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Das Jüdische Cafe in Offenburg 1936-1937 und das Rezeptbuch der Else Bloch
Ab September 1935, als die Nürnberger Gesetze die rassische Diskriminierung zum Staatsgesetz erhoben, nahm auch für die Offenburger Juden die Realität der Drangsalierungen, der demütigenden Verweigerung grundlegender Rechte neue, schärfere Formen an. Der Alltag wurde immer schwieriger.
Ein Beispiel: Das jüdische Cafe (auch "jüdische Gaststätte" genannt), das 1935 zum ersten Mal eingerichtet wurde und bis 1939 an drei verschiedenen Orten in der Stadt und unter wechselnden Wirtinnen und Wirten existierte. Es war neben der Synagoge und deren Räumlichkeiten das letzte gemeinsame Refugium für die Gemeinschaft der Offenburger Juden, war die letzte Möglichkeit zu geselliger Zusammenkunft, sieht man von Treffen im häuslichen Kreis ab
50 Jahre Eingemeindung der Gemeinde Lackendorf nach Dunningen
Am 24.01.1972 wurde darüber verhandelt, dass die Gemeinde Stetten und Flözlingen mit der Gemeinde Zimmern Verhandlungen geführt haben, die sie der Gemeinde Lackendorf nicht mitgeteilt haben. Weiter ließen die beiden Gemeinden der Gemeinde Lackendorf wissen, dass sie eine Einheitsgemeinde bilden wollen, ohne sich über eine Zuordnung zu einem Verwaltungsraum vorher zu entscheiden. Das hätte für Lackendorf bedeutet, dass die Mehrheit aus Stetten und Flözlingen die Zuordnung zu Zimmern oder Rottweil mit Leichtigkeit hätten erreichen können. Bei dieser Verhandlung wurde beschlossen, dass im Notfall der Gemeinderat von Lackendorf, um das Zustandekommen der Einheitsgemeinde nicht zu gefährden, auch bereit wäre, mit der Stadt Rottweil eine Verwaltungsgemeinschaft einzugehen. Bei einer Verhandlung der Gemeinderäte Stetten und Flözlingen im Vorraum der Turnhalle in Flözlingen haben diese aber bestimmt, dass sie nur eine Einheitsgemeinde mit Lackendorf eingehen wollen, wenn die Zuordnung zum Verwaltungsraum ausgeklammert und erst nach Bildung der Einheitsgemeinde entschieden wird. Nach dem dieser Beschluss gefasst wurde, wurde der Gemeinderat von Lackendorf zur Beratung zugelassen und ihm wurde der Beschluss der beiden Gemeinden mitgeteilt
Die Kurparkgärtnerei des Staatsbads Badenweiler
Mein Name ist Harald Schwanz, ich bin Gärtnermeister und leite seit 1999 die Kurparkgärtnerei in Badenweiler. Im folgenden Artikel möchte ich Ihnen die Kurparkgärtnerei in ihrer Historie und mit ihren gegenwärtigen Aufgaben und Tätigkeitsbereichen näher vorstellen. Da wir als Gärtnerei nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind, sondern ausschliesslich für und mit dem Kur- und Schlosspark arbeiten, möchte ich Ihnen einen Blick hinter die Kulissen gewähren und Ihnen einen Eindruck unserer Arbeit vermitteln
Ein Spaziergang im Liliental
Die Studentinnen Isabel und Daniela Raach haben das ab 1957 im Liliental bei Ihringen/Kaiserstuhl von der Landesforstverwaltung aufgebaute Arboretum an einem Herbsttag 2021 von Freiburg aus, zusammen mit ihren Eltern, besucht. Im Folgenden ihr Bericht
Mehr Schein als Sein
Die Deutsche Inflation mit ihren Millionen- und Milliarden-Mark-Papiergeldscheinen des Jahres 1923 ist wohl bekannt – nicht dagegen die Phase des sogenannten Seriennotgelds der Jahre 1920 bis 1922. Dabei entwickelten über 1300 Städte und Gemeinden in Deutschland aus der Geldnot des Weltkriegs ein lukratives Geschäftsmodell, indem sie einen Großteil ihrer Scheine an Sammler verkauften. Den Ur-Anstoß für diese Politik bot das 800 Jubiläum der Stadt Freiburg 1920
Stadtarchäologie in Neuenburg am Rhein
