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    Eine neue Heimat in Brasilien

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    Vor 200 Jahren, 1822, tat Brasilien seinen entscheidenden Schritt in die Unabhängigkeit von Portugal. Im gleichen Jahr machten sich 85 Menschen aus Lahr und Umgebung auf den Weg nach Brasilien, auf der Suche nach einer besseren Zukunft in einer neuen Heimat. Ziel war das Landgut Mandioca in der Nähe von Rio de Janeiro, das zu einem landwirtschaftlichen Mustergut, einer „Wohlstandsinsel“ entwickelt werden sollte. Bedauerlicherweise konnten die Erwartungen aber nicht erfüllt werden. Angeführt wurde diese mutige Gruppe von Georg Heinrich von Langsdorff

    25 Jahre Haus am Adlerbrunnen

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    Zunächst einmal: Auch von unserer Seite die herzlichsten Glückwünsche zum 25-jährigen Bestehen der Gemeinschaft „Haus am Adlerbrunnen“. Wir vom Altenzentrum St. Veronika – obwohl erst später dazu gekommen – sind Teil dieses großen Ganzen, das Vorbild für viele kleinere Dörfer und Gemeinden sein kann. Das liegt zum einen an der unmittelbaren Nachbarschaft – zum anderen gibt es im Alltag sehr viele Schnittstellen. Die Dunninger wollten ein eigenes Pflegeheim. Dass dieser Wunsch umgesetzt wurde, ist nicht zuletzt ein Verdienst des damaligen Bürgermeisters Gerhard Winkler. Unermüdlich arbeitete er daran, dass aus diesem – aus der damaligen Sicht – ungewöhnlich fortschrittlichen Gesamtkonzept Realität wurde. Wir hatten Gelegenheit für ein paar Fragen

    Im Wechselrahmen

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    Geboren wurde ich im wunderschönen Bergischen Land, in Wuppertal. Der Name Bergisches Land geht zurück auf die Herren von Berg, die der Gegend ihren Namen gaben. Wuppertal, bekannt durch die Schwebebahn und als Geburtsstätte von Friedrich Engels, der im November 1820 im damaligen Barmen, heute ein Stadtteil von Wuppertal, das Licht der Welt erblickte. Zum einen ein erfolgreicher Geschäftsmann in der Textilindustrie, zum anderen Partner von Karl Marx und Mitdenker des Marxismus. In Wuppertal blieb ich bis zum Ende meines Zivildienstes 1992. Durch die günstige Lage war auf der einen Seite Düsseldorf und Köln schnell erreicht, und zur anderen Seite die Städte Dortmund, Essen und Bochum.

    2000 Jahre Schwarzwaldbauern – Schwarzwaldflößer

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    „Einer für Alle und Alle für Einen!“ Dieser wohl elementare Grundsatz umfassender Solidarität galt längst nicht erst für D’Artagnan und seine Drei Musketiere. Wer in einem, einst sehr rauen, Ur-Waldgebiet wie dem Schwarzwald leben, überleben, zu Wohlstand oder gar zu Reichtum gelangen wollte, musste dieses Prinzip tief in sich verinnerlicht und lebenslang in sich tragen und praktizieren. Die Waldbauern, ebenso die Waldflößer durften sich hierbei in bester, weil „nobler“ Gesellschaft wiederfinden. Denn der europäische Adel lebte und herrschte ebenfalls nach diesem Grundsatz, wenngleich auf deutlich andere Weise (Eine Quelle: Karina Urbach, „Hitlers heimliche Helfer – der Adel im Dienste der Macht“, Theiss Verlag 2019). Er tut dies wohl auch heute noch, wenngleich mehr im Verborgenen, Loden bekleidet

    Die Lernwerkstatt der Badischen Landesbibliothek

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    Die Badische Landesbibliothek hat im März 2023 die Lernwerkstatt eröffnet, eine offene Lernumgebung, die auf „Lernen im Austausch“ abzielt. Die Lernwerkstatt kombiniert eine freie Lernfläche mit einem Seminarraum – auf beiden Flächen findet ein breites Veranstaltungsprogramm statt. Die Lernwerkstatt ist die räumliche Heimat der Teaching Library, die seit 2010 Schulungen und Workshops im Bereich wissenschaftliches Arbeiten und Informationskompetenz anbietet

    "Das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen - 110 Jahre klassische Orchestermusik auf höchstem Niveau"

