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Spätgotische Zahlen"spiele"
Die Beschäftigung mit spätgotischen Jahreszahlen setzt die Bereitschaft voraus, eine große Anzahl historischer Gebäude aufzusuchen und Inschriften zu erfassen. Man findet sie an Profanbauten, vor allem aber an und in Kirchen und Klöstern, hier auf Grabplatten und Epitaphien. Für eine einzelne Person ist eine umfassende Untersuchung kaum möglich, und so bleibt nur die Beschränkung auf eine überschaubare Region: Kraichgau und nördlicher Schwarzwald. Infolge dessen kann die vorliegende Arbeit nur als erster kleiner Anfang einer später weiterzuführenden Beschäftigung mit diesem Tema angesehen werden
Kurios, verstaubt, museumsreif?
Die Stadt Bretten verfügt über drei städtische Museen. Das aus dem Jahr 1585 stammende Gerberhaus zeigt die Arbeits- und Wohnkultur des 18. Jahrhunderts, das Deutsche Schutzengelmuseum im Schweizer Hof ist hingegen den überirdischen Helfern unterschiedlicher Kulturen gewidmet. Zusätzlich befindet sich in den Räumen des historischen Baus des Schweizer Hofes das Stadtmuseum, welches durch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zum Leben erweckt wird und zahlreiche Museumsinteressierte anzieht. Inhaltlich handelt es sich somit um drei volks- bzw. heimatkundliche Museen, die in Deutschland 43,5 % (Stand 2018) der bundesweiten Museumwelt ausmachen, wobei in Baden-Württemberg rund 51 % unter öffentlicher Trägerschaft stehen. Seit März 2020 verfügen die Städtischen Museen in Bretten über ein neues
Sammlungskonzept sowie ein neu eingerichtetes Depot. Die im Museumsbestand vorhandenen Objekte reichen von zahlreichen archäologischen Funden aus Bretten und der näheren Umgebung über Möbel aus unterschiedlichen Epochen als
Zeugnisse der ländlichen und städtischen Sachkultur bis hin zu Gemälden und Zeichnungen der letzten vier Jahrhunderte
Erstfunde des Wicklers Cydia interscindana (Möschler, 1866) in Baden-Württemberg (Lepidoptera, Tortricidae)
Der Wickler Cydia interscindana hat sich in den letzten Jahren von seinem angestammten westmediterranen Verbreitungsgebiet in viele Länder ausgebreitet. Nach den ersten Funden in Nordrhein-Westfalen 2018 wurde er auch in Baden-Württemberg ab 2019 in nun vier aufeinanderfolgenden Jahren nachgewiesen und scheint hier zumindest lokal etabliert zu sein. Untersuchungen aus Ungarn zeigen, dass neben dem im ursprünglichen Verbreitungsgebiet als Nahrungspflanze genutzten Stechwacholder (Juniperus oxycedrus) dort auch weitere Zypressengewächse zur Entwicklung genutzt werden
Scheffheu - ein Tannenwunder
Nein, mit der Flößerei hat es auf der Wutach nicht mehr geklappt, wie uns nicht zuletzt in Heinrich Hansjakobs Theodor, der Seifensieder bestätigt wird: Die Wolfacher Schiffergesellschaft, die den wilden Fluss für die stammweise Flößerei herzurichten versprach, ist damit 1847 kläglich gescheitert bei einem Gesamtschaden von 200.000 Gulden. Und auch Kaiser Wilhelms II. „strategische“ Sauschwänzlebahn, 1890 mit Tunneln und Kehren in Betrieb genommen, hat sich nicht mehr sonderlich bewähren dürfen für den Abtransport des fürstlich fürstenbergischen Stammholzes. Doch irgendwie ist das Nadelholz immer in den Sägewerken gelandet – auch vor der Erschließung mit Lkw-tauglichen Forstwegen. Mit langschäftigem Nadelholz lässt sich Geld verdienen in der Waldwirtschaft
Schülerkarten aus Meßkirch
Im April 2016 sind im Band 59 der „Schriften der Baar“ vier Schülerkarten der Realschule Meßkirch veröffentlicht worden. Sie stammten aus den Jahren 1919 und 1922 bis 1924. Nun sind zwischenzeitlich weitere zwei Karten aus den Jahren 1907 und 1915 aus Meßkirch aufgetaucht, die im Folgenden kurz vorgestellt werden
Ein einheitlicher Naturraum mit unterschiedlichen Entwicklungswegen?
