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    Erwin Breitinger

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    Erwin Breitinger war von 1971 bis 2003 Bürgermeister von Oberderdingen. Im Rahmen der Gemeindereform stand er 1973 als gerade einmal Dreißigjähriger vor der Aufgabe, die Eingliederung der seit 1805 badischen Gemeinde Flehingen mit Sickingen und der Waldenserortschaft Großvillars in das bis dahin württembergische, nun plötzlich dem Landkreis Karlsruhe zugeschlagene Oberderdingen zu meistern. Offensichtlich war er der Herausforderung mehr als gewachsen, denn zu seinem Abschied aus dem Amt 2003 wurde ihm mit der Bürgermedaille gedankt und 2017 wurde Breitinger zum Ehrenbürger ernannt. Von 1984 an bis 2004 gehörte er zusätzlich dem Kreistag des Landkreises Karlsruhe an

    Auf Pergament

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    In seiner 1982 erschienenen überlieferungsgeschichtlichen Arbeit über die ‚Rechtssumme‘ Bruder Bertholds konnte sich Helmut Weck auf mehr als 80 handschriftliche Textzeugen stützen, die ihren Schwerpunkt vor allem im oberdeutschen Sprachraum hatten.*1 Inzwischen sind zwar weitere Handschriften und Fragmente hinzugekommen – der ‚Handschriftencensus‘ verzeichnet aktuell 106 Einträge*2 –, doch Wecks Ergebnisse haben trotz der nun vergrößerten handschriftlichen Basis nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Einem Neufund wird man daher keine besondere Bedeutung zumessen, zumal wenn dieser (wie im vorliegenden Fall) verschollen ist: In dem zwischen etwa 1900 und 1911 angefertigten Inventar der Büchersammlung von Johann Nepomuk Graf von Wilczek auf Burg Kreuzenstein, ca. 25 km nördlich von Wien gelegen, ist unter der Nr. 6133 folgender Band eingetragen:*3 „Summa von Joh. v. Freiberg [sic !], übersetzt von Berthold, Man., Perg., XV., Folio.

    Das Tagebuch von Thijs Jonker

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    Villingen und die Welt oder der Kontrast von Freizeit und Kriegsgeschehen sollen im Fokus des dritten Teils der kleinen Reihe stehen

    Ladenburger Jahrbuch. – 2022

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    Meine Tracht und ihre Geschichte

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    Ich bin seit 2011 in der Trachtenvolkstanzgruppe der historischen Bürgerwehr Oberharmersbach. Als meine Mutter eine der Leiterinnen der Kindervolkstanzgruppe wurde, ging ich regelmäßig zu den Proben mit. Mit der Zeit wurde es für mich immer spannender und spaßiger, die neuen Leute und neue Tänze kennenzulernen, auch bin ich richtig stolz auf meine Tracht. Ich war schon bei vielen Auftritten der Kindervolkstanzgruppe dabei, und als ich 14 Jahre alt wurde, durfte ich endlich in die Erwachsenen-Trachtentanzgruppe wechseln. Wir sind auf vielen Tanzveranstaltungen, Lehrgängen und Trachtenumzügen unterwegs. Ich habe eine sehr starke Verbindung zur Tracht, da schon meine Großeltern in der Trachtentanzgruppe getanzt haben. Auch meine Eltern tanzen mit und haben mich schon als kleines Mädchen überall hin mitgeschleppt. Da ich diese Familientradition sehr toll finde und sehr gerne über die Tracht erzähle, habe ich mich für dieses Thema entschieden

    Ein Wanderer zwischen den Welten

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    Langjähriger Arzt in Bad Rippoldsau (laut Adolf Schmid von 1852 bis zu seinem Tode 1893) war Dr. Friedrich Feyerlin. Er ist der in der heutigen Erinnerung lebendigste Badearzt des einst legendären Heilbades, das in einem Satz mit den Weltbädern Baden-Baden und Bad Ems genannt wurde. Doch Friedrich Feyerlin war nicht der einzige Mediziner von herausragendem Rang, der in Bad Rippoldsau wirkte. Erwähnung verdient insbesondere auch Professor Dr. Heinrich Kraft, dessen eigentlich erloschener Erinnerung dieser Text gewidmet ist. Während Dr. Feyerlin neben seiner Profession als Balneologe auch Psychiater und Chirurg sowie Geburtshelfer war, betätigte sich Prof. Dr. Heinrich Kraft neben der Balneologie vor allem als Ernährungsmediziner, Röntgenologe und Sozialmediziner. Professor Dr. med. Heinrich Kraft war außerplanmäßiger Professor an der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. Der neuen, "deutschen" Universität (sie unterstand direkt dem Reichskanzleramt) war am 28. April 1872 die Stiftungsurkunde verliehen worden, und sie wurde am 1. Mai 1872, genau 305 Jahre nach Eröffnung der alten Akademie, inauguriert. Auf die vielfältigen und lebendigen Verbindungen zwischen Straßburg und Bad Rippoldsau muss hier nicht erneut eingegangen werden, sie wurden bereits umfassend dargestellt. Eine wichtige Klammer dieser Verbindungen war sicherlich Prof. Dr. Heinrich Kraft

