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    Kirche in Krisenzeiten

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    Die Zeit der Corona-Pandemie brachte unzählige schwierige, aber auch segensreiche Erfahrungen mit sich. An dieser Stelle kann nur ein begrenzter Einblick in das gegeben werden, was die Evangelische Kirchengemeinde Ladenburg über mehr als zwei Jahren Pandemie beschäftigte, und vor welche Herausforderungen wir alle gestellt waren. Der folgende Bericht erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Stattdessen möchte er einige Bereiche der gemeindlichen Arbeit in der Krisenzeit beleuchten. "Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist." Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer prägte diesen Satz. Für ihn war die Fürsorge für die Mitmenschen das wichtigste Kennzeichen der Kirche. Doch wie ist diese Fürsorge möglich in einer Zeit, in der es den mitmenschlichen Kontakt zu vermeiden gilt? In einer Zeit, die von "sozialer Distanz" und Kontaktbeschränkungen geprägt ist

    Die verschwundene Mauritiuskapelle des alten Botzheim

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    Wer vom Ladenburger Schwimmbad Richtung Schwabenheim wandert, kann nicht mehr sehen, dass er oder sie auf der Höhe von Neubotzheim genau durch eine ehemalige Kirche geht. Dabei stand dieses Gotteshaus, die Mauritiuskapelle, jahrhundertelang auf dem Hochufer des Neckars. Das Gebäude war zwar der Forschung bekannt, aber selbst wesentliche Fragen konnten und können nicht beantwortet werden. Konsens besteht in der nicht durch Quellen belegbaren These, das Gebäude sei die Kirche der verschwundenen Siedlung Botzheim gewesen. Die bislang bekannte historisch-schriftliche Überlieferung betrifft im 18. Jahrhundert nur noch den Abriss der Ruine. Frühere Jahrhunderte bleiben spekulativ

    Warum Mundart?

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    „Warum schreiben Sie neben hochdeutschen Texten auch Mundarttexte?“, werde ich nach Lesungen nicht selten gefragt. Auf diese Frage möchte ich auch einmal schriftlich antworten. Ich schreibe (auch) Mundarttexte, weil ich mit drei Mundarten – Fränkisch, Bairisch und Alemannisch – aufgewachsen bin. Das Alemannische wurde in meiner Kinder- und Jugendzeit in Lahr noch viel gesprochen. Mundart hat mir ein Stück Kindheit bewahrt und Behausung gegeben und berührt mich heute noch, wenn ich eine der oben genannten Mundarten irgendwo höre. Es kann für eine Person mehrere Sprachheimaten und Sprachidentitäten geben, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Die Mundart wird oft in Verbindung gebracht mit Enge, Provinzialität und Ausgrenzung. Auch das Verlogen-Liebliche, das Bequem-Behäbige, das Grobe wird ihr zugerechnet. Ist aber die Hochsprache davor gefeit? Und: Kennt nur die Hochsprache das Abgründige, Absurde? Hat nur sie Witz und Ironie? Umgekehrt: Ist wirklich nur Mundart das Urwüchsigere, Echtere, Bodenständige, Autochthone? Der Rückruf in das Geheimnis des Anfangs, in das Raunen des Ursprungs? Ich glaube nicht

    Die Schiltacher Mundart - eine schwäbische Sprachinsel im oberen Kinzigtal

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    Mehr als ein Vierteljahrhundert in einer Landarztpraxis führt einem vor Augen, wie sich demographisch die Bevölkerung ändert, aber hautnah kann man auch die sprachlichen Veränderungen miterleben. Schou bal wurd s kuen mae gei, wo aeser Schbroch no ka. Sieser Satz einer bodenständigen, „uralden“ Schiltacherin bringt das Problem des Schiltacher Dialektes auf einen Punkt. Die Anzahl der rein Mundart sprechenden Einheimischen ist im Jahr 2021 an einer Hand abzulesen. Der Kreis der Sprecher, die zumindest sich weitgehend der Grammatik und des Wortschatzes des ansässigen Dialekts bedienen, ist im Wesentlichen auf eine Altersgruppe von 60 aufwärts begrenzt und sinkt mit jedem Jahr. Und von Jahr zu Jahr nähert sich die typische Grammatik und Aussprache dem Honorationenschwäbischen an, einem weniger stark mundartlich gefärbten Schwäbisch, und typische Dialektwörter geraten in Vergessenheit. Das Hochdeutsch ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch

