RegionaliaOpen Badische Landesbibliothek
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    Die Wutach im Schwarzwald und die Papierfabrik Neustadt

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    Im Jahr 1972 geschieht in der kleinen Schwarzwaldstadt Donaueschingen Erstaunliches. Aktive der Freiburger Aktion Umweltschutz demonstrieren, verteilen Infoblätter und verlangen die Abwasserklärung der fürstlichen Papierfabrik in Neustadt und die Beendigung der massiven Wasserverschmutzung der Wutach. Nach langem Streit und wirtschaftlichen Verwerfungen wird endlich eine Kläranlage eingebaut. Ein erster Erfolg für den Wasserschutz und den Schutz unserer Bäche und Flüsse, an dem eine damals noch junge Umweltbewegung ihren Anteil hat. Wenn heute in Bächen und Flüssen wieder gebadet werden kann, wenn die Lachse langsam zurückkehren, dann sollten wir daran erinnern, dass diese Erfolge nicht vom Himmel gefallen sind, sondern teilweise hart erkämpft werden mussten

    Quand le livre devient œuvre d’art

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    Tout a commencé lorsqu’on voulut un sapin de Noël dans l’espace d’accueil principal de la Badische Landesbibliothek*1. Ou plutôt, il y eut le désir de créer un "sapin de Noël de bibliothèque". Bien sûr on voulait qu’il soit grand, vert et comme le dit la chanson, qu’il "garde sa parure". Les livres à reliure verte sont en fait assez rares sur les rayons des bibliothèques scientifiques sauf… ceux du National Union Catalog*2, le "NUC", qui fut pour des générations de bibliothécaires un outil essentiel et demeura leur référence absolue durant des décennies. Mais sa "belle époque" était révolue bien avant l’avènement du nouveau millénaire, les catalogues électroniques l’ayant définitivement détrôné. Mais voici qu’en 2010, peu de temps avant Noël, les volumes du NUC connurent une "renaissance verte" dans l’entrée de la BLB, sous la forme d’une construction pyramidale atteignant 1m90 de haut, toute faite de livres empilés. Et il se produisit ceci*3 : ces volumes du NUC, que la poussière avait commencé à recouvrir, attirèrent l’attention des usagers et des visiteurs, à la grande joie des bibliothécaires qui répondaient volontiers à leurs regards interrogateurs (voir ill. ci-dessous). À présent, ce sapin est devenu une sorte de tradition et tous les ans on le reconstruit tout en livres, dans le foyer de la BLB. Comme au premier jour, il capte l’attention des visiteurs et se retrouve sur quantité de selfies sur les réseaux sociaux. Suite au succès que connut en 2010 notre arbre de Noël très particulier, l’idée nous vint alors de créer une LibrARTy. Ce mot, contraction de "library" et d’ "art", voulait évoquer la symbiose du livre, réservoir de savoir, et de la création artistique… Le livre lui-même deviendrait création, oeuvre d’art. Le concept serait le suivant : le NUC, devenu objet d’art, reste ainsi vivant et connaît même une nouvelle, quoique bien différente, "période de gloire". Vingt-quatre artistes de Karlsruhe et de sa région travaillèrent sur ce projet et il en sortit un ensemble artistique formé d’oeuvres totalement indépendantes, chaque objet ayant son individualité, les unes encore en rapport avec la fonction originaire du NUC en tant que catalogue, d’autres s’en éloignant résolument

    Die Pfandschaft Eppingen

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    Beginnen wir mit einem Gedankenexperiment: Nehmen wir einmal an, die Regierung der Bundesrepublik Deutschland käme auf die Idee, einzelne ausgewählte deutsche Städte zum Zwecke einer schnellen und efektiven Kapitalbeschaffung an finanzstarke Investoren im Rahmen eines Pfandgeschäftes zu veräußern. Nehmen wir weiter an, Eppingen gehörte zum Kreis dieser "ausgewählten" Städte, die pfandweise vergeben – oder besser gesagt, verscherbelt werden sollten. Einzig und allein die Regierung und der Investor handelten die Vertragsbedingungen aus, die ohne eine Befragung der Eppinger Bürgerschaft Geltung bekämen. Ein Einspruch wäre nicht möglich! Sämtliche Steuern und Abgaben der berufstätigen Bevölkerung flössen von nun an in die Taschen des Investors, der völlig frei, ohne sich vor irgendjemand verantworten zu müssen, über diese Geldmittel verfügen könnte. Die Pfandsumme hingegen, die der Staat für Eppingen und die anderen verpfändeten Städte kassierte, könnten die Mitglieder der Regierung ebenso frei verwenden, um etwa zukunftsweisende Projekte zum Wohle aller zu initiieren oder um die Staatsfinanzen zu sanieren, aber auch um – ganz privat – die eigenen Taschen zu füllen

