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    Der vierfache Schultes

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    Wenn man sich mit den Ortsgeschichten von Großbottwar, Kleinbottwar, Steinheim und Winzerhausen beschäftigt, findet sich in der Liste der Bürgermeister jeweils der Name August Scholl. Anfängliche Zweifel, ob es sich wirklich in allen Fällen um dieselbe Person handelt, erweisen sich bald als unbegründet. Ebenso schnell wird klar, dass es nicht häufig vorkommt, dass jemand in gleich vier verschiedenen Städten oder Gemeinden die Aufgaben des Bürgermeisters versah – unabhängig davon, ob dies gleichzeitig oder zeitlich nacheinander geschah. Allein schon aus diesem Grund scheint es angebracht, sich mit August Scholl, seinem Werdegang und seiner Persönlichkeit näher zu befassen. Dies gilt umso mehr, als Scholl in drei unterschiedlichen politischen Systemen das Amt des Ortsvorstehers bekleidete: zunächst in der zweiten Hälfte der Weimarer Republik, dann während der gesamten Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und zuletzt noch 14 Jahre lang in der neuen demokratischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland

    "Bücherflut und Lesewuth"

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    Bis in das 18. Jahrhundert war der Umgang mit der Schrift das Privileg des Klerus und des akademischen Gelehrtenstandes. Es waren in erster Linie die Klöster, die zur Überlieferung des abendländischen Wissens beitrugen. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen Mitte des 18. Jahrhunderts haben sich durch die überall im Lande entstandenen Lesegesellschaften neue Formen gesellschaftlicher Organisierung gebildet und das moderne Bürgertum hat sich zu einer lesenden und gebildeten Gesellschaftsschicht weiterentwickelt

    Nacht über Bretten

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    In diesem Beitrag geht der Autor der Frage nach, wie sich die politischen Ereignisse im Jahr 1933, dem Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, in den Beiträgen des Brettener Tagblattes widerspiegeln. Es wird aufgedeckt, wie die Bevölkerung der Stadt Bretten und ihres Umlandes durch die Nationalsozialisten vereinnahmt wurde und wie sie auf die offensichtliche Beseitigung der Demokratie reagierte. Dabei ist sehr deutlich festzustellen, wie rasch die Nationalsozialisten ihre Ideologie und die damit verbundenen Zwangsmaßnahmen umsetzten

    "Da war irgendwo ein wildgewordener Gauleiter in Baden, der in Nullkommanichts seine Juden los sein wollte." (Eichmann über Gauleiter Wagner)

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    Bei den Großdeportationen der südwestdeutschen jüdischen Bevölkerung durch die NS-Gauleiter Adolf Wagner und Josef Bürckel vom 22. Oktober 1940 handelte es sich um terminlich koordinierte, aber separate Abschiebungs-Aktionen. Dies zeigt sich deutlich auch an der unterschiedlichen Durchführung der Transporte. Gemeinsam hatten sie das Ziel Südfrankreich, worüber in Mannheim sogar offiziell und schon am frühen Morgen durch den Gestapo-Chef informiert wurde. Auch der Gestapo-Referent „für Judensachen“ Philipp Haas gab in Karlsruhe diese Auskunft und fügte, vielleicht zur eigenen Beruhigung, hinzu, „die Fahrt gehe nach dem Süden, in ein warmes Land“. Dass die Massenvertreibung rücksichtslos und zynisch auf das jüdische Fest „Sukkot“ gelegt wurde, könnte Anlass geben, dahinter eine besonders bösartige Schikane des Antisemitismus zu vermuten. Als Erklärung bietet sich aber auch der Umstand an, dass die Kinder schulfrei hatten und nicht aufsehenerregend aus den Schulen abgeholt zu werden brauchten

    Historische Belege pflanzenparasitischer Kleinpilze und ihrer Wirtspflanzen aus dem alten Botanischen Garten Greifswald, gesammelt zwischen 1849 und 1877

