RegionaliaOpen Badische Landesbibliothek
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Die Zukunft der Kulturgutdigitalisierung an Landesbibliotheken am Beispiel der Badischen Landesbibliothek (BLB)
Die Kulturgutdigitalisierung gehört seit Jahren zum Kerngeschäft
der Landesbibliotheken wie der BLB. Dabei lag der Fokus lange Zeit auf der
Contentdigitalisierung von unikalem Material. Hinzu kamen regional interessante
Bestände wie Adressbücher oder Landtagsprotokolle. Allerdings stellt sich zunehmend
die Frage, ob die Aufgabe der Bibliotheken mit der reinen Imageproduktion
schon erledigt ist. Am Beispiel der BLB sollen Zukunftsperspektiven aufgezeigt
werden, die über die Contentproduktion hinausgehen. Dazu gehört neben der
Anreicherung der Digitalisate durch Normdaten, Volltexte und Editionen die
Einbindung in überregionale Portale, die Zusammenarbeit mit der Forschung
bei ausgewählten Projekten, die Unterstützung kleinerer Einrichtungen und das
Engagement in Citizen-Science-Projekten.Digitizing the cultural heritage has been a central task of state libraries
like the BLB for many years. Initially, the focus was on content digitization
of unique material. Regionally interesting holdings such as address books or
regional parliament protocols were added. The question, however, is whether
the task of libraries is fully accomplished by producing digital images. Using the
example of the Baden State Library, future perspectives will be illustrated that extend far beyond content production. Alongside enriching the digitized material
with standard data, full texts and editions, this also includes integration
into national portals, cooperations with scientific research in selected projects,
support for small-scale institutions and engaging in citizen-science projects
Pfarrer und Künstler - Fritz Allgeier
"… schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben!" Das bekannte Sommerlied "Geh aus mein Herz" des berühmten christlichen Liederdichters Paul Gerhard soll als Einstieg in Leben und Werk von Fritz Allgeier dienen. Denn es bindet die zentralen Lebensthemen des 2019 in Dühren verstorbenen Pfarrers und Malers zusammen: den Glauben, die Natur und die Kunst. Hinaus gegangen in die Natur ist der 1935 in Heidelberg geborene Fritz Allgeier sein ganzes Leben – nicht um Lieder zu dichten wie Paul Gerhard. Wohl aber, und darin war er Paul Gerhard gleich, um Gottes wunderbare Schöpfung zu bestaunen und das Bestaunte künstlerisch umzusetzen – zum Lobe Gottes und zur Stärkung der Menschen
Manfred Bosch zum 75. Geburtstag
Wer an der Geschichte Südwestdeutschlands, und hier insbesondere an der Literaturgeschichte interessiert ist, stößt unweigerlich auf einen Namen, dem er noch häufiger begegnen wird: Manfred Bosch. Der Publizist, der am 16. Oktober 2022 seinen 75. Geburtstag feiern konnte, ist einer der profundesten Kenner der Literatur- und Kulturgeschichte des Bodenseeraums und des Markgräflerlandes, welche er in unzähligen Publikationen aufgearbeitet hat. Eines seiner wichtigsten Werke ist das Buch »Bohème am Bodensee. Literarisches Leben am See von 1900 bis 1950«, das erstmals 1997 erschien und in der dritten Auflage vorliegt: ein Standardwerk
Multimedial und interaktiv
Mit der konsequent digitalen Umsetzung der neuen Dauerausstellung »Typisch Mannheim!« geht das MARCHIVUM neue Wege. Anstatt in ehrwürdigen Vitrinen wird die Stadtgeschichte multimedial über interaktive Bildschirme und Beamerprojektonen, aber auch über digitale
Mitmachstationen gezeigt. Besucherinnen und Besucher können so mit allen Sinnen in die Vergangenheit der Quadratestadt eintauchen und der Frage nachgehen, was typisch Mannheim ist und warum es »Mannem vorne!« heißt
25 Jahre Schul- und Gemeindebücherei
Am Anfang eines außergewöhnlichen Erfolges steht meistens eine außergewöhnliche Idee. So auch bei der Schul- und Gemeindebücherei. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Fachklassentraktes der Eschachschule wurde im Gemeinderat 1997 intensiv darüber diskutiert, dort auch eine öffentliche Bücherei einzurichten. Die recht schwach frequentierte Pfarrbücherei und die Schülerbücherei sollten dabei zusammengeführt und attraktiver gemacht werden. Allerdings scheute die Gemeindeverwaltung die zu erwartenden Folgekosten und wollte das Vorhaben deswegen auf Eis legen. In dieser Situation war es einmal mehr der damalige Schulleiter und heutige Ehrenbürger Julius Wilbs der mit einer ungewöhnlichen Idee die Sache ins Rollen brachte. Er schlug vor, nach Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu suchen, welche bereit seien, die neue Bücherei ehrenamtlich zu betreiben. Die Betriebsträgerschaft könnte dann beim „Dunninger Forum“ liegen; neben der bürgerlichen Gemeinde könnten auch die Schulen, die drei