    Verborgenes Juwel

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    Ein Kräutergarten auf klösterlichem Gelände? Manche denken da vielleicht an den mittelalterlich tradierten "Hortus conclusus". Wer freilich gezirkelte Beete hinter hohen Mauern sucht, geht am Oberrieder Kräutergarten vorbei, umrundet ihn vielleicht sogar unvermutet, sieht vorerst nur Sträucher und Gehölze, die seine Rundung umschließend verbergen, Kennern allerdings schon einiges vom Konzept verraten. Machen wir uns auf den Weg

    Seelsorge durch Pflanzen

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    Der Kräutergarten hinter der Pfarrkirche St. Marien in Gengenbach ist ein Refugium. Die Anlage ist verwandt mit dem Hortulus des Wahlafried Strabo auf der Reichenau. Zunächst sieht man eine weiße Mauer an der Rückseite der ehemaligen Klosteranlage. Sie verdeckt, was noch kommen soll. Man lässt die Augen wandern. Verborgene Schönheit ziert sich. Nutzt man den Eingang an der Mauer, vorbei an einem Hinweisschild, ist man zunächst von der Apsis der Kirche St. Marien und allen umliegenden Baulichkeiten in Bann geschlagen. Eine großartige Kulisse für das Gärtchen! Die kurze Wallfahrt ist aber noch nicht zu Ende: Stufen, danach die kleine Pforte in das leicht erhöhte Areal des Kräutergartens, erst jetzt bietet sich dem Blick das verwunschene Kleinod. Es fügt sich diskret in eine historisch gewachsene Nische ein und entfaltet dort den Zauber seines floralen Reichtums

    "Ein Garten ist eine Kunstnatur" Robert Musil, 1880-1942

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    Fragt man Offenburger Bürger nach einer Park- oder Gartenanlage, so werden meist der Zwingerpark oder die Rosenanlage an der Stadtmauer genannt. Ganz im Verborgenen aber, gleichsam auf den Zinnen der Stadtmauer und in der Nähe der Pfarrkirche Heilig Kreuz, liegt der Vinzentiusgarten, eine Anlage aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch in der Nähe der Stadtmauer und an deren östlicher Seite setzen Schülerinnen und zwei Lehrerinnen der Klosterschulen Unserer Lieben Frau Ideen um zur Gestaltung eines Schulgartens. Er wird von der Schulgemeinschaft und den Ordensschwestern, Augustiner Chorfrauen, wie auch von Besuchern gerne genutzt

    Dannemarie im Elsass

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    Die kleine Stadt Dannemarie im Sundgau, ganz im Süden des Elsass gelegen, war einst "Hauptstadt" des Elsass – genauer die Hauptstadt des französischen Elsass während des Ersten Weltkriegs. Im August 1914 wurde sie von französischen Truppen eingenommen und diente Frankreich als Symbol für ein künftiges »zurückerobertes« Elsass. Der Ort hat unlängst eine Gedenkstätte eröffnet, die an diese wenig bekannte historische Situation erinnert

    Die Hochzeit des Figaro, Fürstenberg-Marsch und Leontinen-Gavotte

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    In vier Teilprojekten konnten bis März 2021 mit Unterstützung der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg die Donaueschinger Musikhandschriften im Umfang von ca. 230 000 Images digitalisiert und somit für die Forschung zur Verfügung gestellt werden. Damit ist die Digitalisierung des Gesamtbestandes an Musikhandschriften aus der Provenienz Donaueschingen zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Der Beitrag gibt einen Überblick über den Bestand, den Projektverlauf und dessen Ergebnisse

    Nur weg von den "zanksüchtigen Speyerern"

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    Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn legte vor 300 Jahren den Grundstein für das Bruchsaler Barockschloss. Es war für 80 Jahre die Residenz der letzten vier Bischöfe des alten Hochstifts Speyer. Ein langer Streit mit dem protestantischen Speyerer Stadtrat bewog Schönborn dazu, das Zentrum seiner Herrschaft endgültig aus der Domstadt nach Bruchsal zu verlegen

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