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    Beatus Rhenanus (1485-1547)

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    Beatus Rhenanus aus Schlettstadt im Elsass hat fast sein ganzes Leben in seiner oberrheinischen Heimat zugebracht, in der sich ihm eine fortgeschrittene humanistische Kultur darbot. Nach der Schlettstädter Gelehrtenschule war es vor allem das Frobensche Druck-und Verlagshaus in Basel, wo sich seine intellektuelle Entwicklung vollzog. Hier entstand, auch in Abkehr von den Turbulenzen des aufziehenden konfessionellen Zeitalters, sein großes philologisches Lebenswerk, das schon in die Vorgeschichte des modernen historischen Denkens gehört

    50 Jahre Stadtentwicklung der Zähringerstadt Neuenburg am Rhein

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    Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Stadtentwicklung der Stadt Neuenburg am Rhein in den letzten 50 Jahren. Der Bogen wird gespannt über den rasanten Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren über die darauffolgende Sanierung und Aufwertung der Innenstadt und den Ausbau der sozialen und Bildungsinfrastruktur. Er berichtet von dem Leitbildprozess der 90er Jahre und dem daraus entstehenden festen Willen, die Stadt wieder an den Rhein zu führen. Dieses Vorhaben wird über Maßnahmen in der Innenstadt und am westlichen Stadteingang am Kronenrain vorangetrieben und mündet schließlich in der Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2022. Nach den Themen der weiteren qualitativen Aufwertung der Innenstadt und der Entwicklung in den einzelnen Ortsteilen endet der Beitrag in einem Ausblick, wie und wo die weitere städtebauliche Entwicklung der Stadt Neuenburg am Rhein vollzogen werden könnte

    Das Museum für Stadtgeschichte in Neuenburg am Rhein

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    Unser Land ist ein Land der Museen. Der Museumsführer »Museen in Baden-Württemberg« berichtet, dass zum 800jährigen Stadtjubiläum der Zähringergründung Neuenburg am Rhein, 1975, der Ratschreiber, Hauptamtsleiter Winfried Studer, die Sammlung zur Stadtgeschichte ins Leben gerufen hat. Im Jahre 1988 konnte die Sammlung in das Alte Rathaus am Franziskanerplatz umziehen und vom Gründer erstmals umfangreich erweitert werden

    Die Ortenau. – 102 (2022)

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    Der Musikverein Unterharmersbach von den Anfängen bis 1950

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    Im Jahr 2020 bezog der Musikverein Unterharmersbach einen neuen Raum für Noten, Uniformen und Verwaltungsunterlagen. Beim Einräumen sind verschiedene historische Unterlagen zum Vorschein gekommen. Unter anderem die Kassenbücher ab 1911, die Protokollbücher des Musikvereins ab 1925, Unterlagen von Wertungsspielen sowie die kompletten Unterlagen des großen Musikfests 1929. Diese Dokumente, verbunden mit Erzählungen ehemaliger Musiker, gaben den Anlass, sich auf eine Zeitreise zu begeben, speziell in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Man sieht, wie die äußeren wirtschaftlichen und politischen Einflüsse auch Einfluss auf das Vereinsleben nahmen. Die Stadt Zell am Harmersbach und die damals selbstständige Gemeinde Unterharmersbach, im Volksmund "Hombe" (von Hambach) genannt, liegen so nah beieinander, dass man ihre Geschichte oft nicht getrennt betrachten kann. Dies gilt in gleicher Weise auch für ihre Musikkapellen

    Über die Vorteile von Mundart

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    Mundartsprecher haben Vorteile. Einer davon ist, dass sie alle weiteren Sprachen, die sie lernen, als Fremdsprache lernen, so eben auch die Standardsprache, das Hochdeutsche. Mit jeder neuen Sprache kann das Gehirn auf schon bestehende Muster zurückgreifen, die vorher eingeprägt worden sind, und deshalb das Lernen der neuen einfacher gestalten. Vergessen Sie die Mär vom restringierten Code, die besagt, dass Mundartsprecher sich nicht recht ausdrücken können sollen – die sogenannte Defizithypothese vom beschränkten Wortschatz. Basil Bernstein, der diese These Mitte der 60er Jahre mit zu verantworten hat, ist längst widerlegt. Auch lässt sich dieses Defizit mit einem einfachen Beispiel als Scheinlogik enttarnen. Es gibt auch Sprecher der Hochsprache, die sich mit einem beschränkten Wortschatz nicht recht ausdrücken können, genauso wie es Mundartsprecher gibt, die sich wortgewandt verständlich machen. Sehr wahrscheinlich liegt es eben nicht an der Sprache, ob jemand etwas Gescheites sagen kann, sondern eher am Gehirn, das die Gedanken produziert – in welcher Sprache auch immer