In der heutigen Stadt Neuenburg am Rhein kann man nicht mehr erahnen, dass ihr Stadtbild einst von markanten mittelalterlichen Wohnbauten, Großbauten und Kirchen geprägt war. Kriegszerstörungen und Naturkatastrophen haben all dies zunichte gemacht. In einem von der Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg unterstützten Archäologischen Rundweg soll anhand von Lebensbildern aus der Zeit um 1500 ein Eindruck des einstigen Lebens in der Zähringerstadt vermittelt werden
Sexuelle Gewalt ist untragbar
Am 15. Mai 2018 feierte der Heidelberger Frauennotruf im Studio der Villa Bosch am Schlosswolfsbrunnenweg das große "DANKE-Fest". Mit dabei waren Schirmfrau Gerda Tschira, die den Frauennotruf oft und in vielfältiger Weise fördert, langjährige Begleiter*innen, und alle, die den Frauennotruf in den letzten, oft Jahrzehnten, in der einen oder anderen Weise unterstützt haben, insgesamt fast 200 Gäste. Der persönlichen Begrüßung durch Frau Tschira folgte eine Dia-Show mit Impressionen aus vierzig Jahren und ein historischer und sehr kurzweiliger Vortrag von Renate Kraus. Begleitet wurde der Vortrag von der Grafikdesignerin Marie Hübner (Graphic Telling). Das köstliche Buffet wurde von allen Gästen auch dazu genutzt, in vielen Gesprächen Kontakte zu erneuern oder neue zu knüpfen
Die Spitalkirche in Altenburg - Altenbürg
Altenbürg, die längst im Strom der Geschichte vergessene Burg- und Schlossanlage in Karlsdorf birgt immer noch Überraschungen. Im Jahre 2013 der Fund und die Heimkehr des Weißen Kreuzes. Jetzt ist die Entdeckung eines Barockaltärchens aus der einstigen Altenbürger Spitalkapelle eine kleine Sensation. Der Bruchsaler Fürstbischof von Schönborn gab im 18. Jahrhundert für seine Altenbürger Kapelle einen Altar in Auftrag. Die ehemalige Kreuzigungsgruppe wird hier vorgestellt
Johann Christoph Storer (1620-1671)
Glücklicherweise ist nur in dem Wikipedia-Artikel zu dem Jesuiten- und angeblichen Storer-Freund, dem Konstanzer Domherrn Johann Conrad Erleholz (1608–1673), ausdrücklich die Rede vom »Jesuitenmaler« Storer, was vornehmlich auf die an sich sehr verdienstvolle, informative und hier referentielle, aber leider durch den Jesuiten-Vor-Über-Unterbau unglücklich hybride und logischerweise in einer jesuitischen Schriftenreihe publizierte Künstler-Monographie (zugleich Erlanger Habil.-Schrift von 1996) von Sibylle Appuhn-Radtke zurückgehen dürfte. Denn keine der sonstigen bisherigen Stimmen beginnend mit dem zeitgenössischen calvinistischen Maler-Konkurrenten Joachim von Sandrart (1606–1688) bis zum Kunsthistoriker Friedrich Thöne (1907–1975) hat Storer zuvor so (einseitig) gesehen. Auch die den Jesuiten gegenüber zumindest anfänglich ablehnende bis reservierte Haltung vor allem der städtischen und erst langsam von protestantischen Bürgern bereinigten Oberschicht in Konstanz sollte zu einer differenzierteren Betrachtung und Einschätzung mahnen. Im Folgenden geht es darum, das Bild Storers und seines Einflusses wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen und es zurechtzurücken
Doris Ebert (1928-2021)
Wenn schon der Arbeitskreis Heimatpflege, Regierungsbezirk Karlsruhe "mit ihr eine verdiente Beirätin und hohe Würdenträgerin" verlor, wie Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder anlässlich der Verabschiedung von Frau Doris Ebert aus diesem Gremium feststellte, um wie viel härter traf ihr Tod am 26. Oktober 2021 uns, den Heimatverein Kraichgau, war sie doch über Jahrzehnte hinweg nicht nur als Autorin, Beirätin, stellvertretende Vorsitzende und vor allem als Schriftleiterin die Seele unseres Vereins gewesen, sondern in vielen Arbeitskreisen und Komitees auch sein Gesicht und seine Stimme nach außen