Kirchengemeinden und die Gemeinde Eschbronn einen jährlichen Beitrag zur Neuanschaffung von Büchern und weiteren Medien leisten
Mandolinenclub Dunningen
Grund für die Nachbetrachtung: Durch meine Tätigkeit im Hausnotruf bei der Sozialstation St. Martin Dunningen habe ich oft Kontakt zu älteren Leuten. Dabei kommt es für mich manchmal auch zu interessanten Gesprächen über frühere Zeiten. Zum Beispiel hatte Ludwina Rosenfelder noch alte Bilder vom Mandolinenclub von ihrer verstorbenen Schwägerin Luise Mauch (Wanger Luis). Ich weiß aus Erzählungen von meiner Mutter, dass mein, 1950 durch eine Kriegsverletzung verstorbener Vater, Hermann Burri (ich war damals 1,5 Jahre alt und meine inzwischen verstorbene Schwester Anita kam erst zwei Monate nach seinem Tod auf die Welt) aktiv im Mandolinenclub musizierte. In den 50er Jahren war das Fotografieren fast Luxus und von meinem Vater gab es ein Sterbebild und von den Eltern ein Hochzeitsbild - sonst nichts. Das erweckte bei mir die Neugier, wie könnte er ausgesehen haben, wie groß war er in etwa und was war durch die Bilder sonst noch zu erfahren. Dass er auch aktiver Fußballer war, habe ich vom „Fischinger Hans“ und „Mauche Walter“ (Textilhaus), beide auch Jg. 1922, erfahren. Danach hatte ich noch Kontakte mit dem „Wernze Albert“, der „Auber Lotte“ und Robert Mauch (Käfers). Die schönen Bilder von damals hat mein Jahrgänger Walter Sohmer digital aufgearbeitet
Emil Schumacher (1940-2022)
Im Rahmen der Feierstunde "50 Jahre Heimatverein Kraichgau" am 9. Juli dieses Jahres sollte ihm eigentlich offiziell die Ehrenmitgliedschaft verliehen werden. Er konnte dies nicht mehr erleben, verstarb am 15. April. Emil Schumacher, ohne Zweifel einer der verdienstvollsten Familien- und Heimatforscher im nördlichen Kraichgau, war Rohrbacher mit Leib und Seele, obwohl er, wie der Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht in seiner Grabrede feststellte, leider in Heidelberg geboren wurde. Neben seiner Arbeit als Ratsschreiber der Gemeinde Rohrbach, später in der Verwaltungsstelle Sinsheim-Rohrbach (1965 – 1999), begann er früh mit der Übertragung alter Dokumente aus Kirchenbüchern, kommunalen und Adelsarchiven. Leider war er anfangs zu bescheiden, seine Arbeiten in Druck zu geben, aber wer das Glück hatte, seine Bekanntschaft zu machen, bekam oft aus heiterem Himmel – immer ohne Erwartung einer Gegenleistung – eine frühe Einwohner- oder Auswandererliste zu seinem Heimatort oder die eine oder andere schnurrige Anekdote ausgehändigt. Sein Name sprach sich schnell unter Familienforschern herum und er war bald eine gesuchte Anlaufstelle – nicht zuletzt, weil er nicht nur zuverlässige, sondern stets auch kostenlose Auskünfte erteilte
Ernst Stadler
Ein Blick hinüber, über den Rhein, lohnt sich allemal; und zumal einer zurück in eine Zeit, in der dieser keine Grenze war, in der Straßburg die heimliche Hauptstadt der gesamten Region war. Die politische Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass vieles aus jener Zeit in Vergessenheit geriet – und viele, die ihnen, oft im wahrsten Wortsinn, zum Opfer fielen. Was hätten sie, hüben und drüben, noch alles bewirken können! Es geschah am 30. Oktober 1994. In der Kapelle des altehrwürdigen Magdalen College in Oxford fand eine Feier statt, deren Teilnehmer, unter ihnen der deutsche und der französische Botschafter, anschließend in nicht minder feierlicher Prozession in den Kreuzgang zogen; und dort wurde eine Tafel enthüllt, auf welcher stand: "Poet – Scholar – Soldier. In memory of Ernst Stadler, killed at Ypres 1914. Mensch, werde wesentlich." Doch wer war der, der da geehrt wurde? Und warum an diesem Ort, und warum an diesem Tag
Ein Schloss - vier Sehenswürdigkeiten
Nach seiner Wiedereröffnung im Jahr 1975 wurde das Barockschloss Bruchsal zum Sitz mehrerer musealer und kultureller Einrichtungen, die heute gemeinsam zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bruchsal zählen. Im Schloss selbst sind die prachtvolle Beletage und Zeugnisse der Residenzgeschichte zu besichtigen, das Deutsche Musikautomaten-Museum bietet einen entwicklungsgeschichtlichen Gang durch drei Jahrhunderte selbstspielender Musikinstrumente und das Städtische Museum dokumentiert ausgewählte Epochen der regionalen Historie von der Vorzeit bis in das 20. Jahrhundert. Im direkt benachbarten Damianstor hat der gleichnamige Kunstverein seinen Sitz, der regelmäßig Ausstellungen mit zeitgenössischen Werken bietet