Nur wenige Studien sind der Geschichte des Oberrheingebiets als solchem gewidmet. Die Geschichtsschreibungen für das Elsass, für Baden, für Basel, für die Südpfalz erfolgen jeweils objektbezogen mit nur einigen Ausblicken auf die Nachbargebiete. Ein historischer Überblick lässt sich in sieben Zeitabschnitte einteilen
Ein ganzes Jahr mit Reuchlin
Im Jahr 2022 steht der 500. Todestag des großen europäischen Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) an, der sich selbst stets als »aus Pforzheim gebürtig« bezeichnete. Das Jubiläum des 500. Todesjahres wird in den Orten seines Wirkens mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. In seiner Geburtsstadt ist ihm ein eigenes Museum gewidmet. Was wissen wir über Johannes Reuchlin? Warum blieb die Erinnerung an ihn fünfhundert Jahre lang lebendig
Nachruf Reinhold Burri
Liebe Uschi, liebe Familien Burri und Wolber, werte Trauergemeinde! Die Vereinslandschaft der Gemeinde Dunningen betrauert zusammen mit euch allen den Tod von Reinhold Burri. Wir verlieren mit Ronne einen großzügigen Unterstützer und Gönner. Von 1957-1959 war er Präsident der Holzäpfelzunft, die damals noch Narhalla genannt wurde. Der Fasnet blieb er auch nach seinem Umzug auf den Sulgen treu und bekleidete bei der dortigen Krattenmacherzunft elf Jahre das Amt des Präsidenten. Im Zuge der Vorbereitungen zum 90-jährigen Jubiläum der Holzäpfelzunft 1996 nahm Ronne die Kontakte nach Dunningen wieder auf und bereicherte den Festabend mit einem Auftritt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als er mit seinem Equipment ziemlich spontan auftauchte und ich dachte „Welcher Knaller braucht jetzt noch ein Verlängerungskabel?“ Von da an nahm er wieder regen Anteil an der Dunninger Fasnet und dem Vereinsgeschehen der Holzäpfelzunft, was er auch durch diverse Auftritte am Bürgerball unterstrich
Zwischen Drittem Reich und Bundesrepublik
Vor mehr als 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zuende. Alliierte Truppen besetzten oder befreiten, je nach Sicht, das Deutsche Reich. Damit fand ein beispielloses mörderisches Kämpfen sein Ende. Die Welteroberungsfantasien des nationalsozialistischen Regimes und seiner Verbündeten hinterließen einen Kontinent in Trümmern und eine bis heute schwer abzuschätzende Zahl an vielen Millionen Todesopfern. Wenn, so Hermann Hesse, in jedem Anfang ein Zauber innewohnt, so mag man sagen, hatte ihn die Welt 1945 besonders nötig. Im Jahr 2021 wurde dem Ladenburg der Jahre 1945 bis 1949 eine Ausstellung gewidmet, die in angepasster Form im Folgenden präsentiert wird. Es ging also um die Stadtgeschichte in der Besatzungszeit bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland. In dieser umfassenden Form betrat die Ausstellung Neuland. Da zahlreiche Themen dargestellt gehörten, der Platz aber oft begrenzt war, lag der Blick eher auf den Veränderungen dieser Jahre, weniger auf den ebenfalls ausmachbaren Kontinuitäten. Insgesamt lässt sich aber ohne Übertreibung sagen, dass die Stadt so vielfältige Umwälzungen zumindest seit den Kriegen mit der und den einhergehenden Zerstörungen durch die französische Armee im 17. Jahrhundert nicht mehr erlebt hatte
Elz
Über den Verfasser Axel Mayer: 1955, geboren in einer Teninger Arbeiterfamilie, seit der Bauplatzbesetzung im elsässischen Marckolsheim 1974 aktiv im regionalen, grenzüberschreitenden Natur- und Umweltschutz und der Friedensbewegung im Dreyeckland. Langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Riegel (ab 1978 bis 1991), einer der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen (Wyhl). In der "wilden" Gründungsphase Mitstreiter von Radio Dreyeckland, heute nur noch Mitglied. (Alt-)BUND-Regionalgeschäftsführer für die Region Südlicher Oberrhein (1.12.1991–30.12.2019). Seit dem Jahr 2005 Vizepräsident im "Trinationalen Atom-Schutzverband der Bevölkerung um das Atomkraftwerk Fessenheim" (TRAS), nach einigen Jahren in Teningen und Riegel heute in Endingen wohnend. Vermessungstechniker, Sozialarbeiter, BUND-Regionalgeschäftsführer für die Region Südlicher Oberrhein, jetzt im Unruhestand