    "Er wollte ihn nicht gehen lassen." - die mundartliche Vielfalt in einem Satz

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    Lassen Sie sich, liebe Leserin und lieber Leser, durch die vielen grammatikalischen Begriffe in diesem Beitrag nicht abschrecken. Der Dialekt erschöpft sich nicht in der Sammlung möglichst vieler bereits untergegangener Wörter und Fachausdrücke, sondern er stellt ein komplexes grammatikalisches System dar, das zudem von Ortschaft zu Ortschaft und von Region zu Region mehr oder weniger stark variieren kann. Jede Ortschaft besitzt – wie die hochdeutsche Sprache oder Standardsprache – eine eigene und vollständige Grammatik, die allerdings von der des Hochdeutschen in vielen Punkten abweicht. Das soll in diesem kleinen Beitrag an nur einem Satz gezeigt werden. Eine nützliche, aber für den Textfluss hinderliche Tabelle findet sich im Anhang

    Einiges über die Pfarrei Wittenweier in alten Zeiten

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    Es kann für die Bürger aus Wittenweier von Interesse sein zu wissen, dass das "Liber vitae" (Seelbuch) der Pfarrei, welches im Jahr 1488, natürlich auf Pergament, durch Rektor Schlimpecher erneuert wurde, im Straßburger Stadtarchiv, unter den Beständen des alten Spitals, in seinem – etwas abgenutzten – Originaleinband aus Schweinsleder, aufbewahrt wird. Wir überlassen einem dortigen Forscher die Ehre und Last, diese Handschrift auszuwerten, und begnügen uns, nur einige interessante Angaben daraus zu heben. Auf den Titelblatt befindet sich die Angabe: "Liber uite renouatus per me Johannem Slimpbecher Rectorem Ecclesie In wittenwiler Archiprespiteru(m) capp(itu)li lar Anno D(omin)ni M. CCC. LXXXVIIIo". Diese Inschrift beweist, dass ein älteres, wahrscheinlich verschwundenes Exemplar benutzt wurde, um dieses neue herzustellen, was öfters in der Geschichte vorkommt

    Grabplatte in Stollhofen

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    Eine Grabplatte von 1348 vom Friedhof Stollhofen befindet sich seit 2018 in der Kapelle. Diese 675 Jahre alte Grabplatte ist das einzige noch erhaltene steinerne Zeugnis von der im Jahr 1632 zerstörten Pfarrkirche St. Cyriak. Schon 2002 kam vom Landesdenkmalamt die Aufforderung, die Grabplatte, die über Jahrzehnte vor der Kapelle lag, an einem geschützten Platz unterzubringen. Zunächst hatte man die alte Umschrift als nicht mehr "lesbar" bezeichnet. Dr. Lutz vom Denkmalamt bestätigte damals die Jahreszahl 1348 und entzifferte den Namen als "Jacob". Der untere Rand der Platte fehlt leider. Auch sind keinerlei Reste eines Wappens o. Ä. zu erkennen

    "Ich kann einfach da nicht mit"

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    Als kürzlich ein auf einem Dachboden ruhender Koffer geöffnet wurde, war bald klar, dass die in ihm bewahrten Dokumente der früheren Schiltacher Industriellenfamilie Karlin gehörten. Sie geht auf den Kaufmann Gustav Karlin (1851–1903) zurück, der 1880 von Lörrach nach Schiltach kam, um hier als Unternehmer in die Tuchfabrikation einzusteigen. Karlin & Co. bestand als bedeutendes Textilunternehmen bis 1968, als es in der damaligen Krise der Branche den Betrieb aufgab. Dieses Ereignis der Firmengeschichte erlebte auch die jüngste Karlin-Tochter Elisabeth (1900–1995), die als "Fräulein Karlin" die elterliche Villa am Hohenstein, unterhalb von Schiltach, bewohnte. Wohl ist ihr die Koffer-Sammlung zu verdanken, zumal sie viele Briefe ihrer Partnerin, der Volksschullehrerin Luise Schulte am Esch (1900–1992) enthält, mit der sie hier seit 1943 zusammenlebte

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