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    Die Metzger-Dynastie Graf in Dunningen

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    Vor über 100 Jahren gründete eine Familie Graf eine Dorfmetzgerei, die bis in unsere Tage hinein fortgeführt wurde, was eine wirklich beachtenswerte unternehmerische Leistung zur Versorgung der dörflichen Bevölkerung darstellte. Ein Wechsel des Besitzers, auf den ich später eingehen werde, erfolgte erst im Jahre 2021. Dass eine solche Kontinuität im Fortbestand eines Traditionsunternehmens heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, zeigt als Beispiel die Stadt Schramberg im Landkreis Rottweil. In der Talstadt ist keine einzige selbstständige Metzgerei mehr zu finden. Bekannte Namen von Metzgereien, wie zum Beispiel „Eschle“, zum „Schützen“, „Keller“, „Jegglin“ und andere sind wie vom Erdboden verschluckt. Eine vor Wochen in der Tageszeitung deklarierte neue Metzgerei entpuppte sich bei näherem Hinsehen als ein Lebensmittelgeschäft mit dem Zusatz, dass das Fleisch von Stuttgart beigeholt werde. Nur eine einzige, über die lokalen Grenzen hinweg bekannte Metzgerei mit dem Firmennamen „Hils“, hat sich bis heute in der Bergvorstadt Sulgen gehalten. Besser sieht es in manchen umliegenden Ortschaften wie in Bösingen und Seedorf aus. Nichtsdestotrotz spricht man heutzutage von einem Metzgereisterben in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zahlen dazu sprechen eine deutliche Sprache. Allein in den letzten 30 Jahren haben sich die Zahlen von 27000 auf etwa 12000 reduziert

    Das Rathaus stellt sich vor

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    Das Bürgerbüro in Dunningen ist die erste Anlaufstelle, wenn wir als Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde etwas an- oder umzumelden haben, bei Geburt, Tod, Heirat, Umzug und ähnlichem oder die Beantragung der Ausweispapiere. Ein absolutes Muss, wenn es darum geht, sorgenfrei in den Urlaub ins Ausland zu fahren. Frau Concetta Frech und Frau Simone Imhof sind „unsere Gesichter“ des Bürgerbüros Dunningen und genau diese Beiden sollen heute für Sie, liebe Brücke-Leserinnen und -leser, vorgestellt werden

    Pflicht oder Kür?

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    Bei der gesetzlichen Pflichtablieferung von Netzpublikationen kooperiert die Badische Landesbibliothek mit der Württembergischen Landesbibliothek, dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg und der Deutschen Nationalbibliothek. Entstanden sind dabei fünf innovative Dienste zur Archivierung von Amtsdruckschriften, E-Books, E-Journals, E-Papers und Websites. Diese ermöglichen es, wesentliche Teile des textbasierten digitalen Kulturerbes aus Baden zu sichern – wir berichten hier über den aktuellen Stand unserer Sammlung

    Deutsch-Französische Gesellschaft Villingen-Schwenningen e.V.

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    Die vielseitigen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland, die Zusammenarbeit innerhalb der EU, Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland, Schüler- und Jugendbegegnungen, all dies ist erfreulicherweise ganz selbstverständlich geworden.Die Anfang 2020 ausgebrochene Corona-Pandemie hat jedoch gezeigt, dass gar nichts selbstverständlich ist. Treffen mit französischen Freunden? Unmöglich. Ein Ausflug zum elsässischen Weihnachtsmarkt? Undenkbar. Grenzübertritt? Wenn überhaupt, dann mit negativem Testergebnis plus Quarantäne. Auch die Regierungen haben Zeit gebraucht bis zu der Erkenntnis, dass diese Herausforderung nur gemeinsam bewältigt werden kann. Umso mehr freut man sich nun, im Sommer 2021, darauf, dank Impfungen bald alle Freundschaften wieder persönlich pflegen zu können. Am Beispiel der Deutsch-Französischen Gesellschaft soll gezeigt werden, wie bürgerschaftliches Engagement vor Ort in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit deutsch-französische Kontakte aufgebaut hat, beginnend in einer Zeit, in der dies noch nicht selbstverständlich war

    Neue Wege

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    Der Kraichgau heute: Auf vielen Gemarkungen bietet sich dem Betrachter das Bild einer flurbereinigten, in großen geschlossenen Blöcken bewirtschafteten Agrarlandschaft. Riesige Felder tragen einheitliche Frucht, im Vordergrund stehen – hier wie überall – Effizienz und Massenerzeugung. Die artenreichen, vielfältig gegliederten Feldfluren früherer Jahrhunderte mussten floristisch und faunistisch verarmten Monokulturen weichen. Auf durchschnittlich knapp 35 Hektar beziffert sich das statistische Mittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche je Betrieb in Baden-Württemberg – im innerdeutschen Ländervergleich noch ein sehr niedriger Wert. Bundesweit liegt der Schnitt bei über 60, in Teilen Ostdeutschlands bei mehr als 200 Hektar