    Geschichte - das sind Menschen, nicht Jahreszahlen

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    1250 Jahre Geschichte – eine solche Zahl geht weit hinaus über das, wovon wir uns als Menschen ein konkretes Bild machen können. Sie übersteigt entschieden unsere Vorstellungskraft. 1250 Jahre Geschichte, das bedeutet umgerechnet fast eine halbe Million Tage. Konkret am Beispiel von Heidelsheim: Eine halbe Million Tage von der 770 erstmals erwähnten fränkischen Siedlung über die Reichsstadt des Mittelalters und die Stadtgemeinde im 19. und 20. Jahrhundert bis hin zum heutigen Stadtteil von Bruchsal

    Brettener Spuren

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    Wie eine geniale Idee laufen lernte

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    Am 25. September 1992 fuhr der erste offizielle Stadtbahnzug auf Bundesbahngleisen von Karlsruhe kommend in Höhe der Hermann-Beuttenmüller-Straße am Haltepunkt „Bretten-Mitte“ ein. An Bord: die ganz hohe Prominenz, bestehend aus Verkehrsminister Hermann Schauffler, DB-Chef Heinz Dürr, Reg. Präsident Dr. H. Scheuer, Landrat Dr. Bernhard Ditteney, Staatsminister Erwin Vetter und Karlsruhes OB Prof. Dr. Gerhard Seiler. Im Führerstand saß der damalige Geschäftsführer der Karlsruher Verkehrsbetriebe und der Albtalverkehrsgesellschaft, Dipl.-Ing. Dieter Ludwig persönlich, der Mann, der noch vor seinem Tode am 15.07.2020 mit 81 Jahren als „Nahverkehrspapst“ in die Geschichte einging. Empfangen wurden alle von OB Paul Metzger, Bürgermeister Willi Leonhardt, Mitgliedern des Brettener Gemeinderates, Amtsleitern, der Brettener Prominenz, der interessierten Öffentlichkeit und vielen Pressevertretern. Die spannende Frage ist: Wie kam es überhaupt dazu, dass dieser Stadtbahnzug und am Ende unzählige Stadtbahnzüge aus dem Karlsruher Straßenbahnnetz mit Gleichstrom hinaus auf den Bundesbahnschienen und Schienen anderer Verkehrsbetriebsgesellschaften mit Wechselstrom in die ganze Region fuhren und sich somit ein optimaler Verkehrsverbund ergab? Ganze 660 km umfasste dieses Streckennetz dann später

    Die Kreuzkröte (Epidalea calamita) in der Riedbaar

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    Stellen Sie sich vor: Im Frühsommer ein lauer, stimmungsvoller Sonnenuntergang am Hüfinger Riedsee und Sie wandern gemütlich um den See. Die Sonne glitzert auf dem Wasserspiegel mit ihren letzten Strahlen vom Hüfinger Kirchturm her. Die vergangenen Tage hatte es geregnet. Und so finden sich ganz neu entstandene kleine Tümpel im Kiesabbaubereich. Nicht tief, fast keine Vegetation und noch gar keine anderen Lurche, geschweige denn Fische darinnen. Von dort hören Sie mit Einbruch der Dunkelheit einzelne Rufe, die sich wie ein „Sägen“ anhören: Rau und andauernd, in gleichbleibender Tonlage, und dann stimmen weitere Rufer ein, zu einem Chor, der die Luft vibrieren lässt. Das ist der Sängerwettstreit vom Riedsee, nur hier zu hören und wie Sie richtig vermuten, hier geht’s um die Gunst der Damenwelt. Die Männchen der Kreuzkröte sind in Balzstimmung

    Frühe Stromgewinnung im Hintervillinger Raum

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    Das ausgehende 19. und beginnende 20. Jahrhundert war auch im Hintervillinger Raum, ganz wie im Gebiet des heutigen Schwarzwald-Baar-Kreises und darüber hinaus, eine Zeit des Aufbruchs und Vorwärtstastens im Bereich der Elektrizitätsversorgung kleiner Gemeinden. Während auf der Baar und an der jungen Donau erste Wasserkraftwerke schon vor dem Jahr 1900 Strom produzierten, begann die Ära der Elektrizitätsgewinnung in den Städten nahe Fischbach erst rund ein Jahrzehnt später

    Das Denkmal von 1988 im Fürstlichen Park zum 75. Jahrestag der Gesellschaft der Musikfreunde

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    Seit der Errichtung dieses Denkmals sind 33 Jahre vergangen, und doch steht das Monument aus poliertem Edelstahl in der Nähe des Schwanenweihers strahlend vor uns, als sei es gestern errichtet worden. Die Initiative ging von Roland Mall aus. Fürst Joachim zu Fürstenberg stellte den Platz zur Verfügung. Die beiden Initiatoren teilten sich die Kosten. Ausführender Künstler war der Mundelfinger Maler und Bildhauer Hans Koppenhöfer. Die festliche Enthüllung des Denkmals fand am 14. Oktober 1988 statt. Der Festakt im Museumssaal (heute Museum Art.Plus) wurde umrahmt mit dem Streichquartett op. 16 von Paul Hindemith, das 75 Jahre zuvor bei den ersten Kammermusikaufführungen uraufgeführt worden war

    Geroldsecker Land. – 64 (2022)

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