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    Die Stiftungsgeschichte des Hans-Thoma-Preises

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    Am 18. September 1949, zehn Jahre nach den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Hans Thomas, veranstaltete die Gemeinde Bernau erneut ein großes Fest, mit dem sie den 110. Geburtstag ihres berühmtesten Sohnes feierte. Der Festveranstaltung wurde der Titel "Hans-Thoma-Tag" verliehen. Er sollte fortan jedes Jahr im Spätsommer stattfinden und die Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung in das Bernauer Hochtal locken. Dem ersten "Hans-Thoma-Tag" maß aber nicht nur die Gemeinde Bernau erhebliche Bedeutung bei, sondern auch die badische Landesregierung. Sie war mit nicht weniger als drei ihrer prominentesten Vertreter angereist. So wohnte neben Wirtschafts- und Arbeitsminister Eduard Lais und Landwirtschaftsminister Alfons Kirchgäßner auch der badische Staatspräsident Leo Wohleb höchstselbst der Veranstaltung bei, außerdem trat er in seiner Eigenschaft als Minister für Kultus und Unterricht auf – ein Amt, das er in Personalunion mit dem des Staatspräsidenten ausübte. Verlieh allein schon Wohlebs Anwesenheit den Feierlichkeiten eine gewisse Prominenz, wurde deren Bedeutung noch durch einen weiteren Akt unterstrichen: In seiner Festansprache verkündete Wohleb die Stiftung eines Landeskunstpreises, der den Namen Hans Thomas tragen sollte. Mit diesem Preis sollte, wie es in einem kurz nach der Feier verfassten Aktenvermerk des Ministeriums des Kultus und Unterrichts hieß, ein "junger badischer Künstler" geehrt werden, "der seine Begabung und Fähigkeit unter Beweis gestellt hat". Der Preis sollte mit 2.000 Mark dotiert werden, was für die damalige Zeit einen ansehnlichen Betrag bedeutete. Seine Verleihung sollte jeweils im Rahmen der Hans-Thoma-Tage erfolgen

    "Der Hans Thoma Gedenkpreis macht auch dieses Jahr wieder einiges Kopfzerbrechen"

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    "Ich habe mich aber schon vor Jahren aus grundsätzlichen Erwägungen heraus entschlossen, keiner Kunst-Jury anzugehören, solange ich meine derzeitige Funktion beim Staat versehe […]. Ich muss den Staat vor dem Vorwurf bewahren, dass er auf dem Gebiet der Kunst reglementierend eingreift." Mit diesen programmatischen Worten lehnte der Leiter der Kunstabteilung des Kultusministeriums Baden-Württemberg, Ministerialrat Wolf Donndorf, am 11. April 1963 das Angebot der Künstlergilde Ulm ab, bei der Jury für den Ulmer Jugendkunstpreis den Vorsitz zu übernehmen. Doch gerade Donndorf wusste, dass die Realität anders aussah, dass nämlich auch der Staat, den er repräsentierte, auf vielfältige Art und Weise nicht nur regelnd in den Kunstbetrieb eingreifen konnte, sondern dies auch in einigen Bereichen permanent tat. So entschied die staatliche Ankaufskommission, in der neben Donndorf die Direktoren der Staatlichen Kunsthallen und Galerien Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg saßen, über den Ankauf von Kunstwerken und damit letztendlich auch über die Förderung der jeweiligen Kunstrichtungen. Darüber hinaus hielt das Kultusministerium mit seinem Vorschlagsrecht an die Kultusministerkonferenz über die Vergabe von Stipendien an der Villa Massimo in Rom und der Cité Internationale des Arts in Paris ein Instrument in der Hand, das bestimmte, ob und welche Vertreter ihre weitere Entwicklung unter materiell abgesicherten Verhältnissen, kurzzeitig unbeeinflusst von den Anforderungen des Kunstmarkts, fortsetzen konnten. Die Mitwirkung bei der Vergabe von Kunstpreisen gehörte zweifelsohne in die Reihe der einflussnehmenden Faktoren, da damit nicht nur ein künstlerisches, sondern immer auch ein kunstpolitisches Werturteil verbunden war. Ob Donndorf, als er die Ablehnung nach Ulm formulierte, die zurückliegende Diskussion über den bis dato einzigen staatlichen Kunstpreis, den das junge Bundesland Baden-Württemberg jährlich vergab, den "Hans Thoma-Gedenkpreis", vor Augen hatte, wissen wir nicht

