibt es seit 2005 die sogenannten Alphabetisierungskurse, die ebenfalls in die Kategorie der Integrationskurse gehören. In den Integrationskursen finden sich neben Geflüchteten auch EU-Bürger und sogenannte „verpflichtete Drittstaatler“ ein, die über den „Familiennachzug“ zu uns kommen, z.B. Teilnehmer aus der Türkei oder aus Indien. In jedem Kurs haben wir Schülerinnen und Schüler aus einer Vielzahl verschiedenster Länder. Die Zusammensetzung der Kurse ändert sich auch mit der politischen Situation in unserer Welt

    Die Märzenschnecken (Zebrina detrita) auf dem Fürstenberg

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    Bei einem Spaziergang auf dem Fürstenberg haben wir im Winter Kinder beobachtet, die leere Schneckenhäuser der „kleinen Fürstenberg Spitzschnecke” gesucht hatten. Und tatsächlich, es gibt dort sehr viele der wunderschönen marmorfarbenen Häuschen. Die Märzenschnecke (Zebrina detrita) wird auch als Weiße Turmschnecke, Zebraschnecke oder Kaiserstuhlschnecke bezeichnet und gehört zur Familie der Vielfraßschnecken. Sie bevorzugt trockenwarme Standorte. Insbesondere sind dies Magerrasen, Trockenrasen oder Wacholderheiden. Aber auch in Biotopen mit höher wachsender Vegetation wie Saumbiotopen oder Gebüsche ist die Art zu finden. Die Rote Liste der Schnecken Baden-Württembergs führt die Art als gefährdet (Kategorie 3). In der Roten Liste Deutschlands wird sie sogar als stark gefährdet angesehen (Kategorie 2). Im Frühjahr 2020 sind wir also auf den Fürstenberg und haben uns daran gemacht, diese Schnecke lebend zu finden, zu fotografieren und zu bestimmen. „Unsere“ Märzenschnecken leben also auf dem Fürstenberg. Hier handelt es sich um einen steinig-schottrigen und steilen Südhang, der durch den Kalk des Weißjura gebildet wird. Der vorkommende Magerrasen mit offenen Bodenstellen beherbergt zum Beispiel den Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) und andere seltene Tier- und Pflanzenarten. In früheren Jahren wurden die dort stockenden Gehölze beseitigt. Um den Magerrasen offen zu halten, wird die Fläche schon seit mehreren Jahren beweidet

    Staatliche Beraubung und Versteigerungen jüdischen Vermögens in Villingen

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    Die reichsweit stattgefundenen Versteigerungen jüdischen Hausrates, organisiert durch die staatlichen Finanz- und Zollämter, waren Teil der sogenannten „Arisierung“ jüdischen Besitzes. Deren Ziel war, die jüdische Bevölkerung aus dem Wirtschaftsleben zu verdrängen und die Zwangsenteignung jüdischen Besitzes zugunsten des Staates und der „Arier“ zu organisieren. Betroffene dieser fiskalischen und materiellen Enteignung durch staatliche Organe waren auch Mitglieder der Villinger Familien Haberer, Schwarz und Schwab. Zusammen mit insgesamt 6.500 badischen und Saarpfälzer Juden wurden sie am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs in den Pyrenäen deportiert. Der beschlagnahmte Hausrat wurde schon einige Wochen später im Auftrag des örtlichen Finanzamtes öffentlich versteigert. Eine weitere Versteigerung fand im April 1942 statt. Zum Verkauf kamen die Wohnungseinrichtungen von Michael Bloch und der Familie Gideon. Sie konnten noch wenige Tage vor Beginn des Krieges in die Schweiz emigrieren. Der zum Abtransport verpackte Hausrat wurde jedoch von Gestapo- und Zollbeamten beschlagnahmt und bis zur Versteigerung – 2 1/2 Jahre später – eingelagert. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie die jüdische Bevölkerung seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mit Hilfe erlassener Gesetze und Verordnungen systematisch ihres Besitzes und Vermögens beraubt wurde, wobei die öffentlichen Versteigerungen der Wohnungseinrichtungen und des Hausrates einen Schlusspunkt der Ausplünderung darstellten. Es stellt sich die Frage, wer – neben dem Staat – an der Enteignung des jüdischen Besitzes beteiligt war und zu den örtlichen Profiteuren der Versteigerungen gehört

    Seit 75 Jahren – Notbrücken und Brücken-Neubauten zwischen Mannheim und Weil

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    Nachdem die Wehrmacht am 24. März 1945 in Süddeutschland die linksrheinischen Gebiet aufgegeben und sich über den Rhein zurückgezogen hatte, war der Krieg für die Pfalz und die Gebiete westlich des Rheins vorbei. Bis zum Ende der Kampfhandlungen und der Kapitulation des Dritten Reiches am 8. Mai 1945 sollte es noch etwa sechs Wochen dauern

    Albert Schweitzer in Baden als Nachbar

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    Mehrere Orte auf der rechten Rheinseite und im Schwarzwald erinnern an Durchreisen und Aufenthalte Albert Schweitzers in Baden vor dem Ersten Weltkrieg: Oberkirch, Freiburg, Badenweiler und Königsfeld. Man kann wohl sagen, dass er sich hier in heimatlichen Gefilden fühlte, gewissermaßen »zu Hause«, und dass er die Landschaft und die Atmosphäre dieser badischen Orte liebte

    Vorbildliches Privatengagement für Kulturdenkmale im Südwesten

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    2020 konnte der Schwäbische Heimatbund zum 36. Mal den Denkmalschutzpreis vergeben. Nun schon seit zwei Jahrzehnten gemeinsam mit dem Landesverein Badische Heimat und für ganz Baden-Württemberg ausgeschrieben, zeichnet er private Eigentümer aus, die bei einer Gesamtsanierung ihres historischen Gebäudes in denkmalpflegerischer Hinsicht Vorbildliches geleistet haben. Möglich war die Preisvergabe unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch dieses Jahr wieder durch die großzügige Förderung der Wüstenrot Stiftung. Fünf Preisträger erhalten jeweils eine Prämie von 5000 Euro und eine Bronzetafel zur Anbringung an ihrem Objekt

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