    Et l’Humanisme rhénan?

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    Um den Anteil des Elsass am oberrheinischen Humanismus ranken sich viele Mythen und Legenden, die vor allem auch mit der deutsch-französischen Doppelkultur dieser Region zu tun haben. Historisch bedingte Paradoxien oder Widersprüche lösen sich heute zunehmend auf. Zukunftsweisend ist ein postnational geprägtes europäisches Deutungsmuster: Der oberrheinische Humanismus erweist sich als ein europäischer. In allen Lebensbereichen gibt es heute über die Grenzen hinweg im Alltag zunehmend enge Verbindungen und Vernetzungen. Der entschiedene Ausbau der Zweisprachigkeit ist von zentraler Bedeutung. Charakteristisch für diesen oberrheinisch-europäischen Humanismus ist das Streben nach Offenheit, Austausch, Freiheit, Autonomie und gerecht verteiltem Wohlstand. Diese Denkmuster finden sich nicht nur bei den Humanisten des 15. und 16. Jahrhunderts, sondern bereits auch in den oberrheinischen Netzwerken des Mittelalters. Zwischen pränationalen und postnationalen Sichtweisen gibt es interessante Symmetrien und Parallelen

    Der Oberrhein

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    Unter Regie von Odile Kammerer erschien 2019 erstmalig ein zweisprachiges, 57 Karten umfassendes historisches Atlaswerk mit Erläuterungen zum trinationalen Oberrhein von 42, fast durchweg französischen Autoren, vergleichbar dem von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg unter Leitung von Karl Heinz Schröder in elf Teillieferungen (1972–1988) herausgegebenen Historischen Atlas von Baden-Württemberg mit 120 Kartenblättern und Beiwörtern

    Arbeitstherapie mit Patienten im Park des PLK Emmendingen in den 1970er Jahren

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    Am 1. April 1973 begann ich meine Ausbildung zum Krankenpfleger im PLK Emmendingen – heute heißt die Einrichtung Z f P, d. h. Zentrum für Psychiatrie Emmendingen. Meine Tätigkeit im Z f P endete im Herbst 2016. Hauptschwerpunkt meiner Pflegerischen Arbeit waren Akutstationen und die Geschlossene Forensische Psychiatrie. Nicht nur der Name der Einrichtung hat sich geändert. Auch sehr viel in der therapeutischen Behandlung. Zu meiner Anfangszeit gab es noch ganz andere Behandlungsmethoden als heute. Die Unterbringung und Betreuung von Patienten in den 1970er Jahren war so, dass man von der geschlossenen und abgeschotteten Psychiatrie wegkommen und die Einrichtung mehr und mehr öffnen wollte. Auch die ärztliche Behandlung und die therapeutischen Angebote wurden erweitert. Es wurde mehr auf den einzelnen Patienten und seine psychiatrische Krankheit eingegangen. Aber immer noch waren die Aufenthalte meist sehr lange und wegen fehlenden außenstationären Einrichtungen gab es noch die sogenannten "chronischen Stationen", in denen die Langzeitpatienten zum Teil über Jahre untergebracht waren

    Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch

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    Die »Großherzogliche Heil- und Pflegeanstalt nahe Wiesloch« wurde am 20.10.1905 mit vier Krankengebäuden eröffnet. Der nur noch wenige ha umfassende Park des modernen Fachkrankenhauses für Psychiatrie gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten der Region, nicht nur von Spaziergängern, Joggern, Walkern, auch Kindergärten und Schulen nutzen das vielseitige Freizeitangebot. Die Parklandschaft ist aber auch ein einzigartiges Biotop für Flora und Fauna

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