    Die "Zigeunerfamilien" Guttenberger in Markgröningen und Schorndorf

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    Im Jahr 1807 legte das königliche Oberamt in Ludwigsburg Markgröningen als künftigen Wohnsitz für Andreas Guttenberger fest und fügte als Hinweis hinzu, dass die Stadt die notwendige Unterstützung für die Familie übernehmen müsse. Guttenberger war zuvor »Hartschier«, so nannte man Soldaten in der Leibgarde, in der »sogenannten Arbeitscompagnie« gewesen. Warum die Wahl des Oberamts ausgerechnet auf Markgröningen fiel, ließ sich nicht ermitteln. Vielleicht, weil es hier eine reiche Stiftungspflege gab? Die Stadt hatte die siebenköpfige Familie nach § 21 der württembergischen Polizeiverordnung vom 11. Juli 1807 zu versorgen. Der 1773 geborene Andreas Guttenberger war seit 1795 mit Regina Katharina Mel (Nel?) verheiratet, mit der er fünf Kinder hatte. Zur Herkunft des Familienoberhaupts gibt es widersprüchliche Angaben. Einmal heißt es, dass er aus Lichtenstern (Landkreis Heilbronn) stamme, einer anderen Quelle nach war er im Elsass zur Welt gekommen

    Berthold Zimmermann

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    Berthold Zimmermann in wenigen Sätzen zu würdigen, ist eigentlich unmöglich. Vieles kann deshalb nur angedeutet werden. Nennen wir es eine Stichwortsammlung. Stichwort 1: Bürgermeister. 1935 in Karlsruhe geboren und in Rußheim aufgewachsen, absolvierte Berthold Zimmermann nach dem Abitur seine Verwaltungsausbildung beim Landratsamt Karlsruhe, bevor er in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen an leitender Stelle tätig war. Als 1971 die neu gegründete Stadt Kraichtal mit ihren neun Stadtteilen einen Bürgermeister suchte, setzte er sich in einem spannenden Wahlkampf gegen starke örtliche Konkurrenten durch

    "Es war ein Ereignis ersten Ranges"

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    Das Jahr 1866 war ein Meilenstein für die Entwicklung der Elektrotechnik. Der deutsche Ingenieur und Unternehmer Werner von Siemens erkannte das dynamoelektrische Prinzip, aus dem er die erste Dynamomaschine entwickelte. Auf wirtschaftliche Weise wandelte diese Maschine mechanische Kraft in elektrische Energie um. Mit ihrer Hilfe konnte an jedem beliebigen Ort elektrischer Strom erzeugt werden. Für die Zukunft stellte diese technische Neuerung eine preiswerte Stromerzeugung in Aussicht – und sie war zugleich der Ausgangspunkt für die moderne Elektroindustrie und Elektrizitätswirtschaft

    Der Weißenburger Klosterhof in Riexingen

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    Von dem Klosterhof in Riexingen hört man erstmals aus dem Codex Edelini, einer Güteraufzeichnung des Klosters Weißenburg im 9./10. Jahrhundert, als sich Herzog Otto von Worms diesen und 67 weitere Höfe des Klosters einverleibte. Das Anwesen war eine klösterliche curtis mit Zubehör, die sich flächenmäßig mindestens über Ober- und Unterriexingen erstreckte. Diese Grundherrschaft war wohl im Auftrag des Königs im 7./8. Jahrhundert an der alemannisch-fränkischen Grenze eingerichtet worden. Im Folgenden werden Ähnlichkeiten in der Anlage der Klosterhöfe von Bietigheim und Oberriexingen herausgearbeitet, und der Vergleich mit dem zeitgleichen und gut erforschten Herrenhof von Gammertingen gibt Hinweise auf die Rekonstruktion des Anwesens von Oberriexingen. Durch intensive Geländebegehungen und Kartenstudium konnte das alte Straßensystem, an dem Bietigheim und Oberriexingen lagen, nachgezeichnet, eine mansio entdeckt und eine römische Nutzung wahrscheinlich gemacht werden