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    Aus dem Bestand des Pilzherbariums des Naturkundemuseums Karlsruhe (KR) wurden historische Belege von 27 Arten von (überwiegend parasitischen) Kleinpilzen auf 37 Pflanzenarten untersucht, die aus dem alten Botanischen Garten von Greifswald (Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern) stammen und zwischen 1849 und 1877 gesammelt wurden. Bei den Pflanzen handelt es sich um heimische Nutz- und Zierpflanzen, letztere auch von außerhalb Europas. Belege zweier eingewanderter Pilzarten (Phytophthora infestans, Puccinia malvacearum) gelten als die ältesten auf dem Gebiet des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Colletotrichum sp. auf Euphorbia sp. wird detailliert beschrieben und illustriert. Weitere historisch interessante Belege werden ebenfalls fotografisch dokumentiert. Die Bedeutung der Digitalisierung von Sammlungen für die Wissenschaft wird hervorgehoben

    Der Totenkopfschwärmer Acherontia atropos (Linnaeus, 1758) als standorttreuer Besucher in einem Bienenstock

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    In vielen Literaturstellen über den Totenkopfschwärmer finden sich Beobachtungen über sein Eindringen in Bienenstöcke als Honigdieb. Vielfach wird in älterer Literatur berichtet, dass er dabei oft von den Bienen angegriffen und totgestochen wird. Veröffentlichungen neueren Datums berichten meist jedoch vom positiven Ausgang solcher Besuche. Vom Eindringen zwecks Nahrungsaufnahme bis zum Verlassen des Bienenstocks wird mehrfach von einer zeitlichen Dauer um die 15 Minuten berichtet. Ganz im Gegensatz dazu wird in diesem Artikel das Verhalten eines eingewanderten Totenkopfschwärmers beschrieben, der an mindestens 11 aufeinander folgenden Tagen die gesamte Tageszeit im Bienenstock verbracht hat und diesen jeden Abend fast zur gleichen Uhrzeit zu nächtlichen Ausflügen verließ

    Schnecken auf der Ruine Kirneck

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    Von den ehemals heimischen 244 Arten Landschnecken in Deutschland ist auf der Baar gar nichts und im Schwarzwald fast nichts bekannt. Von diesen meist hoch spezialisierten Tieren wurden viele Unterarten und auch sicher ganze Arten ungesehen für immer ausgelöscht, und es werden auch viele noch dem Klimawandel zum Opfer fallen. Ein Grund, sich mit Schnecken auch bei uns näher zu befassen

    Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar. – 65 (2022)

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    Wandmalereien auf Pergament-Rollen

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    Irgendwann, vermutlich Anfang des vergangenen Jahrhunderts, entstanden an den Innenwänden von Villinger Gasthäusern Wandmalereien, deren Anzahl, Orte und Darstellungen allgemein nicht bekannt und nur durch Vermutungen unterlegt sind. Von einem Ort, nämlich dem Gasthaus „Schwert“ in der Färberstraße, sind – durch Zufall – solche Malereien bekannt geworden. Mit dem folgenden Fundbericht sollen die Umstände deren Entdeckung geschildert werden und im Weiteren die damit zusammenhängenden offenen Fragen dokumentiert werden

    Gottfried Wilhelm Krüger

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    Wer die Lebensläufe von Auswanderern nach Amerika im 19. Jahrhundert verfolgt, kann immer wieder feststellen, dass viele Emigranten sich schon als Jugendliche infolge von Armut und geringer Aussicht, in ihrer Heimat jemals ein ausreichendes Auskommen zu finden, zur Auswanderung nach Amerika entschlossen haben. Sie hofften, dort einmal durch Fleiß, Sparsamkeit und vielleicht auch mit etwas Glück zu Wohlstand zu gelangen. Der eine oder andere von ihnen, dessen Hoffnung sich erfüllt hatte, ist sich seiner früheren Armut noch Jahrzehnte später bewusst geblieben und wurde selbst aus Dankbarkeit über seinen einst nie für möglich gehaltenen Reichtum zu einem Wohltäter seiner Mitmenschen. Gottfried Wilhelm Krüger, in Sulzfeld (Kraichgau) geboren und aufgewachsen in Sindolsheim und Merchingen (Bauland), ist ein gutes Beispiel eines solchen Auswanderers, der nach einem aufgrund seiner Herkunft nicht voraussehbaren sozialen Aufstieg zu einem der bedeutendsten Unternehmer der nordamerikanischen Großstadt Newark (bei New York) durch seine Geldspenden Notleidenden sowohl in seiner neuen als auch seiner alten Heimat zu helfen suchte

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