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    Das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen wurde noch in der Kaiserzeit am 12.08.1912 als ‚Orchesterverein Villingen‘ gegründet und besteht seit 110 Jahren als Verein. Die zahlreichen Namensänderungen spiegeln die wechselvolle Geschichte Deutschlands in der Zeit zweier Weltkriege, eines geteilten Deutschlands und der Wiedervereinigung wider. Die ‚Streicherabteilung‘ der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen, wurde in schwieriger Zeit im Januar 1953 in ‚Villinger Kammerorchester e.V.‘ umbenannt. Mit dem Städtezusammenschluss 1972 von Villingen und Schwenningen, der sich in diesem Jahr zum 50. Male jährt, wurde folgerichtig die Namensänderung in ‚Kammerorchester Villingen-Schwenningen e.V.‘ vollzogen und war damit einer der ersten Vereine der gemeinsamen Stadt

    Maskenstickerei

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    Auf dem Titelbild des letzten GHV-Jahrbuchs waren die Masken abgebildet, die einst den schweren, roten Vorhang des Theaters am Ring schmückten. Wir wissen, dass diese Artefakte, die Komödie und Tragödie symbolisieren, auf der Grundlage einer zeichnerischen Vorlage des Villinger Kunstmalers Richard Ackermann als Kunststickerei entstanden, die in ihrer filigranen Ausführung Generationen von Theater- und Kinobesucher(innen) in ihren Bann zog, bevor der sie tragende Vorhang sich öffnete und die Vorstellung beginnen konnte

    Geologie und Geschichte der Kloster- und Münstersteinbrüche von Tennenbach

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    Verborgen in den waldreichen Emmendinger Vorbergen (Abb. 1 und 2) liegt das Tennenbacher Tal mit dem kleinen Tennenbächle, dem aus westlicher Richtung das Aubächle zufließt. Wilhelm Jensen schreibt über das Tal: "[...] es giebt wenig Stellen im Schwarzwald, welche derartig mit einem Gefühl der Vergänglichkeit irdischer Dinge berühren, als dieser sonderbar stille, weltabgelegene Rest des Klosters Thennenbach, um den ringshin die Natur sich ihr ältestes Recht zurückerobert hat." Auch wenn das Tal heute, besonders an den Wochenenden, nicht mehr so still ist wie damals: Das beschriebene Gefühl löst dieser Fleck bis heute aus

    Geschichte erzählen

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    Die Beziehung von Prof. Dr. Hugo Ott zum Alemannischen Institut war eng – und nicht nur, weil sie das Geburts- respektive das Gründungsjahr 1931 teilen. 56 Jahre war er Mitglied und davon über 30 Jahre stellvertretender Vorsitzender des Alemannischen Instituts. Auch an anderen Stellen war sein Engagement langfristig ausgelegt: 40 Jahre war er Schriftleiter des Freiburger Diözesan-Archivs und 47 Jahre Mitherausgeber der Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte. Hugo Ott wurde 1966 ins Alemannische Institut berufen. Die Aufnahme in den Mitgliederkreis war aber nicht sein erster Kontakt mit dem Alemannischen Institut. 2006, als das Institut – und natürlich auch er – den 75. Geburtstag feierten, bat ihn die Geschäftsführerin des Instituts um einen Beitrag für die Festschrift. Daraufhin entstand der Text: "Mein erster Vortrag im Alemannischen Institut im Sommersemester 1965 am 20. Mai mit dem Thema: ‚Zur Problematik der Klostervogtei St. Blasien‘", in dem er unter anderem schildert, wie er 1959 anlässlich einer Geburtstagsfeier seines akademischen Lehrers Clemens Bauer erstmals mit Friedrich Metz in Kontakt kam, der damals Vorsitzender des Alemannischen Instituts war

    Der Reichenauer Abt Georg Fischer

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    Die heutige katholische Pfarrkirche St. Maria und Markus in Reichenau-Mittelzell wurde als Klosterkirche der Benediktiner-Reichsabtei auf der Reichenau erbaut. Der Kernbestand des heute bestehenden Münsters geht auf einen Neubau zurück, den Abt Berno (1008–1048) nach einem Brand des Vorgängerbaues errichten ließ. Sie beherbergt ein beeindruckendes Kleinod, das bisher nur wenig beachtet wurde. Im Chor hinter dem Hochaltar auf dem Fußboden, eingebettet in einen grauen Sandstein von 2,0 x 1,0 m, liegen als gravierte Messingtafeln die Figur und das Wappen des 1519 verstorbenen Reichenauer Abtes Georg Fischer. Es handelt sich um die Fragmente einer Grabplatte. Die in einem Stück gegossene, lebensgroße Gestalt misst in der Höhe 1,68 m, ihre maximale Breite beträgt 0,68 m. Das Wappen ist 0,25 m hoch und 0,24 m breit

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