    Uyun Saglanak

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    Ali Korkmaz – wer kennt ihn nicht? Wohl über die Gemeindegrenzen Dunningens ist er als Wirt der „Braustube Wehle“ bekannt. Seine familiären Wurzeln entstammen aus der Türkei/ Ostanatolien. In dieser Region wird neben türkisch auch kurdisch gesprochen. Kurdisch ist die Muttersprache von Ali Korkmaz, der in den folgenden Ausführungen nur noch mit „Ali“ benannt wird. Er wurde als fünftes Kind einer Bauernfamilie mit siebe Kindern in Izollu Kögü geboren. Ein Ort, der zu dem Bezirk Besni, welcher in Südostanatolien liegt, gehört und heute ca. 1.500 Einwohner zählt

    100 Jahre Natur erleben, beobachten, begleiten im Wandel der Jahreszeiten

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    Im Jahre 1922 fanden sich einige beherzte Männer zusammen, um einen Obstbauverein ins Leben zu rufen. Das Ziel des Vereins war „die allgemeine Hebung des Obstbaues innerhalb des Vereinsgebietes zu fördern“ und die Mitglieder über obstbauliche Anbau- und Pflegemaßnahmen aufzuklären. Es war die Zeitsituation, die dazu trieb, eigenes Obst in Seedorf anbauen und in unserem vom Klima nicht verwöhnten Gebiet die Lebensqualität zu fördern. Dank einiger Grundstücksbesitzer wurde es möglich, Obstpflanzungen verschiedener Sorten anzulegen, die für unseren Boden und unser Klima geeignet erschienen. In zahlreichen Zusammenkünften wurde über Pflege, Düngung, Ausbildung der Kronen, Nachpflanzungen beraten. Noch vor dem letzten Weltkrieg gab es erste Bestrebungen östlich vom „Heilenwäldle“ eine Obstanlage anzulegen. Der 29-jährige Albert Baur wurde zusammen mit dem 69-jährigen Markus Rall als Baumwart von Seedorf in einer Liste des Kreisbaumwartes Erath im Jahre 1933 aufgeführt. Nach Ausbruch des Krieges erlosch auch das Vereinsleben; aber bereits 1945 wurde die Obstanlage beim „Heilenwälde“ vollendet und von den Mitgliedern gepflegt

    "... durch's Treisamthal nach der Hölle" (J. Bader)

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    Nie stand die Diskussion um Umwelt-, Artenschutz und Biodiversität, Freiraum- und Gartenplanung mehr im Fokus als jetzt. Das haben wir aufgegriffen und stellen ein Projekt vor, in dem es um Gärten und Parks im traditionsreichen Siedlungs- und Bewirtschaftungsgebiet Dreisamtal, Zartener Becken im Osten von Freiburg geht. Mit seinen 13 Gemeinden auf einer nahezu waldlosen Fläche von rund 127 km² bildet das Tal eine eigengeprägte Kulturlandschaft, die heute mit einigen Flächen zu den geschützten FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebieten zählt und unter dem Schutz von "Naturpark Südschwarzwald" steht. Das Dreisamtal aus dem Blickwinkel seiner alten und neuen Gartenvielfalt zu sehen, die Garten-Besonderheiten und neuen Öko-Projekte zusammenzuführen und erlebbar zu machen, ist das Ziel unseres von einem Autorenteam getragenen Projekts. Historische Wurzeln werden freigelegt, alte Gartenanlagen beschrieben, Privatgärten aufgespürt, bereits erfolgreiche jüngere Aktivitäten vernetzt und Neues angeregt. Entstehen soll ein reich illustriertes, informatives und von Erlebnisberichten, literarischen Exkursen und Internetlinks begleitetes Buch

    Ein Besuch im Fürstlich Fürstenbergischen Schlosspark von Donaueschingen

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    Im Mai hatte die Verfasserin das Glück, den Fürstlich Fürstenbergischen Schlosspark in Donaueschingen unter der kundigen Führung von Hubert Mauz – zu Beginn auch Lukas Gäbele – zu besichtigen. Eine Besonderheit des altenglischen Landschaftsparks stellen Gebäude dar, die kultur- und industriegeschichtlich von herausragender Bedeutung sind. An dieser Stelle sei Herrn Mauz dafür gedankt, dass im Folgenden üppig aus seinen Untersuchungen zitiert werden kann

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