    Historische Postkarten erzählen aus der Kulturgeschichte Sinsheims

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    Im Jahr 2019 konnte das Stadtmuseum Sinsheim zusammen mit dem Förderverein "Freunde Sinsheimer Geschichte e.V." einen kulturhistorischen Schatz für künftige Generationen bewahren. Der gemeinsame Ankauf einer Privatsammlung von über 1.500 historischen Postkarten aus Sinsheim und den Stadtteilen war der Startpunkt einer intensiven Beschäftigung mit der kleinen Karte, die in die Sonderausstellung "Grüße aus Sinsheim – Zeitreisen im Postkartenformat" mündete. Die Karten der in sich geschlossenen und sehr breiten Sammlung reichen von den Anfängen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Vergangenheit

    Negotiating liturgical obligations in late medieval dominican convents

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    Liturgy has often served as a source for studying the identities of medieval religious communities through examining local saints and special chants or ceremonies. This article deepens such approaches by considering the practice of liturgical coordination, which required each convent to reconcile the obligations imposed upon it by the order to which it belonged, the diocese in which it lay, and the personal networks of its sisters. The shifting dates of the Easter cycle created a wide variety of possible calendrical conflicts and necessitated that each convent’s liturgical practice be organized anew every year. Focusing on German-language liturgical manuals from Observant Dominican convents, this article introduces these sources and examines the various obligations, authorities, and sources of advice that Dominican sisters coordinated when planning each year’s liturgy. It then turns to the concrete example of a major calendrical conflict on May 1, 1519, which illustrates how convents negotiated their networked obligations and defended their decisions. Supplementing traditional sources such as chronicles and charters, liturgical administrative documents reveal how each convent’s liturgical identity was both iterative and networked and how the tensions between these features opened up spaces for assertive decision-making

    Didaktische Impulse für Lehrkräfte zur Ausstellung „Fort damit? Johannes Reuchlin und die jüdische Kultur“ der Badischen Landesbibliothek

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    Der Humanist Johannes Reuchlin ging als Verteidiger von Sprache und Schriftkultur des Judentums sowie deren Bedeutung für das christliche Abendland in die Geschichte ein. Mit seinen Überzeugungen und der Begründung einer neuen Wissenschaft (Hebraistik) repräsentiert er die Epoche der Renaissance in besonderer Weise. Seine Biographie und seine Werke ermöglichen uns ein besseres Verständnis seiner Haltung im Streit um die Vernichtung jüdischer Bücher sowie der spätmittelalterlichen Lebenswelt am Vorabend der Reformation. Die virtuelle Ausstellung mit unterschiedlichen Objekten (Handschriften, Portraits, Kupferstichen u. a.) bietet für Schulklassen eine einzigartige Möglichkeit, Informationen aus einem außerschulischen Raum zu bearbeiten und mithilfe eines neuartigen digitalisierten Lernorts in ein weit zurückliegendes Zeitalter, hier den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, einzutauchen. Die Schüler*innen lernen in der Ausstellung einen Mann kennen, dessen Name heute zwar nur noch selten in den Schulbüchern auftaucht, dessen Lebenswerk uns jedoch in mancherlei Weise dennoch begleitet. Die Schüler*innen erhalten einen anregenden Zugang zu Themen wie Antijudaismus, Toleranz, Bibelübersetzung und Medienkrieg

    Die Großherzogliche Sternwarte in Karlsruhe 1880-1896

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    Dass zwischen 1880 und 1898 mitten in Karlsruhe eine Großherzogliche Sternwarte existiert hatte, ist kaum im öffentlichen Bewusstsein. Dies ist nicht verwunderlich, da sie keinerlei bauliche Spuren hinterlassen hat. Die Planungen zu einer Sternwarte mittlerer Größe nach den Ideen des Astronomen Karl Wilhelm Valentiner und des Badischen Oberbaurats Heinrich Lang, orientiert an der Universitätssternwarte in Stassburg, scheiterten am Haushaltsbudget der Regierung. So blieb es bei einer hölzernen Baracke, einem Provisorium im heutigen Nymphengarten in Karlsruhe, die nach Eröffnung der neuen Berg Sternwarte in Heidelberg 1898 abgerissen wurde

    Neuanfang oder Kontinuität?

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    "Wenn das Gymnasium Heidelberg seiner Tradition entsprechend wieder zu einer erstklassigen Schule werden soll, so ist das nicht mit jungen, […] noch nicht erprobten Lehrkräften zu erreichen, sondern nur mit erfahrenen und tüchtigen Lehrern. Gerade [an solchen] fehlt es uns sehr." Mit diesen Worten drückte Joseph Schneble, der im Juli 1945 von Kollegen zum Direktor des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums Heidelberg (KFG) gewählt worden war, seinen Stolz auf die Tradition der Schule, aber auch seine Unzufriedenheit mit der Personalsituation im Jahr 1946 aus. Das Kollegium war stark dezimiert, viele Lehrer waren 1945 durch die amerikanische Besatzungsmacht entlassen worden und von gesetzlichen Berufsbeschränkungen betroffen. Insbesondere war vielen die Lehrtätigkeit an ihrer bisherigen Schule verboten. Ein Großteil des "erfahrenen und tüchtigen" Kollegiums aus den Jahren vor 1945 war zudem älter als 60 Jahre oder würde dies spätestens Ende der 1940er sein. Man könnte also annehmen, dass in der Nachkriegszeit eine neue Ära an Heidelbergs traditionsreichster Schule, dem KFG, anbrach. Hierfür sprechen auch die sonstigen Eingriffe in den Schulalltag

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